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Story2 – Fortsetzung


„tschüüüss!!! Bis heute Abend!“, rief ich und schloss die haustür hinter mir. Ich rannte die Treppen hinunter zu meinem roten Mini. Schwungvoll öffnete ich die Tür und stieg ein. Ich hasste rückwärts ausparken, da die Straße um die Uhrzeit immer so extrem belebt war. Mann musste auf Autos, Fußgänger und alles andere gleichzeitig achten. Frauen konnten zwar vieles gleichzeitig machen, doch das war selbst für eine Frau zu viel.
Als ich es endlich geschafft hatte, fuhr ich die volle Straße berlins entlang. Ja richtig, Berlin! Nachdem sich mit Bill, Tom, Gustav und Georg wieder alles eingerängt hatte, hatte Laura es tatsächlich geschafft, dass ich bei ihr und Meira bleiben konnte. Das war natürlich ein Traum gewesen. Bei meiner allerbesten und vertrautesten Freundin zu wohnen, was gibt es schöneres?!
Nun, wir schafften unser Abi! Ich mit einem Durchschnitt von 1,4 und Meira mit 1,9 , also beides sehr gute abschlüsse. Von daher standen uns viele Möglichkeiten offen.Wir überlegten lange was wir machen sollten, doch eines war von anfang an klar: Wir würden beide zusammen ziehen, und zwar in die hauptstadt, Berlin! Hier wohnten wir nun in einer wohnung und Meira machte in einer beauty schule eine Ausbildung zur Stylistin, sie ging also ihrer Leidenschaft nach. Ich hingegen war in einer Ausbildung zur eventmanagerin bei Viva. Es war ein toller Job und ich liebte es über alles.
Mit unseren Jungs war alles beim alten. Meira und Tom waren immer noch zusammen, allerdings hatten sie schon viele Trennungen und wieder Versöhnungen hinter sich. Bei Bill und mir war alles wunderbar. Er war meine große Liebe und ich wollte ihn nie im Leben verlieren.
Das einzige das nicht so perfekt war, war dass unsere Jungs immer mehr international bekannt wurden. Das hieß sie waren ständig unterwegs im Ausland und wir bekamen sie kaum noch zu sehen. Es war sehr nervenaufreibend, doch da mussten wir durch.
Ich bog in die Straße ein die zum Viva Studio führte. Das meiste das ich machte war Aftershow parties und Preisverleihungen zu planen. Es war ein toller Job.
Ich parkte und lief ins Studio. Sofort kam mir Tom entgegen, mein Chef.
„Guten morgen Pia! Na? Wie geht’s?“
„ganz gut!“, antwortete ich. „ und dir?!“
„Auch, wir haben heute viel zu tun! Du weißt, bald steht die Bravo super show an!“
ich grinste. Ja, es war zwar schon lange her, doch mit der bravo super show verband ich sehr viel. Bills Dankesrede hallte mir heute noch oft im Kopf.
Wir liefen zusammen in unser Büro. Dort setzten wir uns an unsere schreibtische.
„Also, ich gebe dir diese Liste hier. Darauf siehst du alle Bands die wir gerne einladen wollen, rufst du sie bitte an und frägst wer bereit wäre dort aufzutreten?“
sagte Tom und legte mir eine 5 seitige Liste vor die Nase.
„Ja klar, bin schon dabei!“, antwortete ich und er grinste zufrieden.
Ich guckte durch die liste. Bands wie US5, Room 2012, Nevada Tan waren eingeladen, allerdings auch eine die mir sehr viel bedeutete. Die Toten Hosen!! Ich hatte damals ihr Konzert verpasst und mir geschworen sie irgendwann live zu sehen. Hoffentlich würde das klappen!
Ich machte mich sofort ans anrufen. Der Manager von US5 sagte sofort zu und sie waren auch bereit aufzutreten. Ich machte die Liste weiter durch und irgendwann kam ich zu einem bestimmten Namen. Tokio Hotel. Ich grinste.
Tom war gerade nicht im Raum, also schnappte ich mir mein Handy und wählte die Nummer, die ich wohl am häufigsten anrief.
„Viva Eventteam Pia hofinger, guten tag.“, meldete ich mich als sich jemand mit hallo meldete.
„Hi Maus!“, lachte Bill.
„Hey! Na? Wie geht’s dir?“, fragte ich grinsend.
„ Ganz ok, ich bin müde aber ansonsten.“
„Wieder zu viel gefeiert, was?“, neckte ich ihn.
„ Ach quatsch, du kennst mich doch, ich doch nicht!“
Ich lachte.
„Also eigentlich ruf ich geschäftlich an.“, kam ich dann zur sache.
„Ohhh muss ich jetzt Angst haben?“, antwortete er.
Ich grinste.
„najaaaaaa…..“
„Ok, du bekommst das Haus, den Hund und ich das Auto, das gemeinsame Konto teilen wir auf, ok?“
Ich lachte los.
„Mensch jetzt bleib mal ernst!!“, grinste ich. Auch er lachte nun.
„ok, um was geht’s denn?“
„aaaaaaalso, ich hab euch auf der Liste stehn mit den Bands, die ich zur bravo super show einladen soll. Und ihr steht da drauf. Aba da ich dich und die andren ja ein bisschen kenn hab ich gedacht ich ruf euch und nicht euren Manager an.“
„Haha, ok also sollen wir einfach kommen oder auch auftreten?“, fragte er.
„Wie ihr wollt!“, sagte ich.
„Ok also ich denke wir können auch auftreten wenn ihr wen braucht.“
„super, danke!“, freute ich mich.
„Gut, wars das dann? Ich vermiss dich süße!“, sagte er.
Ich seuftzte.
„Ich dich auch, glaub mir! Wann werd ich euch denn mal wieder sehen?“, fragte ich traurig.
„ Ich weiß es leider nicht. Wir sind auf dem Weg nach Frankreich.“
„Ich will dich endlich wieder sehen und küssen und umarmen, du fehlst mir!“
„ Ich weiß, du mir doch auch! Ich werde versuchen so bald wie möglich wieder zu kommen, ok?“
„ja ok!“
In dem Augenblick kam Tom wieder rein.
Schnell lenkte ich ab.
„Also kann ich mit euch zählen?“, fragte ich.
„Ahhh du musst weitermachen“, lachte er über den schnellen Themenwechsel.
„Naja, also ja kannst du! Ich liebe dich über alles! Tschau!“, sagte er.
„Dito!“, antwortete ich.
Tom schaute auf und grinste. Ich legte auf.
„ Na? Das geschäftliche mit dem privaten vermischt?“, lachte er.
Ich lächelte ertappt.
„Ich hab gedacht das geht schneller…“
„OK kein Problem!“, sagte er und zwinkerte mir zu.
„ und? Wie siehts aus mit der liste?“
„Also bis jetzt können von 3 seiten 2 Bands nicht kommen.“, meinte ich.
„Gut!! Das ist sehr gut“, freute sich Tom.
„Dann mach mal weiter und danach gehen wir zusammen die location für die aftershow Party auschecken, ok?“
„ Ja gerne, ich beeil mich!!“
er grinste und ging weg. Schnell beendete ich die Anrufe und freute mich schon mit Tom die after show party zu planen.
Wir fuhren mit seinem Bmw und unterhielten uns über Gott und die Welt. Plötzlich kam er auf eine absolut verrückte Idee.
„ Ich habs! Was hälst du davon wenn du eine Laudation übernimmst?“, fragte er aufgeregt.
Geschockt schaute ich ihn an.
„ Ich?! Wieso denn ich?“, fragte ich ihn.
„Warum denn nicht? Wir brauchen jemanden der die Kategorie best newcomer übernimmt. Sonst haben das immer in die Moderatoren gemacht, die waren aber alle schon mal dran jetzt und du bist jung, hübsch und kannst toll reden.“, erklärte er.
Ich schaute ihn skeptisch an.
„Ich weiß nicht, also ich mein, ich weiß doch gar nicht was ich da sagen soll!“
„ du musst ja auch nicht alleine diese laudation machen, es kommt immer noch ein künstler dazu.“
„ Und du meinst ich könnte so was machen?“, versicherte ich mich.
„ Ja! Ganz sicher! Du wärst perfekt dafür!“, sagte er euphorisch.
„ ok, darf ich es mir noch mal überlegen?“, fragte ich nach.
„ Ja natürlich! Gib mir einfach bald möglichst bescheid!“
Ich nickte und grinste. Naja, es wäre ja schon mal aufregend.
Wir hielten an einem szeneclub berlins. Der Besitzer erwartete uns schon. Wir liefen auf ihn zu und stellten uns vor. Es war ein Mann mitte 40, klein und sein Äußeres war sehr schleimig. Ein richtiger Möchte gern. Wie ich solche personen hasste.
„Pia Hofinger!“, stellte ich mich vor und gab ihm meine Hand.
Er grinste ekelig und musterte mich von oben bis unten. Ich hatte mich nicht besonders rausgebrezelt. Ich trug eine ausgewachene Röhrenjeans, darüber schwarze Coyboy artige Stiefel, eine dunkelrote Bluse und einen schwarzen tuchartigen Schal. Meine Haare hatte ich nach hinten gebunden.
Trotzdem schien er Gefallen an mir zu finden, was mich sehr anwiderte.
“ Nun, wir müssen uns beeilen, da in einer halben Stunde die nächsten Kunden kommen um den Club zu besichtigen. Wichtige leute, sie wissen schon!“, sagte er und lachte widerlich, da es eher einem Grunzen glich.

Wir besichtigten den Club. Er gefiel uns, hatte jedoch nicht das gewisse etwas. Nach einer halben stunde verabschiedeten wir uns.
„Also wir werden es uns überlegen und sie dann anrufen.“, sagte mein Chef.
„OK, aber beeilen sie sich. Mein Club ist sehr begehrt!“
Wir nickten und liefen Richtung Ausgang, als die Tür aufging und 2 Personen den Raum betraten. Der Clubbesitzer stürzte zu ihnen, an uns vorbei und streckte ihnen die Hand entgegen.
„Ich freue mich dass sie hier sind!!“, verteuerte er ihnen mehrere Male. die personen schauten uns an. Und musterten uns.
„Diese 2 waren vor ihnen hier um den Club zu besichtigen, sie sehen, er ist sehr begehrt.“, sagte der Clubbesitzer, der die Blicke bemerkte. Dann drehte er sich um.
„Diese zwei sind Mitglieder der Band Room 2012, also PROMINENTE!“, sagte er Stolz.
Ich erinnerte mich, dass sie auf der Liste standen und streckte ihnen die Hand entgegen.
„Ich bin Pia Hofinger vom Viva Eventteam, freut mich sie kennen zu lernen. Ihr Manager hat gerade heute morgen eine Einladung zur Bravo Super Show erhalten und zugesagt. Wir werden uns also bald wieder begegnen.“, sagte ich ganz professionell.
Einer der Zwei nahm meine Hand entgegen. Er sah gut aus, sehr gut.
„Ich bin Julian, freut mich auch sehr sie kennen zu lernen!“, grinste er. Ich lächelte zurück. Er schaute mir intensiv in die Augen und faszinierte mich in einer gewissen Weise.
„Nun, wir müssen weiter“, sagte Tom und riss mich aus meinen Gedanken. „Wir freuen uns sehr auf ein baldiges wieder sehen!“, verabschiedete er sich.
Dieser Julian schaute mich an und antwortete:
„Ich freue mich auch sehr!“
Nach einem letzten Blick ging ich mit Tom hinaus. An der frischen Luft musste ich erst einmal durchatmen. Was war denn das gewesen? Er hatte mich extrem intensiv angeschaut. Ich war fasziniert und begeistert von diesem Blick.
Schweigend stieg ich ins Auto. Dann unterbrach Tom unser Schweigen.
„Wow, das nennt man mal eine gute Geschäftsbeziehung aufbauen.“ Und er grinste.
Ich starrte nur gerade aus.
„Ja…“, murmelte ich. Die Situation verwirrte mich. Ich hatte noch nie irgendeinen Jungen so faszinierend gefunden , außer Bill. Doch diesmal war es etwas besonderes gewesen.
Schnell schüttelte ich meinen Kopf.
Tom schaute mir komisch von der Seite an.
„Alles ok?“, fragte er.
„Ja….ja, ich musste mich nur kurz…. Schütteln… ja…“, log ich.
„Nun ja, du musst auf jeden Fall versuchen an diesen Julian ranzukommen. Bau eine gute Geschäftsbeziehung auf, hast du gehört? Das wäre besonders wichtig für uns!!“
"Ja mach ich.“, versprach ich ihm und irgendwie freute ich mich sogar über die Aufgabe die er mir da gab.
Plötzlich vibrierte mein handy in meiner Hosentasche. Ich hatte eine sms bekommen. Von Bill. Ich schmunzelte.

Hey Schönheit.
Ich ruf dich heut Abend mal an,
dann können wir vielleicht
mal länger reden.
Ich liebe dich über alles!
Bill

Ich liebte ihn auch! Und zwar NUR ihn. Und das würde auch noch lange so bleiben, da war ich mir sicher.


Nachdem Tom und ich noch 3 andere Clubs besichtigt hatten und uns für einen festgelegt hatten waren wir endlich fertig und ich konnte nach Hause fahren. Schnell öffnete ich die Tür unserer Wohnung und rief:
„Ich bin daaaaaaaa wer nooooooooch?“
„Bin in der Küche!“, kam Meiras antwort aus der Küche. Ein köstlicher Geruch erreichte meine Nase. Schnell ging ich in die Küche, in der ich Meira am Herd vorfand. Ich rannte auf sie zu und umarmte sie. Sie war neben Bill die wichtigste Person in meinem Leben. Was würde ich nur ohne sie machen?
„Heyyyy süße!“, sagte sie. „ Na? Wie war dein Tag?“
„ Ganz gut, ich erzähls dir gleich…“, sagte ich und starrte die Pasta an, die sie gekocht hatte.
Sie lachte.
„Ok, wir essen heute vorm TV, die Jungs haben ein Interview.“
Also luden wir das essen auf unsere Teller und setzten uns auf die couch. Dann fing ich an ihr alles über meinen Tag zu erzählen. Vorallem über das Thema mit der Laudation redete ich mit ihr.
„Mach es! Mensch überleg dir mal wie geil das wär!!!“, schwärmte sie.
„Vielleicht entdeckt dich danach jemand und du wirst berühmt!“, lachte sie!
„Überleg dir doch mal! Wir könnten in ne Villa ziehn mit pool un allem!“
„Ja klar! Und wir hätten Butler!“, lachte ich!
„ohhhh ja! Und wir hätten heiße Poolboys, die immer oben ohne rumlaufen würden!!!“, machte die weiter.
„Na, wenn ich das Tom erzählte!!!“, grinste ich.
„Wehe!!“, schaute sie plötzlich ganz ernst.
„was bekomm ich dass ich’s nicht mach?“; erpresste ich sie.
„Dafür verlangst du auch noch was?“
„Ja na klar!!! Ich wär ja doof wenn nicht.“
Sie seufzte.
„mann mann mann, du bist schlimm! Ich putz noch mal den klo ,ok?“
Zufrieden grinste ich!
„Jaaaaaaa sehr gut!“
wir lachten und schalteten den TV ein. Sie gaben tatsächlich ein Interview.
Der Moderator stellte ihnen die üblichen Fragen. Wir kannten die meisten antworten schon in und auswendig. Dann kam mal wieder die für die meisten Fans interessanteste Frage.
„Und wir sieht es bei euch in der Liebe aus?“, fragte der junge große moderator.
Wir grinsten beide. Wir hatten schon seit längerer Zeit beschlossen dass wir es nicht geheim halten würden. Und es lief besser als erwartet. Am anfang kamen ein paar Drohbriefe, doch ansonsten und vor allem mittlerweile lief es perfekt.
Gustav antwortete zuerst.
„Bei mir ist im bereich Liebe immer noch nichts passiert.“, seufzte er schon fast.
„Ich arbeite noch dran!“, grinste Georg in die Kamera.
Dann kamen Bill und Tom.
„Wir sind immer noch überglücklich!“, lächelte Tom.
„Also würdet ihr sagen ihr habt die Liebe eures Lebens gefunden?“, fragte der moderator.
Bill grinste:
„Ganz sicher!“
Ein warmes Gefühl machte sich in mir breit. Es tat immer wieder gut so etwas zu hören. Ich hatte verblüffender weise immer noch schmetterlinge im bauch wenn ich ihn küsste und berührte. Er gab mir wärme und liebe und alles was man zum Glücklichsein braucht.
Der moderator fuhr fort.
„Glückwunsch! Aber ist es nicht schwierig eine Beziehung aufrecht zu halten wenn man wie ihr ständig unterwegs ist?“
Ich schluckte. Dieses Thema mochte ich nicht. Es machte mir schon sehr zu schaffen, dass ich ihn und Tom so selten sah.
Tom antwortete.
„Nun ja, es hat ja schon lange Zeit geklappt und ich denke wenn man jemanden richtig liebt ist selbst das machbar.“
Meira seufzte glücklich.
Dann sagte Bill noch etwas.
„Natürlich ist es schwer. Ich wünsche mir auch oft es wäre anders. Doch wie sie schon bemerkt haben ist sie die Liebe meines Lebens und selbst wenn ich in einem völlig andren Land bin ist der gedanke an sie das was mir Kraft gibt und ich denke das wahre Liebe alles übersteht und das ist das was zählt.“ , sagte er.
Ich atmete tief durch. Ich liebte ihn so sehr. Und es war so schwer. Ich sah ihn immer seltener. Am anfang war es schon schwer, aber machbar. Doch seit sie ständig in anderen Ländern waren, war es in manchen Zeiten fast unerträglich. Doch Bill hatte recht mit dem was er sagte. Es war wahre liebe, das mit uns, und die würde alles überstehen.
Sie redeten noch weiter und wir genossen den Anblick unserer jungs.
Dann als ich in meinem Bett lag und gerade schlafen wollte klingelte mein Handy.
„Ja?“, meldete ich mich.
„ Du wirst mich umbringen…“, hörte ich Bills stimme.
„Schatz? Was? Wieso denn?!“, fragte ich sofort nach.
„ Es tut mir so leid. Ich hab mit David über die Bravo Super Show geredet und er hat mir gesagt dass wir an dem Abend zu einer anderen show müssen in england. Es tut mir so leid maus, ich wusste es nicht!“, sagte er.
Mein Herz rutschte mir in die Hose. Er würde nicht kommen. Ich hatte ihn seit 4 Wochen nicht mehr gesehen und die show war in 3 wochen. Also würde ich ihn über 7 wochen nicht mehr sehen.
„Pia? Noch dran?“, fragte Bill.
„Ja…“, murmelte ich.
„ Es tut mir so leid, wirklich…“
„ schon ok…. Aber wann denkst du werde ich dich endlich wieder sehn?! Ich hab dich schon so lange nicht mehr gesehen. Langsam vergess ich sogar wie du aussiehst, ich bekomm Entzugserscheinungen!!!“, sagte ich und klang zum Ende hin immer verzweifelter.
„Süße, ich weiß, sag so was nicht, mir geht es doch auch nicht anders. Ich verspreche dir, nach der show bestehe ich darauf dass wir endlich zurück können!!!“
„ Bill, versprich nichts, was du nicht halten kannst…“, murmelte ich, da ich so etwas schon oft versprochen bekommen hatte, doch es nie geschah.
„ nein, ich meine das vollkommen ernst! Ich schwöre auf unsere erste Begegnung in Oberhausen!!“, sagte er liebevoll.
Ich lächelte leicht, aber immer noch enttäuscht.
„Na gut….“, murmelte ich traurig.
„ es tut mir leid….“, wiederholte sich Bill.
„ich werde übrigens eine Laudation übernehmen…“, erzählte ich Bill um ihm ein schlechtes gewissen zu machen. Ich wusste es war mieß doch ich war so enttäuscht.
„Wirklich? Wow, ich wünschte ich wäre da.“
Ich wollte gerade antworten als Bill mit jemand anderes sprach. Dann redete er wieder mit mir.
„ tschuldigung, hör mal ich muss wieder. Ich meld mich morgen wieder. Ich liebe dich Maus!“, sagte er und legte auf.
Enttäuscht stand ich auf und ging zu Meira ins Zimmer.
„Kann ich zu dir ins Bett?“, fragte ich.
Sie schaute auf.
„Ja klar!“, sagte sie schnell und hob ihre Decke hoch.
Zusammengekuschelt schliefen wir ein und das letzte an was ich dachte war der intensive Blick von diesem Julian von Room 2012.


