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Meine Geschichte:

Prolog

„Ahhhhhh!!! Endlich!!!“ Freudestrahlend rannte ich durch unser haus! Endlich war es soweit! In meiner Hand hielt ich einen dicken Umschlag, den ich meiner Mutter um den kopf wedelte.
„beruhig dich erst einmal und dann sag mir was los ist!“
„hier!“ ich hob ihr den Umschlag vor die Nase. Dort konnte man in großen Buchstaben das Wort „Travelworks“ lesen. Nun verstand auch meine Mama und zusammen tanzten wir in der Küche.
Dort drin war meine Zukunft. Meine zukünftige Familie! Um es einmal für alle zu erklären – ich würde ab diesem Sommer für ein Jahr nach Amerika gehen. Dort würde ich dann in einer Familie leben und eine richtige Highschool besuchen! Das war schon immer mein Traum gewesen. Im Oktober vergangenen Jahres hatte ich mich angemeldet und 3 Wochen später ging’s dann zum Vorstellungsgespräch. Als mir mein Prüfer mitgeteilt hatte dass ich angenommen war, war dies mit abstand der bisher schönste Tag meines noch jungen Lebens. Und nun, am 19. April 2006, hielt ich diesen Umschlag in der Hand, in dem meine Gastfamilie auf mich wartete.
Ich war extrem neugierig, hatte sogar schon ein wenig angst, da ich eben noch rein gar nicht wusste was mich so erwarten würde. Ich wusste noch nicht einmal in welchen Staat ich kommen würde.
„Nun mach doch endlich auf“, rief mich meine Mutter aus meinen aGedanken. Ich schaute auf den Umschlag. Irgendwas wollte mich am öffnen dieses Briefes hindern. Ich hatte zu viel Angst, dass das was in diesem Brief stand nicht meinen Erwartungen entsprach. Auch wenn ich keine wirklich hohen hatte. Doch nun nahm ich all meinen mut zusammen und begann den Umschlag zu öffnen… mein Herz pochte immer schneller und lauter. Ich spürte die neugierigen blicke meiner Mutter. Nun nahm ich langsam den Brief heraus und faltete ihn auf.
Ich las ungläubig die ersten Zeilen in denen ich zu meiner neuen Familie beglückwünscht wurde. Dann fiel mein blick auf ein ganz bestimmtes Wörtchen und ich schrie auf. Das war unglaublich!!! Ich kam nach Colorado meinen Lieblingsstaat. Ich hatte mir so gewünscht dort hinzukommen!
Ich widmete mich wieder dem Blatt und merkte schnell, dass ich wohl die beste zeit meines Lebens dort verbringen würde! Ich kam zu einer Familie, die aus Mutter Harriet, Vater Larry und dann noch einem Sohn, Paul bestand! Paul war 16 genau wie ich, auch wenn mein Geburtstag gerade mal ein paar Wochen her war und er schon im September 17 wurde! Das hörte sich alles soooo gut an! Sie besaßen eine große Farm mit Rindern, Hunden, Katzen und voralledingen 10 Pferden! Ich war wie in Trance! Genau so eine Familie hatte ich mir gewünscht! Es war wie in meinen ganzen Träumen!

Kapitel 1:

Am nächsten tag hatte ich diese Neuigkeit schon überall erzählt. Alle freuten sich für mich und ich strahlte noch genauso wie am vorherigen Tag. Allerdings käme jetzt der schwierige Teil! Es war an der Zeit bei meiner Gastfam anzurufen. Ich hatte mich mit meinen Eltern und meinem ältesten Bruder, 12, im Wohnzimmer versammelt. Mein herz rutsche mir während des Eingebens der Nummer in meine Hose! Ich hatte nicht vor vielem Angst, doch davor dafür umso mehr!
„tut…tut….“ Man! Konnte nicht endlich wer rangehn?!
„tut….tu-„ doch weiter kam es nicht. Es hatte jemand den Hörer abgenommen.
„Hello?“
„ Hi! Here’s Lene the German exchange student speaking!“
Diesen text hatte ich mir schon vor dem Telefonat zurechtgelegt.
„ ohm! Hi! I’m sorry, but Larry and the rest of the family aren’t at home! I think they’re in church at the moment! But hey… let my introduce myself! I’m the nephew of Larry and Harriet!”
“ohhh… well, hi! Nice to speak with you!”
”Ditto! What you said where you’re from?”
“ohh… I’m from Germany!”
“Really??? I’m from Germany, too!”
”What?? Are you kitting me??”
”no…..funny! so why don’t we speak German then?”
“good question!”
“ok… so… hi! Na?”
“Na! is ja witzig!”
Meine Eltern starrten mich plötzlich ganz doof an. Ich winkte ab und verschwand in den Keller in mein Zimmer!
„aba wirklich“, fuhr mein Gesprächspartner fort.
„und? Woher aus Deutschland kommst du genau?“
„öhhmmm… sagt dir zufällig Mannheim was?“
„ja na klar! Aus Mannheim?“
“na ja… also aus nem Dorf in der Nähe…“
„sag mal den Namen!“
„kennst du Neustadt? Bestimmt nicht, oder?“
“Doch na klar kenn ich das! Wir geben im Juli ein…“ dann hörte er auf.
„ ein was?“
„ah is nicht so wichtig! Wie heißt du denn?“
„ich bin Lene und du?“
„ ich heiße Bill!“
“schön dich kennen zu lernen Bill!“
„das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite!“
Wir mussten beide lachen! Netter Kerl, dachte ich mir!
„Also du bist das Mädel das ab Sommer en Jahr bei meiner Tante wohnen wird…“
„Jop! Sieht so aus, ne? Erzähl mal… wie sin die so?“
„ die sin total cool drauf! Kannst dich echt freuen! Und Paul ist auch echt locker … der is zwar eher so der hiphopper aba trotzdem echt cool! Typisch amerikanisch halt irgendwie!“
“Cool! Hört sich ja gut an … ich hoffe bloß, dass die mich auch irgendwie mögen….“
“Da bin ich mir sogar ganz sicher!“
„Danke!“
„Kein prob! Un? Erzähl mal en bissl was von dir…wie alt bist du, was sin so deine Hobbys?“
„mhhh… also ich bin 16 un meine hobbys… joa also ich tanze für mein leben gern, geh sehr gern auf partys, shoppen, freunde treffen und Gitarre spielen un Musik hörn….“
„Cool! Was hörst du so für Musik?“
„Also auf jeden fall rock! Un da eigentlich ziemlich alles… von metallica über bands wie blink und green day…aba auch linkin park un im mom liebe ich Nirvana!“
„Is ja cool! Also ne kleine Rockerin, he?“
„so könnt mans auch sagen! Un was is mit dir?Jetzt bist du an der Reihe!“
„ ja… also ich bin auch 16 und werd wie Paul im september 16! Meine hobbys sin feiern, freunde treffen und musik…genauergesagt singen… jo…. Des wars!“
„Was hörst du so für Musik?“
„Auch eher Rock! Green Day find ich genial!“
„Ja! Die sin echt gut! Hast du noch geschwister?“
„Jop ich hab noch nen bruder… du?“
„Ich hab noch 3 Brüder!!“
„wow! Gleich 3?“
„jop! Der eine is 12 und die andren 2 sin Zwillinge un sin jetzt 6…“
“Zwillinge? Cool! Ein- oder Zweieiig?“
„eineiig…“
„des is ja cool!“
„na ja… die können schon ganz schön nervig sein!“
“ohhh ja! Des glaub ich dir! ohhh du wart mal kurz … „
Ich schaute kurz auf die uhr neben mir. Wow! Wir hatten mitlerweile schon ne halbe stunde telefoniert! Kam mir gar nicht so lang vor! Aba irgendwie konnte man sich mit ihm einfach extrem gut unterhalten! Es machte einfach tierischen spaß!
„Ähhmm… Lene? Also meine tante un so sind grad nach Hause gekommen …“
Was??? O mein gott!!! Mein Herz rutschte schon wieder in meine Hose!
„Lene?? Noch da?“
„Ähh… ja! Aba ich hab Angst!“
„wovor denn? Glaub mir die sin alle total nett!“
„ja, aba was soll ich mit denen reden?“
„ach da wird dir schon was einfallen! Bei mir gings doch auch! Auf das schaffst du schon! Das versprech ich dir!“
„wenn du meinst… gibst du mir sie dann?“
“Jop … ich wollt dich nur noch fragen… würdest mir vllt. Deine Handynummer geben? Würd mich gern noch mal en bissl mit dir unterhalten!“
Augenblicklich machte mein herz einen Hüpfer!
„Klar!! Gerne! 017--------- !“
„ok… danke! Und jetzt viel Glück!“
Dann gab er das Telefon weiter! Die Fam war echt total cool! Erst unterhielt ich mich mit Harriet und dann mit Paul. Die warn alle totaaaaal lieb! Nachdem ich dann endgültig eine stunde nach Amerika (!!!) telefoniert hatte legte ich auf! Ich war soooo glücklich!
Um 10 klingelte plötzlich mein Handy.
Ich hatte ne sms, aba die Nummer kannte ich nicht. Ich öffnete sie und las:

Hey Lene,
siehste! Is doch alles gut gelaufen! Die sin
alle total begeistert von dir!
Jetzt wünsch ich dir aba erst mal ne
wunderschöne Nacht und süße Träume!
Bill

Während ich die sms las breitete sich ein Grinsen auf meinem Gesicht aus, mit dem ich dann auch ganz schnell einschlief.

Kapitel 2

Ich hatte aus einem Grund der mir selbst nicht mal klar war niemandem von Bill erzählt. Mittlerweile waren 3 Wochen vergangen und wir telefonierten fast täglich! Er war mittlerweile auch wieder zurück in Deutschland, wodurch die Telefonrechnung nicht ganz so hoch wurde.
Es war Mittwoch als plötzlich mein Handy mitten im Unterricht klingelte. Ich merkte es anfangs noch nicht einmal, da ich meinen momentanen Lieblingssong Polly von Nirvana als Klingelton hatte. Stattdessen summte ich mit! Erst jetzt bemerkte ich, dass meine ganze klasse auf mich starrte. Mein Freundin Lena stieß mich heftig in die Seite.
„Dein Handy!“, zischte sie mir zu. Inzwischen war selbst meine Französischlehrerin darauf aufmerksam geworden. Die ganze Klasse fing an zu lachen. Hektisch suchte ich nach meinem Handy. Als ich es endlich gefunden hatte hörte ich meine Französischlehrerin:
„los… dann geh jetzt wenigstens ran!“
Ich sah sie entstürtzt an bevor mich dann meinem Handy zuwandte und auf annehmen drückte.
„hi?“
„Hey Lene! Hier ist Bill!“
„Du.. öhhh… also des is grad schlecht!“
Mittlerweile war meine ganze Klasse in Gelächter ausgebrochen. ‚na toll’ dachte ich!
„sprich nur“, sagte meine Französischlehrerin. Ich verstand nicht wieso die wollte dass ich telefonierte. Im unterricht!!!
„ohhh tut mir leid! Wieso denn aba?“, unterbrach mich Bill.
„ ähmmm… na ja… ich bin in der schule!“
„ sag bloß ihr habt unterricht!“
„ ja schon!“
„ Und wieso um alles in der Welt unterhältst du dich dann mit mir wenn ich fragen darf??“
„na ja… weil meine Lehrerin das will..“
„was?!?! Das kapier ich jetzt nicht!“
„musst du auch nicht! Ich erklär dirs später!“
„ok! Bis später! Hab dich lieb!“
Und aufgelegt hatte er. Ganz langsam schaute ich auf zu meiner Lehrerin. Diese stand mit ausgestreckter hand vor mir.
„Und jetzt her mit dem Handy! Du kannst es dir nach der 6. wieder abholen!“
Ich schaltete es aus und gab es ihr. Erst jetzt bemerkte ich wie Lena neben mir vor lachen schief auf dem Stuhl hing. Erst warf ich einen bösen Blick zu, doch als ich dann in ihr mit Lachtränen überströmtes gesicht sah musste ich auf der stelle mit lachen! Und dazu musste man sagen wenn wir 2 erst mal angefangen hatten richtig zu lachen dann hörten wir auch nicht so schnell wieder auf. Das ging dann so weit bis wir rausgeschickt wurden. Vor der Tür warf sich Lena plötzlich auf den Boden und hielt sich den bauch. Bei diesem Anblick musste ich dann noch mehr lachen und schmiss mich neben sie. Ich glaub ich will gar nicht wissen was das für ein Anblick war!
In der 4. stunde hätten wir bio gehabt, allerdings war die Lehrerin krank. Und so hatten wir vertretung. Wir nörgelten so lange, bis uns der Vertretungslehrer erlaubte zu machen was wir wollten. Tanja und svenja, die hinter uns saßen, zogen eine Bravo unter der bank hervor. Hatte wohl jemand vergessen. Da wir alle schon ewig keine dieser Aufklärungsheftchen mehr lasen fanden wir es ganz witzig mal eine durchzublättern. Also bäugten wir uns alle 4 über die Zeitschrift. Logischerweise war kein anderer als dieser doofe tokio hotel sänger auf dem titelblatt zu sehen. Keiner von uns mochte diese Band. Im Gegenteil! Wir konnten sie überhaupt nicht ab! An denen war doch nichts echt! Alles wurde aufpoliert damit sie der Masse gefielen! So etwas konnten wir überhaupt nicht leiden! Und na ja… was die Instrumente spielen nannten hieß bei uns irgendwas drauf zu machen und hoffen dass was gutes bei raus kam. Also ne ernst zu nehmende Band waren die auf keinen fall.
Wir schlugen die zeitschrift auf und blätterten durch. Bei dem Tokio Hotel Artikel blieben wir hängen. Es war einfach zu witzig solche berichte zu lesen. An der seite befand sich dann noch eine kleine Spalte, die mit einem WICHTIG gekennzeichnet war. Anscheinend gaben die jungs kurzfristig noch ein paar konzerte. Ich überflog die spalte und blieb bei einem Datum hängen.
„guck ich nicht richtig oder steht da am 15.juli in neustadt?!“
„o mein gott! Das stimmt ja wirklich!“
„was?!?! Zeig her!“
ungläubig starrten wir diese zeile an. Es war nicht so dass wir uns freuen würden, nein, wir wunderten uns nur wieso sie hier her kamen. Bei uns in der Gegend war der Tokio Hotel Wahn irgendwie nicht so sonderlich groß wie im rest deutschlands. Ich kannte außer meiner kleinen Cousine keinen anderen Tokio Hotel fan! Wie wollten die dann bittte schön hier ne halle füllen?! Obwohl… die einzige Halle die es hier gab war nicht sonderlich groß und es kamen eigentlich nie irgendwelche besonderen acts hier her. Nun wunderte ich mich noch mehr!
„ey… wie wärs wenn wir die ausbuhen??“, kam von tanja.
„super idee! Das hätten die echt mal verdient!“, stimmte svenja freudig zu.
„ würd bestimmt spaß machen! Aba wir können ja wohl nicht rein! Ich kauf mir ja wohl keine karte dafür!!“, gab ich dazu.
„haste recht! Na ja… wir könnten ja auch einfach ein großes saufgelage auf dem parkplatz davor veranstalten! Des kriegen die bestimmt irgendwie mit! Und wenn auch nur die fans die da hingehn… des wär doch totaaaaaal lustig!“
„ok! Das machen wir! Kommt wir versammeln da aba ganz viele! So ne richtig große mannschaft!“
Sofort begannen wir zu fragen. Am ende der 6. hatte schon unser gesamter Jahrgang beschlossen, dass wir uns dort treffen würden. Und es sollten noch viele mehr werden!

Kapitel 3

Endlich war es soweit! Der 15. juli war nur noch ein tag entfernt! Ich freute mich schon irre darauf! Mittlerweile hatte sich schon halb neustadt für dort verabredet.
Ich saß mit meiner besten Freundin hannah auf dem bett. Sie war auf einer anderen schule und ich hing eigentlich meistens mit ihr und den leuten aus ihrem jahrgang ab, da die einfach um einiges lockerer drauf warn als die in meinem. Nicht alles solche zicken oder coolis!
Wir saßn auf dem bett und Hannah telefonierte gerade mit ihrem Bruder der schon 19 war und nicht mehr zu hause wohnte. Er sollte uns den nötigen alk für morgen besorgen.
„ok! Dann bis morgen und vergiss ja nix!“ dann legte sie auf.
„und? Was kann er uns besorgen?“
„halt dich fest! Er bringt uns 2 flaschen vodka, eine tequila und 2 flaschen batida de coco!!!“
“ woarr! Des wird soooo geil! Ich kanns kaum noch erwarten!“
„jaaaa! Ich auch!“
polly wants a cracker… i think i should get off her first…
das war mein handy! Ich schaute wer mich anrief… Bill! Wir telefonierten immer noch sooft es ging, doch leider reichte uns die zeit oft einfach nicht.
„hey dud!“, begrüßte ich ihn.
„hey! Na?“
„na! Wie geht’s?“
„gut und dir? Ich hab tolle neuigkeiten!“
„echt? Erzähl schon!“
“na ja…du wohnst doch in neustadt, ne?“
“jaaaaaaaa… und?“
„na ja… ich komme übers wochenende!“
„was?? Waahhhh wie geil is das denn??“
„schön dass du dich so freust… ich muss dort was erledigen und dann habe ich sofort an dich gedacht!“
„wie geillll! Treffen wir uns?“
„ja klar! Was denkst du denn? Pass auf, ruf mich einfach morgen noch mal an, ok?“
„ok! Freu mich! Bis denne! Hab dich lieb!“
„ich freu mich auch! Hab dich auch lieb!“
Nachdem ich aufgelegt hatte sah ich dass hannah mich erwartungsvoll anstarrte. Vor ca. 6 wochen hatte ich ihr dann doch von Bill erzählt.
„was is denn passiert?“, fragte sie mich neugierig.
„Bill kommt übers wochenende.“
„im ernst? Das is ja mal volll tollll!!!“
„jaaa!“
freudig hüpfte ich ihr in die arme! Allerdings ein wenig zu stürmig so dass wir mit einem lauten Rumps vom Bett fielen. Wir schauten uns an und fingen laut an zu lachen.
Da es mittlerweile schon spät war zogen wir uns um un schauten noch 3 folgen von gilmore girls bevor wir dann einschliefen.