Die nächsten Wochen waren stressig und vergingen schnell. Wir planten alles vom essen bis hin zum stylisten und die kabinen aufteilung backstage. Ich hatte gar nicht so viel zeit um über Bill und die Jungs nachzudenken.
Und dann war es endlich soweit. Es war der Tag der bravo super show! Heute würde sich die ganze Arbeit endlich lohnen.
Ich hatte übrigens beschlossen die Laudation zu machen. Mein Partner war der Moderator Klaas und wir übten schon lange daran. Er war ein richtig netter Kerl und ich war froh zugesagt zu haben. Außerdem hatten wir jedemenge Spaß zusammen.
Nun war generalprobe für die Laudatoren und Soundcheck für die Bands. Tom übernahm das Organisatorische in der Zeit, während Meira alles von den sitzplätzen aus beobachtete und auch richtig mithalf.
Klaas kam neben mich.
„So, wir sind dran! Bereit?“, grinste er.
„Jetzt schon, aba ich weiß nicht wie das sein wird wenn hier alles voller Menschen ist.“, murmelte ich.
„Glaub mir, das ist jede Menge Spaß!!“, grinste der.
Ich lächelte und dann gingen wir auf die Bühne und sprachen unsere Laudation durch. Ich versprach mich einmal, was mich nur noch mehr verunsicherte.
Als wir fertig waren nahm er mich in den arm und grinste.
„Wenns in der generalprobe nich alles klappt, dann klappts aber in der richtigen show!“
Ich lachte
„jaja!“.
Dann war ich fertig und ging zu meira.

Nun waren es nur noch 3 Stunden bis zur Show. Die ganzen fans standen schon an. für mich war es nun zeit mich umzuziehen. Ich verschwand in eine Kabine und schnappte mir meine Klamotten. Ich trug eine enge schwarze Röhrenjeans, meine schwarzen Cowboystiefel drüber und dann ein weißes oberteil. Dieses war oben weit ausgeschnitten und eng und wurde unter der brust gebunden. Danach fiel es in einem sehr dünnen durchsichtigen, jedoch mehrlagigem stoff bis knapp über die Knie. Dazu trug ich eine weiße perlenkette und mein schwarzen Haare wurden von der Stylistin in der unteren hälfte mit leichten welligen Locken versehen. Ich fühlte mich total wohl. Dann war es fast soweit.
Meika verabschiedete sich von mir. Sie hatte einen Platz zwischen all den Stars.

Ich schaute ein letztes Mal auf mein Handy. Immer noch nichts von Bill. Ich hatte gehofft er würde mir glück wünschen. Er wusste genau wie aufgeregt ich war. Enttäuscht legte ich es zurück und ging hinaus.
Ich lief den Gang entlang zur Kabine von Klaas und klopfte an. strahlend öffnete er mir und musterte mich von oben bis unten.
„Wow, du siehst toll aus!!“, komplimentierte er mich.
Wie gewöhnlich lief ich rot an und dankte ihm. Er lachte.
„Bist du bereit.“
Ich erinnerte mich daran dass ich gleich raus auf die Bühne musste und vor einer vollen Halle sprechen sollte. Ich hatte tierische Angst.
„na ja, mehr oder weniger…“, gestand ich.
Er legte einen Arm um mich.
„Das machst du schon!!“
Zusammen liefen wir Richtung Bühneneingang. Als ich die tobenden fans hörte rutschte mir mein Herz immer tiefer in die Hose. Ich fragte mich wirklich wie Bill, Tom und die anderen das immer machen konnten. Ich wäre irgendwann einfach total fertig mit meinen Nerven!
Wir standen da und warteten bis wir angekündigt wurden. Ich lief auf der Stelle, da ich zu aufgeregt war um auf der Stelle stehen zu bleiben. Was tat ich da? Ich war doch wohl total verrückt. Ich wär am liebsten auf der Stelle umgekehrt und hätte abgesagt doch das ging nicht. Und dann hörte ich es.
„Die nächsten Laudatoren sind zwei die extrem wichtig für den Sender Viva sind! Sie arbeitet für unser Eventteam und er ist Moderator, den wohl alle von euch hier kennen. Ohne sie würde Viva nicht funktionieren. Hier sind sie, die Laudatoren für die Kategorie bet new comer band, Pia Hofinger und Klaas!!!!!!!!!“, hörte ich Gülcan, die die show moderierte.
Das war das Zeichen, es ging los. Klaas zog mich an der hand und zusammen liefen wir in die Halle. Meine Nerven lagen total blank. Alle jubelten und klatschen und es war einfach unglaublich!!!
Doch je länger ich durch die tobende masse lief und die begeisterten Fans sah, desto mehr genoss ich es. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl.
Wir kamen zum Laudatoren Pult und nun war die Aufregung wie weggeblasen, ich genoss es einfach nur und schaute umher. Es war wie ein Traum.
Dann beugte sich Klaas zum Mikrofon und schrie
„GUTEN ABEEEEEEEEEEEEEEND! Wie geht es euch??“
Die Halle tobte. Als sich Klaas wieder zum Mikro beugte wurde es sofort leiser.
„Also mir geht es extrem gut, ich mein wann kann ich sonst neben einer solchen schönen frau stehen?“
Wieder bebte die menge. Ich grinste breit. Dann beugte ich mich vor. Das war eigentlich nicht geplant gewesen.
„Danke Klaas“, startete ich. „ aba du weißt ja warum wir eigentlich hier sind!“
er grinste.
„Ja, und zwar wegen den besten newcomern 2009!!Unglaublich was es wieder für talentierte neue Gruppen gab, findest du nicht?“
„Auf jeden Fall! Im Viva Studio hatten wir tonnenweise neuer Gruppen, die richtig talentiert sind! Es scheint es gibt extrem viele Leute die nicht so untalentiert sind wie ich!“
„Ich finde das auch sehr frustrierend wenn man zum beispiel 3 Jahre jüngere Jungs sieht, die verdammt gut singen können und man selbst versucht es in der Dusche jeden tag, doch man ist so schlecht dass sogar der Nachbar kommt und sich beschwert!“
Dann schaute er mich fröhlich an.
„Aba Pia, ich hab ne Idee!“
„Was denn?“, fragte ich.
„Wir proben zusammen und dann gründen wir ne band, wie wärs?“, grinste er.
Wieder jubelte die Menge los.
„Super idee Klaas! Gleich nach der show! Aber jetzt wollen wir die leute hier nicht länger auf die Folter spannen, hier sind die Nominierten für best newcomer 2009!!!!!!!!!!!!!!!!“
Wieder tobten die fans und ich fühlte mich so gut wie schon lange nicht mehr.
Auf einer Leinwand wurden die nominierten gezeigt und in der zeit wurde uns ein Umschlag gereicht. Als alle Nominierten gezeigt wurden richteten sich die Kameras wieder auf uns.
„Pia, was hast du da in der Hand?“, fragte Klaas.
„Ich schätze das is der umschlag in dem der Gewinner steht“, antwortete ich.
„Willst du ihn öffnen oder soll ich?“, fragte er.
„Mach du!“
er öffnete den Umschlag und zeigte es mir. Ich war überrascht und sofort aufgeregt. Warum bloß.
Er schaute mich an. also sagte ich:
„ and the winner is….“
Und zusammen schrien wir:
„ ROOM 2012!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“
Die menge bebte und alle schrieen und klatschen während Room 2012 auf die Bühne gestürmt kam. Ich überreichte ihnen den bravo und küsste alle rechts und links. Und da war er wieder. Julian, der mich mal wieder intensiv anschaute. Ich wusste nicht was mit mir los war, doch ein weiteres Glücksgefühl durchfuhr mich. Es wurde warm in mir und ich war so zufrieden wie schon lange nicht mehr.
Dann sprang einer von ihnen zum Mikrofon und bedankte sich bei den Fans und Freunden. Danach ging Julian zum Mikro und sagte etwas mit dem ich absolut nicht gerechnet hätte.
„Hey !!! Also als allererstes muss ich Klaas zustimmen. Ich fühl mich geehrt mit einer so wunderschönen frau auf ein und der selben Bühne zustehen!!“
sagte er und drehte sich zu mir. Alle jubelten und ich schüttelte nur grinsend den Kopf. Wow, doch irgendwie tat es gut das zu hören. Es war anders als das was Klaas gesagt hatte, obwohl es ja dasselbe war. Bei diesem Typ schienen meine Gefühle in irgendeiner Weise verrückt zu spielen. Wer weiß, vielleicht war das ja der Start einer guten Freundschaft.
Ich grinste weiterhin bis über beide Ohren. Als sie fertig gedankt hatten gingen wir alle von der Bühne und backstage.
Ich drehte mich zu Julian, der auch grinste.
„Also ich kenn dich ja nicht wirklich, aber du bist verrückt!“, sagte ich.
Er lachte.
„Wieso? Weil ich einer tollen frau ein Kompliment mach?“
mein grinsen das sowieso schon riesig war schien noch größer zu werden.
„ja…“, murmelte ich. „ na ja, glückwunsch, jedenfalls!“ lenkte ich ein wenig ab.
„danke!“, lächelte er und schaute mir wieder tief in die Augen.
„ich schätze du bist auch auf der After show party?“, fügte er hinzu.
„ Na klar!“
„da darf ich dich dann vielleicht ein bisschen besser kennenlernen?“
ich grinste weiter.
„Nur wenn du mir versicherst dass du ein netter ordentlicher kerl bist!“
Er lachte.
„ich versprech es dir!“
ich lächelte.
„Dann bis nachher!“
ich drehte mich um und lief zu meiner Kabine, doch ich spürte seine Blicke auf meinem Rücken. Er war irgendwie besonders. Ich fühlte mich gut bei ihm, da er sich für mich zu interessieren schien.
In der Kabine angekommen lies ich mich auf die Couch fallen. Und schaltete den TV ein, der die Show live übertrug.
Dann fiel mir mein Handy wieder ein. Schnell schaute ich drauf, doch Bill schien es immer noch nicht für nötig gehalten zu haben mir zu schreiben. Enttäuscht und ein wenig sauer schmiss ich dass Handy in die Tasche zurück und konzentrierte mich auf die show.

Meira und ich machten uns fertig. Es war selbstverständlich dass wir uns für die after show party umzogen.
„Du warst so toll! Du bist ein Naturtalent!“, schwärmte sie.
Ich grinste die ganze Zeit vom einen zum anderen Ohr.
„Aber wenn Bill das sehen würde, ich sag dir der wäre eifersüchtig!“, sagte sie dann. Bill. Mittlerweile war ich richtig sauer auf ihn. Ich schnaubte nur böse.
„Was is denn los?“, fragte Meira.
„Ach nichts, aber ich weiß nicht, im moment habe ich keine Lust über Bill zu sprechen…“
„Mhhh…. Ok.“, sagte sie. „dieser Julian sieht ziemlich gut aus, findest du nicht? Und er scheint ziemlich auf dich zu stehn!“
ich lachte.
„Ach was, glaub ich nicht. Der is einfach nur total der liebe. Ich soll eine gute Geschäftsbeziehung zu ihm aufbauen. Auftrag von Tom!“; grinste ich.

Dann waren wir fertig und bereit zum gehen. Ich trug ein beiges Kleid,das kurz über den Knieen endete und einen braunen gürtel aus abgetragenem, rauen leder um die Hüfte. Dazu trug ich braune High Heels.
Meira trug einen roten Rock und ein weißes Oberteil, dessen Träger gebunden wurden.
Wir sahen mal wieder gut aus^^.
Dann stiegen wir in meinen roten Mini und ich fuhr zur After show party. Die Location war außergewöhnlich. Wir entschieden uns für ein altes Fabrik gebäude, das wir außen komplett in roten seidigen, riesigen Tüchern bedeckt hatten. Es sah unglaublich aus. Innen war allen mit lichtern ausgestattet und der Boden bestand aus Bildern von allen Künstlern die da waren. Es war unglaublich.
Wir gingen hinein und es war schon voll. Der Dj legt gute Musik auf, so dass wir sofort auf die Tanzfläche stürmten. Wir tantzten so wie beim ersten mal im Club. Unwillkürlich schaute ich nach oben, wo sich damals Bills Gesicht befand. Er war nicht da. Wieder stieg eine Art Wut in mir auf. Er schien mich zu vergessen. Ich war ihm nicht mehr so wichtig, er hatte es nicht mehr nötig sich Zeit für mich zu nehmen. Die Wut wurde immer größer, als ich plötzlich 2 Hände an meiner Taille spürte. Ich drehte mich um und schaute in das Gesicht von Julian. Und in seine Augen die mich so intensiv fixierten. Er grinste.
„Können wir anfangen mit dem Kennen lernen?“, fragte er.
„Gerne…“, grinste ich.

Es war schon 3 Uhr morgens und ich und Meira waren die ganze Zeit bei Julian und einem Bandkollegen, Christobal, gewesen. Sie waren wirklich nett. Ich fühlte mich unbeschreiblich wohl bei Julian. Wie gesagt, es war unbeschreiblich und ich konnte es nicht erklären. Er hatte etwas dass mich begeisterte und das wichtigste: Er schien sich für mich zu interessieren. Er kümmerte sich um mich, legte oft den Arm um mich und nahm ab und zu meine Hand. Ich mochte dies. Meira schaute einige Male skeptisch zu mir. Ich wusste nicht wieso, doch das war mir egal. Ich fühlte zum ersten mal seit langer zeit wieder diese Nähe, diese Wärme im Körper. Und ich vermisste es so sehr, dass es mir egal war, unter welchen umständen ich sie fühlte.
Irgendwann beschlossen Meira und Chris zu gehen, da sie zu müde waren, doch ich und Julian wollten noch bleiben. Wir hatten viel zu viel Spaß um schon zu gehen.
Also gab ich ihr meine Auto schlüssel und sie fuhren nach Hause. Ich blieb da. Um ehrlich zu sein, ich hatte schon einiges getrunken. Ab und zu drehte es sich in meinem Kopf.
Wir genossen den Rest des Abends und gingen auf die Tanzfläche. Er schmiegte sich nah an mich. Dann irgendwann kam ein langsames Lied. Er schaute mich ernst an. Dann lächelte er, löste sich und nahm meine hand.
„Darf ich bitten?“, lächelte er höflich.
Ich lachte und legte meine Arme um seinen Hals.
„Sie dürfen…“, flüsterte ich in sein Ohr.
Er lachte ebenfalls und legte seine hände auf meine Hüften. Während des Tanzens rutschten sie jedoch weiter nach unten, sodass sie am Ende schon halb auf meinem Hintern lagen. Es machte mir allerdings nichts aus. Ich fühlte mich gut, endlich mal wieder begehrt und hatte jemanden der sich um mich kümmerte und mich gut behandelte. Beim gedanken an Bill wurde ich wieder wütend. Ich weiß eigentlich sollte ich mich schuldig fühlen, doch ich fühlte nur wut. Ich zog mich augenblicklich noch ein Stück näher an ihn. Er erwiderte es und seine Hand rutschte entgültig auf meinen Hintern. Ich genoss es, fühlte mich sexy.
Es trennten uns nur noch weniger mm. Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter. Dann war das Lied zu Ende.
Ich löste mich von ihm und blickte ihm in die Augen. Mir war ganz warm im ganzen Körper.
„Solln wir nach Hause?“, fragte er.
Ich nickte, da ich langsam müde wurde und der Abend sowieso nicht mehr besser werden konnte.
Wir gingen in sein Auto und fuhren los. Die ganze Zeit über redeten wir über Gott und die Welt. Dann waren bei mir und er hielt an.
Er drehte sich zu mir.
„Danke dass wir uns kennen lernen durften. Es war wirklich unbeschreiblich toll.“, sagte er.
Ich lächelte.
„ja das war es, danke zurück!“
Dann beugte ich mich vor und wir umarmten uns. Als wir uns wieder lösten glitt seine Hand über meine Wange. Wie sehr ich das vermisst hatte. Unwillkürlich und aus Gewohnheit hielt ich sie fest. Er schaute mich an und kam mir immer näher. Ich fürchtete das was jetzt passieren würde, doch aus irgendeinem grund konnte ich es nicht verhindern. Unsere Nasenspitzen berührten sich. Dann küsste er mich. Erst wartete ich mit geschlossenen augen ab, dann erwiderte ich es. Es brach kein Feuerwerk in mir aus wie es war Bill gewesen war, doch es fühlte sich gut an. wir küssten uns weiter und ich wusste dass es falsch war, doch ich fühlte mich das erste mal seit langer zeit wieder gut und geborgen. Wie hatte ich das vermisst.
Nach einer Weile kam die Zunge mit ins Spiel und dann wusste ich dass ich schluss machen musste. Ich löste mich langsam, schaute ihn an, sagte „danke“ und ging aus dem Auto, ins Haus. Er schaute mir nach. Während ich die treppen hochlief fiel das Glücksgefühl von mir ab und ich bemerkte was ich gerade getan hatte.
Mit jedem Schritt ging es mir schlechter und ich realisierte welch eine scheiße ich da gebaut hatte. Ich konnte nicht mehr. Ich schloss die Tür auf, rannte in mein Zimmer und fiel aufs Bett.
Mist. Was hatte ich da bloß getan?! Was würde Bill sagen? Bill, den ich so lange als die Liebe meines Lebens bezeichnet hatte.
Ich schaute auf das Bild von uns beiden, das auf meinem Nachttisch stand. Wut und trauer und reue stieg alles in mir auf. Schnell klappte ich es um. Ich wusste nicht mehr was mit mir los war, ich wusste nicht was ich fühlte und wollte, ich wusste gar nichts mehr. Ich legte mich auf mein bett und fing hemmungslos an zu weinen, bis ich schließlich einschlief.

Meira saß neben mir und weckte mich. In der Hand hielt sie zwei tassen.
„Hier Kaffee!“, sagte sie.
Ich richtete mich langsam auf und nahm dankend die Tasse entgegen.
Ich schaute an mir herunter. Ich trug immer noch mein Kleid von gestern und mein Augen fühlten sich geschwollen an. ich schaute zu meira und schluchzte.
„Hey, hör auf zu weinen. Was ist denn los?“, fragte sie.
Ich schaute sie an und antwortete dann :
„Meira, ich hab mist gebaut. Ziemlichen Mist!“
Sie schaute mich traurig an und ich fing an ihr alles zu erzählen. Alles!! Die gefühle für Bill die ich empfand, bis hin zu den Gefühlen beim Kuss.
„Und was fühlst du jetzt?“, fragte sie mich schließlich nach einem tiefen seufzer.
Ich schaute zu boden.
„Ich weiß es nicht, ich liebe Julian nicht, das ist sicher, aba ich weiß nicht was ich für Bill fühle….“, schluchzte ich.
„Also eins ist sicher. Du musst es Bill sagen! Und du musst dir klar darüber werden was du für ihn fühlst.“, sagte Meira und sie hatte Recht.
„ich weiß, aba es ist doof es ihm am Telefon zu sagen.“, erwiderte ich ihr.
„Das musst du nicht…“, meinte Meira dann. Verwirrt schaute ich sie an.
„JA, Tom hat mich angerufen, sie kommen heute Abend her. Ich hab es auch erst heute morgen erfahren.“
Ein Klos bildete sich in meinem Hals. Heute Abend?? Das war viel zu früh!! Ich war noch längst nicht bereit dafür. Ich hatte angst! Was sollte ich bloß machen!
„Ich…ich kann das nicht schon heute Abend machen!“, sagte ich zu Meira verzweifelt. Sie schaute mich mitleidig an.
„Du musst aber süße, es geht nicht anders…..“
ich seufzte tief, nahm einen großen schluck von meinem Kaffee, der scheußlich schmeckte und schloss die Augen.


Ich saß in meinem Zimmer und starrte aus dem Fenster. Es war abends und schon dunkel als es an der Tür klingelte. Das waren sie. Tom und Bill. Jetzt musste ich es ihm sagen. Ich hatte soviel Angst und hatte Schwierigkeiten die Tränen zurückzuhalten. Ich hörte wie Meira die Tür öffnete und Glückliche schreie durch die eingangshalle schwirrten. Darunter war auch Bills Stimme.
„Wo ist Pia?“, hörte ich ihn fragen.
Ich hatte Angst. Gleich müsste ich es ihm sagen. Alles in meinem Kopf war schwammig und mir wurde übel.
Dann wurde die Tür aufgerissen. Ich drehte mich um und sah Bill, der übers ganze Gesicht strahlte. Er schloss die Tür hinter sich und kam auf mich zu.
„Süße! Endlich!“, rief er und nahm mich stürmisch in die Arme. Sofort kitzelte es wieder in meinem Bauch. Doch es wurde auch durch gefühle wie hass und wut unterdrückt.
Ich erwiderte die Umarmung und umarmte ihn so fest wie möglich. Es tat mir so leid! Ich wollte es ihm nicht sagen. Ich konnte es nicht!! Tränen flossen mir über meine Wangen. Langsam löste er sich von mir und schaute mich an.
„Nicht weinen Pia!“, sagte er und wischte mir über die Wange. Ich konnte nicht mehr und weinte nur noch mehr. Es ging nicht mehr.
„Hey, nicht…“, flüsterte er und wollte mich küssen. Doch kurz bevor sich unsere Lippen trafen stieß ich ihn weg. Ich konnte es nicht. Ich konnte ihn nicht anlügen und küssen. Es ging einfach nicht.
Geschockt sah er mich an.
„Was….was ist los? Hab ich irgendwas schlimmes gemacht?“, fragte er besorgt.
Ich weinte nur noch mehr und schüttelte den Kopf.
„Aber …. Was ist es dann maus?!“, fragte er besorgt. Ich war so fertig, ich merkte wie ich wieder anfing zu zittern.
„ichhhh…. Ich hab etwas schlimmes getan…:“, sagte ich schließlich.
„Das glaub ich nicht, mach dich nicht verrückt.“, sagte er.“ Komm erzähls mir, es ist bestimmt nichts schlimmes!“, sagte er liebevoll.
„doch!“, schrie ich schon fast. „ doch ist es!!“.
Ich lies mich kraftlos aufs Bett fallen. Dann atmete ich tief durch und begann zu sprechen.
„Gestern, nach der show, hab …. Hab ich …. Diesen typen kennengelernt…. Und …. Wir ham uns gut verstanden….“, fing ich an, während ich am weinen war. Ich konnte ihm nicht in die augen schauen also schaute ich auf den Boden.
„ ich bin mit ihm nach hause gefahren, und dann…. Dannn…. Dann….“, ich schluchzte lauter als zuvor.
„dann hat er mich geküsst…..!“, schrie ich.
Bill stand steinfest da. Es war kein Ausdruck in seinem gesicht zu erkennen.
Dann nach einigen minuten lockerte sich sein Gesichtsausdruck.
Er sprach:
„na und? Du hast ihn weggestoßen und gesagt dass du es nicht willst!!! Das ist doch nicht deine schuld sondern die von diesem arschloch!!!“, sagte er trocken und hoffnungsvoll. Ich schrie ihn an.
„Nein so war es aber nicht! Ich… ich hab des Kuss erwidert!“
Er schluckte. Und starrte gerade aus.
„hast du nicht…“, sagte er trocken.
„doch hab ich Bill!!! Und ich war wütend auf dich! Es hat sich so gut angefühlt!“, schrie ich. Scheiße, das wollte ich eigentlich nicht sagen. Bill blickte mich nun geschockt an.
„wie bitte?!“, stotterte er.
„Vergiss es, das war doof!“, murmelte ich leise.
„NEIN! Du sagst mir verdammt noch mal was du eben gesagt hast! Du warst sauer auf mich und es hat sich gut angefühlt?!`?!?!“, schrie er nun. „sag mir die Wahrheit!!!!“
nun wurde ich aus einem unklaren grund wieder sauer! Ich wurde wütend auf ihn.
„Die verdammte Wahrheit willst du?!“, schrie ich. „ ich war wütend und enttäuscht und verdammt noch mal scheiße sauer auf dich! Darauf dass du mich vergessen hast und mich immer alleine lässt!!! Ich habe nichts von meinem eigenen freund, ich glaube irgendwelche scheiß fans die sich nen Plastik Bill kaufen haben mehr von dir als ich!! Ich wollte endlich mal wieder fühlen dass ich geliebt werde und die wärme im körper, verdammte scheiße!!!!“, schrie ich.
Bill stand da und wurde immer wütender. Ich begann zu zittern, Mist. Das ist mir schon ewig nicht mehr passiert. Doch es war wieder wie früher, ich konnte nicht aufhörn.
Er schrie entsetzt zurück.
„DENKST du für mich ist es einfacher?! Ich seh dich genauso wenig!!! Ich könnte mit irgendwelchen mädchen ins bett gehen glaub mir, ich müsste nicht lange suchen bis ich eine hätte!!!! Und mach ich es?! NEIN!!!!“
Ich weinte!
„Aber du kannst es dir aussuchen!!! Ich habe mich schon lange nicht mehr so alleingelassen gefühlt wie in den scheiß letzten wochen!!! Es ging mir dreckig! WEGEN DIR!!!!“, schrie ich ihn an sogut es ging, da das Zittern schlimmer und schlimmer wurde.
Er schaute mich verletzt an.
„Wenn das so ist, ist es wohl besser wenn wir nicht mehr zusammen sind, was?! Dann geht es dir nicht mehr wegen mir beschissen und du kannst zu deinem Typen, ich wette er macht dir glücklicher!“, sagte er leise aber so kalt und böse dass ich eine gänsehaut bekam.
Das Zittern wurde immer und immer stärker und ich konnte nichts mehr sagen, so gerne ich das auch getan hätte. Er rannte aus dem Zimmer.
Ich hörte Tom nach ihm rufen:
„Bill ! Was ist ?!“, rief er, doch Bill schlug auch die Haustür zu.
Mir wurde schwarz vor den Augen und ich fiel kraftlos auf den Boden. Alles was ich noch mitbekam war dass meira in mein Zimmer rannt und schrie, dann war alles weg. Alles schwarz.

Weiß, alles weiß! Das kannte ich doch irgendwo her. Ja, das war wie bei meinem Zusammenbruch als meine Eltern mich von Bill und den anderen weggerissen hatten.
Ich setzte mich auf und begann mich an den Vorabend zu erinnern. Sofort begann ich wieder leicht zu zittern. Scheiße! Damals hatte ich Bill verloren, und nun schien ich es schon wieder zu haben. Doch diesmal war alleine ich daran schuld.
Ich schluchzte und zitterte und alles was ich wollte war zu Bill und mich entschuldigen. Was hatte ich bloß getan?! Ich war doch so bescheuert!
Langsam schaute ich an mir herunter. Ich trug ein weißes nachthemd, das zu den restlichen Farben des Zimmers perfekt passte.
Vorsichtig und ängstlich stand ich auf und ging in Richtung Tür. Ich wusste nicht was mich dahinter erwarten würde. Ich wusste nicht wer da war, ob überhaupt jemand da war und wie dieser jemand gestimmt war, ich wusste praktisch nichts.
Dann öffnete ich die Tür, doch bevor ich richtig nach draussen gehen konnte kam eine Krankenschwester angeeilt.
„Frau Hofinger, was machen sie denn da?! Schön dass sie aufgewacht sind, doch sie müssen sich jetzt hinlegen, sie sind noch viel zu schwach.“
Und mit diesen worten schubste sie mich zurück ins Zimmer und ins bett.
„Ich werde ihre angehörigen hier informieren, sie warten schon lange darauf!“, lächelte sie.
Innerlich klopfte mein Herz schneller. Also war doch jemand hier! Und sie warteten darauf! Also waren sie froh dass ich aufgewacht war! Es wurde augenblicklich wärmer in mir. Ich freute mich schon drarauf meira zu sehen. Vielleicht war ja Laura auch da. In den letzten Jahren sind diese 2 schließlich wie ersatz-mama und schwester für mich geworden!
Dann öffnete sich die Tür und ich grinste vom einen bis hin zum anderen Ohr. Doch was ich da sah ließ das Grinsen sofort wieder verschwinden. Vor mir standen, meine eltern! Richtig! Nicht etwa Meira oder Laura, sondern meine Eltern!
„ Was zum Teufel macht ihr denn hier?!“, krächzte ich.
Sie kamen näher und setzten sich auf die Stühle neben mein Bett.
„Auch wenn wir das nicht gerne sagen…“, begann mein Vater. „ du bist schließlich unsere Tochter. Und das was hier gerade wieder passiert ist, zeigt uns wohl dass es dir nicht gut geht.“.
Ich schnaubte.
„Tja, das ist glaub ich normal wenn man im Krankenhaus liegt.“, sagte ich verabscheuend.
Nun sprach meine Mom.
„Wir haben dich schon damals vor diesen Leuten gewarnt, Pia, doch du wolltest ja nicht auf uns hören.“
Was ging denn jetzt ab!? Das war kein bisschen ihre angelegenheit!!
„Überleg doch mal. Wenn du wegen ihnen, was ja offensichtlich ist. Im Krankenhaus liegst, können sie dir nicht wirklich gut tun!“
Ich wehrte mich dagegen, doch verneinen konnte ich das was sie sagte leider nicht. Ein dicker Klos bildete sich in meinem Hals.
„Am liebsten hätten wir dich mit nach Hause genommen…“, fuhr meine Mutter fort. „doch du hast hier eine Ausbildung zu beenden und auch wenn wir die Art der Ausbildung nicht gutheißen, abbrechen wäre noch schlimmer.“
Ich nickte zustimmend. Wo sie recht hatte…
„Und von daher haben wir beschlossen unser Erspartes zu opfern und uns hier in Berlin eine Wohnung zu kaufen. Und du wirst für eine gewisse Zeit erst einmal bei uns leben.“
Beendete sie.
Ich wusste nicht wieso, doch irgendwie sah ich ein was sie sagten.
„Doch was soll meira machen?! Sie kann unmöglich die ganze miete alleine zahlen…“, bemerkte ich.
Mein Vater lächelte.
„Wir werden weiterhin deine Miete mitbezahlen.“
Ich gestand es nicht gerne, doch der deal hörte sich gut an. Es war ja nur für eine kurze Zeit, bis ich mich wieder gesammelt hatte.
Ich willigte ein und so waren alle zufrieden.
Hätte ich zu dem Zeitpunkt bloß gewusst auf was ich mich da eingelassen hatte.

2 wochen später.

Ich wohnte nun schon seit 2 Wochen bei meinen Eltern. Es ging mir ganz passabel. Auf der einen Seite tat es gut Abstand zu den anderen zu haben, aber auf der anderen vermisste ich sie mehr als irgendwann zuvor. Vorallem Bill. Doch was ich auch tat, ich konnte keinen von ihnen erreichen. Ich versuchte oft Bill anzurufen, doch es kam jedes Mal kein Anschluss unter dieser Nummer. Dasselbe kam bei Tom, Gustav und Georg. Meira konnte ich anrufen, doch sie drückte mich immer weg. Ich fühlte mich genauso verlassen wie damals, als es so eine ähnliche Situation war. Ich war wütend, traurig, zufrieden und beschämt zugleich.
Seit dem Vorfall veränderte sich auch mein Aussehen wieder. Ich kleidete mich so gut wie immer in schwarz, oder anderen dunklen Farben und schminkte mich nie mehr. Meine haare hatte ich IMMER nach hinten gebunden und ich trug lediglich zur Arbeit schuhe mit absatz. Außerdem veränderte sich auch wieder mein Charakter. Ich wurde schüchterner, ehrgeiziger und begann meinen Eltern wieder zu gefallen.
Weitere 3 Wochen vergingen ohne eine Veränderung. Ich jedoch veränderte mich immer mehr. Selbst mein Chef, Tom, fragte mich oft ob er etwas für mich tun könne. Meine Arbeit jedoch wurde immer besser. Und das schien ihn zu beruhigen.
Es war ein Donnerstagabend und ich kam gerade von der Arbeit. Ich aß mit meinen Eltern zu Abend und setzte mich dann in meinem Zimmer vor den Fernseher. Ich zappte durch die Kanäle, als ich plötzlich bei einem hängenblieb. Auf ihm war ein Bild mit 4 personen. Ich kannte 3 von ihnen.

Der Moderator kommentierte es.
„Endlich! Der erste Auftritt von den Tokio Hotel zwilllingen Tom und Bill mit ihren Freundinnen, den Mädchen, die ihr Herz erobert haben.“
Ich schluckte und schaute mir die personen genau an. Dort standen Tom und Meira, sie sah gut aus. Und neben ihnen stand Bill. Bei seinem Anblick verkrampfte mein Bauch sofort. Ich vermisste ihn so sehr.
Ich trauerte um ihn bis ich bemerkte, dass er die Hand des mädchens neben ihm hielt. Nein! Was sollte das?! Ich schrie auf.
Automatisch drehte ich den Fernseher lauter. Es war eine Pressekonferenz, die live geschaltet wurde.
Keine Frage, das Mädchen war irre hübsch. Obwohl sie an Meira nicht rankam.
Tränen rannten über mein gesicht.
Die konferenz schien zu beginnen, denn plötzlich fingen alle redakteure an zu blitzen und schreiben und fragen. Ich lauschte den Fragen.
„Wie kommen sie mit dem Ruhm ihres Freundes klar?“, fragte der erste.
Meira antwortete.
„Es ist auf jeden Fall schwer! Doch wir haben es schon lange zeit geschafft und werden es auch in Zukunft schaffen!“, grinste sie fröhlich.
Dann meldete sich das andere Mädchen.
„Also bis jetzt läuft es bei mir ganz gut, ich muss zwar noch nicht lange damit zurecht kommen, doch ich bin mir sicher, dass es in Zukunft klappen wird.“, sagte sie.
Wut kam in mir auf. So eine schlampe, was bildete sie sich ein!!!
Dann ergriff Bill das Mikro.
„Bei uns zwei ist es ja eine sehr frische Liebe, also wurden wir noch nicht oft auf eine Bewährungsprobe gestellt!“, sagte er und ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. „ doch ich habe vollstes Vertrauen in sie und dass es klappen wird!“
Das war zu viel! So schnell hatte er sich also wieder neu verliebt!
„DU SCHWEIN!!!!“, schrie ich den Fernseher an.
Ein anderer Journalist meldete sich zu Wort.
„Bill, wie kommt es dass sie nicht mehr mit ihrer alten Freundin zusammen sind, die sie doch als die Liebe ihres Lebens bezeichnet haben?“, fragte er. Ich schluckte.
Bill auch und er schaute verletzt.
„Nun ja, ich war naiv, die erste frau die ich liebte als Liebe meines Lebens zu bezeichnen…“, sagte er. Das tat weh. Er fuhr fort:
„Es hat sich heraus gestellt dass ich mich sehr in ihr getäuscht habe, wir alle. Und ich bin froh dass ich es noch rechtzeitig bemerkt habe.“
Wieso sagte er das?! Es tat so weh!!! Ich begann leicht zu zittern.
Es kam die nächste Frage:
„Und würden sie sagen sie lieben ihre neue freundin, runa?“
Bill schaute starr gerade aus.
„JA!“, sagte er bestimmt!
Ich schaltete aus, schmiss die fernbediehnung auf den boden und weinte hemmungslos. Wieso um alles in der welt hat er mich so schnell vergessen? Hatte er mich nie richtig geliebt? War ich nur die eine die bereit war ihn zu lieben obwohl er nie da war?! Es war so gemein.
Ich lag stunden auf dem Bett und weinte, bis ich mir versprach nicht um dieses Arschloch zu trauern.
Schnell schnappte ich mir mein Handy und tippte eine sms.