Kapitel 4

Nun war es endgültig soweit. Ich und hannah machten uns fertig und gingen an die busse wo wir ihren Bruder treffen würden. Kaum waren wir dort angekommen sahen wir auch schon seinen schwarzen mini anflitzen.
„hallo die 2 Damen!“
„tach der Herr!“
„ich habe hier ne Bestellung!“, sagte er und hob ne tüte hoch!
„du bist ein schatz!“ Hannah sprang ihm strahlend um den hals und drückte ihm noch nen Kuss auf die Wange.
Dann fuhr er auch schon wieder weg. Wir schauten noch mal schnell in die tüte bevor wir dann in den bus hüpften. Wir hatten abgemacht uns um 6 an der halle zu treffen, da um 7 einlass war und die ganzen „fans“ wohl bereits um 6 vor der halle standen. Wir waren total hibbelig, weil wir nicht wussten ob wirklich alle kamen. Wir waren beide still und hüpften auf unseren stühlen hin und her. Dann hielt der Buss und wir stiegen aus. Von hieraus warn es nur noch ca. 5 minuten und dann wärn wir da. Wir bogen um die letzte Ecke und blieben mit offenen Mündern stehn. Es war noch viel besser als wir es uns erträumt hatten. Der ganze Parkplatz war gerammelt voll von leuten in unserem Alter. Alle warn sie gekommen. Wir kannten wenn es hoch kam vllt. gerade mal die Hälfte. Und direkt daneben war eine lange Schlange kleiner, pubertierender Mädchen, die mit ängstlichen blicken zu uns starrten. Ich und Hannah schauten uns an, grinsten und rannen dann in das Gedränge. Wir fanden sofort unsere Leute und schon begann das sauf gelage. Wir nahmen uns eine leere Flasche, und fingen zu fünft an. Eine art Flaschendrehen, blos war diese variante wohl nicht ganz so legal wie die normale. Der auf den die Flasche zeigte musste (oder durfte) vodka trinken. Die ersten paar runden hat das noch geklappt, doch dann sagte immer einer „ne runde für alle“ und schon hoben alle 5 ihre Gläser hin. Es war sooo witzig! Innerhalb von 15 minuten hatten wir 2 vodka flaschen leer und waren schon wirklich gut dabei. Dann mussten ich und hannah ganz schnell für kleine mädchen und da es keine toiletten gab beschlossen wir hinter die halle zu gehen. Doch wer wären wir wenn wir das ohne alk machen würden^^. Wir schnappten uns ne flasche batida und torkelten ein wenig in richtung hintereingang der halle. Dieser war auf der gegenüberliegenden seite, und so konnte uns keiner sehn. Auf dem weg dort hin tranken wir die ganze flasche batida und langsam begannen wir schon zu lallen… das merkte ich daran da wir seed mit ding singen wollten, es jedoch nicht wirklich hinbekamen. Dafür mussten wir die ganze zeit über unser gesangliches Versagen lachen und kamen dann irgendwann an der anderen seite der halle an. Hier war ein kleines Gitter hinter dem sich ein kleiner platz befand und dort wiederrum war der Hintereingang. Wir gingen am Gitter vorbei hinter einen baum und ließen dann erst mal alles raus^^. Plötzlich hatte ich dann auch noch die geniale Idee meinen Bill anzurufen. Sagte ich schon meinen Bill?? Na ja… ich war heut wohl wirklich nicht mehr so zu rechnungsfähig. Ich wählte und es begann zu tuten.
„ja?“
„hallllllloooo bill *hicks*!“, ohhh ne… hatte ich jetzt etwa auch noch schluck auf?!?!
„Lene? Bist du das?“
„jaaa… hall*hicks*llo!“
„ähhmm… ich will ja nix sagen aba hast du vllt. Irgendwie en bissl viel getrunken?“
„ irgendwie schon ja! *hicks*“ Man verdammt wieso konnte das nicht einfach auhörn jetzt?! Aba nein…hicks….
„Du, wart mal ich geh mal en bissl raus, da hör ich besser!“
„ok…ischhh wardeeee“, lallte ich zurück. Ich hörte ihn lachen.
Plötzlich kniff mich hannah in die seite! Auaa! Was hatten die blos immer alle mit meiner seite?! Ich folgte ihrem Blick und wusste dann was sie mir zeigen wollte. Man sah wie sich der Griff der hintertür bewegte. Langsam öffnete sich die Tür und heraus kam der Sänger von tokio hotel! Na toll! Was machte der jetzt denn hier?! Der sollte wieder verschwinden! Ich wollte doch in ruhe telefonieren. Doch anscheinend hatte er die selbe idee, denn auch er hatte ein Handy in der Hand! Ich war zu erst hier und ich wollte telefonieren und ich hatte keine lust, dass der dabei zu hörte, deshalb rief ich, oder besser gesagt versuchte ich zu rufen…was raus kam war eher so was wie en gesang…. Allerdings ziemlich schräg^^:
„he! Ische-war-hier-zu-erschd!-isch will delefoniiiiiirä!“
jetzt erst bemerkte er uns! Ich muss wohl ziemlich lächerlich geklungen haben, denn neben mir prustete hannah laut los! Na toll! Ich sollte das nächste mal nicht mehr so viel trinken…
Der tokio hotel typ sah uns entgeistert an sagte aba nix sondern wandte sich wieder seinem handy zu.
In dem moment erklang „Lene noch da?“ aus meinem Handy.
Ich starrte den Sänger von Tokio Hotel an, besser gesagt ich versuchte es, weil ich plötzlich tausende Bilder vor meinen Augen hatte, und dann wurde mir alles klar!

Kapitel 5

Er war mein Bill! Ich erinnerte mich an unser erstes Telefonat, als er mir sagte dass er Neustadt natürlich kennen würde, da sie dort einen irgendwas geben würden. Natürlich! Einen GIG!!! Und dass er dieses Wochenende nach Neustadt kommen würde, weil er etwas zu erledigen hätte! Nein – das konnte nicht sein! Das – das durfte nicht sein! Ich hatte noch die Hoffnung mich doch zu täuschen, nahm mein handy und sagte „b-b-bill….?“
Und wie hätte es auch anders sein können, hörte ich meine Stimme wieder. Und zwar aus dem Telefon von Bill, dem Sänger von Tokio Hotel! Dieser starrte mich nun an. Seinen Blick konnte ich nicht deuten, und wich sofort aus! Ich schaute zu Hannah, die das ganze Spektakel mit offenem Mund verfolgte. Ich hörte schritte und wusste dass diese von Bill stammten. Er kam langsam auf mich zu! Nein! Das durfte nicht so sein! So hab ich mir das nicht vorgestellt! Absolut nicht! Ich will wieder meinen Bill! Meinen ganz normalen Bill! Und nicht Bill der Sänger von Tokio Hotel!!!
„Lene?“
ich schaute wieder vor mich und direkt in 2 schoko- braune Augen! Verdammt waren die schön! Irgendwie bekam ich totalen hunger auf Schokolade! Lene?! Was dachte ich da?! Schokolade?! Ich hatte gerade ein ganz anderes Problem und zwar bill!
„Lene?“ kam es noch einmal von ihm, diesmal allerdings ein wenig fröhlicher. Es trennte uns nur noch das Gitter. Was sollte ich tun? Was sollte ich sagen?
„Lene? Was ist los? Ich bin’s! Bill!“
Das war zu viel!
„nein! Mein Bill ist nicht du! Er ist nicht Sänger von tokio hotel!“
„tut mir leid, aba so wies aussieht schon!“, sagte er und grinste mich schüchtern an.
„nein! Das kann nicht sein! Mein bill hätte mich nie angelogen! Mein bill hätte so etwas nie getan!“, schrie ich nun und betonte immer wieder das mein! Ich konnte nicht glauben was hier gerade geschah! Alles was ich mir so schön und toll vorgestellt habe, all die schönen dinge von meinem Bill, wie ich ihn mir vorgestellt hatte, all diese zerplatzten gerade! Der Typ der vor mir stand konnte unmöglich Bill sein! Er war so ganz anders als mein bill!
„Lene! Ich habe dich nicht belogen! ich habe das nur nie erwähnt! Und du hast ja auch nicht danach gefragt!“
„na toll! Hätte ich vllt. Fragen sollen : Bill, bist du zufällig ein berühmter sänger?“
Er lachte! Und nun war ich mir ganz sicher, dass er der Bill war, mit dem ich immer telefoniert hatte. So ein lachen gab es nur einmal!
Das war zuviel! In mir stiegen die Tränen auf und ich schrie in an:
„wieso hast du das getan? Wieso?! Fandest du das etwa auch so witzig?! Du kannst mich mal! Ich will dich nie mehr sehen, oder sprechen oder sonst irgendwas!“
ich rannte so schnell ich konnte zurück zum Parkplatz schmiss mich auf den Boden und schnappte mir die nächste Flasche tequila! Ich setzte an und trank! Ich trank ohne abzusetzen! Plötzlich hörte ich wie jemand meinen Namen rief! Das war Hannah! Ups! Die hatte ich ja total vergessen! Na ja… ich hörte wie sie immer näher kam! Ein weiteres mal setzte ich die flasche an und setzte auch wieder nicht so schnell ab. Plötzlich spürte ich hannahs arm um mich! „tut mir echt leid“, flüsterte sie mir ins ohr. “es brauch dir nicht leid tun! Er ist es nicht wert!“, zischte ich und drückte ihr die flasche in die Hand.
So saßen wir dort noch ewig und während ich von drinnen das konzert hörte feierten wir mit den anderen draußen unsere eigene Party! Wir tranken und tranken und mittlerweile verschwand ich keinen einzigen gedanken mehr an diesen Bill! Er war mir egal! Völlig egal! Hannah und ich legten uns gerade flach auf den betton als wir hörten wie die massen aus der halle stürmten. Wie spät es wohl war…. Ich hatte jegliches zeitgefühl verloren. Ich wollte bloß noch trinken! Immer mehr und mehr! Plötzlich hörten wir einen schrei!
„scheiße mann! Polizei!“,schrie Hannah! Sie schnappte mich an der hand und wir rannten so gut es noch ging wieder zum hintereingang! Wir hörten wie die polizisten ausstiegen und wussten sie würden das ganze gelände absuchen nach uns minderjährigen besoffenen! Was nur tun? Wenn ich noch klar denken könnte! Ich schnappte mir mein Handy und ohne groß zu denken wählte ich Bills Nummer. Es tutete einige male. Verdammt Bill! Nimm endlich ab!
„Lene?“
„raus! Polizei…du.. komm….Hintereingang!“, das war das einzigste was ich momentan hervorbrachte. Dann legte ich auf! Bitte bill! Er war unsre letzte Chance. Keuchend und nach Atem ringend standen wir nun vor dem Gitter am hinterausgang. Bangend starrten wir auf die tür. Nichts tat sich! Es kam mir vor wie eine Ewigkeit! Dann plötzlich fiel die tür mit einem lauten Rumps auf und heraus kamen…

Kapitel 6

Heraus kam nicht Bill nein, es kamen 2 große breite gestalten! Sie sahen unheimlich aus und ich bekam angst! Was hatten die denn jetzt vor?? Sie traten einige schritte hevor und plötzlich fiel mir ein stein vom herzen! Hinter ihnen konnte ich Bill erblicken. Er zeigte auf uns und erklärte irgendwas. Dann winkten uns die 2 Gorillas, denen sie wirklich glichen, zu ihnen an die andre seite. Wir eilten dort hin, wo sie uns dann die tür aufschlossen und wir rein zu Bill konnten. Als wir an ihnen vorbei schwankten schauten sie uns komisch hinterher. Doch das war uns egal! Ich steuerte Bill an und ohne groß drüber nachzudenken viel ich ihm um den Hals! Was zum teufel machte ich da?!?! Das war falsch! Doch irgendwie fühlte es sich gut an! Auf irgendeine art und Weise fühlte ich mich unglaublich wohl bei ihm! Das konnte doch nicht sein! Nein! Das war bestimmt der alk! Langsam löste ich mich von ihm und auch er lockerte seinen griff! Doch er ließ mich nicht ganz los! Stattdessen schaute er mir tief in die Augen! Sie waren einfach so wunderschön! Ich begann wieder an Schokolade zu denken! Diesmal war es aba kein schöner gedanke! Bei dem Gedanken an essen wurde mir plötzlich schlecht! Lag wohl am alkohol! Ich musste rein!
„ähhmmm… können wir mal rein?“, fragte ich dann auch schon. Bill ließ seine arme nun ganz von mir.
„klar!“ er nahm mich an der hand und zog mich hinter sich her!
„Bill, bitte nicht so schnell!“, bat ich ihn sofort, als meine übelkeit stärker wurde.
„ohh… ja klar! Tschuldigung!“, murmelte er mit gesenktem blick und ging dann langsam weiter. Irgendwann blieb er stehn. Er schaute mich an.
„du bist ganz blass! Geht’s dir gut?“, fragte er mich.
Ich schüttelte den kopf.
„gibt’s hier ein Klo?“, fragte ich hastig, da ich merkte dass ich mich übergeben musste.
„ja! Da vorne links!“, sagte Bill und zeigte auf eine tür.
„danke“, stoß ich hervor und rannte nun aufs klo zu.
Ich lehnte mich über die kloschüssel und würgte erst einige male. Plötzlich kam jemand von hinten und hob mir meine haare aus dem Gesicht. Mir war egal wer es war. Ich war blos dankbar dass er da war!
Nun kam mir alles hoch und ich erbrach mich. Währenddessen stiegen mir die Tränen in die Augen. Das war einfach zu viel gewesen heute abend! Zu viel auf einmal! Ich wollte sauer auf Bill sein, aba ich konnte es nicht! Es ging irgendwie nicht!
Ich hatte einen widerlichen Geschmack im Mund! Der Geschmack von Erbrochenem. Ich tastete mit meiner Hand nach Klopapier, um mir meinen Mund abzuwischen. Endlich hatte ich es gefunden! Ich säuberte meinen mund und drehte mich dann langsam um! Nun war ich neugierig und wollte wissen wer hinter mir stand. Ich schaute mich um und blickte in 2 mir bekannte Augen. Die Augen von Bill. Ich schaute ihn unschlüssig an.
„Bill, wieso machst du das alles für mich?“, fragte ich ihn nun, da ich mir dies wirklich nicht erklären konnte. Ich hatte ihn angeschrieen und trotzdem half er mir die ganze Zeit.
Ein Lächeln breitete sich auf seinem gesicht aus. Es war ein wunderschönes Lächeln, kein gewöhnliches. Es hatte einfach etwas ganz besonderes an sich!
„na, du bist doch meine kleine Rockerin!“, antwortete er ruhig.
Ich musste ebenfalls lächeln! Verdammt! Er war so lieb! Wieso konnte er nicht einfach ein ganz normaler Typ sein?! Wieso musste er unbedingt Bill von Tokio Hotel sein?!
Er schaute mich weiter an. Dann setzte er sich neben mich auf den boden. Prompt platzierte ich mich neben ihn. Dann legte er seinen Arm um mich und ich legte meinen Kopf auf seine Schulter. Mein Bauch begann zu kribbeln. Lene! Was denkst du da?! Wenn du weiterhin mit ihm in kontakt bleiben willst, was noch nicht einmal sicher ist, dann garantiert nur als Freunde! Nicht mehr! Und selbst das wäre schon schwierig! Ich meine, er war von Tokio Hotel!!!
So saßen wir noch sehr lange. Dann kam mir Hannah wieder in den Sinn. Ohhh scheiße! Schon das 2. mal an diesem abend, wo ich sie vergessen hatte…. Ich schaute hoch zu Bill.
„wo ist Hannah?“, fragte ich ihn.
„die ist bei den anderen. Ich hab sie noch schnell dorthin geführt bevor ich dir dann hinterher ging.“
Puuuhhh… ein Stein fiel mir vom herzen! Sie war also sicher!
„sollen wir auch langsam mal zu dem Rest gehen?“, fragte mich Bill dann.
Ich nickte.

hallooooo..... danke für euer interesse an der story! Hier ist jetzt das Kapitel 7. Hoffe es gefällt euch und vielleicht reichts für ein kommi?
Ganz liebe grüüüüüüßlis!