Hey,
tschuldigung dass ich mich so lang nich
mehr gemeldet hab.
Hättest du lust dich wieder mit mir
Zu treffen?
In hoffnung,
Pia.

Ich klickte auf senden. Dann empfänger, ich gab den Namen ein und verschickte es.
Ich liebte ihn zwar nicht, aber was nicht war konnte ja noch werden.
Gute nacht Julian!

Viele Wochen vergingen. Ich war nich wirklich glücklich, doch auch nicht mehr so leer wie vorher. Ich war mit Julian zusammen und er nahm sich oft Zeit für mich. Mein Job lief extrem gut und auch ansonsten war alles ganz ok. Ich versuchte Meira, Tom und Bill zu vergessen, doch fast jeden Abend im bett dachte ich noch an sie.
Jetzt stand die nächste große veranstaltung auf viva an und wir waren schon krätig am planen. The dome war das nächste event das anstand. Ich wurde überredet die Moderation zusammen mit Klaas zu übernehmen, da ihnen meine Laudation anscheinend sehr gut gefallen hat. Ich war total aufgeregt, doch das Proben mit Klaas war einfach das lustigste an meinem ganzen Tag in der Zeit. Er war der beste Freund den ich in der Zeit hatte, denn obwohl ich mit Julian zusammen war, es war irgendwie nichts Besonderes zwischen uns zweien. Mit Klaas konnte ich einfach über alles reden und vor allem quatsch machen und lachen!
Ich konzentrierte mich sehr auf die Laudation und die location. Das war diesmal meine Aufgabe. Tom übernahm die Aufgabe der Stylisten, Catering und bands.

„Piaaaaaaaaa, komm wir müssen noch mal alles durchgehen!“, sagte Klaas und zog mich mit ihm.
„Aber ich muss doch Tom diese Bilder hier geben von der Location und deko!!!“, protestierte ich. Es war 2 tage vor der Show.
„Glaub mir, Tom hat momentan genug zu tun!“, erwiderte Klaas.
„Wie meinst du das?“
„Naja, Gwen Stefani hat abgesagt. Und jetzt hat er ein Problem, da er eine neue band suchen muss, die genauso einen höhepunkt darstellen wird wie Gwen.“, erklärte er mir.
„WAS? Ogott ich muss zu ihm und ihm helfen!!“
Klaas hielt mich fest, da ich geradewegs rausrennen wollte.
„Nein ich hab eben mit ihm geredet und er hat mich gebeten noch mal alles mit dir zu proben, so dass wenigstens das alles stimmt!“
ich seufzte.
„Also machen wir nicht unsre gwen stefani ansage?“, fragte ich grinsend.
Er lachte un schüttelte des Kopf.
„Leider nicht…“
„Och menno, die war soooo cool!!“, lachte ich.
„tja, dann müssen wir uns morgen wieder was neues einfallen lassen, wenn er bis dahin weiß wer auftreten wird.“
„Ohh ja, und dann machen wir wieder was total verrücktes!“, lachte ich!!
Wir lachten beide und begannen zu proben.
Viva hatte versucht mich als Moderator zu heuern, doch ich sagte ihnen, dass ich erst meine Ausbildung beenden wollte und vielleicht ein paar kleinere Sachen übernehmen könnte. Es ging auf der Karriere leiter steil auf für mich.

Am Abend traf ich mich mit Julian. Wir küssten uns gerade, als mein Handy klingelte.
„Moment ich lehn den anruf ab.“, sagte ich, doch dann bemerkte ich das Klaas mich anrief.
Ich schaute zu Julian.
„Ich glaub da muss ich ran.“, meinte ich und ging aus dem Zimmer.
„ja?“, meldete ich mich.
„Hey, Kollegin!“, begrüßte mich Klaas.
Ich grinste.
„Hey! Na? Was gibt’s?“, fragte ich.
„Nun ja, Ich war noch länger im studio und dann hat Tom mir verraten dass er einen ersatz künstler gefunden hat!“
„echt??“, fragte ich. „ moment ich verabschiede mich kurz und dann kann ich zu dir kommen. Bist du noch im Studio?“
„Jap, bin ich.“
„OK, dann bis gleich!“, sagte ich und legte auf.
Schnell lief ich wieder zu Julian und erklärte ihm was los war.
„Ok, dann bis morgen, Schatz!“, sagte er und ich küsste ihn zum Abschied.
Schnell rannte ich die Treppen runter zu meinem Mini und düste zu Klaas ins Studio. Ich war froh dass er mich angerufen hatte, da ich viel lieber mit ihm zusammen war als mit Julian. Ich weiß, es war ne scheiß beziehung, doch alles was ich wollte war die Nähe die er mir gab.
Ich parkte ein und rannte schnell ins Studio. Es waren nur noch wenige leute dort.
„Pia!“, hörte ich plötzlich von der Seite und drehte mich um. Dort stand Klaas.
„Hey!“, rief ich und umarmte ihn.
„na dann, komm mal mit!“, meinte er und zog mich an der Hand in unseren typischen Proberaum.
„Also, willst du wissen wen wir ankündigen?“, fragte er.
„Ja natürlich deswegen bin ich ja hier!“, lachte ich.
„ Ok! Pass auf!“, grinste er. „ wir werden ankündigen….“
Ich nahm meine arme nach unten und machte so als würde ich die Welle beginnen. Er lachte, dann verriet er es mir.
„TOKIO Hotel!!!!“, grinste er.
Schlagartig lies ich die Arme fallen und das grinsen in meinem Gesicht verschwand. Ich hatte mich ja wohl verhört!! Wie konnten sie das wagen?! Bei viva aufzutreten, sie wussten doch das ich im eventteam arbeitete!!!! Ich wurde ganz schwach in den beinen und mein Körper schien mich nach unten zu drücken. Ich lief rückwärts bis ich an der Wand nach unten gleiten konnte und da saß ich nun und schaute fassungslos ins leere vor mir.
„Hey Pia, alles ok?“, fragte Klaas und kam auf mich zu.
Ich konnte nicht antworten sondern schluckte nur.
„Pia!!!“, rief er.
Langsam schaute ich ihn an.
„Ich kann das nicht machen!“, sagte ich leise.
Klaas wusste nicht dass ich mal mit Bill zusammen war.
„Was? Aber wieso nicht?“
„Nicht bei Tokio Hotel…“, krächzte ich.
Er lächelte.
„Hey, die Jungs sind echt nett, ich mag ihre musik auch nicht unbedingt so, aber glaube mir die jungs sind echt locker….“, versuchte er mich zu ermudigen. Er konnte ja nicht wissen, dass mich das nur noch mehr verstörte.
„aber….“, begann ich aber er lies mich nicht ausreden.
„Und wir müssen professionell sein in unserem Job, das ist nun mal so…“, erklärte er.
Das leuchtete mir ein.
„professionell….“, murmelte ich.
Er schaute mich erwartend an.
„Na gut…“, sagte ich schließlich und er setzte sich zufrieden gegenüber von mir.
„Also wie starten wir.“
„Weiß nicht….“, murmelte ich.
„Mensch Pia, komm schon, wir wollten doch was ganz verrücktes machen, schon vergessen?!“, beklagte sich Klaas.
Ich seufzte:
„Ok, wie wärs mit : Klaas, ich traue mich nicht den Namen der nächsten Band auszusprechen….“
Er war begeistert. „ja das ist super und dann ich….“
So saßen wir da und überlegten noch 2 weitere Stunden. Mit der Zeit vergaß ich ganz dass es Tokio Hotel war.

2 Tage später war es dann wieder soweit. Tag der großen show. Ich half Tom mit allem und vergaß ganz dass ich ja zur generalprobe musste.
„Pia!! Wo bist du denn? Wir müssen anfangen!“, kam Klaas auf mich zu und packte mich am arm, er zog mich hinter sich her auf die Bühne.
„Ups, ganz vergessen tschuldigung!“, grinste ich.
Er verdrehte die Augen.
„Wenn dein Kopf nicht angewachsen wär, würdest du den auch noch vergessen!“
ich lachte.
„Da hast du wohl recht!“, grinste ich.
Wir gingen auf die Bühne und fingen an. Es machte irre viel spaß und ich musste mich oft zusammen reißen nicht total loszulachen. Auch Klaas hatte Probleme damit und irgendwann konnten wir dann nicht mehr und begannen total los zu prusten.
„Tschuldigung Tom!“, brachte Klaas unter lachen hervor. Doch selbst Tom musste mitlachen!
„dass ihr mir das bloß nicht in der show macht!“, grinste er.
Ich lachte währendessen die ganze zeit. Ich hielt mir schon den bauch und konnte einfach nicht mehr aufhören. Dann war es soweit mir kamen lachtränen, wie ich das hasste, doch ich konnte es einfach nicht abhalten!!
Klaas beobachtete mich vergnügt. Dann breitete er seine arme aus und sagte:
„Komm her!“
ich konnte immer noch nicht aufhören zu lachen und fiel in seine arme.
Langsam beruhigte ich mich wieder. Ich drückte Klaas ein letztes mal und löste mich dann von ihm.
„danke!“, grinste ich. Er grinste ebenfalls.
„Kein Problem! Sah echt drollig aus wie du da einfach nur gelacht hast!“, lachte er.
Ich streckte ihm nur meine Zunge raus.
„SO leute!!“, meldete sich Tom dann. „ wir müssen weiter machen.“
Ich schaute panisch zu Klaas.“ Wo warn wir?“, fragte ich mit aufgerissenen Augen.
Er erschrak wegen meinem plötzlichem Gesichtausdruck wechsel und begann schon wieder loszulachen. Er stand da, lachte und zeigte mit dem Finger auf mich. Das sah so lustig aus, dass auch ich wieder total loslachen musste.
Tom grinste.
„Ok, ich glaub so wird das nicht. Wir machen ne kurze Pause, dann geht’s weiter.“, sagte er. Dann schaute er hinter uns und rief:
„Jungs, steht bitte in ner halben Stunde wieder da oben, die müssen sich erst mal von ihrem lachkrampf beruhigen.“
Verwirrt drehten ich und Klaas uns um, da wir nicht wussten mit wem er sprach.
Ich wünschte ich hätte mich nicht umgedreht. Hinter uns stand keine geringere Band als Tokio Hotel. Jetzt fiel mir auch wieder ein wo wir aufgehört hatten mit unserer ansage. Bill und Tom standen mit dem Rücken zu uns, zum glück, doch Gustav schaute mir direkt in die Augen. Er lächelte leicht und schüchtern. Ich jedoch verzog keine Miene.
„Komm gehen wir was trinken.“, sagte Klaas, legte den Arm um mich und ich löste den Blick von Gustav ab. Ich schluckte hart. Aber warte, dann hatten sie mich ja bei meinem Lachkrampf gesehen. Der Gedanke daran gefiel mir. Sie werden gemerkt haben dass ich sie nicht brauche zum glücklich sein.
„Hey, was ist denn?“, fragte Klaas.
„Ach nichts…“, behauptete ich und schüttelte den Kopf um den gedanken an die Jungs zu verlieren. Ich würde mir nicht von ihnen den Abend verderben lassen. Ich hatte mit ihnen abgeschlossen.
Klaas grinste:
„Ey du sahst so lustig aus, als du das so gesagt hast!!“, lachte er.
Ich grinste und piekste ihn in die Seite.
„Hey! Du sahst auch nicht besser aus als du so gelacht hast.“, lachte ich.
„Ey wenn uns das in der show passiert sind wir dran!!“, grinste er.
„Awas. Wird schon. Mir hat mal einer gesagt wenn’s in der generalprobe schief geht, dann wird’s in der show alles gut!“, lächelte ich.
Er überlegte.
„Hey, hab ich des net gesagt…“, murmelte er dann.
Ich lachte und verdrehte die Augen.
„Ja natürlich!!!“, lachte ich.
„Wusst ich’s doch!“, grinste Klaas.
Wir holten uns ne coke und setzten uns an einen der Tische die da standen.
Wir lachten und hatten ne Menge spaß. Plötzlich tippte mich jemand von hinten auf die schulter. Schnell drehte ich mich um und sah Gustav.
„Hey, Pia, ich soll euch holen, es geht weiter!“, meinte er freundlich. Pah! Das freundliche Getue konnte er lassen! Ich drehte mich wieder zu Klaas.
„gehen wir?“, fragte ich und stand auf.
„ja ok!“, sagte er und kam zu mir. Dann drehte er sich zu Gustav.
„Sag mal, woher kennst du eigentlich ihren nahmen?“, fragte er.
Ich schluckte. Mist, wieso fragte er das jetzt?!
Gustav schaute mich erst an, und dann wieder Klaas.
„Ach, den bekommt man so mit, im fernsehen, du weißt schon….“, log er. Ich war ihm dankbar, wusste aber nicht wieso er das getan hatte für mich.
Die Antwort schien Klaas einzuleuchten, denn er ging nicht mehr weiter drauf ein.
Wir stiegen wieder auf die Bühne, Tokio Hotel würdigte ich keines Blickes.
Wir gingen unsere ansage durch und verschwanden dann von der Bühne. Tokio Hotel war jetzt dran mit proben. Das wollte ich mir nicht antun. Ich ging schnell raus und machte mich auf den weg in meine Kabine. Als ich dort ankam wurde mir eins klar! Ich musste mit Julian schluss machen. Ich wollte nicht mehr in einer Beziehung sein, obwohl ich nichts für ihn empfand! Ich wollte auf der after show party mit meinem besten freund Klaas spaß haben und nicht bei julian sein müssen obwohl ich das gar nicht wollte.
Ich würde schluss machen, noch vor der Show. Ich drehte mich um und ging zu der Kabine seiner Band. Als ich davor stand atmete ich noch mal tief ein und klopfte dann. Chris öffnete mir.
„Hey, ist julian da?“, fragte ich sofort.
„Ja er ist drinnen.“, antwortete mir Christobal und lies mich rein. Da saß er auf der Couch. Es schien als wären nur er und Chris in der Kabine gewesen.
„Hey Julian. Kann ich mal mit dir alleine reden?“, fragte ich auch sofort direkt.
„Ähmmm… ja klar…!“, antwortete er und nickte Chris zu. Dieser verschwand daraufhin.
Ich atmete tief durch.
„Julian…“, begann ich, doch weiter kam ich nicht. Er hob die Hand und deutete mir, dass ich leise sein sollte.
„Pia, ich weiß was jetzt kommen wird.“, sagte er und ich machte große Augen. Was meinte er er weiß was jetzt kommen wird?! Er konnte gar nicht wissen was kommen wird!! wie denn auch?!
er seufzte.
„Und es ist ok. Es ist besser wenn wir uns trennen!“, fuhr er fort. Das war unerwartet. Er wusste es doch. Woher? Wie ?
„aber….“, begann ich. „ wie…?“
Julian grinste.
„Ach komm, es war offensichtlich. Jeder konnte sehen dass du nicht wirklich etwas für mich empfindest. Und es ist ok. Ich wusste es von anfang an. doch ich lies mich darauf ein, also mach dir keine Gedanken. Hör zu…“, erklärte er. Er stand auf und legte seine Hand auf meine Wange.
„… du bist ein unglaubliches Mädchen und dich hat nicht jeder verdient. Bitte, versprich mir dass du dir nicht irgendwen suchst der dir wehtut, denn das brauchst du nicht! Du bist einfach etwas ganz besonderes, und du verdienst auch etwas ganz besonderes, ok?“
ich war total berührt und merkte wie tränen über meine wangen liefen. Ich war so sauer auf mich selbst. Wieso konnte ich jemanden der so extrem nett und liebevoll war nicht lieben?! Was zum teufel war falsch mit mir?!
„es tut mir so leid!“, sagte ich unter tränen.
Er küsste mich auf die Stirn.
„das braucht es nicht! Und jetzt geh! Du musst doch bestimmt noch proben, oder?“, fragte er und ich war augenblicklich stock steif!
Die Proben! Ich hatte ganz die Zeit vergessen, wie bescheuert konnte ich sein?! Das war doch unmöglich.
„SCHEIßE!“, rief ich und rannte aus dem Zimmer. Ich rannte den ganzen Gang entlang, und nahm nichts mehr um mich herum wahr. Mist! Wieso war ich nur so vergesslich?!
Plötzlich hielt mich etwas fest, sodass ich durch den schwung, den ich während des Laufens erhalten hatte beinahe umfiel.
Ich blickte hoch um zu sehen wer mich festgehalten hatte. Gustav! Genervt verdrehte ich die Augen.
„lass mich los!!! Ich muss zu den Proben! Ich bin sowieso schon zu spät verdammt!“, fluchte ich.
Gustav schaute verwirrt.
„Wieso? Wir waren doch der Abschluss. Nach uns kommt nichts mehr das du ansagen musst.“
Ich stockte und überlegte. Moment, hatte er recht`?
„Ohhh… stimmt ja….“, murmelte ich. Mist. Wie peinlich!!
„Na ja, ok, dann geh ich wieder….“
Doch Gustav wollte mich anscheinend nicht gehen lassen, denn er hielt mich weiterhin fest.
„Ich würde gehen, doch du musst mich loslassen.“, versuchte ich ihm auf die Sprünge zu helfen. Doch er lies immer noch nicht locker.
„Wie geht’s dir?“, fragte er stattdessen.
„gut!“, murrte ich und versuchte mich loszureisen.
„Ich will bloß gehen jetzt also lass mich gefälligst gehen!!!“
er seufzte und lies mich dann endlich los.
„na gut….“, murmelte er. „dann geh halt…“
Ich eilte davon gerade wegs zu meiner Kabine.
Es waren nur noch 3 Stunden zur Show, also Zeit zum Fertigmachen.
Diesmal wurde ich komplett von Stylisten eingedeckt. Sie gaben mir einen zerfransten Jeansmini, dazu ein bunt bedrucktes, locker herunter fallendes Neckholder top und diesmal hellbraune lockere Cowboystiefel. Meine Haare glätteten sie und schminkten mich in gold/braun tönen. Es sah toll aus!!
Ich ging wieder auf den Flur und lief ihn entlang zur Cafeteria. Ich hatte irre Hunger. Dort angekommen Schaute ich mich um. Alle Tische waren besetzt. Mhhh.. ich überlegte ob ich mich einfach irgendwo dazu setzen sollte, als plötzlich zwei Personen von einem Tisch aufstanden. Ich lief fröhlich dorthin um mich an den freiwerdenden Tisch zu setzen. Als ich näher kam drehten sich diese Personen jedoch um. Mein Hunger verging mir sofort. Es waren Tom und Meira. Sie schauten mich an und ich sie. So standen wir da. Einige Augenblicke. Der schock war uns in die Gesichter geschrieben. Dann öffnete Meira den Mund und kam einen schritt auf mich zu. Doch ich hatte es nicht nötig mit ihr zu reden. Sie hatte mich immer wieder weggedrückt wenn ich sie angerufen hatte. Jetzt hatte ich es nicht mehr nötig mit IHR zu reden. Ich ging gerade an ihr vorbei und auf das Buffe zu. Dort schaufelte ich mir Essen auf den Teller. Als ich fertig war waren die anderen Zwei verschwunden. Pahhh. Ich war stinksauer. Ich brauchte sie nicht. Zu viele Jahre hatte ich schon mit ihnen verschwendet. Ich habe sie schwester genannt. Wie sehr kann ein Mensch getäuscht werden.