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Kapitel 7

Also standen wir langsam auf. Er nahm meine Hand und schon wieder durch fuhr mich dieses Kribbeln. Langsam wurde es mir unheimlich, da ich dieses Gefühl nicht kannte. Ich hatte noch keinen Freund gehabt. Es war nicht so, dass ich keinen abbekommen hätte, nein, aber ich hatte keine Lust auf 3 wöchige Beziehungen, sondern wartete auf die große Liebe! Ich wollte nicht einfach mit irgendwem zusammen sein! Es musste der Richtige sein! Und der war mir bisher leider noch nicht über den Weg gelaufen. Ich hätte eigentlich schon relativ viele haben können, denn Verehrer hatte ich schon einige! Ich sah auch nicht allzu schlecht aus! Ich war ca. 1,69 meter groß und hatte brust langes dunkelblondes Haar. Meine Augen waren ein mix aus grün und braun und ansonsten hatte ich auch eine recht ansehnliche Figur. Aba na ja… die Liebe war unter diesen eben noch nie dabei gewesen.
Nun standen wir vor einer Tür auf der die Worte Garderobe Tokio Hotel prangten. Beim Lesen dieses Namens bildete sich wieder ein Klos in meinem Hals. Ich konnte doch nicht wirklich zu Tokio Hotel! Ich mochte diese Band doch gar nicht.
Bill schaute mich an und öffnete dann die Tür. Als sie sich öffnete blickte ich in 4 Gesichter die mich fragend anschauten. Unter einem dieser Gesichter erblickte ich Hannahs. Sie saß auf der Couch neben dem mit den Rastas, Tom hieß er glaub ich. Als sie mich erkannte begann sie zu strahlen. Ich rannte auf sie zu und umarmte sie.
„Ab jetzt lass ich dich nie mehr irgendwo alleine stehn! Versprochen!“, flüsterte ich ihr ins Ohr.
„Kein Problem! Ich war doch gar nicht alleine! Im Gegenteil! Ich war hier in guter Gesellschaft!“, sie grinste. Zwar verstand ich nicht genau was sie meinte, aber ich freute mich dass sie mir nicht sauer war.
Ich richtete mich wieder auf und blickte zu Bill. Dieser nickte mir zu.
„also Lene, das sind Tom, Gustav und Georg! An die anderen, das ist Lene!“, stellte Bill uns gegenseitig vor.
„du bist also die, von der Bill Tag und Nacht spricht! Hey! Freut mich dich kennen zu lernen!“, das kam von Tom! Ich wusste dass er der Zwilling von Bill war. Hatte ich irgendwann mal in ner Zeitschrift gelesen.
Er grinste mich an und auch ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen.
„So? Tut er das ja?“, fragte ich und schaute zu Bill.
„Nun… nicht Tag und Nacht, aber ab und zu vielleicht...“, sagte er etwas schüchtern! Irgendwie war er ja schon sehr süß! Mit seiner Stupsnase und seinem einfach nur gigantischem Mund!
„Komm setz dich doch!“, das kam von Georg. Er saß auf dem anderen Sofa gegenüber. Ich ging zu ihm und setzte mich. Bill sah etwas enttäuscht drein und setzte sich dann in den letzten freien Sessel.
Es trat kurz eine bedrückende Stille ein, dann begann Tom sich mit Hannah zu unterhalten und alle stiegen in das Gespräch mit ein. Das führte dann zu einer wirklich sehr lustigen Diskussion und am Schluss kugelten ich und Hannah uns vor Lachen, die Jungs allerdings diskutierten noch weiter.
„hey! Hört auf! Ihr habt alle irgendwie Recht, ok?“, gab Hannah unter Lachen von sich.
Tom schaute sie erst ziemlich verwundert an fing dann aber mit an zu Lachen! So ging das noch ne ganze Weile und ich fühlte mich irgendwann einfach nur total wohl bei den Jungs.
Dann schnallte die Tür auf und ein Mann betrat den Raum. Er war recht klein aber sah sehr nett aus.
„ohh hey David! Darf ich vorstellen das sind Hannah und Lene!“, sagte Bill dann zu diesem David.
„ach das ist also die Lene von der ich schon so viel gehört habe!“, sagte dieser David und schaute dann von mir zu Bill. Anscheinend hatte er wohl wirklich viel von mir erzählt! Ich grinste ein wenig verschämt zu Bill und auch diesem war die Situation wohl nicht ganz so geheuer.
Dann, wie konnte es auch anders sein, fing Hannah lauthals an zu lachen! Erst wurde sie von allen komisch angestarrt, doch dann stimmten alle in ihr Gelächter mit ein. Und schließlich sogar Bill und ich. Aus den Augenwinkeln sah ich wie uns dieser David verwirrt anstarrte, doch ich war momentan eher damit beschäftigt mir meine Lachtränen wegzuwischen.
Dann räusperte er sich und sagte:
„ich weiß zwar nicht was hier gerade so lustig ist, aber ich wollte euch eigentlich nur Bescheid geben dass wir gleich wieder ins Hotel fahren! Macht euch am besten schon mal abfahrbereit! Und an euch, Lene und Hannah, es war schön euch einmal kennenzulernen.“
Dann verschwand er schon wieder. Wir mussten alle ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt haben, denn plötzlich fing Gustav an los zu prusten! Und ein weiteres Mal begannen wir alle zu lachen!
Gustav hielt sich den bauch:
„puuu… also heute Abend hab ich genug für meine Bauchmuskeln getan!“, lachte er und drückte sich währenddessen seinen bauch!
Als wir uns alle langsam wieder beruhigt hatten begann Tom:
„schade, dass wir jetzt schon wieder weg müssen! Ich hätte gern noch was mit euch unternommen! Is echt witzig mit euch beiden!“
„ja! Das is echt blöd! Ihr seid richtig lustig!“, meinte Bill. Und wir wissen nicht wieso, doch wir begannen ein weiteres mal zu Lachen!
Mittlerweile wollte ich auch nicht, dass uns die Jungs schon verließen! Da knurrte mein Bauch und ich hatte eine Idee!
„hey! Habt ihr auch so nen Hunger wie ich?“
Alle schauten auf ihren Bauch, doch bevor ich wieder loslachen konnte meinte Georg:
„schon! Gibt’s hier vllt. Irgendwo was zu essen?“
„mhh… hier in der Nähe gibt’s nen Mecces!“
„Mecces?“, fragte Gustav.
„jap! Nen mc donalds!“, erklärte Hannah ihnen!
„ohh ja! Das wär jetzt gut!“, meinte Bill!
Alle nacheinander standen wir auf!
“sind auf dem weg viele Möglichkeiten Fans über den weg zu laufen?“, fragte Tom dann.
„mhhh… ja schon! Also ich könnt mirs gut vorstellen!“, musste ich leider gestehen, denn ich wollte irgendwie nicht, dass sie deswegen doch nicht könnten.
„Dann machen wirs doch einfach so!“, begann Bill „ihr kommt mit uns in den Van und wir schauen obs da nen Mc drive gibt oder wenn nicht geht einfach unser Fahrer uns was holen! Na? Wie wärs?“
Ich und Hannah strahlten uns an, dann schaute ich wieder zu Bill und nickte eifrig! Ein Glück! Irgendwie waren diese Jungs einfach zu geil! Und ich wollte nicht jetzt schon wieder Abschied nehmen!


Kapitel 8

Wir gingen raus und wieder an den Gorillas vorbei. Als wir ein kleines Stückchen hinter ihnen waren zog ich die arme hoch und machte wie ein Affe. „uhhuuuhhhuuuhh!“ Bill lief neben mir und wusste was ich meinte, da ich mich vorhin mit ihm über diese Gorillas unterhalten hatte! Als die Affen selbst plötzlich meine Tierischen Bewegungen und Laute bemerkten, ließ ich schnell die arme fallen, stammelte ein „ups“ und hoffte irgendwie dass sie den Zusammenhang zwischen meinen Verrenkungen und ihnen nicht erkannt hatten. Erst jetzt bemerkte ich wie Bill neben mir vor lachen kaum mehr laufen konnte und sich nur noch den bauch hieb! Nun konnte auch ich nicht mehr und prustete los. Als wir beide stehen blieben wurden wir allerdings so von den Gorillas gemustert, dass wir schnell in den van hüpften und uns auf die hintere Bank schmissen.
Nach uns stieg dann auch der Rest ein. Erst als alle saßen bemerkte ich wie David, der auf dem beifahrersitz saß leicht überrascht zu uns starrte. Da ergriff Tom das wort:
„ach ja David… wir ham alle irgendwie ziemlichen Hunger und da ham Lene und Hannah uns von dem Mc donald’s erzählt der hier in der Nähe ist, also ham wir uns gedacht wir könnten da noch hin fahrn! Ging des klar?“
„jaja… ich könnt auch noch was fürn Bauch vertragen! Also Hannah könntest du mir den Weg beschreiben?“
„ja klar!“, und schon begann Hannah ihn zu lotsen. Wir anderen hingegen stellten uns schon mal ein menü zusammen. Zum Glück wusste ich dass es dort einen Mc drive gab, denn ein Mann alleine hätte die bestellung nicht tragen können.
Dort angekommen bestellten wir unser Essen und fuhren weiter auf den nächsten Parkplatz. Wir packten alles aus und ordneten es erst einmal den richtigen personen zu. Allerdings beschlossen wir die ganzen Pommes die wir hatten auf ein tablett in der mitte zu schütten, so dass sich jeder einfach nehmen konnte. Wir irrten uns wohl als wir dachten, das wäre eine gute idee, denn schon bald geriet unser plan außer kontrolle.
Tom futterte eine pommes nach der anderen und als er sich gerade eine weitere schnappen wollte rief Georg in bösem ton:
„ sag mal kannst du nicht mal langsam machen?! Die pommes sind für alle da! Nicht nur für dich!“
„ reg dich mal nicht so auf! Es sin ja noch genug da!“, verteidigte sich Tom.
„JA aba wenn du so weiter machst nicht mehr und ich zum beispiel stopf nicht gleich alle in mich rein, sondern gebe den anderen auch die Chance ihre Pommes zu essen!“
„mein gott dann nimm halt die scheiß pommes!“, rief Tom und warf die pommes die er sich gerade genommen hatte auf Georg! Dessen Gesichtsausdruck war gerade so zum schreien! Doch als ich und Bill in gelächter ausbrachen griff er mit seiner Hand in die pommes und warf sie auf uns! Und so kam das eine auf das andere und die große pommesschlacht begann! David rief die ganze zeit etwas nach hinten um uns zu beruhigen, doch wir hörten erst auf, als der ganze bus voller pommes war! Nun kugelten wir uns alle mal wieder vor lachen auf den sitzen, doch als wir wieder leiser wurden räusperte sich David und wir schauten alle zu ihm:
„na dann habt ihr ja schon ne beschäftigung für morgen, jungs, ne?“
Die jungs schauten verwirrt drein! Dann fuhr David fort:
„na ihr räumt morgen den bus auf! Und danach will ich ihn glänzen sehn!“
Dann drehte er sich wieder um und aß weiter.
„hey! Wir kommen natürlich vorbei und helfen euch!“, warf ich schnell ein, als ich die empörten gesichter der 4 sah.
Bill drehte sich zu mir.
„ach was! Ich freu mich natürlich total wenn ihr kommt, aba ihr müsst echt nicht helfen!“
„doch! Darauf besteh ich! Sonst komm ich nämlich nicht!“
ich schaute ihm tief in die Augen. Dann öffnete er den mund und sagte:
„na das wollen wir doch mal sehn!“
Er grinste frech was totaaaal süß an ihm war. Ich grinste zurück und wandte mich dann wieder den anderen vor uns zu, die zufrieden weiter mampften.

Kapitel 9

Als wir alle aufgegessen hatten schauten ich und Hannah uns traurig an. Jetzt war es dann doch soweit! Wir mussten abschied nehmen.
„also jungs!“, begann Hannah, „ wir müssen dann wohl gehen….“
Die anderen schauten sich eigenartig an, dann schlug Tom vor:
„wie wärs? Hättet ihr nicht lust mit ins Hotel zu kommen? Wir können noch an ner Videothek vorbei und uns dann noch nen gemütlichen Abend machen!“
war das jetzt sein ernst?! Damit hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet! Ich mein ich war froh, denn ich wollte nicht von ihnen weg, aba auch einfach nur totaaal überrascht!
Bill stieß mich in die Seite! Na toll, und schon wieder die Seite^^! Er schaute mich fragend an:
„na? Lust?“
„ja! Also Lust schon! Aba wir ham doch gar keine Schlafsachen bei un so…“
„also das is ja wohl wirklich kein Problem! Ihr könnt was von mir und Tom nehmen! Aba wie siehts mit euren Eltern aus? Könntet ihr denen irgendwie bescheid geben, dass ihr bei uns schläft?“
Nun mischte sich auch Hannah ein!
„wir hätten sowieso sturmfrei gehabt! Die würden das also nicht mal merken!“
„ na dann is doch alles klar! Gibt’s hier irgendwo ne videothek?“, fragte Gustav.
Hannah machte sich schon dran ihnen den weg zu erklären. Ich schaute nur Bill an. Er beugte sich ganz nah zu mir und flüsterte:
„ich freu mich“ Es war ein tolles gefühl seinen Atem auf meiner Haut zu spürn und sofort kam das Kribbeln wieder! Was war das bloß?! Ich hatte das normalerweise nie! Und es konnte doch nicht sein dass ich es grade bei Bill, dem sänger von Tokio hotel hatte! Es war ein wunderschönes gefühl, jedoch sehr ungewohnt.
Ich lächelte ihn an und er grinste zurück. Dann legte ich meinen Kopf an seine Schulter und wir fuhren weiter.
In der videothek herrschte mal wieder das pure Chaos, weil jeder etwas anderes schauen wollte. Von daher beschlossen wir einfach alles mal mit zunehmen. Am schluss kamen wir dann mit 5 dvds aus dem Geschäft. Wir hatten house of wax, mr. And mrs. Smith, dirrty dancing 2 (den wollten ich und Hannah unbedingt und nervten solange bis sie zu stimmten), the saw und noch einer meiner lieblingsfilme die wilden kerle^^ des kannte ich von meinen Brüdern und ich und Hannah fanden den soooo toll, dass wir mittlerweile alle 3 Teile von denen kannten! Wir waren beim 3. sogar im Kino gewesen. Da waren dann alle so 6/7 jahre alt gewesen und nur wir 2 warn 16^^ war wirklich sehhhr witzig gewesen!
Wir fuhren eine weile mit dem Van und kamen dann vor einem großen Hotel an. Ich wusste gar nicht dass es in Neustadt so große Hotels gab. Wir gingen in die Lobby, dann in den Fahrstuhl und hielten am 4. stock. Hier stieg dann David aus und verabschiedete sich noch einmal von uns. Dann fuhren wir weiter in bis in den 6. stock, wo dann auch wir ausstiegen. Wir gingen an den Zimmertüren vorbei bis zum zimmer 625, das dann von Bill aufgeschlossen wurde. Als wir es betraten staunten ich und Hannah nicht schlecht! Es war ein riesen großer Raum von dem aus man in 4 weitere Räume kam. Einer war das Bad, einer das wohnzimmer, und 2 waren dann die schlafzimmer. In jedem schlafzimmer stand ein großes doppelbett, ein großer Fernseher und noch ein kleiner tisch! Es war gigantisch.
„hier lässt sich’s leben!“, kam auch schon von Hannah.
„joa… es is ganz ok!“, erwiderte Tom mit einem frechen grinsen.
Wir schmissen uns alle 6 auf eines der betten und diskutierten mit welchem Film wir starten würden. Schließlich einigten wir uns auf House of Wax, welchen ich zwar schon kannte, mich ab trotzdem immer noch fürchtete… ich quetschte mich mit Bill an die Wand, sodass wir uns schön anlehnen konnten. Dann begann auch schon der film. Ich hatte gerade überhaupt keinen nerv auf Horrorfilm, doch da musste ich jetzt wohl durch. Schon nach einer halben Stunde begannen die widerlichen stellen und ich konnte nicht anders als mir meine Hände vor meine Augen zu halten. Plötzlich bewegte Bill sich neben mir. Ich merkte wie seinen arm um mich legte und mir dann die Hände von den Augen weg zog. „das gilt nicht!“, flüsterte er mit einem unverschämten Grinsen. ‚na toll’ dachte ich. Doch als er mich näher an sich ranzog fühlte ich mich auch irgendwie beschützt und hatte gleich viel weniger angst. Doch nach kurzer zeit kam sie! Die meiner Meinung nach schlimmste Stelle überhaupt! Ich wollte die nicht sehen, drückte mich an Bill und vergrub mein Gesicht in seiner Seite. Nun nahm er meine hand und drückte sie ganz fest. Ich fühlte mich soooo geborgen, dass ich die schlimme Stelle ganz vergaß.

Kapitel 10

Ich musste wohl ein wenig weggenickt sein, denn als ich die Augen öffnete lief dirrty dancing 2 und Gustav und Georg waren nicht mehr zu sehen. Ich schaute hoch direkt in Bills wunderschöne Augen.
„na du! Wieder wach?“
ich nickte mit einem lächeln auf dem Gesicht.
„wie lange hab ich geschlafen?“, fragte ich.
„so ca. 1 stunde.“
„ohhh….“, murmelte ich und blickte nach vorne. Da lagen Tom und Hannah nebeneinander und tuschelten irgendetwas. Dann setzte sich Hannah auf, blickte mich an und fragte :
„na du? Sollen wir uns mal bettfertig machen?“
ich nickte, denn besonders bequem war es in den jeans nicht wirklich.
Tom stand auf und kam mit 2 boxern und T-shirts wieder. Wir nahmen diese dankend an und verschwanden ins bad.
„die sind wirklich toll, oder? Hätte ich nie gedacht!“, hörte ich Hannah sagen. Sie hatte recht! Wir hätten nie gedacht, dass Tokio hotel so lieb sein könnte. Wir hielten sie immer nur für totale Spinner! Doch das waren sie ganz und gar nicht!
„ja! Ich hätte es auch nicht erwartet! Die sin wirklich super lieb!“
wir machten uns weiter fertig und als wir wieder rein kamen gingen gleich Tom und Bill ins bad.
Als diese dann auch wieder kamen sagte Hannah sie sei total müde und Tom stimmte ihr zu. Ich war jedoch noch kein bisschen müde was vllt. Daran lag, dass ich auch eine stunde weggenickt war. Bill ging es genauso wie mir. Also beschlossen Tom und Hannah in das andere zimmer zu gehen um dort zu schlafen. Wir wünschten uns eine gute nacht un dann verschwanden die auch. Ich lehnte mich wieder an Bill und starrte auf den bildschirm. Das lied das gerade im film kam war total toll und ohne zu überlegen fing ich an mitzusingen. Als merkte wie mich Bill anschaute drehte ich mich zu ihm um und bemerkte was ich gerade getan hatte. „ups“ kam nur aus mir heraus als ich in sein grinsendes gesicht sah. Ich konnte überhaupt nicht singen und er war natürlich gleich ein bekannter Sänger! Na toll Lene! Das war ja mal wieder ne Glanzleistung!
Er hörte nicht auf zu grinsen! Im gegenteil! Es wurde noch größer!
„hey! Na warte!“, zischte ich und begann ihn zu kitzeln. Lachend lag er nun auf dem Bett. Und ich hörte nicht auf ihn zu kitzeln, bis er meine Hände nahm und mich umschmiss, so dass er nun auf mir lag.
„und nun?“, er grinste mich frech an.
Ich setzte meinen Dackelblick auf und begann zu schauspielern:
„ohhh bitte! Lass mich frei! Oder muss ich ritter Tom rufen damit mich dieser aus den Klauen dieses Ungeheuers befreit?“ ich öffnete meinen Mund ,so dass es aussah als würde ich gleich losrufen. Da lies er mich los un ging von mir runter. Nun setzte er seinen Schmollmund auf und sagte:
„ich wollte der hübschen Dame doch nur ein wenig imponieren.“
Ich lachte, ging zu ihm hin, nahm ihn in den Arm und drückte ihm einen Schmatzer auf die Wange. Nun strahlte er wieder und wir schauten den Film weiter.
Als dieser zuende war beschlossen wir uns auch schlafen zu legen und knipsten die lichter aus. Als ich mich in die Decke gekuschelt hatte murmelte ich noch ein:
„schlaf schön“
und bekam ein:
„du auch! Und träum was süßes!“
zurück!
Glücklich schlief ich ein.

Kapitel 11
Sonnenstrahlen blendeten mich. Ich beschloss mich umzudrehen. So war es schon besser. Langsam öffnete ich meine Augen. Augenblicklich zuckte ich zusammen. Bill lag neben mir und war schon wach. Er schaute mich grinsend an.
„na? Gut geschlafen?“
„ja! Sehr gut“, antwortete ich.
„wie lang bist du schon wach?“
„weiß nicht… ich glaub so seit 20 minuten.“
„asooo…“
„hast du hunger?“
ich wollte gerade antworten als mein Bauch zu knurren begann.
Bill lachte.
„ok! Dann würd ich sagen machen wir uns mal fertig und gehen was frühstücken.“
„jap! So machen wirs“, grinste ich.
Wir stiegen aus dem bett und gingen ins bad. Es war ganz witzig mich neben Bill zu schminken! Doch es machte auf jeden fall Spaß!
Nach ner halben stunde gingen wir dann runter zum frühstück wo wir auf Gustav und Georg stießen. Wir erzählten ein wenig und beschlossen dann Tom und Hannah zu wecken. Also gingen wir alle hoch ins zimmer 625 und schlichen uns in Toms Schlafzimmer. Der Anblick wie die beiden da lagen war einfach zu süß! Tom hatte seinen arm um Hannah gelegt und die beiden schliefen ganz ruhig! Ich drehte mich um und sah wie Georg, Gustav und Bill im Bad verschwanden. Sofort ging ich ihnen hinterher! Und was ich da sah war einfach nur zu fies! Sie schnappten sich einen mittelgroßen Eimer und ließen diesen mit Wasser voll laufen!
„au ja!“, rief ich!
Darauf mussten die 3 lachen und drückten mir den Eimer in die hand!
„na dann! Willst du“, fragte mich Georg.
„gerne! Aba nicht alleine!“
„ok! Ich mach mit!“, rief Gustav sofort!
Wir schnappten uns den eimer und schlichen uns zu Tom und Hannah.
Als wir direkt vor ihnen standen schauten wir uns an und zischten:
„1---2------3!!!!“
und wir leerten den Eimer über Tom und Hannah aus. Diese schreckten sofort hoch und stießen beide einen ziemlich hohen schrei aus! Irgendwie hatte ich nicht gemerkt, dass Gustav den leeren Eimer losgelassen hatte und so stand jetzt nur noch ich mit diesem in der Hand da.
Auch Tom und Hannah sahen dies, stiegen aus dem bett und kamen geradewegs auf mich zu. Ich wusste was jetzt kommen würde und wollte gerade wegrennen, da hatten die beiden mich schon im arm! Einer von jeder seite!
„baaaahhhhh…. Hört auf! Das is kalt!!!“, schrie ich und dann ließen sie von mir ab.
„ich weiß“, antwortete mir Hannah mit einem fiesen lächeln!
Meine Klamotten waren von oben bis unten pitschnass! Ich erinnerte mich an Gustav und dass er den eimer losgelassen hatte. Nun stürmte ich auf ihn zu und knuddelte ihn sooo dolle, dass er ebenfalls nass wurde!
„bäähh Lene! Geh von mir runter! Das ist nass!“
„ich weiß!“, moment… den Satz kannte ich doch von Hannah!
Ich musste lachen und ließ von ihm ab.
Nach einer halben stunde waren schließlich alle trocken und fertig und wir wollten uns daran machen das Auto zu säubern. Es war erst 9.30 Uhr! Wir hatten wirklich nicht lange geschlafen!
Wir gingen in den 4. stock, da wir uns von David die Schlüssel für den Van abholen wollten. Doch als wir ihn danach fragen verneinte er:
„vergesst es! Ivan hat ihn schon aufgeräumt! Allerdings nur da ihr heute Mittag ein interview habt! ’tschuldigung! Ich konnte es nicht verlegen!“
wir schauten alle entsetzt in die Runde!
“Aba David! Du hast doch gesagt wir sind hier noch übers Wochenende!“, beschwerte sich Bill! Ich schaute ich an und man konnte in seinen Augen Enttäuschung sehen.
„ja! Dachte ich ja auch! Aba dieses interview ist sehr wichtig heut Mittag!“, fuhr David fort.
„was ist es denn für eins? Es kann doch nicht soooo wichtig sein!“, meckerte nun auch Tom.
„doch leider schon! Es ist mit viva! Und ihr wisst doch heut ist Freitag und dort stellen sie immer freitags neue clips etc. vor! Und es ist wichtig dass ihr dort hin geht und eure neue single vorstellt! Tut mir leid aba es muss sein!“
Man hörte wie Bill seufzte, doch dann ging er aus dem Zimmer! Wir folgten ihm alle total geknickt. Wir hätten soooo gerne noch das restliche Wochenende mit ihnen verbracht! Es war soooo schade!
„na! Dann müssen wir jetzt wohl unsre Sachen packen…“, das war Gustav. Auch er war ziemlich traurig. Ich und Hannah schauten uns an.
„dann sollten wir jetzt wohl am besten nach hause gehen!“, meinte schließlich Hannah.
Die anderen nickten mit gesenkten köpfen. Wir gingen ins zimmer und holten unsere Sachen. Dann gings ans verabschieden. Och neee.. das war soooo traurig! Ich wollte sie nicht schon wieder gehen lassen, wo ich mich doch gerade erst mit ihnen angefreundet hatte!
Wir machten die Reihe und umarmten alle. Als letztes kam Bill. Er sah mir tief in die Augen und ich fiel ihm dann einfach um den Hals. Er war mir schon soooo wichtig! Das hatte ich schon beim telefonieren gemerkt, doch so richtig klar geworden war es mir erst jetzt.
„ich werd dich vermissen! Aba wir bleiben in Kontakt! Wie vorher!“, versprach er mir!
Ich nickte und musste mich dann endgültig von ihm losreißen. Verdammt! Wieso viel mir das bloß soooo schwer?!
Geknickt gingen ich und Hannah zu ihr nach hause, wo wir uns erst mal auf ihr bett schmissen und uns Gedankenversunken anschwiegen.

Kapitel 12

Mittlerweile war es 14.00 uhr. Da kam mir plötzlich ein gedanke!
„hey Hannah!“
„was is?“
„die jungs ham doch heute einen Termin bei viva, oder?“
„ja, ham se ja gesagt!“
„die sin doch bestimmt bei viva live, oder? Des wär dann um 15.00 Uhr!“
„stimmt! Komm…wir gucken mal im teletext wer kommt!“
Und ich hatte recht! Heute würde tokio hotel kommen! Als wir uns dann sicher waren saßen wir die restliche stunde noch ganz unruhig im zimmer, bis wir endlich wieder ‚unsere’ Jungs sehen könnten.
Dann war es soweit! Viva live begann und tokio hotel wurde von Klaas dem Moderator angekündigt. Dann kamen sie auch schon rein! Sie sahen noch genauso aus wie heute morgen. Nur die Augenringe schienen ein bisschen überschminkt worden zu sein.
Sie wurden interviewt und ich und Hannah sahen vor uns hin in den Fernseher. Eigentlich interessierte uns ja gar nicht richtig was sie so sagten, aba wir sahen sie und das hob unsre Laune gewaltig.
Dann fragte Klaas sie nach ihrem Liebesleben. Sie gingen die reihe durch und sagten dass sie solo seien. Dann kam Bill an die reihe. Ich ging davon aus dass er das selbe sagen würde wie der rest, doch da irrte ich mich!
„nun ja … ich hab jetzt keine direkte freundin, aba irgendwie bin ich im moment wohl schon ziemlich verliebt!“
Bumm! Das saß! Ich merkte wie meine beine zu gummi wurden. Wieso reagierte ich denn so? nur weil er verliebt war? Das war doch schön für ihn! Ich sollte mich für ihn freuen! Ich war doch schließlich seine freundin! Und er mein freund! Ich sollte doch rumhüpfen und ihn anrufen und ihm gratulieren! Das würde ich jedenfalls normalerweise machen! Doch diesmal war das irgendwie anders! Ich konnte es nicht! Ich konnte mich nicht für ihn freuen!
Hannah starrte mich nur doof an, als sie merkte wie ich auf diese neuigkeit reagierte.
Sie nahm mich in den arm.
„hey! Kann es sein dass DU in IHN verliebt bist, süße?“
was?! Nein! Er war doch nur mein freund! Nicht mehr!
„nein! Ganz sicher nicht!“
Hannah schaute mich ungläubig an.
„Hannah wirklich nicht! Ich finds bloß ziemlich scheiße dass er mir das eben nicht erzählt hat!“
“nagut! Wenn du meinst!“
Meinte ich das? Ich war mir nicht mehr sicher was ich meinte!

Kapitel 13

Die nächste zeit verging wie im Flug und nun stand schon mein Abflug nach Amerika an! Ich hatte immer noch extrem viel kontakt zu Bill und den anderen jungs! Wir telefonierten ständig und in manchen interviews begannen sie schon uns zu grüßen! Mit Bill ging ich einfach weiterhin um wie davor! Ich hatte ihn bloß einmal darauf angesprochen warum er mir nicht erzählt hatte dass er sich wohl verliebt hätte, doch er meinte nur es wär nicht so wichtig! Und dabei beließ ich es dann! Ich genoss die zeit, in der ich mit ihm quatschte und mittlerweile könnte ich mir ein leben ohne ihn gar nicht mehr vorstellen!
Ich und Hannah hatten uns auch damit abgefunden dass die jungs tokio hotel waren und wenn wir in der öffentlichkeit über sie sprachen gaben wir ihnen andere Namen. Bill hieß Heinz, Tom war Otto, Georg war Wilhelm und Gustav hieß Karl! Es war so witzig wenn wir immer von unseren Telefonaten mit Heinz etc. erzählten und schon beim Aussprechen der Namen nen Lachkrampf bekamen!
Na ja… aba heute hatte ich keine Gedanken für die Jungs! Ich saß hundemüde von meiner Abschiedsparty am vorherigen Abend neben Hannah im Auto, auf dem weg zum Flughafen. Nur noch wenige stunden und dann würden wir uns wahrscheinlich 10 monate nicht mehr sehen! Sie redete immer davon, dass sie mich in den nächsten Osterferien besuchen kommen würde, aba ich wusste nicht ob das klappen würde, da Flüge nach amerika extrem teuer werden konnten.
Wir stiegen aus dem Auto nahmen meine 2 riesigen Koffer und betraten das Terminal! Gerade über der schwelle blieb ich jedoch noch mals stehen. Ich schluckte. Jetzt war es soweit! Jetzt würde ich mein ganzes Leben hier zurück lassen und in Amerika noch mals von ganz vorne starten. Ob ich das packen würde? Ich meine, klar! Die Familie war super nett! Aba was wär in der schule? Wie würden die mich dort aufnehmen?
Hannah hatte bemerkt, dass ich stehn geblieben bin. Sie wusste was in mir vorging! Ich hatte so oft mit ihr darüber geredet und sie wusste genau was ich jetzt in diesem moment fühlte. Sie kam zu mir und nahm mich in den Arm.
„das wird schon! Keine angst! Und vor allem, wieso sollte man DICH nicht mögen?“
Ich lächelte sie an und ging dann weiter. Sie hatte Recht! Ich würde das schon schaffen!
Mittlerweile hatte ich eingecheckt und ab jetzt musste ich alleine weitergehn. Ich drehte mich zu meiner familie und sagte:
„jetzt müssen wir uns wohl verabschieden was?“
„sieht so aus! Aba wir wissen ja dass du wiederkommst! Hoff ich! Nicht dass es dir am schluss noch so gut gefällt, dass du nicht mehr nach Hause willst^^!“, sagte meine Mutter und nahm mich lange und feste in den Arm. Schon jetzt stiegen mir die Tränen in die Augen! Sie würden mir schon sehr fehlen! Dann verabschiedete ich mich noch von meinen 3 brüdern und meinem Vater. Mittlerweile war ich schon stark am heulen! Nun drehte ich mich zu Hannah, die auch schon in meine Arme flog! Jetzt heulten wir beide! Wir ließen wieder von einander ab, ich murmelte noch ein „tschüss“ und verschwand. Nun war ich alleine! Ganz alleine!