Ich aß fertig und ging dann zu Klaas’ Kabine. Auch er war fertig. Nach anfänglichen Komplimenten zu meinem Aussehen hingen wir noch in seiner Kabine rum. Dann öffnete sich die Tür und Tom kam rein.
„Es ist soweit!“, sagte er.
Klaas grinste mich an.
Und da war es wieder. Das Gefühl, dass ich wegrennen wollte. Dass ich das nicht machen konnte. Ich war doch verrückt!
Ich schluckte, stand auf und ging zu den andern. Mit jedem Schritt den ich näher in Richtung Bühne machte, desto größer war mein Verlangen einfach umzudrehen und wegzurennen. Klaas schien das zu bemerken und nahm meine Hand. Er drückte sie ganz fest und lächelte mich an.
Nun standen wir auf den Startpositionen. Dann begann das Publikum den Countdown zu schreien!!
„5…….4…….3…..2….“, ich kniff meine Augen zusammen. Gleich ging es los. Mein bauch verkrampfte sich wie schon lange nicht mehr.
„……1…..“, das war das stichwort. Wir setzten uns in Bewegung, liefen los und das Publikum schrie und tobte.
Auf der Bühne angekommen schien der ganze Stress plötzlich wieder von mir abzufallen. Es war unglaublich.
„HALLOOOOOO BERLIN!!!!“, schrie ich und die Halle tobte nur noch mehr. Es war ein absolut unglaublicher Moment!
Wir zogen unser Programm durch und alles lief perfekt! Auch wenn wir ab und zu kichern mussten. Richtige Lachkrämpfe bekamen wir nie.
Es war Pause. Ich ging schnell mit Klaas von der Bühne. Backstage waren auch alle anderen Künstler.
Ich fiel ihm um den Hals.
„Das war sooooo geil! Es läuft perfekt!“, rief ich.
„Ja, bloß das eine mal, gott sei dank hast du mir geholfen, ey, ich hätte beinahe wieder angefangen zu lachen! Und zwar richtig!“
ich grinste!!
Dann legte jemand von hinten seine Hand auf meine Schulter.
„Ich wusste, dass du entdeckt wirst!“, hörte ich eine mir sehr bekannte stimme.
Meiras Stimme.
Ich wollte mich nicht umdrehen, nicht mit ihr reden.
Deshalb nahm ich ihre Hand und schmiss sie von meiner Schulter. Drehte mich jedoch nicht um, sodass ich immer noch mit dem Rücken zu ihr stand.
„Pia…. Bitte….“, murmelte sie.
„Klaas, gehst du mit was zu trinken holen?“, fragte ich ihn, der alles beobachtet hat.
“ja ok.“.
Und somit liesen wir sie zurück.
Die erste Pause war um und wir gingen wieder auf die Bühne und zogen unser Ding durch! Es machte wieder unheimlichen Spaß. Wir waren großartig. Das Publikum schrie und jubelte wie ich es vorher noch nie erlebt hatte. Ich liebte das und war mir ziemlich sicher, dass dies meine Zukunft sein würde.
Nun war es Zeit für die zweite Pause. Ich ging in meine Kabine um auf mein Handy zu schauen, da Mimmi mir schreiben wollte. Hatte sie allerdings nicht.
Ich wollte gerade wieder gehen, als sich meine Tür öffnete.
In der Tür stand kein Geringerer als Bill. Bill, meine erste große Liebe, die mich so enttäuscht hat. Bill, der Grund für meinen Zusammenbruch und Bill, der den ich im moment am meisten hasste.
Ich schaute auf den Boden.
„Keine zeit!“, sagte ich und versuchte mich an ihm vorbei zu drücken. Doch er hielt mich auf.
„Ich will nicht mit dir reden oder was auch immer ich will dir nur eine Sache sagen!“, sagte er kühl.
„Es ist mir egal wie du mich oder Tom behandelst, aber was du mit Meira machst ist das allerletzte und nicht fair!“
was?! Ich dachte ich hörte nicht recht. So ein verdammtes arschloch.
Ich blickte auf in die Augen, die ich einst so liebte. Nun verabscheute ich sie.
„ Rede nicht über Dinge von denen du nichts weißt!“, erwiderte ich.
„Und nun lass mich gehen, ich habe eine Show zu moderieren!“
ich drückte mich an ihm vorbei, doch er rief mir hinterher:
„Das ist dein ganzes Leben, eine Show, was?“, rief er.
Was sollte das! Er wusste genau wie miserabel mein Leben war! Es war keine Show! Es war die ekelhafte Realität! Verletzt und wütend eilte ich zurück zu Klaas. Ich fiel ihm in die Arme. Vorraussehbar war er extrem überrascht.
„Pia! Was ist los?“, fragte er.
„Sag mir dass ich kein schrecklicher Mensch bin, bitte!“, weinte ich schon fast.
Er nahm mein Kinn und führte es nach oben, sodass ich ihn ansehen musste. Er lächelte.
„Pia, du bist der tollste Mensch den ich kenne! Du bist doch meine Kleine!“, sagte er.
Ich lächelte leicht zurück.
„Danke…“, murmelte ich.
„Und jetzt komm! Wir müssen eine Show zu ende bringen!“, grinste Klaas.
Wir warteten den Countdown ab und gingen dann wieder hoch auf die Bühne, unser Revier.
Alles lief gut und alle meine sorgen schienen wie weggeblasen.
Dann waren wir am Ende angekommen. Jetzt war es Zeit Tokio Hotel anzukündigen. Ich schluckte. Wut stieg wieder in mir auf.
Wir begannen mit unserer Ansage.
„Klaas, ich traue mich nicht den Namen der nächsten Band auszusprechen….“, begann ich.
„Ich weiß! Ich auch nicht! Am besten wir versuchen sie zu umschreiben! Ich fang mal an. Sie sind recht männlich, schätz ich mal, sind noch recht jung… so, du machst weiter.“
Ich schaute nach hinten und sah sie im schatten stehn. Ich sah Bill und Tom und erinnerte mich augenblicklich an den Satz den Meira damals beim tanzen gesagt hatte. ‚Lass dich von deinem herzen leiten, denk nicht darüber nach was du tust, sondern tu es einfach!’.
Augenblicklich vergaß ich was eigentlich sagen sollte. Ich wusste allerdings was ich sagen wollte.
„Nun ja, sie halten sich für besonders schlau. Sie sagen anderen Personen ihr ganzes Leben wäre eine Show.“, Ich schaute in den Schatten und sah wie Bill seinen Kopf in meine Richtung drehte. „Dabei wissen sie nichts über das echte Leben. Sie sind berühmt seit sie 15 sind, sie erobern alle Länder nacheinander, momentan sogar die USA. Was können die einem bitte über das echte Leben erzählen?! Sie gewinnen tonnenweise Preise, haben unglaublich viele und vor allem laute Fans. Ich kenn ein Mädchen. Sie dachte immer sie wäre ihnen dankbar, dass sie ihr beigebracht haben zu LEBEN. Jetzt hat sie allerdings eingesehen, dass die Welt, die sie ihr gezeigt haben eine Traumwelt ist in der man noch mehr verletzt wird als in der anderen. Nun ja. Zwei von ihnen sind in festen Händen. Ich kann den mädels nur viel Glück wünschen, denn sie wissen noch gar nicht wie schnell man aus dieser Traumwelt wieder in die reale fällt. Doch für das Mädchen dem sie sagten ihr ganzes Leben sei eine show, ist es jetzt zeit die show zu beenden. Klaas… wie würdest du sie noch beschreiben?“, beendete ich meine Rede.
Klaas schaute mich total verwirrt an, doch fasste sich ziemlich schnell wieder.
„Nun ja, ich glaube es wurden viele Worte über sie gemacht, doch nun sollt ihr sie bekommen, hier sind TOKIO HOTEL!!!!“
Die Menge bebte. Ich schaute weiterhin zu Bill und hielt seinen Blick, bis die Musik anfing und Klaas mich am Arm von der Bühne zerrte.
Backstage drehte er sich zu mir.
„Was sollte das denn eben?!“, fragte er geschockt.
„Es tut mir leid…“, murmelte ich.
„Wie es tut dir leid?? Ich wusste nichts davon!!“
„Ich auch nicht, es …. Es kam einfach so über mich! Tut mir wirklich leid. Ich wird es dir irgendwann erklären, versprochen!“, sagte ich und konnte ihn somit wieder ein wenig zufrieden stimmen.
„Und jetzt, müssen wir eine Show beenden!!“, grinste ich. Er grinste zurück und als das Lied zu Ende war stürmten wir raus zu Tokio Hotel auf die Bühne.
„Vielen Dank Berlin!!!“, schrie Bill gerade. Dann rannten ich und Klaas an die spitze der Bühne. Ein Glitzerregen kam herunter.
„BERLIIIIIIIIIIIIN!“, rief ich. Und die Halle bebte ein letztes Mal.
„Vielen Dank ihr wart soooo geil!“
Dann redete Klaas.
„Es hat sooooo viel Spaß gemacht mit euch!!!! Hoffentlich sehn wir uns wieder bei der nächsten the Dome show in Köln!!!! Ich und die schöne Frau hier an meiner Seite bedanken uns und gehen jetzt erst mal feiern! Ihr hoffentlich auch!
Also bis zum nächsten mal!“
und zusammen riefen wir
„TSCHÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜSS!!!!!“. Die halle tobte und Klaas nahm mich in den Arm und küsste mich auf die Wange. Alle Künstler kamen auf die Bühne und tanzten. Julian kam auf mich zu und umarmte mich. Es ging mir super. Ich beachtete Bill und die anderen kein bisschen, auch wenn ich die ganze Zeit ihre Blicke auf mir spürte. ich tanzte mit Klaas total lächerlich. Wir machten die lustigsten bewegungen und hatten irre spaß. Dass wir dabei noch gefilmt wurden war uns Schnuppe. Dann führte er mich unter seinem Arm durch und wir taten als würden wir tango tanzen. Als es schließlich komplett fertig war, die musik aus war und die Kameras aus, hatten ich und Klaas mal wieder einen Lachkrampf. Wir setzten uns auf die Bühne, hoben uns unsere Bäuche und genossen den Augenblick. Ich war glücklicher als je zuvor, vor allem weil ich endlich meine Meinung ausgesprochen hatte. Ich hatte meine Show endlich beendet.