Kapitel 14

Ich hatte meine Koffer und alles abgegeben und hatte nun noch eine halbe Stunde zeit. Von daher beschloss ich noch etwas trinken zu gehen. Kaum hatte ich mir ne coke gekauft und mich hingesetzt, da klingelte auch schon mein handy.
Es war „heinz“^^
„hey!“
„hey du! Na? Schon aufgeregt?“
“jaaaa! Ich hab mich grad von allen verabschiedet und warte jetzt auf meinen flug.“
„wow! Jetzt dauerts nicht mehr lang dann bist du in Amerika!“
„ja! Irgendwie ziemlich komisch.“
„jap… schon! Und? wirst du uns da drüben vergessen oder auch ab und zu mal an uns denken?“
„mhhh… ich weiß nicht ob da dann nichts besseres zu tun hab als an euch zu denken!“
„hey!“
„ach was! Natürlich werd ich an euch denken! Sag mal wo seid ihr eigentlich grad, ich kann euch kaum verstehen…“
Das stimmte wirklich. Die Verbindung war ziemlich schlecht!
„ach… das willst du gar nicht wissen glaub mir….“
„doch will ich! Sonst würd ich ja nicht fragen!“
„tzia! Ich sag dirs aba nicht!“
hää??? Was sollte das denn jetzt bitte?? Wieso wollte er mir das denn nicht sagen?
„Ey Lene… ich muss dann aba auch auflegen! Wir müssen noch wohin!“
„mhhh… ja ok! Ich meld mich wenn ich dort heil angekommen bin!“
„ok! Bis denne! Hab dich lieb!“
„ja! Ich dich auch!“
aufgelegt. Komisch… wo warn die denn bitte?! Na ja… dafür hatte ich jetzt keine Zeit! Ich musste zu meinem Gate. Schnell packte ich meine Sachen und machte mich auf die Suche nach dem richtigen.
So, nun saß ich schon seit 4 stunden in diesem Flugzeug und insgesamt musste ich 11 stunden hier drin verbringen. Normalerweise hatte ich ja kein Problem lange im Flugzeug zu sitzen, ich bin letzten Sommer schon nach Kalifornien geflogen und das ist auch nicht kürzer, aba irgendwie war es dieses mal anders! Ich wollte nicht mehr hier drin sitzen und rutschte die ganze zeit unruhig auf meinem Sitz herum! Bitte! Lass mich endlich da sein! Bitte! Ich war doch schon so aufgeregt genug!! Mittlerweile hatte auch ein film begonnen… ich guckte was für einer es war. Madagaskar… mhh… na ja… besser als nix! Also nahm ich mir meinen Kopfhörer und schaute den Film.
„miss, bitte schließen sie ihren Gurt! Wir landen!“ irgendetwas rüttelte an meiner schulter. Ich öffnete meine Augen und sah eine frau in einer blauen Uniform. Ohhh… war ich etwa eingeschlafen? Mmhh… so wies aussieht schon! Ich setzte mich gerade hin und schloss meinen Gurt! Moment mal! Was hatte die Frau eben gesagt? Wir landen?? Scheiße! Nein! Ich wollte nicht landen! Ich hatte Angst! Ich wollte ewig im Flugzeug bleiben! Aba bloß nicht landen!! Bitte nicht!
Mann… heute wusste ich aba auch nicht was ich wollte!! Vorhin wollte ich bloß schnell aus dem Flugzeug und jetzt wollte ich hier nicht raus! Was ging denn bloß in mir vor? Aba ich hatte angst, das spürte ich! Tierische angst! Ich weiß, ich sollte mir am besten nicht so viele Gedanken machen und einfach alles auf mich zukommen lassen, aba es könnte so viel schief gehen! Bill hatte mir gesagt dass sie mich mögen würden, aba sie kannten mich doch nur vom Telefon! Was wenn sie jetzt gleich denken würden sie hätten sich besser eine andere ausgesucht?!
Das Flugzeug war gelandet. Nun musste ich raus! Scheiße! Ich ging mit der masse zum Gepäckband. Ich hatte Glück und meine beiden koffer kamen schon nach ca. 5 minuten! Jetzt musste ich weiter! Und zwar raus! Zu meiner neuen Familie! Fuck! Ich wollte nicht!
Ich atmete noch einmal ganz tief durch und bewegte mich dann ganz langsam vorwärts auf die Tür zu.

Kapitel 15

Nur noch wenige Meter trennten mich nun von meiner Zukunft! Ich nahm allen mut zusammen der noch in mir war, auch wenn es nicht mehr viel war, und ging durch die Schiebetür. Noch sah ich nichts, hörte nur mein Herz auf- und abspringen… bumm…bumm… machte es laut! Nun stand ich draußen und blickte in die vielen wartenden Leute. Wo sollte ich hier meine Familie finden? Scheiße! Scheiße, scheiße, scheiße! ich hatte Angst! Was wenn sie nicht kommen konnten? Was wenn was dazwischen gekommen war?
Doch dann erkannte ich es! Ein großes Tuch wurde hoch gehoben auf dem ,welcome to Colorado, Lene!’ stand. Daneben schwebten ganz viele Luftballons! Wie lieb! Das war ja mal total süüß!!! Ich ging in die Richtung und sah die frau von der das Tuch gehoben wurde. Sie sah wirklich lieb aus! Etwas kleiner, schlank und blonde Locken. Daneben stand ein größerer Mann mit schwarz/grauen Haaren. Er hielt die Luftballons. Und daneben stand ein junge in meinem Alter! Das musste Paul sein! Verdammt sah der gut aus! Er hatte ne zerrissene jeans an und ein art weißes Unterhemd. Er war sehr muskulös und hatte nen cowboyhut auf seinem gesicht. Ich musste grinsen. Den konnte ich mir sehr gut auf der Ranch vorstellen! Ich ging auf sie zu und nun erkannten auch sie mich! Die Frau, Harriet, rannte auf mich zu und umarmte mich mich einem starken Druck. Sie ließ mich aus ihren Armen und rief noch ein Welcome bevor mich ihr Mann, Larry, in den arm nahm. Seine umarmung war ganz und gar nicht sanfter. Auch dieser ließ dann irgendwann wieder von mir ab. Dann kam Paul auf mich zu! Mir fielen sofort seine grünen Augen auf! Sie waren nicht so normal, nein, sie waren in einem stechendem grün.
„hey Lene! Finally u’r here! I couldn’t wait to meet to!”
“hey paul! I couldn’t, too!”
nun umarmte auch er mich! Doch seine Umarmung war anders! Sie war sanft, und schön.
Als wir uns schließlich alle begrüßt hatten unterhielten wir uns ein wenig über meinen Flug und gingen anschließend zum Auto. Die ganze fahrt über wurde ich von Harriet und Larry mit Fragen gelöchert. Paul der neben mir saß verdrehte die Augen und flüsterte mir „they’re excited“ zu. Ich musste lachen. Nach einer stunde Autofahrt kamen wir an.
Die Ranch war wunderschön und ich fühlte mich von der ersten sekunde an wohl. Nachdem ich mein Zimmer und mein eigenes(!!!) Bad bezogen hatte, aßen wir zu Abend und ich ging schlafen. Ich war extrem müde, denn es war wirklich sehr viel passiert. Es war alles toll! Ich weiß gar nicht mehr wieso ich solche angst gehabt hatte. Ich zog mich um, putzte meine Zähne und legte mich dann entgültig schlafen. Es war ein toller tag gewesen und ich war glücklich. Ich dachte noch mal an Hannah und ob sie jetzt wohl schon schlafen würde und schlief schließlich mit einem lächeln im Gesicht ein.

„wahhhhhhhh!“, ich schrie laut auf! Hilfe! Was war das denn? Ich öffnete meine Augen un schaute an mir herunter. Ich war klitschnass! Plötzlich hörte ich wen hinter laut lachen. Ich drehte mich um und schrie noch mal auf! Das konnte doch nicht wahr sein!!!
„morgen! Na also irgendwie hatte ich ne andere Begrüßung erwartet!“
nein- ich träumte! Vor mir sah ich keine geringeren als Heinz und Otto! Bill und Tom Kaulitz! Das konnte nur ein traum sein!
„kann mich mal jemand kneifen?“, fragte ich in der erwartung aufzuwachen.
„ok“, und schon kam Tom und zwickte in meinen arm.
„auu!“ schrie ich auf!
„du hast es so gewollt!“, rechtfertigte sich Tom.
Und jetzt blickte ich was hier vor sich ging! Ich stand auf.
„was macht ihr denn hier?“, das wunderte ich mich wirklich mal.
„na wir ham gedacht wir können dich hier ja nicht so alleine lassen und da wie du ja weißt wir mit der familie hier verwandt sind ham wir uns gedacht wir gucken mal wies dir hier so geht.“, erklärte Bill der gerade strahlend vor mir stand.
„das isn scherz, oder?“, ich konnte es nicht glauben!
„nööö!“, Bill schüttelte immer noch grinsend den kopf.
„wahh!“, ich schrie auf und sprang ihm in den arm! Das gibt’s nicht! Bill war hier! Mein Bill! Das war soooo schön!!!
Langsam ließ ich ihn wieder los und nahm jetzt Tom in meinen Arm.
Das war unglaublich! Tom versuchte sich aus meiner umarmung zu lösen und stöhnte
„Lene du bist nass!“
erst jetzt fiel mein Blick auf den leeren Eimer neben meinem bett. Ich schaute zu Bill, dann zu Tom.
„ohoh!“, bemerkte Bill und rannte mit Tom aus meinem zimmer!
„na wartet!“, rief ich und rannte ihnen hinterher. Als ich gerade die letzten beiden treppenstufen heruntersprang tauchte plötzlich Paul von der seite auf. Und es kam wie es kommen musste. Ich sprang sozusagen auf ihn und zusammen fielen wir auf den boden. Scheiße wie peinlich!
Schnell stand ich von ihm auf und reichte dem immer noch ziemlich verdutzt guckenden Paul meine hand. Ich murmelte ein „sorry“ und merkte wie mir sofort die Röte ins Gesicht stieg. Tom und Bill hatten natürlich alles mitbekommen, waren nun hinter uns und lagen vor lachen am boden. Das war meine chance. Schnell flüsterte ich Paul zu was passiert war und er war sofort dabei. Wir gingen zu Bill und er nahm in an den füßen und ich an den Händen. Dieser war so überrascht, dass er erst einmal gar nichts sagte … erst als wir ihn schon aus dem Haus getragen hatten fing er an zu zappeln und sich zu wehren. Hinter dem haus war ein heuhaufen. Dieser stinkte gewaltig, das hatte ich schon beim gestrigen Hausbesichtigen gemerkt. Als wir vor diesem standen und auch Bill nun wusste was wir vorhatten sah er mich entsetzt an.
„ne! Lene bitte, ich mach alles was du willst!“, flehte er.
„sorry… zu spät!“, ich streckte ihm frech die Zunge raus. Nun wendete ich mich Paul zu und zählte. „one… two… three!“
und mit einem Mal lag Bill im Heuhaufen. Er versank darin förmlich! Das sah soooo witzig aus! Vor allem noch mit seinem Gesichtsausdruck! Ich sah Paul an und wir lachten los! Plötzlich hörten wir wie noch einer laut anfing zu lachen. Wir drehten uns um und sahen wie Tom mit dem finger auf Bill zeigend tierisch loslachte.

Kapitel 16

Nach dieser tollen Begrüßung gingen wir alle erst mal unter die Dusche. Ich konnte es immer noch nicht recht glauben, dass die 2 hier waren. Das war so toll!
Nachdem wir dann alle fertig waren gingen wir runter in die Küche in der schon ein gigantisches Frühstück auf uns wartete. Paul erklärte mir, dass seine Eltern weg gemusst hätten und uns aba nicht ohne ein gutes Frühstück in den tag gehen lassen wollten. Das war echt total lieb, denn ich hatte noch nie so ein Frühstück gesehen. Der ganze tisch war voll mit Pancakes, Frenchtoast normalem toast, Eiern und vielem mehr! Es war einfach unglaublich! Fast zu schön zum essen!
Das ging jedenfalls mir so, jedoch nicht Bill und Tom! Diese hatten sich sofort ihre teller beladen und hauten jetzt ordentlich rein. Bei dem Anblick musste ich total lachen. Als Tom das bemerkte schaute er mich an und fragte mit voll gestopftem Mund:
„woasn?“, das sah soooo süß aus! Wie so en kleines Kind wie er da saß mit seinen vollen Backen und großen Augen.
„nix, nix!“, antwortete ich ihm gleich und begann dann auch zu essen. Es war wirklich so gut wie es aussah! Wie schlugen uns alle 3 die Bäucher voll und Paul guckte uns dabei belustigt zu. Als wir dann endlich fertig waren räumten wir ab und paul sagte mir dass er noch zum baseballtraining müsse.
Also saßen am schluss ich, Tom und Bill in meinem zimmer und überlegten was wir machen könnten. Das war gar nicht so leicht, da wir uns alle nicht wirklich hier auskannten. Ich am aller wenigsten.
Irgendwann fiel mir ein, dass ich noch gar nicht wusste wie lange die beiden denn bleiben würden. Also fragte ich mal nach.
„wie lange bleibt ihr denn jetzt eigentlich hier bei mir?“
„ also jetzt leider nur eine Woche! Aba wir kommen über weihnachten für 6 Wochen!“, antwortete mir Bill
„6 wochen? Wow! Wie könnt ihr so lang hier bleiben? Ihr habt doch bestimmt genug Termine!“
„ja schon, aba wir bekommen 4 wochen frei und die anderen 2 wochen nutzen wir zum Promoten unserer Platte! Wir ham die doch jetzt auch auf Englisch aufgenommen und so können wir dann 6 wochen hier bleiben!“ das war Tom. Unglaublich! Das würde genial werden! Aba…
„heißt das dann dass ich mit euch weihnachten feiere?“
„jap! Genau das heißt es!“, grinste Bill mich an!
„aba was ist mit eurer Familie? Die will doch bestimmt mit euch feiern!“
„ja klar! Und deswegen kommt die auch hier her!“
ich starrte die beiden ungläubig an! Das war mal so was von geil! Einfach nur unglaublich! Ich konnte es nicht fassen! Im moment war ich einfach der glücklichste mensch auf erden!
Nachdem wir noch eine Weile in meinem Zimmer gesessen hatten, beschlossen wir einfach mal ein bisschen die Gegend zu erkunden, da wir ja alle nicht so richtig wussten, was es hier alles so gab… also schnappten wir uns unsere schuhe und gingen hinaus! Es war tierisch heiß und ich wunderte mich wie die jungs in ihren Klamotten nicht schwitzten… sie hatten ja alle beide ne lange Hose an. Ich trug nen braunen Faltenrock und ein beiges top mit v-Ausschnitt und dazu dann ein paar flipflop! Und darin war es mir schon warn genug! Wir gingen über den kleinen Hügel der unsere Farm vom Rest des Dorfes trennte und gingen dann an den ersten Häusern vorbei… alle waren typisch amerikanisch! Ein gemütliches Haus mit riesengroßem und super gepflegtem Vorgarten und an der straße dann immer diese typischen Briefkästen. Wir liefen weiter und quatschen ein wenig über Gott und die Welt, bevor wir dann irgendwann an ein Baseball Feld kamen! Da musste auch Paul spielen, also beschlossen wir uns das mal anzuschauen. Wir gingen zur Tribüne und setzten uns in die vorletzte Reihe. Nach wenigen Minuten hatte Paul uns dann auch schon entdeckt. Er schnappte sich seinen Nachbarn und rannte mit ihm zu uns. Damit sie nicht auch noch zu uns hoch kommen mussten gingen wir nach vorne.
Bei uns angekommen nahm Paul seine Kopfdeckung ab und begrüßte uns jetzt erst einmal.
„hey guys! What’s up?“
„hey paul! Not much! We thought we should go a little bit around to see what’s going on in this village.”, antwortete bill. Er konnte erstaunlich gut englisch sprechen und hatte keinen großen akzent.
Dann zog Paul den, den er mit gebracht hatte näher zu uns und stellte ihn uns als Bryan vor. Er war anscheinend ein guter Kumpel von ihm. Ich schaute ihn an, doch durch den Kopfpanzer konnte ich nur seine wunderschönen Augen sehen! Sie waren blau, eisblau. Ich bekam plötzlich eine Gänsehaut als ich diese Augen sah, und es war wirklich extrem heiß heute. Dann nahm er seine Kopfbedeckung ab und es haute mich um! Dieser Kerl war nicht von dieser welt! Er war traumhaft. Seine Haare waren raspelkurz rasiert und seine Lippen sahen so sanft und weich aus wie sonst keine! Mir wurde kalt! Nun im ganzen Körper. Plötzlich grinste er mich an. Und ebenfalls sein lächeln war umwerfend. Ich lächelte zurück, doch ich glaube es sah ziemlich zurückhaltend aus.
„nice to meet u Lene! Ur a very beautiful girl!!”
was???!!! Hörte ich richtig?! Hatte er mir gerade gesagt dass ich ein sehr hübsches Mädchen war?! Mein herz raste plötzlich.
„thank u! nice to meet u too!“, antwortete ich schnell!
Ich schaute ihm noch einmal tief in die augen, bevor sie wieder zurück zum Training mussten. Wow! Der typ hatte mir den Atem verschlagen!
Ich starrte ihm hinterher und merkte gar nicht wie mich Tom die ganze zeit wieder mit nach hinten rief. Ich bemerkte es erst, als Bill extra nach vorne kam um mich vom Feld weg zu holen.

Kapitel 17

Als ich bei Tom und Bill auf vorletzten bank saß kam ich langsam wieder zu mir.
„wow! Dich hat es wohl ganz schön erwischt!“, ich drehte mich zu Tom und dieser grinste mich frech an.
„quatsch!“, verneinte ich schnell doch so sicher war ich mir da auch wieder nicht.
Plötzlich merkte ich wie mich Bill skeptisch von der Seite beobachtete.
„was denn?“, fauchte ich ihn an. Er zuckte zusammen… ups! Das sollte eigentlich nicht so böse klingen.
„sorry“, murmelte ich, „gehen wir mal weiter?“
die andern beiden warn damit auch einverstanden, also liefen wir weiter. Anfangs lag dann irgendwie eine ziemlich drückende spannung in der Luft, die aba nach ein paar minuten wieder verschwand. Zum glück ich wollte die Zeit mit den Jungs wirklich einfach nur genießen!
Und so alberten wir wieder rum wie immer. Irgendwann beschlossen wir dann uns auf den Rückweg zu machen, da uns allen viel zu heiß war und wir nur noch kaltes wasser wollten.
Wir liefen und liefen. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit als wir zurück beim Baseballfeld waren. Dort war mittlerweile auch kein Mensch mehr. Meine füße taten weh und ich war müde und hatte einfach überhaupt keine Lust mehr weiterzulaufen. Also blieb ich stehn.
„ich will nicht mehr laufen!“, beschwerte ich mich.
Tom und Bill blieben stehn und starrten mich ziemlich überrascht an.
„auf! Da vorne sind wir doch schon fast da!“, meckerte Tom.
„das is noch viiieeelll zu weit! Ich pack das nicht mehr! Ich brech zusammen! Ich kann keinen schritt mehr machen!“, jammerte ich übertrieben.
„na dann!“, sagte Bill. Plötzlich breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. Hilfe! Was hatte der denn jetzt vor?
Er kam auf mich zu und packte mich an meiner Hüfte. Kurz kribbelte es wieder in meinem Körper, doch ich unterdrückte dieses Gefühl sofort wieder. Dann hob er mich hoch und warf mich über seine Schulter. He! Der sollte mich runter lassen! Ich hasste es getragen zu werden! Da hatte ich immer das Gefühl jeden moment runter zu fallen! Und vor allem so!
„hey! Mensch Bill! Lass mich runter!“, schrie ich.
„nene du! Du wolltest nimma laufen, dann trag ich dich halt! Und jetzt mecker net!“, erklärte er.
Na super! Jetzt hing ich mit meinem oberkörper an seinem Rücken runter. Ich wollte wieder runter auf der Stelle. Aba Bill ließ nicht mit sich reden!
„ey! Ich fall gleich runter! Und dann mach ich mir mehr! Willst du das?“
doch als hätte er mich nicht gehört fing er jetzt auch noch an rennen! Hilfe! Ich hatte das Gefühl mit jedem schritt ein stück mehr auf die Seite zu rutschen.
„biiiiiilllllllllll!!!!!!“, rief ich laut. Dann musste ich anfangen zu lachen! Ich lachte und konnte nicht aufhören! Ich stellte mir vor wie das aussehen musste und musste immer lauter lachen! Es war einfach zu geil! Nach kurzer zeit kamen wir dann auch schon an der Ranch an. Doch Bill ließ mich nicht wie erwartet einfach runter, sondern rannte noch mit mir ins wohnzimmer und stoppte dann. Allerdings ließ er mich nur ein stück weit herunter, so dass ich mit meinen Füßen noch nicht den Boden berühren konnte.
„na? Willst du runter?“, fragte er mich und grinste wieder sein unglaubliches freches Lächeln.
„jaaaaa! Wär nicht schlecht, ne?“, antwortete ich in der Erwartung runtergelassen zu werden. Doch anscheinend hatte er dies nicht vorgehabt, denn er grinste mich nur weiter an.
„nun? Was würde ich denn dafür bekommen?“
„na ja… was willst du denn?“
er hob mir seine rechte Wange hin. Nana! So nicht freundchen, dachte ich mir und beugte mich zu ihm. Ich tat so als gäbe ich ihm ein bussi, öffnete dann jedoch meinen mund und biss ihn in die Wange.
Er lies mich los und hob sich mit der hand die Backe, schaute dann jedoch wieder zu mir und rannte auf mich zu. Schnell rannte ich weg. Die treppe hoch und in das erst beste zimmer.

Kapitel 18

Ich riss die Tür auf, rannte hinein und schlug die Tür wieder zu. Erst jetzt fragte ich mich welches Zimmer es wohl wäre und drehte mich um. Ich stieß einen kurzen schrei aus als ich sah wer dort saß. Ich war anscheinend in Pauls Zimmer, denn der saß dort auf dem Bett. Und auf der Couch daneben war kein geringerer als Bryan! Na super Lene!
Plötzlich ging die Tür ein weiteres mal auf und Bill kam herein gehetzt, sah mich und folgte dann meinem blick….auf Bryan.
„hey! What’s going on here?“, fragte dieser dann. Ohhh war das peinlich!
„nothing! We were just joking!“, erklärte ich ihm dann. Und da kam es wieder! Das heißeste Lächeln der Welt. Ich bemerkte wie ich gerade so dahinschmolz, riss mich jedoch noch zusammen nicht wie ein hund dem die Sabber aus dem mund lief da zustehn. Ich grinste zurück.
„come on! Sit down!“, forderte uns Bryan auf und rückte an die seite des sofas. Ich machte mich natürlich sofort auf den Weg, doch als ich merkte wie Bill zögerte nahm ich seine Hand und zog ihn hinter mir her.
Wir setzten uns und ich begann mich mit Bryan zu unterhalten. Ab und zu sagte auch Paul noch etwas, doch von Bill hörte man gar nichts mehr, was mir schon sehr seltsam vorkam, da er ja sonst redete wie ein Wasserfall.
Nun war es Abend und wir saßen immer noch auf der Couch und unterhielten uns! Allerdings nur wir 2. Die anderen sind irgendwann gegangen. Plötzlich schaute Bryan auf die uhr und erklärte mir dass er jetzt gehen müsste, wir uns ja aba in 2 tagen wenn die schule anfing sehen würden. Also verabschiedete ich mich und ging noch mit zur Tür!
er war einfach toll! Die art wie er ging, einfach alles!
Verträumt machte ich mich auf den Weg zum Zimmer der Zwillinge. Ich schlug dir Tür auf Strahlte Bill und Tom, die gerade auf toms bett saßen an und ließ mich dann schließlich auf das noch freie Bett fallen. Ich starrte an die Decke und hing meinen Gedanken nach. Plötzlich hörte ich die Tür zufallen und setzte mich auf. Bill war weg. Nur noch Tom saß auf dem Bett gegenüber von mir.
„dich hats doch erwischt, was?“, meinte er.
Ich wusste nicht…. Hatte es, hatte es nicht?
Ich zuckte mit den schultern, strahlte ihn aba an. Es hatte mich! Langsam wurde es mir klar!
Nun nickte ich ganz vorsichtig.
Tom schaute mich seltsam an. Ich konnte den Blick nicht deuten. Es war komisch. Von daher schaute ich schnell wieder weg, legte mich hin, und schloss dann irgendwann die Augen.
Als ich wieder die Augen öffnete war es schon wieder hell. War ich etwa eingeschlafen? Hier in Bills bett? Ich versuchte mich aufzusetzen und merkte jetzt erst dass mich ein Arm zurück hielt. Langsam drehte ich mich um und schaute dann in Bills schlafendes gesicht. Wieder durchzog mich ein leichtes Kribbeln. Was war das bloß für ein Gefühl? Ich konnte es nicht deuten. Wenn ich Bryan sah hatte ich ganz andere Gefühle in mir. Kein Kribbeln - nein- das hatte ich nur bei Bill. Langsam öffnete mein gegenüber die Augen. Ich blickte in die 2 schoko-braunen Augen.
„guten Morgen!“, murmelte ich.
Er sah mich an und lächelte. Ganz süß!
Wir erzählten noch kurz ein wenig und beschlossen dann zu frühstücken. Heute war ich diejenige, die reinschlug, da ich ja nichts zu Abend gegessen hatte.
Nachdem schließlich auch Tom fertig war fragten sie ob ich wüsste was wir heute machen könnten. Ich musste in die Schule, da diese ja morgen wieder beginnen würde und mir mein Stundenplan, meine Fächer und mein Sport zusammenstellen. Also wäre ich heute beschäftigt und könnte wohl nichts mit den zweien machen.
„ach was! Wir gehen einfach mit!“, schlug Bill vor.
„das wird aba bestimmt langweilig!“, erklärte ich ihm.
„na und? Wir ham sowieso nix besseres zu tun! Also kommen wir mit!“
„na gut! Mir solls recht sein!“, grinste ich sie an. Das machte natürlich auch alles ein wenig einfacher für mich, wenn ich nicht ganz alleine war.
Also machten wir uns auf den Weg zu meiner neuen Schule.
Dort angekommen wurde ich erst einmal von der Direktorin begrüßt und sie erzählte mir ein wenig über die Schule. Ich würde Junior sein und könnte allerdings an der Graduation teilnehmen. Sie würden mir dann anstatt des Abschlusszeugnisses einfach eine Urkunde übergeben. Nun ging es ans Stundenplan erstellen, doch auch den hatte ich sofort fertig. Ich beschloss die Hiphop tanzgruppe, die es dort gab zu besuchen, was ziemlich selten in Amerika an schulen war. Und schließlich meldete ich mich noch für den Theaterclub an. So… nun war alles fertig und ich Bill und Tom gingen wieder nache hause.
Den rest des Tages verbrachte ich damit meinen Gasteltern bei der Stallarbeit zu helfen und Tom und Bill gammelten irgendwo im Haus rum.
Gegen Abend wurde ich dann total aufgeregt, da ich nicht wusste, was in der schule auf mich zu kommen würde. Ich schlief ganz und gar nicht gut und wälzte mich die ganze Zeit in meinem Bett herum.

Kapitel 19

Nun war es soweit! Jetzt gab es kein zurück mehr! Ich stand um 6 Uhr auf, ging in die Dusche und Glättete mir meine Haare. Ich schminkte mich und stand schließlich vor meinem Kleiderschrank. Es war schwer zu entscheiden, was ich heute tragen sollte, da ich den Dress code meiner Schule noch nicht genau kannte. Ich hatte allerdings gesagt bekommen, dass das hier nicht so streng war. Schließlich entschied ich mich für eine weiße ¾ hose und einem grünem engen top. Jetzt noch meine schwarzen Chucks und fertig war ich.
Langsam ging ich hinunter in die Küche, in der Paul schon auf mich wartete. Als wir frühstückten kamen plötzlich 2 verschlafene jungs in die Küche. Bill und Tom hatten sich extra den Wecker gestellt um mir noch viel Glück zu wünschen! Es sah so goldig aus wie sie da mit zugekniffenen Augen zu uns watschelten! Voll lieb! Ich umarmte jeden von ihnen noch einmal und sie sagten mir, dass sie mich abholen würden wenn ich schule aushatte.
Jetzt klopfte es auch schon an der Tür und Bryan kam herein. Dieser würde uns jeden morgen mit in die schule nehmen. Wir erzählten noch kurz und machten uns dann auf den weg.
Wir hielten schließlich an der schule, nahmen unsre Taschen und gingen hinein. Paul und Bryan brachten mich noch zu meinem ersten Raum, bevor sie zusammen in ihre erste Lesson gingen. Ich schaute in die Klasse und wurde ebenfalls von allen angestarrt. Plötzlich kam ein Mädchen auf mich zu. Sie sah nett aus! Sie hatte lange blonde Haare, braune Augen und war ungefähr so groß wie ich. Sie trug eine lässige, ausgewaschene Hüftjeans und ein rot-blau gestreiftes T-shirt. Um ihren Hals trug sie ganz viele Ketten. Oft erkannte man totenköpfe als Anhänger.
(Kleine Anmerkung: das Gespräch jetzt ist eigentlich in englisch, ich fänds aba doof des jetzt auch wirklich alles in englisch zu schreiben, von daher is des englische immer in der Farbe!)
„hey du! Na? Wie geht’s? bist du neu hier?“
„mir geht’s gut! Ja… ich bin vor 2 Tagen hier angekommen!“
„ahhh… aus welchem Staat kommst du?“
„ich komme aus Deutschland!“
„im ernst?! Hätte ich jetzt nicht gedacht! Du sprichst total gut englisch!“
„danke! Ähhmmm… ist es egal wo ich mich hier hin setze?“
ich blickte mich im Zimmer um. Es waren immer wieder mal ein paar Stühle zwischen drin frei, aba ich wusste nicht wo ich mich jetzt hinsetzen sollte.
„im Großen und Ganzen schon, aba du kannst einfach mit zu mir kommen!“
„ja klar gerne! Danke!“
wir gingen zu ihr und setzten uns. Dann unterhielten wir uns noch ein wenig und schließlich ging auch schon der unterricht los. Ich kam eigentlich ganz gut mit.
Als die stunde vorbei war ging ich in den nächsten raum für Photography, die ich mit Bryan zusammen haben würde. Insgesamt hatte ich 4 stunden zusammen mit ihm. Darunter die 3., die 5. und die 6.!
Da sich in Amerika ja jeden Tag die Stunden wiederholten, man also jeden tag den selben Stundenplan hatte, würde ich in der schule ziemlich viel zeit mit ihm verbringen. Abgeneigt war ich garantiert nicht !
Die stunden vergingen schnell und nun kam das, das ich am meisten gefürchtet hatte. Lunch! Ich hatte Angst es würde so sein wie in den ganzen Filmen, in denen die Tische immer bestimmten Gruppen zugeordnet waren…doch zum Glück hatte ich Bryan! Dieser nahm mich sofort mit zu ihm und seinen Freunden. Ich verstand mich zwar mit allen auf Anhieb super, doch ich war noch etwas zurückhaltend.
Puhhh…. Nun war auch lunch geschafft und ich ging zur Turnhalle in der ich mit dieser Hiphop gruppe proben würde. Zu beginn wurde ich von der Trainerin begrüßt und sie erklärte mir, dass ich mir erst mal eine ihrer Choreographien anschauen und dann einfach mal mittanzen sollte. Also setzte ich mich an den Rand und wartete bis die Musik startete. Die Gruppe begann zu tanzen und war überrascht wie gut sie war! Das sah wirklich klasse aus! Da ich mich in der Hiphopwelt nicht so auskannte konnte ich leider nicht sagen welches Lied das war, auf das sie tanzten. Sie hatten gestoppt und nun war ich an der Reihe. Ich ging zu ihnen und mir wurden die Schritte erklärt. Es war nicht sonderlich schwer für mich, da ich schon seit ich 4 war tanzte. Also konnte ich echt gut mithalten. Sie machten wieder die Musik an und ich sollte tanzen so weit es ging. Ich startete und konnte alles was mir beigebracht wurde auch wiedergeben! Es ging echt gut! Auch die mädels waren nicht unbegeistert. Als das der Tanz zu ende war standen sie auf und klatschten Beifall. Ich spürte wie mir die Röte ins Gesicht stieg. Nun rief mich die Tränerin zu sich. Sie lobte mich und erklärte mir dass ich mir nun nur noch ein richtiges Hiphop Outfit zu legen bräuchte. Sie rief ein Mädchen zu sich und als dieses sich umdrehte erkannte ich es sofort wieder. Es war die, die mich heute morgen in der ersten Stunde angesprochen hatte. Anscheinend hieß sie Jude! Ziemlich cooler Name fand ich. Die Trainerin begann auf sie einzureden.
„hey jude! Das ist Lene! Sie ist eine deutsche Austauschschülerin und wird ab heute in unserem Team mittanzen!“
Jude grinste mich an.
„ich weiß! Wir haben heute morgen schon die bekanntschaft gemacht!“
„ach! Dann ist ja gut! Hör mal, hast du heute Mittag irgendeinen Termin?“
“nein… heute nicht!“
„gut! Könntest du dann vllt. mit Lene in die Stadt und ein gutes Hiphopoutfit kaufen?“
„jaklar! Mach ich gerne!“
„ok danke! Dann geht’s wieder ans Training!“
wir lächelten uns noch einmal an und gingen dann wieder zu den anderen.
Nach dem Training zogen wir uns an und wollten gleich weiter in die Stadt. Da fielen mir Bill und Tom ein, die mich abholen kommen wollten. Schnell nahm ich mein Handy und rief sie an. Ich hatte Glück und sie waren noch nicht losgefahren. Wir einigten uns, dass ich sie nach unsren Einkäufen anrufen würden und sie dann noch in die Stadt kommen würden um noch was trinken zu gehen.
Kaum hatte ich aufgelegt, da fragte mich Jude auch schon wer Tom und Bill seien. Also erzählte ich ihr alles über die beiden. Ihr Starleben in Deutschland und wie wir uns kennegelernt hatten. Sie war sichtlich davon beeindruckt.