Nun war es Zeit für die After show party. Ich zog mich in meiner Kabine um und zwar schlüpfte ich in eine kaki kord hose von Carhartt. Dazu zog ich dann ein schwarzes ausgefallenes Top an und schwarze High heels. Dann rannte ich zu meinem Auto und fuhr zur location. Vor dem alten haus, das von außen mit efeu ranken bedeckt war stand Tom mein Chef.
„Na? Gefällt dir die location?“, fragte ich ihn.
„Gefallen? Es ist unglaublich!“, freute er sich!
„Und nun geh rein und amüsier dich.“
Also tat ich was er sagte. Ich lief rein und lief gerade wegs auf die Bar zu.
„Ein vodka-redbull!“, bestellte ich. Ja, dieses Getränk war immer noch mein Lieblingsgetränk. Doch die Erinnerungen würden mich nicht mehr runterziehen. Ich war frei von ihnen. Ich hatte meine Show beendet.
Ich saß an der Bar und schlürfte meinen drink und beobachtete alle Leute. Unglaublich wie viele verrückte Gestalten es gab. Manche waren einfach verrückt angezogen, manche hatten verrückte Gesichtszüge, und manche tanzten auf einer ziemlich abgefahrenen Weise. Es machte mir Spaß Leute zu beobachten. Es gab so viele verschiedene Leute. Keiner war gleich. Es gab keinen Charakter zwei Mal auf der Welt. Keinen der genau die selben schlechten Angewohnheiten hatte.
Es kamen die ganze Zeit irgendwelche Leute auf mich zu und gratulierten mir für die gute Moderation.
Irgendwann kam dann auch Gustav zu mir.
„Hey!“, begrüßte er mich.
„Hey!“, kam von mir zurück.
„Tolle show die du da moderiert hast!“, lächelte er.
„Danke, hat spaß gemacht.“
„Dann ist es ja super! Also hör mal… ich wollte dich fragen ob du nicht lust hättest dich zu uns da rüber zu setzen…“, meinte er und deutete auf einen Tisch an dem der Rest der Band saß.
„Ne danke aber ich beobachte hier lieber noch ein paar leute…“, lächelte ich freundlich.
Gustav schaute enttäuscht.
„na ja also ich und welche der anderen würden uns echt freuen. Komm doch mit und scheiß auf irgendwelche leute, bitte, lass dich doch von denen nicht abhalten.“, versuchte er mich zu überreden.
„das ist doch gar kein Problem, würde ich auch sofort machen. Aber ich habe wirklich einfach mehr lust hier ein wenig sitzen zu bleiben. Es ist mir egal wer mich dort will und wer nicht, weißt du, ich habe meine Show beendet und es wurde auch wirklich langsam Zeit.“, erklärte ich ihm nett und freundlich.
Er seufzte.
„Du kannst die Show noch nicht beendet haben, Pia, es ist noch viel zu viel offen.“, meinte er dann.
Ich schluckte. Was sollte das?!
„Doch hab ich. Und das ist gut so. Vielleicht moderiert jemand anders noch die show, aber ich hab sie beendet.“
Gustav schüttelte den Kopf und ging. Was sollte das?! Nur ich kann entscheiden ob ich die show beendet habe oder nicht. Einer allein könnte die show sowieso nicht am leben halten, also!
Plötzlich kam Klaas herein. Er kam auf mich zu und reichte mir die Hand.
„Also wirklich, eine ausgesprochen gute Moderation, Gratulation.“, sagte er professionell.
Ich grinste.
„Das Kompliment kann ich nur zurück geben!“, lachte ich.
Ich umarmte ihn, er war wirklich mein bester Freund.
„Hey, hast du lust unsre tollen Tanzkünste von vorhin fortzuführen?“, fragte er.
„Au ja, auf jeden!“, rief ich und sprang auf. Zusammen stürmten wir auf die Tanzfläche und machten wieder unsere total seltsamen Verrenkungen die wir immer als Tanzschritte bezeichneten.
Wir tanzten bis uns die Schweißperlen von der Stirn tropften. Dann beschlossen wir hinaus zu gehen um frische Luft zu schnappen.
Wir standen da und unterhielten, als plötzlich eine Person von der Seite kam. Beide blickten wir in die Richtung und wer stand dort? Natürlich Bill. Innerlich verdrehte ich meine Augen. Hatte er nicht genug?
„kann ich mal mit dir alleine reden, Pia?“, fragte er.
Klaas schaute mich an. ich nickte.
„mir wars eh zu kalt hier, also bis gleich drinnen!!“; verabschiedete sich Klaas.
Ich schaute Bill fragend an.
„Hey…“, murmelte der.
„Hey! Was ist los?“, fragte ich schnell und ohne viel Gefühl in der Stimme.
„Naja, also ich wollte dir sagen, dass unsere Welt auch keine Traumwelt ist, und wir haben dir nicht die Traumwelt gezeigt sondern dich aus deiner Gefangenschaft geholt…“, sagte er traurig.
Ich lachte.
„du glaubst doch nicht wirklich dass eure Welt wirklich keine Traumwelt ist?!“, schnaubte ich.
„doch! Uns geht es auch oft dreckig wenn wir weg sind, wir sind oft so weit weg und so lang weg, dass wir einfach total erschöpft und fertig sind. Unser leben ist auch nicht einfach nur toll.“, verteidigte er sich.
„Was hattest du denn schon für große Probleme?!“, fragte ich ihn ganz direkt. Nichts, er war immer glücklich.
Verschämt schaute er auf den boden.
„Ich habe die frau die ich über alles geliebt habe 2 mal verloren…“; sagte er verzweifelt.
Autsch! Das tat weh.
„Du bist der größte Lügner den ich je kennen gelernt habe!“, krächzte ich.
Er schaute mir verletzt in die Augen. Es tat weh! Es tat weh so etwas von ihm zu hören und zu wissen, dass es nicht stimmte. Ich hasste ihn dafür dass er mir diesen Schmerz zugefügt hatte.
„Pia weißt du noch unsere erste Begegnung?“, fragte er.
Natürlich wusste ich noch! Es war so peinlich gewesen. Ich nickte.
„schon da war mir klar, dass es nicht das letzte mal war dass ich dich sehen würde.“, fuhr er fort.
Ich schnaubte verachtend.
„Ich würde über so etwas nie lügen!“, beteuerte er mir.
Ich merkte wie mir langsam die tränen wieder in die Augen stiegen. Das durfte nicht passieren.
„Mir wird kalt, ich geh jetzt wieder rein. Du solltest auch wieder zu deiner Freundin gehen.“, sagte ich und lies ihn hinter mir stehen. Doch dann hielt ich an. Ich drehte mich um und sah wie er traurig auf den Boden schaute.
„Ach und Bill…“, sagte ich. Er blickte ruckartig auf und ich musste in diese Augen schauen, für die ich so viele unterschiedliche Gefühle empfand.
„du hattest recht… in letzter Zeit war mein Leben eine Show, aber wie gesagt… ich hab die Show beendet, also bitte beende sie auch.“
Dann drehte ich mich um und ging.
Drinnen stand Klaas bei irgendeinem Mädchen, also ging ich an die bar.
Ich hatte die show doch beendet, oder? Natürlich hatte ich das! Aber … wieso tat es dann noch so verdammt weh? Wieso?!
Ich bestellte einen jägermeister und exte ihn. Bill kam auch wieder rein, das sah ich aus meinen Augenwinkeln.
Ich bestellte einen weiteren kurzen und exte auch diesen. Scheiße! Ich war mir so sicher dass mir alles was er sagen würde egal wäre, doch irgendwie war es das nicht. Es war es ganz und gar nicht. Aber wieso kam er auch auf diese scheiß Idee so etwas zu sagen?! Er hatte sich ja schnell von seiner großen liebe verabschiedet wenn er 5 Wochen danach schon eine neue liebe hatte.
Ein weiterer Kurzer musste her.
Ich trank einen shot nach dem andren. Langsam begann sich alles in meinem Kopf zu drehen. Ich stand auf und torkelte schon ein wenig. Ich ging zu Klaas.
„Klaaaaaaaaaaaaaaasiiiii!“, rief ich.
„Pia, Hey!“, lachte er.
„Komm trink einen mit mir!!“, grinste ich.
„Hast du schon viele getrunken?“
„Ach quatsch, nur ein paar.“, versprach ich.
„ok!“, willigte Klaas ein und wir gingen zur Bar.
„Was denn?“, fragte er mich.
„Erst einen tequila und danach einen vodka bull zum genießen!“
er lachte und bestellte.
Also tranken wir erst den tequila und dann schlürften wir am vodka bull.
Es lief gerade shakira und hips don’t lie, also stürmten wir auf die tanzfläche und ich tanzte mit voller Leidenschaft. Ich dachte an rein gar nichts, nur an die musik. Ich bewegte meine Hüften zur Musik und fühlte sie im ganzen Körper. Klaas allerdings schien es lustig zu finden, denn er lachte über mich.
„Wieso lachst du?“, lallte ich schon fast.
„Naja, ich glaub du kannst heute Nacht nicht mehr nach Hause fahren! Du hast schon ziemlich viel getrunken!“, grinste er.
„gar nicht wahr!“, beschwerte ich mich und stürmte wieder zur bar. Ich bestellte einen weiteren tequila. Klaas stürzte mir hinter her, konnte mich allerdings nicht mehr von meinem tequila fern halten.
„Pia, hör auf, irgendwann kotzt du noch!!“, sagte er noch ernst!
„Ich? Ich habe noch nie von Alkohol gekotzt!!“, erklärte ich ihm. Ich würde nicht von alkohol kotzen!!! Ganz sicher nicht! Ich hatte doch bloß spaß.
Mir wurde unheimlich heiß, also verließ ich das Gebäude und ging nach draußen.
Hier drehte ich mich die ganze Zeit um mich selbst. Das machte soooo viel spaß und mir wurde immer schwindlich, aber es war echt lustig! Ich hüpfte rum, bis ich von jemandem festgehalten wurde. Es war Meira.
„meira. Pfff! Ich will nicht mit der sprechen, geh weg!“, sagte ich.
„Pia, du bist betrunken. Komm mit, ich fahr dich nach hause!“
„Nach hause!!! NEIN! Ich geh nicht nach hause, ich geh nach hause wenn ich will, ich hab nämlich ein auto!!!“, rief ich.
„Vergiss es, du fährst heute Abend nirgendwo hin!!“, antwortete sie. Die hatte ja wohl nen Knall!!!
„Wer bist du?! MEINE MUTTER??“, lachte ich.
Doch sie war ganz ernst.
„Nein! Deine schwester!“
Erst schaute ich sie geschockt an, doch dann lachte ich noch mehr.
„Nöpidinöööp! Ich hab keine Schwester!“
Sie schaute traurig.
„Doch hast du, ich!!“
„NEheinnnnnnnnn! Hallo?! Ich wird ja wohl wissen ob ich ne schwester hab und des hab ich nicht! Ich bin Einzelkind! Ich hab nicht mal ne freundin!“, zischte ich zu ihr.
Ich sah die Tränen in ihren Augen aufsteigen, doch es tat gut zu sehen wie sie leidete.
„Pia hör auf damit!“, schrie sie.
„Wieso?? Schickst du dann wieder Bill um mir zu sagen, dass ich dich ungerecht behandle? Ihr habt doch alle keine Ahnung! Lasst mich einfach in Ruhe!“
Nun war es Meira die lachte.
„Pia hör verdammt noch mal auf immer nur das Opfer zu spielen!! Denkst du uns ging es gut?! Denkst du Bill ging es gut?!“
ich lachte.
„Zu schlecht ging es ihm anscheinend nicht!“
„Wie meinst du das?“, fragte sie.
„Nun ja, er hatte 5 Wochen später schon seine neue LIEBE gefunden…aber weißt du was? Ich hab da echt kein Bock drauf, ich geh rein was trinken!“, sagte ich und rannte in Schlangenlinie zurück.
Sofort trank ich einen neuen Jäger und schüttelte, da ich langsam den Geschmack verabscheute.
Ich sah wie Meira in Toms Armen weinte doch das vergrößerte den Hass auf sie nur noch mehr. Ich ging auf die Tanzfläche und es dauerte nich lange bis ich einen Typen an mir kleben hatte. Er sah gut aus, war groß und gut gebaut. Wir tanzten eng zusammen. Es tat gut, und ich hatte spaß!
Wir gingen wieder an die bar und ich trank den nächsten Kurzen. Sofort danach ging es wieder auf die Tanzfläche. Ich blickte um mich und sah wie Bill und seine Tussi sich küssten.
Es tat soooo weh. Wieso hatte er mir angelogen?! Ich war seine große liebe, alles klar!! Ich hasste ihn! Ich hasste ihn mehr wie jeden andren. Ich konnte nicht mehr. Wieso tat er mir immer so weh?! Wieso hatte er mich nicht einfach in ruhe lassen können?? Wieso musste ich ihn überhaupt treffen?? Ich hätte bei meinen Eltern bleiben sollen, dann wäre es mir gut gegangen!
Ich begann zu zittern. Nein! Nicht jetzt!! Bitte! Doch das Zittern wurde nur noch stärker.
Der Typ mit dem ich tanzte bemerkte es sofort und schien angst zu haben.
„Was is denn los? Hey, was ist?!“, fragte er.
„ Bring mir einen tequila, schnell!“, schrie ich ihn an.
Sofort ging er weg und brachte mir einen tequila. Das Zittern wollte nicht aufhören! Doch ich trank den tequila. Danach torkelte ich zu Klaas, der mich besorgt auffing.
„Pia, oh mein Gott, was ist los mit dir?“, fragte er.
Ich grinste.
„Weißt du warum ich das immer kriege?“, sagte ich und er schüttelte ängstlich den Kopf.
„wegen diesem arschloch da drüben!“, klärte ich ihn auf und zeigte auf Bill, der immer noch mit seiner freundin rumknutschte. Bei deren Anblick wurde das Zittern noch heftiger.
„Komm mit!“, bemerkte Klaas. Er half mir an Tokio Hotel vorbei und setzte mich weiter hinten auf eine Bank.
Wieso tat er das?! Warum konnte er sich nicht einfach in Luft auflösen?
Ich begann zu weinen. Mittlerweile war es wieder soweit, dass mich meine ganze Kraft verlies.
„Pia, was soll ich machen?“, fragte Klaas.
„Meira…“, murmelte ich. Ich sagte es nicht gerne doch sie war die einzigste, die über meine Anfälle wusste neben Bill und Tom.
„Was?“, fragte Klaas nach?
„Meira… bei Tokio Hotel“, zischte ich.
Sofort verschwand ich.

Sicht von Meira:

Ich stand bei Tom. Meine Laune war scheiße. Eigentlich wollte ich schon längst gehen, doch Bill wollte sich mit seiner Tussi Runa vergnügen.
Plötzlich kam dieser Klaas zu uns gerannt. Er sah extrem besorgt aus.
„Meira?“, rief er in die Runde.
Ich war verwirrt. Was wollte er von mir.
Ich ging einen schritt nach vorne.
„Ja?“, antwortete ich ihm. Er schaute mich erleichtert an.
„Du musst schnell mit mir kommen! Pia.. ich weiß nicht was mit ihr los ist, sie zittert überall und bitte komm schnell mit mir mit!“, sagte er hektisch.
Sofort bekam ich Angst. Bitte hatte sie nicht schon wieder einen Anfall. Ich schaute ängstlich zu Tom.
„Ja zeig mir wo sie ist, schnell!!!“, rief ich und rannte mit ihm weg. Er führte mich zu einer Bank weiter hinten.
Da lag sie und zitterte am ganzen Körper. Sie war ganz blass und sah elend aus.
„Pia, ich bin hier!“, sagte ich. Sie schaute mich nicht an, sondern gab mir ihren Autoschlüssel.
“Fahr mich nach hause, bitte!“, sagte sie.
„ja klar, moment, ich komm gleich wieder!“, antwortete ich und rannte zurück zu Tom.
„Tom, du musst mir helfen! Ich werd sie heimfahren, aber ich weiß nicht wie ich sie hier raus kriegen soll. Hilf mir bitte!“, flehte ich ihn an.
„Ja na klar!! Bring mich zu ihr!“, antwortete er und zusammen rannten wir wieder zu ihr. Er nahm sie auf den Arm und sie war wieder so leblos und schwach wie an dem tag der disko. Ich konnte nicht mehr. Sie bedeutete mir doch so viel. Sofort kamen mir die Tränen. Wieso musste alles so scheiße sein?! Das war einfach nicht fair!!
„Sagst du Bill bescheid?“, fragte Tom. Ich nickte und ging zurück, während die anderen rausgingen.
Er war immer noch am rumknutschen mit seiner schlampe und hatte von all dem gar nichts mitbekommen. Ich wurde richtig sauer. Er war im moment aber auch wirklich so ein scheiß Arschloch!
Ich zerrte die zwei auseinander.
„Hey, was geht ab?!“, rief er böse, doch als er sah dass ich am weinen war, wurde er eher besorgt.
„Meira, was ist los?“, fragte er.
„Pia… Tom und ich fahrn sie zu mir in die Wohnung. Sie hatte wieder einen Anfall.“, erklärte ich ihm in einem kühlen Ton.
Sofort konnte man die Angst in seinem Gesicht sehen.
„Wo ist sie??“, fragte er leicht panisch und wollte losrennen, doch ich war zu sauer. Ich hielt ihn fest und schrie ihn an:
„Bleib hier du depp!! Wenn du nicht mit dieser Schlampe rumgeknutscht hättest, hättest du alles mitbekommen, es hat sich nämlich alles hier abgespielt. Bleib hier!!! Das ist besser für alle! Ihr könnt ja später mit dem Van nachkommen…“
Somit ging ich hinaus zu den anderen, die vor ihrem Mini standen und warteten. Ich schloss auf und Tom stieg mit Pia ein.
Dann fuhr ich in unsere frühere gemeinsame Wohnung.

Aus der Sicht von Pia:

Ich bekam alles nur ganz schwammig mit. Ich bemerkte, dass mich jemand ins Auto trug und wir losfuhren. Ich zitterte immer noch am ganzen Körper. Und mir war schlecht! Richtig schlecht!
Dann hielten wir und irgendwer trug mich raus. Ich merkte nur noch wie mich jemand auf ein Bett legte.
Hier lag ich nun. Doch nach gewisser Zeit wurde die Übelkeit immer schlimmer. Ich musste brechen, da war ich mir nun ganz sicher. Ich rief:
„Brechen… schnell…“
und schon trug mich jemand ins bad, was ich daran erkannte, dass ich bald über die Klobrille gebeugt da saß. Nun kam es alles hoch. Ich kotzte mir die Seele aus dem Leib. Irgendwer saß neben mir und streichelte mir über den Kopf. Es war mir egal wer es war. Mir ging es dreckig und zwar richtig.
Ich saß noch eine Ewigkeit da und kotzte. Es wunderte mich wie viel ich anscheinend in mir hatte. Dann hörte ich wie sich eine Tür öffnete.
„Wo ist sie??“, hörte ich eine Stimme, die mich erschreckend an Bill erinnerte.
„Bleib weg von ihr.“, hörte ich dann eine andere. Diese hörte sich an wie Tom, doch das träumte ich wohl bloß, denn ich war ja zu hause, bei mir.
Doch dann kamen die Stimmen näher. Ich nahm mir Klopapier und wischte mir den Mund ab.
„Pia!!! Ohh gott!“, hörte ich dann direkt neben mir.
„Geh raus!“, befahl jemand hinter mir. Sie klang wie Meira. Ich hatte wohl schon Wahnerscheinungen. Langsam hob ich meinen Kopf. Und blickte in zwei braune Augen, die ich selbst in meinen Wahnerscheinungen nicht so deutlich sehen konnte. Erschrocken schaute ich hinter mich und sah 2 Meiras. Nein!!!
„Ihr schweine!“, schrie ich!
„Das ist nicht mein zuhause!“
„Pia, doch, das hier ist dein richtiges zu hause!“, sagte Meira hinter mir.
„Lügt mich nicht noch mehr an!“, rief ich. „Gib mir meine Autoschlüssel!!!“
„Ich denke das ist keine gute idee!“, meldete sich dann Bill zu Wort.
„ich scheiß drauf was du sagst!“, antwortete ich zünisch. „Gib sie mir!!!“, befahl ich Meira.
„Pia…“, murmelte diese.
„Ach, ihr könnt mich alle mal!“, schrie ich und versuchte mich aufzurichten. Ich zitterte immer noch am ganzen Körper. Doch ich nahm all meine kraft zusammen. Und rannte auf Bill zu, der in der Tür stand.
Ich versuchte mich durchzudrücken, doch er hielt mich fest.
„Lass mich verdammt noch mal durch!!!“, schrie ich.
„nein, ich werd dich nicht gehen lassen!“, sagte er traurig.
„ach nein?! Wieso nicht? Geh zu deiner schlampe!“, schrie ich.
Er schaute auf den boden.
„Mit ihr ist schluss.“, murmelte er.
„Ach, das tut mir jetzt aber leid! Geh ins Zimmer und heul, aber lass mich endlich durch!!“, zischte ich.
„NEIN!“, bestimmte er.
Ich zitterte noch mehr.
„Wenn du mich jetzt nicht durchlässt werde ich ganz zusammen brechen und dann muss ich wieder ins Krankenhaus, merkst du das verdammt noch mal nicht?!!“, schrie ich ihn weiter an.
Das schien ihm sinn zu machen, denn er lies mich gehen.
„Bill bist du verrückt?!“, schrie Meira hinter ihm.
Doch ich war schon auf dem weg die Treppen runter. Mit jeder Treppe verlies mich meine Kraft noch mehr und als ich endlich vor der Haustür war verlies mich meine ganze kraft und ich sank zu Boden. Ich weinte panisch. Und dann wurde mal wieder alles schwarz.

Weiß- alles weiß. Das war schon das dritte Mal, das mir dies passiert ist. Langsam dachte ich, ich war noch abnormaler als mir sowieso schon klar gewesen war. Ich blieb liegen und lies deb letzten Abend passe passieren.
Es war ein schrecklicher Abend gewesen. Und an alle dem war nur Bill schuld gewesen. Dieses Arschloch. Was würden meine Eltern diesmal sagen.
Ich hatte Angst davor. Langsam stieg ich auf und ging zur Tür. Ängstlich öffnete ich diese.
Doch davor saßen nicht wie erwartet meine Eltern. Dort saß Laura!
Sie drehte sich zu mir um.
„Pia schatz!!!!“, rief sie und nahm mich in den Arm. Ich umarmte sie auch. Es tat gut. Ich war ihr nicht böse, ich hatte ja schließlich gar keinen Grund dazu.
„Was machst du bloß für Sachen?“, fragte sie und lächelte.
„Komm lass uns reingehen. Leg dich wieder hin und wir reden. Glaub mir, wir haben einiges zu bereden.“, sagte sie und klang gar nicht glücklich dabei.

Wir saßen drinnen und sie nahm meine Hand.
„Also süße, was ist los momentan?“, fing sie an.
„Was soll los sein?“, erwiderte ich unschuldig.
Sie seufzte.
„Ach komm schon. Ich bin nicht doof. Und Meira erzählt mir viel, das solltest du wissen.“, sie lächelte.
„na ja….“, begann ich. Was sollte ich jetzt sagen. „ Wir verstehen uns nicht mehr.“
„Aber wieso? Ihr seit doch schwestern!“.
Das tat weh. Ich schaute zu boden.
„ich habe keine Schwester. Ich bin ein Einzelkind.“, sagte ich und erinnerte mich dass ich genau das gestern zu Meira gesagt hatte. Ein dicker Klos bildete sich in meinem Hals.
Laura lächelte.
„Was erzählst du denn da? Du hast Meira. Nur weil irgendetwas zwischen euch steht momentan heißt das doch nicht dass ihr keine Schwestern mehr seit!“, sie lachte. „ gott, dann wäre ich schon längst Einzelkind!!“
ich lächelte leicht.
„Aber es ist nicht so einfach…“, murmelte ich.
„Ach schätzchen, glaub mir. Das ist es nie!“, seufzte sie.
„Ok, fang mal ganz vorne an zu erzählen. Ich hör dir zu!“.
Ich atmete tief durch und begann zu erzählen. Ich erzählte ihr, dass sie mich nach dem Zusammenbruch immer weggedrückt hat und sich kein bisschen mehr für mich interessiert hat.
Laura seufzte tief.
„Pia Maus soll ich dir mal was verraten? Aber sag Meira nicht, dass ich es dir gesagt habe. Sie wollte es dir eigentlich selbst sagen.“
Gespannt lauschte ich.
„Also nach deinem Zusammenbruch, nunja, da hat sie sich selbst die Schuld dafür gegeben. Sie hat gedacht sie wäre der Grund, dass es dir nicht gut geht. Und sie wäre der grund, dass du zusammengebrochen bist.“,
erzählte sie mir.
Ich war geschockt. Wie konnte sie so etwas denken?
„Aber das ist doch dumm!!! Wieso dachte sie so etwas?! Wenn sie mich richtig kennen würde wüsste sie dass das totaler schwachsinn ist!!!“, murmelte ich.
Laura lächelte.
„Verstehst du denn nicht? Du bist ihr extrem wichtig und das letzte das sie will ist, dass es dir schlecht geht. An deinem ersten Zusammenbruch, da waren deine Eltern dran schuld! Aber an dem letzten… wer war da dran schuld? Also hat sie es für besser gehalten du wärst ohne sie, sodass du weniger stress und probleme hättest.“
Ich schüttelte den Kopf.
„Der einzige der an dem letzten zusammenbruch schuld war, war ich!“, sagte ich traurig.
„Und Bill, was?“, fügte Laura hinzu.
Ich schaute sie an und sie konnte anscheinend den hass und die Wut in meinen Augen sehn, denn sie kam auf mich zu und legte den Arm um mich.
„Was ist denn das mit euch? Ihr liebt euch doch!“, sagte sie.
„Liebe ist nun mal nicht alles!“, meinte ich trocken.
Sie seufzte.
„Nun ja, das ist ein andres Thema. Meira ist hier, möchtest du sie vielleicht sehn?“, fragte sie.
Ich schaute zu ihr auf. Ich würde ja gerne aber:
„Ich weiß nicht… das alles ist mir extrem peinlich.“, murmelte ich.
Laura lachte:
„Glaub mir, es gibt nichts Wichtigeres für Meira, als dass du ihr verzeihst.“
„Was soll ich ihr denn verzeihen, es gibt doch gar nichts!“, erwiderte ich.
„Das musst du mit ihr ausmachen…“, lächelte sie. „Also… soll ich sie holen?“
ich nickte schüchtern. Obwohl ich wusste dass es schön werden würde sie mal wieder lächeln zu sehen, hatte ich Angst.
Laura verschwand und ich saß da. Ich saß da und starrte mal wieder an die weiße Wand. Warum war in Krankenhäusern eigentlich immer alles Weiß?? Es sollte eher alles Schwarz sein, ich mein, Menschen im Krankenhaus sind traurig.
Die Tür öffnete sich langsam und zögerlich tritt Meira herein.
Sie schloss die Tür hinter sich und schaute mich dann an. Sie stand einfach da und schaute mich an.
Ich lächelte:
„Willst du da noch lange stehn bleiben?“, fragte ich.
Sie lächelte skeptisch.
„Keine Angst, ich werd nicht wieder anfangen dich anzugiften.“, murmelte ich beschämt.
Langsam kam sie zu mir und setzte sich auf den Stuhl neben mir.
Sie atmete tief durch.
„Pia, ich vermiss dich. Bitte schrei mich nicht wieder an, es tut mir alles so leid.“, sagte sie traurig.
„Nein! Dir muss nichts, rein gar nichts Leid tun. Mir tut es leid, ich mein, wir sind doch Schwestern.“, murmelte ich.
Sie schaute mich überrascht an.
„Aber…“, begann sie, doch ich unterbrach sie.
„Deine Mum hat mir alles erzählt…“,erklärte ich ihr.
„Ohhh…“, murmelte sie wieder.
„Nein, wenn jemand Ohhh sagen muss, dann bin ich das. Es tut mir so leid! Ich wusste das alles nicht. Es ist mir wirklich peinlich. Ich wusste nur, dass du mich immer weggedrückt hast wenn ich dich angerufen habe. Ich dachte, du wolltest mich nicht mehr.“
„Ach das ist doch Quatsch! Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben!!!“, schluchzte sie.
„Es tut mir so leid!“, fing nun auch ich an zu weinen.
„Ach komm schon her!“, Rief ich und öffnete meine Arme. Sie fiel sofort in sie und wir hielten uns fest. Es tat soooo gut! Endlich hatten wir uns wieder in den Armen. Wie ich sie vermisst hatte!

Nun lagen wir hier schon seit 2 Stunden. Ich erzählte ihr alles über die Proben von mir und Klaas und wir lachten zusammen so viel wie es nur ging! Es war unglaublich schön und so viel glück hatte ich selbst auf der Bühne nicht empfunden.
„Und dann habt ihr echt Lachkrämpfe bekommen?“, fragte sie nach.
„ohhh ja! Und selbst Tom, also mein chef, musste lachen!!“, antwortete ich und wir lachten beide laut los.
„Apropo Tom.“, sagte Meira dann. „ ich muss ihn mal schnell anrufen, er wartet schon lange auf meinen anruf. Er macht sich auch echt sorgen um dich, weißt du?“
Ich lächelte.
„Ja, ruf ihn schon an.“
sie tippte die nummer.
„ja Hey ich bins!“, meldete sie sich.
„ja… ihr geht’s gut, ich bin gerade bei ihr aufm bett. …Ja, das hat sich endlich alles geklärt…. Ich weiß…. Nein noch nicht…. Ja gut, so machen wirs….. ich dich auch!!!“
Ich grinste.
„ihr liebt euch wirklich, stimmts?“
sie lächelte:
„Ja über alles…. Aber…. Du und Bill…. Ihr liebt euch doch auch…“, murmelte sie und wurde immer leiser zum schluss hin.
Ich schaute nachdenklich zu ihr.
„Weißt du…. Im Prinzip ist die Liebe wie eine Sternschnuppe. Man findet sie selten und wenn man eine sieht ist es etwas Einzigartiges und besonderes. Doch sie sind nicht von langer dauer und irgendwann ist sie dann blitzschnell weg. Bei mir und Bill hat sie einfach sehr lang am Himmel geschwebt. Es musste passieren.“
Sie schaute mich an.
„Aber bei mir und Tom ist das doch auch schon so lang!“
„ja, aber bei euch war es immer wieder da und dann kurz weg und ihr habt sie wieder neu gefunden, weißt du was ich meine? Bei uns war es einfach zu lange zu perfekt.“
Sie seufzte.
„Also ich weiß nicht.“, murmelte sie.
„Es ist so. Auch wenn es immer noch weh tut. Es müsste ein Wunder geschehen dass wir eine neue finden würden.“
Wir schauten eine Weile vor uns ins Leere. Dann ergriff Meira wieder das Wort.
„Wirst du eigentlich weiterhin bei deinen Eltern wohnen?“, fragte sie.
„ich weiß nicht, ich will aber nicht zurück solange Bill noch bei dir in der Wohnung ist.“, sagte ich.
„Keine Angst. Sie gehen heute Abend.“
„Wann denn?“, fragte ich nach.
„Um 7! Du könntest also theoretisch um halb 8 wieder kommen!!!“, grinste sie mich an.
Ich grinste zurück und freute mich schon auf den ersten Abend wieder zu HAUSE.

Ich packte meine Koffer. Einiges war immer noch bei Meira, von daher passte es alles in einen Koffer. Meine Eltern waren schon wieder abgereist. Also ging ich aus der Wohnung, verstaute meinen Koffer im Kofferraum und fuhr los. Vorher hatte ich noch 2 Dvds ausgeliehen, wir würden mal wieder einen richtigen Mädelsabend machen. Mit viel Schokolade und Schnulzen.
Ich parkte auf meinem gewohnten Parkplatz und atmete tief durch.
„Willkommen zu hause“, sagte ich zu mir selbst und grinste. Es war viertel vor 8, ich war also zu spät.
Schnell schnappte ich mir meinen Koffer und rannte die treppen hinauf. Ich schloss die Tür auf und rief wie gewöhnlich:
„Bin daaaaaaa wer noooooch?“
Die Antwort die ich darauf bekam hätte ich allerdings nicht erwartet.
„Pia!!!! Ein Glück geht es dir gut! Ich hab mir solche Sorgen gemacht, gestern Abend in meinen Armen, wie du da gelegen hast, ich hatte echt Angst ey.“,
Rief Tom und lief auf mich zu.
Geschockt schaute ich ihn an.
Was machte der denn hier?! Die sollten doch schon längst hier weg sein!! Ich blickte an ihm vorbei und sah wie Meira an ihm vorbei eilte.
„Pia, ich kann es dir erklären! Mensch, wieso hast du ein Handy, wenn du nicht abnimmst?! Ich hab ca 40 mal versucht dich anzurufen und du bist nicht rangegangen!“, fing sie an.
Doch ich war geschockt.
Ich zeigte auf Tom und stammelte:
„du… hier?“
„Ohhh, ja!“, antwortete er. „Unser Flieger wurde auf morgen verschoben. Jetzt müssen wir noch eine Nacht hier bleiben.“
Ich schluckte. Aha. Das war ja interessant. Doch dann musste ER ja auch hier sein.
Zu genau dem Zeitpunkt erschien Bill hinter Meira und starrte mich an. Er sagte nichts, sondern starrte mich einfach nur an.
Ich fasste mich.
„Nun ja, ich geh dann mal in mein Zimmer und räum alles wieder ein.“
Ich drückte mich an allen vorbei und ging in mein Zimmer. Ich schloss die Tür und lies mich erst einmal aufs Bett fallen. Tief ein und aus atmen, sagte ich mir selbst. Dann stand ich auf und ging ans Fenster.
Er war hier. Tom, ok, damit konnte ich mich noch irgendwie abfinden, ich musste ihm ja nicht immer über den weg laufen, doch ER. Zu wissen dass ER im selben Haus war wie ich machte mich verrückt.
Ich stand eine lange weile da und starrte aus dem Fenster. Ich beobachtete die Autos, die Leute und die Sonne. Die Sonne die langsam vom Mond verscheucht wurde.
Plötzlich klopfte es an meiner Tür.
„ja.“, antwortete ich und sie öffnete sich.
Ich stand immer noch mit dem Rücken zur Tür, sodass ich aus dem fenster schauen konnte.
„Süße, wir essen etwas, kommst du raus?“, fragte mich meira.
Ich drehte mich um.
„Suchen wir heute nacht nach Sternschnuppen?“, murmelte ich.
Sie grinste.
„Nach der größten, die du je gesehen hast!“, antwortete sie mir.
Ich lief auf sie zu.
„na, dann lass uns mal essen gehen, Schwester.“
Sie grinste und wir gingen in die Küche.
Es gab Ravioli. Ich saß zwischen Meira und Tom, also gegenüber von Bill. Es tat weh ihn zu sehen, doch ich wollte es mir nicht anmerken lassen.
„Also, dann sag ich mal Guten!“, meinte Tom und ich grinste ihn an. Er hatte sich gestern um mich gekümmert und irgendwie machte das ein wenig das andre wieder gut.
„Wow, du kannst ja wieder lächeln!“, bemerkte er.
Ich grinste noch mehr.
„Genau den selben Satz hast du bei unserer ersten Begegnung im Hotel gesagt!“
Er lachte:
„Stimmt! Schon irre wie lange das her ist….“
„ja, da hast du recht!“, murmelte ich und stocherte in meinem Essen rum. Ich hatte nicht großen Hunger.
„Schmeckt es nicht?“, fragte mich Meira auch sofort.
„Doch, doch ist lecker… ich hab bloß nicht zu viel Hunger, mir liegt der Jägermeister von gestern noch ein wenig im Magen.“, versuchte ich es ein wenig ins lächerliche zu ziehen.
„Bitte, ess ein bisschen mehr, du siehst total abgemagert aus…“, meinte Tom. Es stimmt. Ich hatte in letzter Zeit wieder sehr viel abgenommen.
Widerwillig nahm ich eine weitere Ravioli in den Mund.
„Zufrieden?“, maulte ich.
Darauf hin herrschte wieder Stille. Es war unaushaltbar. Langsam stand ich auf.
„Ich muss noch viel ausräumen. Ich bin mal wieder in meinem Zimmer.“, sagte ich und stand auf. Schnell lief ich in mein Zimmer.
Dort angekommen lies ich mich erschöpft auf mein Bett fallen. Ich fühlte mich leer. Es war unbeschreiblich. Ich hatte keine gefühle in mir, kein schmerz, keine Freude. Ich war einfach nur ein Skelett das versuchte die haut zu stützen.
Es klopfte wieder mal an meiner Tür.
„Ja?“, antwortete ich wieder.
Sie wurde geöffnet. Ich blickte nicht um. Dann hörte ich die Stimme.
„Können wir mal reden?“, fragte Bill.
„Ich wüsste nicht über was.“, murmelte ich und versuchte das verletzte in meiner Stimme zu unterdrücken.
„Ich hab nur eine einzige Frage an dich, und hoffte du könntest sie mir ehrlich beantworten.“.
Jetzt drehte ich mich um.
„Ok…“, stimmte ich dem zu. Ich wollte wissen was er von mir wissen wollte.
Er atmete tief ein.
„ich wollte wissen, ob du denn wirklich gar nichts mehr für mich empfindest?“.
Bumm! Das saß.
„Du meinst neben Wut und Enttäuschung…“, murmelte ich.
„Du weißt was ich mein.“, sagte er traurig.
Ich seufzte.
„Du wolltest eine ehrliche antwort. Doch tue ich.“
Er schaute auf der Stelle zu mir. In seinen Augen blitzte Hoffnung.
„Und warum tun wir uns das hier dann an?“, fragte Bill.
„Weil es nicht anders geht. Liebe ist nun mal nicht alles!“, erklärte ich ehrlich.
„Aber es ist das wichtigste.“.
„Aber ohne den rest, reicht es nicht aus um zu einer Beziehung zu führen.“
Er schaute traurig zu Boden.
„Wieso hast du ihn geküsst? Wieso hast du mir vorher nie gesagt wie du dich gefühlt hast?“
ich schaute ihn an.
„Hätte es denn etwas geändert?“, fragte ich.
Er antwortete nicht.
„Der Kuss war unbedeutend. Ich fühlte nichts. Rein gar nichts. Ich wollte mir selbst nicht eingestehen dass ich solche gefühle hatte, diese gefühle die ich dir genannt habe. Und an dem Abend kam irgendwie alles zusammen.“
Bill schnaufte tief ein und aus. Er schaute immer noch auf den boden.
„Weißt du. Ich war jetzt schon zwei Mal daran schuld, dass du zusammengebrochen bist. Ich liebe dich immer noch über alles. Doch ich schein dir nicht gut zu tun. Wahrscheinlich hast du recht.“, er schluckte. „ Liebe ist nun mal nicht alles.“
Die Worte von ihm zu hören tat weh, obwohl ich es gesagt hatte.
„Soll ich heute Abend ins Hotel zu Gustav und Georg?“, fragte er während er raus ging.
Ich schüttelte den Kopf.
„Nein ist ok.“
Er schaute mich ein letztes Mal an, dann ging er aus der Tür. Sobald die Tür geschlossen war konnte ich nicht mehr. Ich fing hemmungslos an zu weinen. Es war so schwer. Wieso musste es so schwer sein? Ich würde am liebsten zu ihm zurück. Doch er würde jetzt sogar noch nach Amerika reisen und es würde sich alles wiederholen.
Ich weinte und weinte. Ich fragte mich wie viele Tränen ein Mensch vergießen konnte. Ich weinte und weinte, bis ich schließlich einschlief.

Die nächsten Wochen vergingen und mir ging es immer noch nicht besser. Ich weinte mich die meisten Nächte in den Schlaf und der einzige Trost war, dass ich bei Meira war.
Die Arbeit lief gut, jedoch auch sehr unspektakulär.
Alles in alles lebte ich ein einfaches Leben ohne irgendwelche Höhepunkte.
Es war der 13. Oktober und ich fuhr wie üblich ins Viva studio. Als Tom ins Büro kam, lief er aufgeregt auf mich zu.
„Pia, viva will dich unbedingt als Moderatorin für ein featuring! Du sollst die Moderation übernehmen. Das ist ne echte Ehre, ich bin richtig stolz auf dich, machst du es??“, freute er sich für mich.
Ich lächelte ein wenig.
„na klar übernehm ich es!“, sagte ich.
„Welche Band ist es denn? Muss ich mir Fragen vorbereiten?“.
„Das weiß ich nicht, aber fragen brauchst du nicht, du bekommst Karten auf denen die Fragen stehen werden. Du musst nur morgen um 9.00 Uhr hier auf der Matte stehn.“, sagte er begeistert.
„Ok, das kann ich machen!!!“, grinste ich.

Später am Abend erzählte ich alles Meira. Sie war natürlich begeistert.
„ Ach übrigens, morgen kommen die Jungs wieder in die Stadt, ist es ok wenn Tom hier bei mir ist?“, fragte sie.
Ich lächelte.
„Ja natürlich! Das ist kein Problem!!“.
Ich hatte nichts dagegen dass Tom hier war. Sie würden eh in Meiras Zimmer sein.
Wir quatschten noch eine ganze Weile über Gott und die Welt und schliefen schließlich zusammen auf der Suche nach Sternschnuppen ein.