Kapitel 20

Wir hatten schon so einige Läden durchstörbert und nun war mein Hiohopperoutfit komplett. Ich hatte eine schwarze weite Sporthose, dazu zwei bauchfreie Tops, die ich in der Taille zusammen band, dazu noch mehrere Schweißbänder und natürlich ein paar Sneekers. Ich verstand mich richtig gut mir ihr und wir hatten auch ziemlich viele Gemeinsamkeiten. Außerdem kamen wir irgendwann auf Paul und Bryan.
„also kennst du Bryan schon? Er ist einer meiner besten Freunde!“
„echt is ja cool! Ja! Wir haben uns schon ziemlich lang unterhalten! Er ist echt suuuper lieb!“
„ja, aba er kann auch ein richtiges Arschloch sein!“
„was? Wieso?“
„na ja… Er ist dafür bekannt ein Mädchen nach dem anderen aufzureißen! Er war in seinem Leben glaub ich noch nie richtig verliebt und spielt immer nur mit den Mädels! Man darf sich von seiner lieben Erscheinung nicht täuschen lassen!“
bei diesen Worten musste ich sofort an Tom denken und fing an zu grinsen!
„was isn so witzig?“
„ach nichts…. Ich musste bloß grad an Tom denken!“
„wieso denn?“
„na ja… er ist genauso so einer der immer nur mit den ganzen Mädels spielt!“
„mhh… na dann weißt du ja wie des mit Bryan so is! Also… fall am besten nicht auf ihn und sein gelaber rein! Aba an sich ist er en echt witziger Kerl!!“
irgenwie hörte ich gar nicht auf das was sie sagte. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass Bryan so etwas tat.
Dann musste Jude auch langsam nach Hause. Wir verabschiedeten uns und beschlossen noch am nächsten Tag noch mal richtig shoppen zu gehen, da sie wie ich eigentlich auch mehr auf rock und eben auch eher auf rockigere Klamotten stand.
Ich rief die Jungs an und eine viertel stunde später waren sie dann auch schon da. Wir liefen ein wenig umher und sie quetschen mich über meinen Tag aus, als wir Cold stone, einen ziemlich schrägen Eisladen sahen. Kurzerhand beschlossen wir da mal rein zu gehen. Es war ein wirklich abgefahrener Laden und dementsprechend war auch das dortige eis! Man konnte es sich selbst zusammenstellen oder auch von einer Vorlage wählen. Auf der einen Seite waren dann ganz viele verschiedene Eissorten und auf der anderen war alles voller fuchtstücke, Süßigkeiten und allem was das Herz noch begehrte. Wenn man dann seine Zutaten gewählt hatte, wurden diese einfach auf einen Haufen gesetzt und mit einem Meißel artigen Teil vermischt. Natürlich so, dass die Großen Fruchtstücke oder schokoriegel dann ganz kleingehackt waren. Und das fertige Eis wurde dann in riesigen Schlüsseln serviert! (den Laden cold stone gibt’s da wirklich und des wird auch wirklich so gemacht! Is echt total abgefahren und lecker!!!!!) Wir entschieden uns selbst eins zusammenzustellen. Doch wie hätte es auch anders sein können, wollte jeder etwas anderes! Also entschieden wir, dass jeder unabhängig von einander eine Eissorte und eine Zutat wählen durfte wir überlegten kurz und raus kam dann :
Kokos-, Erdbeer-, Schokoeis und dazu Kirschen, Twix und kokossträußel!
Es hörte sich wirklich ziemlich wiederlich an und sah zusammengematscht dann auch wirklich noch wiederlicher aus, doch das Ergebnis war einfach nur köstlich! Das beste Eis, das ich je gegessen hatte!
Nach einer weiteren Portion unserer Spezialmischung die wir dann „flying in Heaven“ nannten, so göttlich schmeckte es, fuhren wir zurück auf unsre Ranch aßen zu Abend und gingen schließlich schlafen. Wollten wir jedenfalls, aba irgendwie konnte ich nicht einschlafen. Ich lag unruhig in meinem Bett und kam einfach nicht zur Ruh!
Kurzerhand beschloss ich ein wenig in die Küche zu gehen. Als ich mich auf den Weg machte kam ich beim Zimmer der Twins vorbei und entschied mal einen Blick reinzuwerfen. Auch wenn alles ganz still war hatte ich irgendwie die Hoffnung, einer der beiden könnte noch wach sein. Doch natürlich sah ich 2 tief und fest schlafende jungs. Ich schloss die Tür wieder und ging wie ich es vorhatte in die Küche. Als ich den Kühlschrank öffnete, spürte ich wie mir jemand in die Seite piekste! Wer um alles in der Welt würde das mitten in der Nacht machen? Ich erinnerte mich daran, dass hier die Haustüren nie zugeschlossen wurden und bekam plötzlich tierische Angst! Was wenn es ein Einbrecher wäre? Oh mein Gott!!!!!
Erschrocken fuhr ich wie eine Furie herum und sah…

Kapitel 21

Niemand geringeres als Bill!
„boaahhh Bill ey! Du hast mich zu Tode erschreckt!“, stöhnte ich.
Er grinste mich nur an, legte seine Arme um meine Hüfte und zog mich zu ihm heran. Da war es schon wieder! Das Kribbeln im ganzen Körper! Was sollte das?! Ich hatte Angst vor diesem Kribbeln! Ich hatte es nur bei Bill! Was hatte das alles zu bedeuten?! Ich verstand es einfach nicht.
Als ich ganz nah bei ihm war flüsterte er mir ins Ohr:
„’tschuldigung, wollt ich nicht!“
ich sah ihm in die Augen und konnte ihm einfach nicht mehr böse sein. Ich grinste und umarmte ihn.
„is ok! Ich habs ja überlebt! Was machst du aba eigentlich hier? Du hast doch eben noch geschlafen? Hab ich dich geweckt?“
„ne… ich bin aufgewacht und hatte Durst und dann bin ich in die Küche gegangen, wo ich dich dann gesehen hab…“
„achsoooo!“
„und was ist mit dir? Wieso bist du noch hier?“
„ich weiß nicht… ich konnte einfach irgendwie nicht schlafen! Ich hab mich da oben in meinem bett total unwohl gefühlt… und dann bin ich eben hier runter gegangen!“
“mhhh… willst du mit bei mir im bett schlafen? Vielleicht klappts dann ja besser…“
ohh ja! Das würde bestimmt helfen! Bei ihm fühlte ich mich einfach wohl! Egal in welcher Situation!
Ich lächelte ihn an und nickte.
„danke!“
„kein Problem! Hauptsache du kannst schlafen!“
ich umarmte ihn noch einmal. Dann tranken wir etwas und machten uns dann auf den Weg in sein Zimmer. Wir legten uns unter die Decke und murmelten uns noch ein „Gute nacht“ zu. Dann bemerkte ich wie Bill seinen arm um mich legte. Es tat gut und ich kuschelte mich ganz dicht an ihn!
RIIIIIINNNNGGG!!!!!
Scheiß Wecker! Warum musste der bloß so früh schon klingeln?! Das war viel zu früh für eine Langschläferin wie mich!
Ich öffnete die Augen und hob vorsichtig Bills Arm von mir runter. Ich wollte ihn ja nicht wecken. Langsam stand ich auf, drehte mich um und blickte in Bills schlafendes Gesicht. Ich hatte wirklich sehr gut geschlafen neben ihm! Ich gab ihm noch einen Kuss auf die Stirn und ging dann ins Bad um mich fertig zu machen. Heute war ich schon um einiges entspannter und genoss erst einmal dass Frühstück. Schon kam Paul und wir gingen vor die Tür, bis Bryan uns mit seinem Geländewagen abholte!
Auch dieser Schultag verging schnell und nach meinem Tanztraining ging ich dann um 15.30 nach Hause. Es war doch schon ein ziemlich langer Schultag, und das jeden Tag! Na ja…
Auch die nächsten Tage vergingen wie im flug und schon rückte der Tag der Abreise von Bill und Tom näher. Nun war der letzte Abend, an dem wir noch zusammen sein konnten und wir beschlossen auf eine Party zu gehen, auf die mich Paul, Bryan und Jude eingeladen hatten. Also ging ich um 6 ins Bad und duschte erst mal lange und ausgiebig. Als ich nun vor dem Kleiderschrank stand nahm ich mir meinen weiß—schwarz gestreiften Rock, dazu ein schwarzes Top mit ziemlich offenherzigem V-Auschnitt und schließlich noch meinen schwarzen Chucks. Meine Arme hängte ich voll mit vielen Armbändern und auch um meinen Hals legte ich 5 Ketten. Ich schminkte meine Augen stark schwarz, wie immer eigentlich, und glättete meine Haare. Nun war ich so weit. Als ich fertig war betrachtete ich das Ergebnis im Spiegel und stellte fest, dass ich rockiger aussah, als eigentlich vorgehabt. Dennoch gefiel es mir.
„Lene bist du fertig?“, rief Tom von unten hoch. Ich schnappte mir mein Handy und ging aus dem zimmer zur Treppe. Unten standen Bill,Tom und Paul, die alle 3 bei meinem anblick ziemlich doof aus der Wäsche guckten. Ich musste grinsen und ging dann runter. Als wir nach draußen gingen lief Bill neben mir und sagte:
„wow! Siehst wirklich gut aus heute!“
„danke!“
wir lächelten uns kurz an und gingen dann vor das Haus. Schon von weitem sah ich den schwarzen Jeep auf uns zu flitzen, und als dieser bei uns hielt sah ich Jude und Bryan innendrin. Jude stieg aus und umarmte mich. Mittlerweile waren wir schon richtig gut befreundet und auch Bryan und ich kamen uns immer näher! Als Bryan mich sah pfiff er anerkennend. Ich merkte wie ich rot wurde und stieg schnell ins auto. Paul setzte sich zu Bryan auf den Beifahrersitz und wir anderen quetschten uns nach hinten, was so aussah, dass ich dann auf Bills Schoß saß und die beine über Tom legte.
Dann fuhren wir los.

Kapitel 22

Wir hielten an einem ziemlich großen Haus und hörten schon von weitem die lauten Hiphopklänge. Wir stiegen aus und gingen ins Haus. Bryan nahm mich an der Hand und stellte mich allen möglichen Leuten vor. Er kannte wirklich viele, so dass ich mir keinen einzigen Namen merken konnte.
Die anderen hatten wir mittlerweile verloren, als mich Bryan zum tanzen aufforderte. Natürlich war ich sofort dabei. Ich liebte tanzen! Und das dann auch noch mit Bryan!!! Und er war auch wirklich nicht schlecht. Plötzlich kam er immer näher und schließlich tanzten wir so eng an einander, dass ich seinen Atem auf meiner Haut spüren konnte. Dann irgendwann nahm er wieder meine Hand und zerrte mich in einen Raum, der sich dann als Küche entpuppte. Hier waren sonst keine Menschen und wir konnten uns ungestört unterhalten. Er nahm mich an meinen Hüften und schaute mir in die Augen. Schon wieder schmolz ich dahin.
Dann fing er an zu reden.
„Lene, ich muss dir was sagen. Und glaub mir. Es fällt mir garantiert nicht leicht! Seit unsrer ersten begegnung kann ich nur noch an dich denken! An deine grünen Augen und dein Lächeln!“
ich war mir nicht sicher was ich davon halten sollte. Normalerweise würde ich nie so schnell gestehen dass ich mich in ihn verguckt hatte, doch bei ihm war es irgendwie etwas andres! ich wollte gerade etwas sagen, als er fortfuhr.
„glaub mir! Ich habe noch nie so etwas für ein Mädchen empfunden wie für dich! Ich weiß es geht schnell, doch ich bin mir bei dir ganz sicher….“
Er machte eine Pause, holte tief Luft und ging dann weiter.
„ich… ich … ich habe mich in dich verliebt!“
ich schaute ihm tief in die Augen und merkte wie sein Gesicht immer näher an meins rückte. Dann schloss ich die Augen und ließ es geschehen. Wir küssten uns! nach kurzer Zeit ließen wir von einander ab. Es war schön gewesen. Erst strahlte ich ihn an, doch dann fielen mir wieder Judes Worte ein und ich sagte:
„aba ich will nicht einfach nur eins von ganz vielen Mädchen sein! Ich will nicht verletzt werden!“
„glaub mir! Das bist du nicht! Und ich würde es nie wagen DICH zu verletzen! Dafür bist du einfach viel zu besonders!“
er kam wieder näher und wir küssten uns ein weiteres mal. Nun waren alle Zweifel verflogen!
„sind wir jetzt….?“
„jap! Von mir aus sehr gerne!“, antwortete er und diemal küsste ich ihn. Ich war überglücklich.
Dann nahm er meine Hand und ging hinaus. Als Jude uns gesehen hatte schaute sie an uns herunter und ihr blick blieb an unseren Händen hängen. Sie grinste kam auf mich zu und umarmte mich. Dabei flüsterte sie mir zu:
„er mag dich wirklich ganz besonders!“
ich lächelte sie an. Mann! War ich glücklich! Ich drehte mich zu Bryan und wir küssten uns wieder. Als wir uns wieder von einander lösten sah ich Bill hinter ihm stehen. Er sah mich komisch an. Ich hatte ihn noch nie mit einem solchen Blick erlebt. Ich löste meine Hände von Bryan und ging auf ihn zu. Ganz langsam, weil ich nicht wusste was in ihm vorging.
Er wandte seinen Blick von mir ab und schaute zu boden. Als ich angekommen war murmelte ich ein:
„hey!“
„hey!“, murmelte er zurück. Er schaute nicht auf.
„seid ihr jetzt ….. zusammen?“, fragte er und schaute auf Bryan.
„jap… sieht so aus!“
„na dann…. Herzlichen glückwunsch!“, sagte er langsam und hob seinen Blick zu mir. Ich hatte Angst ihm in die Augen zu schauen und nun sah ich nach unten.
„danke!... ich geh dann mal wieder zu ihm…!“, sagte ich.
„jap… viel Spaß noch!“
dann drehte ich mich um und ging wieder zu Bryan zurück. Was war das denn jetzt gewesen? Wieso hatte er mich so komisch angeschaut und sich nicht mal richtig für mich gefreut?! Ich wollte doch nur dass Bill sich mit mir freute! Er war momentan die wichtigste Person in meinem Leben, war das dann zu viel verlangt?!
Nach 3 Stunden, die ich hauptsächlich damit verbracht hatte mit Bryan rum zuturteln, wollte ich dann die Twins holen und so langsam nach Hause gehen. Allerdings fand ich nur Tom und Paul… von Bill keine Spur.
Als ich Tom darauf ansprach meinte der nur, dass er anscheinend vor ca. 2 stunden schon gegangen wäre, da ihm die Party nicht so gefallen hätte. Er wäre sogar nach Hause gelaufen, was ziemlich weit war und ich von Bill nicht gedacht hätte.
Also machten wir uns nach einem langen Abschiedskuss von Bryan zu dritt auf den Heimweg. Wir wurden von einem weiteren Freund von Paul mitgenommen.
Zu hause angekommen ging ich ins Bad, schminkte mich ab und schlüpfte in meine schlafsachen. Aba irgendwie wollte ich nicht schlafen oder alleine in meinem Zimmer liegen. Von daher beschloss ich mal bei den Jungs vorbeizugucken und zu schauen ob sie schon schliefen. Vor allem Bill.
Als ich die Tür öffnete war das Licht aus und die 2 Jungs in ihren Betten. Ich schlich mich zu Bill ans Bett und Flüsterte:
„Bill! Bist du noch wach?“
Er berührte sich nicht. Ich wollte schon wieder gehen, da flüsterte er:
„wasn?“
ich strahlte und erklärte ihm schließlich:
„ich konnte nicht schlafen und es ist ja unser letzter Abend hier zusammen und na ja… ach ich weiß auch nicht genau was ich wollte….“
Während ich redete verschwand mein Lächeln wieder. Stimmt! Was wollte ich hier denn eigentlich genau?! Was hatte ich erwartet?!
„komm schon!“, zischte Bill und hob demonstrativ seine decke hoch! Ja! Genau das war es was ich wollte.
Wieder fröhlich hüpfte ich zu ihm unter die Decke, kuschelte mich an ihn und schlief lächelnd und glücklich ein! Mann! Ich wüsste einfach nicht was ich ohne ihn machen würde!

Kapitel 23

Und nun war es mal wieder soweit! Es hieß wieder Abschied nehmen!
Ich war soooo traurig dass sie wieder gehen mussten und war wirklich den Tränen nah. Beim frühstück hatte ich fast nur mit Tom erzählt, denn Bill war seit dem letzten Abend irgendwie ein wenig komisch. Er redete nicht mehr so viel wie gewöhnlich, sondern starrte oft nur in der Gegend rum! Er war irgendwie anders… ich wusste allerdings nicht warum! Und um 12 war es dann auch schon wieder so weit! Die Jungs standen mit gepackten Koffer in der Tür und verabschiedeten sich von der ganzen Family! Als diese durch war war ich an der reihe! Ich umarmte erst Tom und wollte schon den nicht mehr loslassen! Als ich dann doch endlich losließ gab er mir ein Bussi auf die Wange und sagte:
„wir sehn uns ja bald wieder kleine!“
nun wandte ich mich Bill zu. Er sah mich traurig mit seinen Schokoaugen an und ich fiel ihm um den Hals! Auch er drückte mich ganz fest an sich! Ich wollte ihn nicht schon wieder gehen lassen! Nicht schon wieder! Er sollte bei mir bleiben! Ich brauchte ihn doch! Ich merkte wie sich langsam eine Träne den Weg über meine Wange suchte. Ich drückte ihn noch fester an mich ran! Verdammt! Das war soooo schwer! Langsam und vorsichtig lies ich ihn los. Er sah sie Träne auf meiner Wange und wischte sie weg. Dann gab er mir noch einen Kuss auf die Stirn, bei dem es mir wieder durch den ganzen Körper kribbelte. Bill war wirklich etwas ganz besonderes! Er sagte noch :
„tschau, süße!“
und verschwand dann mit Tom im Auto. Jetzt war er weg… und ich wieder auf mich alleine gestellt.