Pünktlich um 9 Uhr stand ich bei Tom in Büro. Er kam auch sofort auf mich zu.
„Guten morgen Pia! Na? Bist du bereit?“, grinste er.
„Aber immer doch!“, lächelte ich freundlich zurück.
„Super, also du gehst als erstes in die Maske.“.
Mit den Worten führte er mich dort hin. Ich setzte mich und wurde schminkt.
„Ach Tom?“, meldete ich mich zu Wort.
„Ja?“.
„Weißt du mittlerweile was für eine Band es ist?“, fragte ich.
„Achso, ja weiß ich. Es ist Tokio Hotel.“, sagte er total nebensächlich.
Für mich jedoch war es schrecklich! Tokio Hotel?! Würde mich das schicksaal denn nie verschonen.
Ich dachte augenblicklich an die Worte von Klaas. ‚Wir müssen professionell sein in unserem Job.’ Ich seufzte. Na, dann würde ich mal professionell sein.
Nachdem ich fertig gestylt und angezogen war, bekam ich Karten mit Fragen in die Hand gedrückt. Dann führte man mich ins Studio, in dem schon die Jungs standen.
Als ich herein kam machten sie die geschocktesten Gesichter die ich an ihnen je gesehen habe.
„Glaubt mir, ich habe mir das hier nicht ausgesucht…“, murmelte ich. „lasst es uns einfach durchziehen.“
Sie nickten und Tom sagte:
„Du hast wohl doch nicht mehr gegessen, du bist immer noch so dünn…“
Ich sparte mir eine bemerkung darauf.
Die Mitarbeiter checkten das Licht und los ging es.
Es klappte super. Ich war total professionell, bis diese eine Frage kam.
Ich las sie von der Karte ab.
„Ihr hört die Frage bestimmt oft, aber wie sieht es bei euch im Thema liebe aus?“, fragte ich sie, wobei sich ein dicker Klos in meinem Hals bildete. Konnten wir diese Frage nicht draußen lassen?
„Bei mir und Georg ist nichts los…“, begann Gustav total professionell. Ich lächelte ihm dankend zu.
„Ich bin immer noch glücklich vergeben und es wird wohl noch einige zeit so bleiben!“, erklärte mir dann Tom, als ob ich das nicht wissen würde.
Dann blickte ich zu Bill. Auch er schaute mich an. Sein Blick brachte mich um. Dann öffnete er seinen Mund.
„Nun, bei mir ist es ziemlich frustrierend.“, sagte er.
Der chef dieser ganzen tv sache bedeutete mir weiter darauf einzugehen.
Ich schluckte und schaute auf den Boden.
„Wie…. Wie meinst du das…“, murmelte ich.
Er atmete tief ein und aus.
„Also es ist so. Ich liebe dieses mädchen über alles. Es war noch nie so mit jemandem wie es mit ihr ist. Ich liebe jedes Wort von ihr, jeden cm. Doch sie denkt liebe ist nun mal nicht alles.“
Er klang immer trauriger zu ende.
Ich schaute auf und blickte in seine Augen.
„Und was denskt du?“, fragte ich. Ich wusste nicht was mit mir los war, doch ich vergas, dass wir gefilmt wurden und fragte einfach.
„Ich weiß nicht. Aber eins ist sicher. Ich glaube das Liebe Wunder vollbringen kann. Ich glaube sie kann all das tun was wir wollen.“, sagte er und sein Blick durchbohrte mich. Es tat weh mit ihm darüber zu reden und ich merkte wie mir eine Träne die Wange hinunter lief.
„Was ….“, schluchzte ich. „Was willst du das dieses mädchen macht?“
„ich will dass sie auch daran glaubt.“
Ich begann nun richtig zu weinen.
„Aber selbst wenn sie das tun würde, es würde alles wieder genauso laufen wie vorher. Stell dir mal vor, du würdest Amerika erobern und nur noch dort sein und für das Mädchen wäre es schlimmer als je zuvor.“
Er schluckte.
„Was wenn ich ihr sagen würde, dass es dafür eine Lösung gäbe?“
„Welche Lösung könnte es denn möglicherweise für sie geben?!“
„Nun ja, dieses Mädchen und ihre Freundin machen beide Ausbildungen und zwar in Bereichen, die sehr wichtig für unser Team sind. Was wenn wir warten würden, bis sie diese Ausbildungen beendet haben und wir sie dann mitnehmen?“
Ich war wie versteinert. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Die tränen wollten nicht mehr aufhören.
„Und könntest du einfach so vergessen was davor passiert ist?“, fragte ich.
„ja das könnte ich!“, antwortete Bill bestimmt.
Ich schluchzte.
„Und könnte sie das?“, fragte ich.
Nun war er es der schluckte.
„Es wäre mein größter Wunsch, dass du dies könntest….“, flüsterte er.
Ich schaute ihn an. Ich wusste nicht ob ich es konnte. Ich wusste es nicht.
Schnell sprang ich auf und rannte in die Kabine der Stylisten.
Ich wusste es einfach nicht! Ich würde so gerne einfach fröhlich ja sagen können, doch es war so viel passiert. Schnell schloss ich die Augen und versuchte auf mein Herz zu hören, ich selbst mein Herz schien nicht zu wissen was es wollte.
Ich saß hier drin und weinte, als plötzlich die Tür geöffnet wurde.
„Ja ok, und das nächste Viva live soll ich wieder übernehmen?“, hörte ich die Stimme von Klaas.
Er kam näher und so kam es, dass er mich entdeckte.
„Pia! Was ist denn mit dir??“, fragte er sofort und kam auf mich zugerannt.
„ich… ich… es ist so nicht fair!!“, rief ich und fiel ihm in die Arme.
„Was ist nicht fair?“
„Na…. Bill!!!!!!!!!“, schrie ich, sodass Klaas zusammen zuckte. Ups, das wollte ich nicht, das tat mir leid.
„Bill? Von Tokio Hotel?“, fragte er.
Ich nickte unter Tränen.
„Ok, Pia, willst du mir mal erzählen was da wirklich mit euch los ist? Ich bin schließlich nicht doof!“; murmelte er.
Langsam drehte ich mich zu ihm. Ich schaute ihn an. Ja, ihm könnte ich es erzählen.
Und so begann ich zu erzählen. Die ganze Geschichte, von anfang an.
Als ich geendet hatte sah er mich ernst an.
„Ich denke ihr habt beide mist gebaut….“, meinte er.
„Ich weiß….“, schluchzte ich.
„Redet! Ihr habt so viel zu bereden! Setzt euch einfach zusammen und redet!!!“, beteuerte er mir.
„Denkst du?“, fragte ich skeptisch.
„ja natürlich! Dass ihr euch beide noch etwas bedeutet ist ja wohl klar!!!“, lächelte er.
„Pia, du bist ein absolut wunderbares Mädchen. Wirklich. Er muss glücklich gewesen sein so jemanden wie dich zu haben. An seiner Stelle würde ich auch alles tun um dich zurück zu gewinnen…“
ich lächelte.
„Danke!“, freute ich mich und fiel ihm um den Hals.
„So und jetzt geh zu ihm und rede mit ihm!!!“; rief er.
Ich grinste stand auf und rannte die Tür hinaus. Wo war er? Erst rannte ich ins Studio, in dem wir gedreht hatten. Doch da war niemand mehr.
Dann eilte ich weiter durch alle Gänge und auch sonst überall hin. Doch ich fand ihn nicht. Plötzlich stieß ich auf Tom. Er hielt mich fest.
„Pia, was war mit dir los?“, sagte er vorwurfsvoll.
„Du weißt doch wohl wer das Mädchen ist!“, schluchzte ich, da er ja schließlich alles über mich und ihn wusste.
Geschockt schaute er mich an.
„Du meinst… dich?“, fragte er.
Ich nickte.
„Wo sind sie? Weißt du wo er ist?“, rief ich.
„Nein“, schüttelte er den Kopf. „Sie sind nicht mehr hier…“
Da fiel es mir wie schuppen vor den Augen.
Meira! Ich musste nach hause in unsere Wohnung.
„ich muss…..“, murmelte ich, rannte an ihm vorbei und beachtete die Rufe hinter mir nicht.
Ich stieg in mein Auto und fuhr los. Ich wollte so schnell wie möglich nach hause und reden! Ich wollte verdammt noch mal reden!
Ich parkte und rannte weinend die Treppe hinauf.
„Meira!!!!“, schrie ich und sofort kam diese auf mich zu.
„Pia, was ist los?“.
„Ich muss wissen wo Bill ist! Ich muss es wissen!“
sie stockte.
„Tut mir leid, ich weiß es nicht.“
Genervt verdrehte ich meine Augen.
„Wo ist dein Handy?“, fragte ich sie hektisch.
Sie schien zu blicken was ich wollte. Sofort rannte sie in ihr Zimmer.
Mit dem Handy an ihrem Ohr kam sie zurück.
„Tom!“, rief sie.
„Tom, wo seit ihr? Und wo ist Bill?!“, schrie sie.
„Ok, wir kommen zu euch!“, und schon hatte sie aufgelegt.
Sie nahm mich an der Hand und zusammen rannten wir die Treppe hinunter.
„wo sind sie?“, fragte ich.
„Sie haben gleich einen Auftritt im Schlossgarten. Wenn wir uns beeilen schaffen wir es noch vorher…“
Wir fuhren so schnell es ging. Ich hoffte die Polizei hatte heute einen guten Tag, denn wir brachen jegliche Gesetze.
Schließlich kamen wir an. Wir rannten zur Security, die jedoch um jeden Preis verhindern wollte, dass wir reinkamen. Schließlich platzte Meira der Geduldsfaden.
„Hören sie verdammt noch mal, Tom Kaulitz ist mein Freund!!!“, schrie sie ihn an.
Er lachte nur.
„Ja, das sind sie alle.“.
Meira war so wütend wie ich sie noch nie zuvor gesehen hatte.
Sie nahm ihr Handy und tippte eine Nummer.
„Ja Tom?? Ja wir sind hier, aber der scheiß Security Affe will uns nicht reinlassen!!!! Ja ok.“, dann legte sie auf.
„Er kommt…“, zischte sie dann zum Security mann.
So standen wir da und warteten.
„Meira, Pia!“, rief schließlich jemand hinter dem Security Mann.
„Tom.“, riefen wir gleichzeitig.
Der security man schien sich ziemlich doof zu fühlen und entschuldigte sich ein dutzend Male.
„Tom, ich muss mit Bill reden!!“, flehte ich ihn an.
Tom grinste,
„dann fang mal besser an zu rennen, wir sind bald dran…“
Und schon begannen wir alle drei zu rennen.
Da stand er. Vor der Bühne und wartete auf Tom.
Anscheinend hatte er keine Ahnung, dass ich kommen wollte. Er schaute mich an wie als wäre er versteinert.
„Bill!“, murmelte ich, doch bevor ich weiterreden konnte wurde ich unterbrochen.
„Ihr müsst jetzt raus, ihr seid dran!“
„Ich muss…“, sagte Bill.
„Nein!“, schrie ich, doch da war er schon auf der Bühne. Ich sah ihnen zu wie sie die Menschenmenge begeisterten und anfingen zu spielen.
„Na warte…“, murmelte ich leise. So leicht würde er mich nicht loswerden.
Ich schnappte mir ein Mikrofon, das hinter der Bühne lag.
Die Jungs waren zwar mitten in einem Song, doch das war mir egal.
Ich lief schnurstracks auf die Bühne. Nun stand ich drauf und alle fans schienen zu warten was ich machen würde. Ja, was würde ich machen?
Gustav und Tom schauten mich fragend an, Bill hatte mich noch nicht bemerkt.
Ja, sie hatten das Lied noch nicht zu ende gespielt, was würde ich also machen??
Langsam begann ich mich feenartig zu bewegen. Ich musste lachen, das machte sogar Spaß. Also begann ich über die Bühne zu „schweben“ ich drehte mich und breitete meine Arme aus.
Tom, der ein Mikro vor sich hatte, da er Bill ab und zu unterstützte konnte es sich nicht verkneifen und begann zu lachen. Direkt in das Mikro.
Das verwirrte natürlich Bill, der sich langsam während dem singen umdrehte.
Nun sah er mich. Er stockte mitten im Singen.
Ups, das wollte ich eigentlich nicht.
Also nahm ich mein Mikro zum Mund und sang, ich sang den Song weiter, obwohl ich überhaupt nicht singen konnte.
Langsam schien sich Bill wieder zu fassen. Er sang mit mir zusammen den Song zu Ende.
Dann war er aus, endlich.
Ich nahm das Mikrofon zum Mund. Durch meine Auftritte im Fersehen, war ich mittlerweile ein bekanntes gesicht für die meisten.
Also schrie ich:
„HALLOOOOOOOO BERLIN!“.
Alle jubelten.
„Also, es tut mir leid dass ich hier einfach so reinplatze, aber ich habe da eine Freundin und ich muss etwas für sie erledigen, ich hoffe das ist ok für euch?“, fragte ich. Beifall bestätigte mich.
Langsam drehte ich mich um und schaute zu Bill, der wohl verwirrter war als je zuvor.
„Bill….“, begann ich. „du hast dieses Mädchen vor kurzem gebeten dir eine Frage ehrlich zu beantworten, das hat sie auch getan. Nun fragt sie dich eine Frage ehrlich zu beantworten, machst du das?“, fragte ich.
Er nickte.
„Ok“, fuhr ich fort. „ Sie bittet mich darum, dich zu fragen warum…. Warum du nach ihrem Zusammenbruch deine Nummer geändert hast?“.
Er schaute mir tief in die Augen, dann nahm er das Mikrofon in die Hand.
„Weißt du, sag ihr, dass ich zum einen verletzt war, von dem was passiert war. Zum anderen…“, er legte eine kurze Pause ein in der er mir einfach nur in die Augen schaute. Die Wärme die ich so liebte, begann wieder in mir aufzusteigen.
„ Zum Anderen wusste ich, dass ich an ihrem Zusammenbruch schuld war, und ich konnte nicht zulassen, dass ich ihr wehtat, dafür bedeutete sie mir zu viel.“
Ich schluckte. Warum hatten sie das alle nur gedacht.
„Bill, du weißt, dass an dem Zusammenbruch nur meine Freundin allein Schuld war! Es war ihre schuld, sie hatte Mist gebaut.“
„Den hatte sie aber nur gebaut, da sie Probleme hatte. Ihr ging es nicht gut, und ich als der Freund von deiner freundin habe es nicht gemerkt. Ich war ein Trottel.“
Ich schüttelte den Kopf. Mal wieder, wie könnte es auch anders sein, stiegen mir die Tränen in die Augen.
„Nein das warst du nicht und das würde sie auch nie sagen.“.
ich schluchzte.
„Aber sie will wissen wie du dich verdammt noch mal in 5 Wochen wieder neu verlieben konntest, und sie einfach so vergessen konntest? Ich kenn sie besser als irgendwer anders und das brach ihr das Herz!!“, weinte ich vorwurfsvoll.
Bill machte einen Schritt auf mich zu.
„Ich habe mich nicht neu verliebt und sie vergessen erst recht nicht…“.
Ich schüttelte den Kopf.
„Aber das hast du doch in der Pressekonferenz gesagt!“
Er grinste schief.
„Sag deiner Freundin, dass ich an dem tag ihres Zusammenbruch, ihr von dieser Pressekonferenz erzählen wollte. Ich wollte da mit ihr hingehen. Doch als das alles passiert ist musst ich mir wohl oder übel ein anderes Mädchen suchen. Ich liebte deine Freundin die ganze Zeit und würde sie nie vergessen können.“, erklärte er mir und kam noch einen Schritt auf mich zu.
„Erklär ihr, dass ich ein Trottel war. Es war mir egal ob sie ihn geküsst hat. Ich hätte viel lieber diesen Schmerz ertragen, als ganz ohne sie leben zu müssen. Ich liebte sie doch mehr als irgendwen anders!!!“
Mittlerweile sah ich auch in seinen Augen etwas aufblitzen.
Ich schluchzte:
„Im Viva interview heute, hast du gesagt, du könntest das alles vergessen, stimmt das?“, fragte ich ihn unter Tränen.
„ja natürlich stimmt das! Ich habe die letzten Monate ohne sie verbracht und ich hatte mich noch nie so leer gefühlt.“
Ich weinte noch mehr, als vorher schon.
„Das tut ihr leid, glaub mir!“
Er nahm meine freie Hand.
„Denkst du….. denkst du sie könnte das was passiert ist alles vergessen?“, fragte er mich.
Ich lächelte leicht.
„Weißt du. Sie war vor einigen Jahren ein Mädchen, das noch nie in ihrem Leben Spaß hatte. Dann hat sie in einem Hotel einen Ferienjob gemacht und hat 5 absolut unglaubliche Menschen kennen gelernt. Sie haben ihr beigebracht zu leben, spaß zu haben und das zu tun was man will. Zum ersten Mal hat sie sich gefühlt als hätte ihr Leben einen Sinn. Doch das alles wurde ihr wieder abgenommen und es hat einige Zeit gedauert, bis sie es endlich wieder hatte. Nun, vor kurzem hat sie es wieder verloren und jetzt steht sie genau zwischen den zwei Welten. Das was passiert ist liegt meiner Freundin immer noch schwer im Magen, das kannst du mir glauben. Aber ihr ist eins klar geworden. Das was sie am meisten fürchtet, ist ein ungelebtes Leben und sie weiß genau, das dies geschehen wird, wenn sie es nicht vergisst.“, lächelte ich ihn an.
Er grinste schief.
„Außerdem…“, fuhr ich fort. „außerdem liebt sie dich mehr als alles andere und weiß dass sie nie in der lage sein wird jemanden so zu lieben wie dich!“
ich schluchzte.
„Also kann sie es vergessen?“, grinste Bill nun übers ganze Gesicht.
„Wenn du meine freundin noch willst…“, murmelte ich ängstlich.
Bill schaute mich so glücklich an wie seit langer zeit nicht mehr.
„Ich liebe sie und werde sie mein ganzes Leben lang wollen!“
Nun grinste auch ich. Ich wusste was ich wollte, nun war es mir ganz deutlich! Ich wollte ihn!
ich schluchzte.
„Können wir nun endlich aufhörn in der dritten Person zu reden?“, lächelte ich weinend.
Nun kam mir Bill so nahe, dass uns fast keine mm mehr trennten.
„Es war nie vorbei, nicht wahr?“, murmelte er. „Es war nie vorbei und es ist es immer noch nicht!!“
ich schüttelte den Kopf.
„Nein das ist es nicht!“
„ich liebe dich, Pia!“, sagte Bill und ich fühlte mich so gut wie im Kino damals. Es war unglaublich!
Und dann spürte ich seit unglaublich langer Zeit wieder seine Lippen auf meinen. Ich war der glücklichste Mensch der Welt.

Wir lagen in meinem Bett. Er hatte mir erklärt, dass sie sich demnächst eine lange Pause nehmen werden, zum Songs schreiben. Also werden sie die ganze Zeit bei uns sein können. Wir schauten aus dem Fenster in den Himmel.
Plötzlich glitzerte etwas am Himmel.
„Da guck schnell!!! Ne Sternschnuppe!!“, rief ich und er folgte meinem Finger.
„ja! Ich hab sie auch gesehen! Wünsch dir was!“, antwortete er.
Ich brauchte mir nichts wünschen. Es war ein Zeichen, dass unsere Sternschnuppe noch nicht vom Himmel verschwunden war, und das war alles was ich wollte.
Ich drehte mich zu Bill.
„Du denkst also unsere Liebe kann Wunder vollbringen?“, fragte ich ihn.
„Ich denke sie kann all das, was wir wollen!“, antwortete er mir und küsste mich.


------------ Ende--------------



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