3 Monate später:

Mittlerweile ging es mir hier in Amerika richtig gut! Ich und Jude waren die besten Freundinnen und Bryan war mein Sweetheart! Zum glück immer noch! Er war mir schon sehr ans Herz gewachsen! Ich konnte zwar noch nicht sagen dass ich ihn liebte, da mir diese 3 Worte sehr viel bedeuteten, doch er war mir schon sehr viel wert!
Mit Bill und Tom telefonierte oder schrieb ich fast täglich und es war in der Zwischenzeit auch schon ganz schön viel Passiert! Sie waren ja jetzt schon 17 und konnten mich daher immer ärgern und auch ansonsten ging es bei ihnen ganz schön wild her. Bill hatte wohl die Lust am mädels „ausprobieren“ entdeckt, da er sowie mir Tom, Gustav und Georg erzählt hatten, jetzt nicht mehr so lange wartete bis er etwas mit einem Mädchen anfing. Ehrlich gesagt war ich von dieser Neuigkeit so überhaupt nicht begeistert. Jedesmal wenn Tom mir von einer von bills neuer „3-Wochen-Liebe“ erzählte hatte ich das gefühl dass ein Stich mein Herz durchfuhr. Es war komisch, aba diese dinge ließen mich alles andere als kalt. Mit Bill sprach ich jedoch nicht darüber, genauso wenig wie ich mit ihm über Bryan redete. Irgendwie wollten wir es beide nicht und somit war es dann einfach am besten gewesen nicht darüber zu reden! Ich vermisste ihn schrecklich und wollte ihn endlich wieder sehn!
Jeden tag zählte ich wie lange ich noch schlafen müsste, bis ich sie wieder sehen würde! Nun war es nur noch eine Nacht! Ich schlief unruhig, jedoch nicht vor Aufregung oder Angst, nein, vor Freude und da ich es einfach kaum erwarten konnte. Ich hatte auch schon Weihnachtsgeschenke für die beiden gekauft! Für Bill hatte ich eine Konzertkarte für Green day, auf das ich mit ihm gehen würde! Ich freute mich schon selbst total auf dieses Konzert! Vor allem weil ich mit IHM dorthin gehen würde!
Für Tom war es etwas schwieriger gewesen ein gutes Geschenk zu kaufen. Ich besorgte ihm 2 neue Caps, Schweißbänder und eine selbst zusammengestellte cd mit allen möglichen Hip hop liedern, die ich hier mittlerweile kennen und gemocht gelernt hatte.
Ich konnte nicht richtig schlafen, doch irgendwann verschleppte es dann auch mich ins schöne Schlummerland…

Kapitel 24

„wahhhhh!“ Hilfe! Was war denn hier los?! Alles um mich herum war so kalt und nass! Ich öffnete die Augen und schaute an meinem klitschnassen Körper hinunter! Ohh ne! Déjàvu! Aba moment mal! Das letzte mal als ich so im lag standen doch….
Blitzschnell drehte mich um! Und wer stand da wohl? Na? Natürlich! Meine beiden Besten! Tom und Bill!
„ahhhh… wie geil! Endlich!“, rief ich freudig und rannte aus dem Bett und sprang auf Bill! Dieser konnte mich gerade noch auffangen und drückte mich nun fest an sich! Man wie hatte ich ihn vermisst!! Ich wollte ihn gar nicht mehr los lassen und klammerte mich mit meinen Armen und Beinen an ihm fest!
„ich hab dich ganz dolle vermisst!“, flüsterte mir Bill ins ohr!
„ich dich auch!“, ich sah ihn nun strahlend an und ging langsam von ihm runter! Erst jetzt bemerkte ich wie nass er durch mit geworden ist! Ich drehte mich zu Tom und begrüßte auch diesen stürmisch! Er suchte allerdings ein wenig abstand von mir, da ich ihm anscheinend zu nass war!
„und das diese Begrüßung bloß nicht zur Gewohnheit wird!“, ermahnte ich die beiden! Grinsend gingen wir in die Küche in der anscheinend schon die ganze Familie versammelt war. Ich sah Paul, der mich schon grinsend musterte. Na toll! Anscheinend wusste er über die Weckaktion bescheid! Dann waren da noch mum, Harriet, und dad, Larry! Außerdem standen noch 2 Personen im Raum! Eine Frau und ein Man, die mir beide auf Anhieb extrem sympatisch waren! Bill blieb neben mir stehen.
„Darf ich vorstellen: das ist unsere mutter Simone und unser Stiefvater Gordon!“, gab mir Bill zu verstehen.
Die Eltern der beiden kamen freundlich auf mich zu und gaben mir die Hand!
„hi Lene! Schön dich endlich mal zu sehen! Wir haben schon soooo viel von dir gehört!“
„danke! Ich hoffe nur gutes!“
nachdem ich erst einmal erklärt hatte warum ich mit triefnassen Klamotten dastand, unterhielten wir uns alle und begannen dann zu frühstücken.
Danach nahm ich erst einmal eine Dusche und zog mir dann etwas trockenes an. Plötzlich klopfte es an der Tür und Bill steckte seinen Kopf in mein Zimmer. Er kam herein und platzte sich auf mein bett.
„na du!“, sagte ich.
„na! Erzähl mal… gibt’s irgendwas neues das ich wissen sollte?“
„nö… eigentlich nicht… bei dir?“, fragte ich und warf mich neben ihn auf mein Bett.
„nöp… bei mir auch nich…“ er ließ sich zu mir nach hinten fallen und grinste mich an.
„ich hab dich vermisst!“ er sagte das soooo süß!
„ich dich auch!“, gab ich zurück und gab ihn einen Kuss auf die Backe.
„na? Wie wärs mit nem „Flying in Heaven“?“, schlug er dann vor.
„AU jaaa!!!! Aba nur wenn du mich Hucke pack zur Bushaltestelle trägst!“, forderte ich und grinste ihn dabei frech an.
„und wieso sollte ich das tun?“, grinste er zurück.
„Na hör mal! Ich hab dich so lang nicht gesehn, da kannst mir ja mal was gutes tun!“
„ach ja? Kann ich das?“, grinste er dann wieder mit seinem frechen Grinsen! Das lies ich mir natürlich nicht bieten und stürzte mich auf ihn und kitzelte ihn durch. Nun wollte ich ihn quälen und ihn leiden sehn^^. Doch er wäre ja nicht Bill gewesen wenn er es nicht geschafft hätte mich umzuschmeißen und sich auf mich zu setzen! Na toll! Das musste wohl immer so enden!
„so… und nun?“, fragte er mit einem höllischen Grinsen.
„ja… das würde mich auch mal interessieren!“
„ach ich hab da schon so ne idee!“
„und die wäre?“
„du trägst mich den weg Hucke pack!“
„pahhh! Ich glaub du spinnst!“
er grinste mich an.
„nö!“
„mach ich aba nicht!“ ich streckte ihm frech die Zunge raus.
„mhh… und was machen wir dann?“
„Tom is ja auch noch da! Wir machens einfach so, dass du auf toms Rücken springst und ich dann auf deinen!“
Bill lachte laut los!
„Gut dass machen wir!“
er ließ mich los und wir gingen zu Tom in sein Zimmer. Dieser saß wie erwartet auf seinem Bett.
„toooom! Kannst du mal aufstehn?“, fragte ich ihn mit meinem Dackelblick.
Er stand vorsichtig auf.
„danke! Und jetzt könntest du dich mal umdrehen?“, fragte Bill.
Tom zögerte sichtlich.
„keine angst! Wir haben nix schlimmes vor! Wir wollen nur gleich zu Coldstone!“
Langsam drehte er sich um. Bill und ich schauten uns an, nickten und rannten auf Tom zu. Als Bill auf dessen Rücken sprang, schrie er erst einmal erschrocken auf, und als ich dann auch noch auf bills Rücken sprang verlor Tom das gleichgewicht und fiel nach hinten um!
Natürlich alle auf mich! Und zu zweit waren selbst diese Leichtgewichte schwer! Doch die Situation und vor allem die Gesichter waren so geil dass wir einfach nur auf dem Boden liegen blieben und uns vor lachen kugelten! Es war soooo witzig und ich war soooo froh, dass die beiden endlich wieder bei mir waren!
Nachdem wir uns wieder beruhigt hatten, machten wir uns dann auf den Weg. Ich schaute Bill die ganze Zeit mit großen Augen und schmollmund von der Seite an, bis er irgendwann sagte:
„na gut! Komm, spring auf!“
ich grinte ihn an und sprang dann auf seinen Rücken und ließ mich tragen.
Das war richtig schön, bis Bill mitten auf dem Weg stehen blieb. Ich schaute nach vorne und sah….

Kapitel 25

Ich sah mein Sweetheart, Bryan, schnell sprang ich von bills Rücken und begüßte ihn mit einem langen Kuss! Er musste allerdings gleich weiter, da er, wie ich wusste, Baseball training hatte. Als er gegangen war drehte ich mich wieder um zu Bill und Tom, die wie angewurzelt dort stehen geblieben sind. Ich ging zu ihnen und sprang wieder auf bills rücken, bevor wir dann weiter in Richtung Coldstone gingen.
„mhhh… hatte ich das vermisst!!!“, schwärmte Tom, während er an unserer Schüssel „flying in heaven“ naschte.
„aba echt! Das ist einfach unglaublich! Das müsste es einfach überall geben!“, begann nun auch Bill!
„ihr habt ja jetzt 6 wochen Zeit! Da könnt ihr jeden Tag so ne Schüssel essen!“
wir lachten.
„aba nur wenn wir des immer zu 3. machen! Ich glaube ohne einen von uns würde des nur halb so gut schmecken.“, bemerkte Tom.
„bist du ein schwaller!“, neckte ich ihn.
Er machte ein empörtes Gesicht, legte den Löffel hin und sagte:
„pöhhh… jetzt will ich nicht mehr mit euch essen!“
„ ohhhh! Muss ich den kleinen Tom jetzt auch noch füttern?“, fragte ich und ging mit dem löffel in richtung Tom.
„einen Löffel für die Lene!“, er machte den mund auf, doch als er ihn schließen wollte zog ich schnell den Löffel wieder raus, so dass er sich nur die Zähne zusammenschlug.
„hey! Na warte!“ er nahm seinen löffel, belud ihn mit Eis und zielte auf mich.
„neeeee… Tom!“, warnte ich ihn.
„Mund auf!“,rief er bevor er abfeuerte. Ich konnte nichts anderes machen als wirklich den mund zu öffnen. Doch das Eis kam auf meiner Stirn an! Na toll!
“na warte! Bill hilf mir!“, Bill und ich beluden unsere löffel.
„ey des is nicht fair! Bill? Brüderchen!”, jammerte Tom, doch zu spät… Bill und ich hatten schon abgefeuert.
Und schon begann die große Eisschlacht. Unser Tisch und überhaupt die gegend um uns herum sah nun aus wie ein Schlachtfeld.
Als Nick, einer der Bedienung, das sah klappte ihm der mund auf und seine Augen wurden immer größer.
„das ist jetzt nicht euer Ernst, ne?“, stöhnte er.
„wir können nichts dafür!“, sprach ich dann mit einem Dackelblick, „ der da wars!“
ich zeigt auf Tom.
„wie bitte! Gar nicht wahr! Ich hab gar nichts gemacht! Lene ist ganz alleine dran schuld!“, erklärte er.
„jap! Das stimmt! Da muss ich ihm recht geben!“, beschuldigte mich nun auch Bill. Hallo?! Das war voll die Verschwörung hier!!! Ich zog einen Schmollmund und schaute nun zu Nick.
„siehst du! So sind die immer zu mir! Ich muss die immer ertragen! Glaubst du das ist leicht für mich?“, schluchzte ich nun schon fast in richtung Nick. Dieser musterte die Zwillinge kritisch und sagte dann:
„gut! Einmal lass ich’s durchgehen! Aba wehe so was geschieht noch mal! Ach und Jungs! Seid mal ein bisschen rücksichtsvoller und lieber zu ihr!“
er ging und Bill und Tom starrten ihm mit dem geilsten Blick hinterher, den ich je gesehen habe. Ich musste soooo lachen! Echt ein geiler Anblick. Erst nach langer Zeit kamen sie wieder zu sich und schauten nur zu mir.
„wir können jetzt doch nie wieder hier her gehen! Was denkt der denn jetzt bitte von uns“, jammerte Bill. Dann wandte er sich wieder zu mir:
„na warte! Das gibt Rache!!!“
schnell packte ich mir meine Tasche und rannte hinaus! Ich hörte wie mir Bill hinterherkam. Ich rannte so schnell ich konnte, doch leider war ich auch nicht die mit der besten Kondition. Ich hörte Bill immer näher kommen! Mittlerweile waren wir im Park angekommen und rannten über die Wiese. Plötzlich packte jemand von hinten meine Schulter und sprang halb auf mich, sodass ich zu Boden fiel und die Person gleich mit mir.

Kapitel 26

Die Person war natürlich Bill, der nun mit einem frechen Grinsen auf mir lag. Ich schaute in seine Augen, und das Kribbeln, das ich nun seit mehr als 3 Monaten nicht mehr verspürt hatte, kam wieder in mir auf! Es war in irgendeiner Art und weise wunderschön hinter zu liegen und ihm in seine einfach nur wunderschöne Augen zu schauen. Niemand sagte etwas. Wir lagen einfach nur da und schauten uns an. Das Kribbeln wollte einfach nicht aufhören!
Ich weiß nicht wie lange wir dort gelegen haben, doch es kam mir vor wie eine Ewigkeit! Irgendwann hörten wir dann eine uns sehr gut vertraute Stimmt.
„Bill! Lene….. Bill“ das war eindeutig Tom. Wir wussten es beide, doch keiner sagte etwas, wir blieben einfach liegen. Die Rufe kamen immer näher und irgendwann kamen sie von unseren Füßen!
„hey ihr 2! Ich will ja nicht stören, aba ich will langsam nach Hause!“
„was? Ja klar! Du störst doch gar nicht!“, murmelte ich und rollte dann unter Bill hervor. Wir standen auf und machten uns auf den Heimweg.
Nach dem Abendessen schauten wir ins meinem Zimmer noch ein paar Dvds. Tom wollte unbedingt Friedhof der Kuscheltiere schauen, wovor ich echt Schiss hatte! Ich hatte schon von sehr vielen Seiten gehört, dass der ziemlich schlimm sein sollte und man danach keine Kuscheltiere mehr sehen könnte. Ich wollte nicht wirklich, doch Tom meinte wegen meinem Auftritt in Coldstone musste ich das jetzt mit anschauen! Ich hatte wohl keine andre wahl. Also setzte ich mich zwischen Tom und Bill und wartete bis der Film begann.
Der Film war wie erwartet grauenhaft!!! Es war mit Abstand der schrecklichtse, den ich je gesehen hatte, und das waren nicht gerade wenige! Obwohl… richtig sehn konnte das was ich da gerade tat ja auch nicht nennen. Ich vergrub die ganze Zeit meinen Kopf in Bills Seite und ich glaube seine Hand war schon blau, so wie ich sie zusammenquetschte! Doch er sagte nichts! Im gegenteil! Er sah mich immer wieder an und lächelte! Ich wusste, solange er bei mir war würde mir nichts geschehen. Und so brachte ich auch diesen Film hinter mich. Danach schauten wir noch ice age 2 und dann waren wir auch schon wieder müde^^. Ich hatte zwar noch nicht wirklich Lust zu schlafen, aba was hätte ich denn auch sonst tun können^^
Ich ging ins Bad und als ich fertig war kam mir Bill entgegen. Ich lächelte ihn an und wollte schon in mein Zimmer gehen als er den Mund aufmachte.
„Lene? Hast du lust heute wieder bei mir zu schlafen?“
„auuu ja! Klar! Seeeehr gerne“, freute ich mich!
„ok cool! Dann geh schon mal vor… ich komm gleich!“
also ging ich in das Zimmer der Zwillinge, setzte mich schon mal in Bills Bett und erzählte noch ein wenig mit Tom. Als Bill dann endlich kam, mumelten wir uns in die Decken und kuschelten uns ganz eng aneinander. Wie könnte es auch anders sein, kribbelte es wieder in meinem ganzem Körper. Doch mittlerweile empfand ich dieses Gefühl als sehr schön.
„schön dass ihr wieder da seid!“, murmelte ich. Als antwort gab mir Bill einen Kuss auf die Stirn und das Kribbeln wurde wieder stärker.
Glücklich und zufrieden schlief ich dann ein.
Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und ich war jeden Tag mit den Jungs unterwegs. Als ich abends heimkam schaute ich auf mein Handy und sah, dass ich 11 anrufe und 6 sms bekam.
7 Anrufe waren von Bryan und 4 von Jude… ups! Die hatte ich ja total vergessen die letzten Tage! 5 sms hatte ich ebenfalls von Bryan bekommen und 1 von eddy, einem weiteren Freund.
Zusammengefasst stand in bryans sms drin, warum ich mich nicht mehr gemeldet hatte, ob ich sauer wär und dass er mich tierisch vermissen würde! Echt süß! Ich beschloss mich mal bei ihm zu melden und rief ihn an. Als allererstes erklärte ich ihm dann, dass ich in den letzten Tagen einfach total im Stress war und dann auch noch ein wenig gekränkelt hätte. Ich weiß das stimmte nicht, aba irgendwas hielt mich davon ab ihm die Wahrheit zu sagen. Wir quatschten noch ein wenig und er beschloss dann, dass er einfach noch ein wenig zu mir kommen würde. Das war mir natürlich recht! Schließlich war er mein Sweatheart!!!
Es war 6 pm und um 6.30 pm war er dann auch schon da! Das war der Vorteil an einem Freund mit Auto. Wir begrüßten uns mit einem gaaanz langen Kuss! Dann gingen wir ins Haus, wo er meine Mum, die er ja von Paul kannte, und Simone begrüßte. Dann gingen wir nach oben in mein Zimmer. Wir erzählten eine Weile und dann kamen wir uns immer näher. Wir küssten uns erst lange, dann legte er mich auf mein Bett, stieg über mich und wir küssten uns leidenschaftlicher als eh und je.
Es war wirklich schön, doch irgendetwas fehlte mir in diesem Augenblick. Ich wusste nicht was, doch genießen konnte ich bryans Küsse nicht wirklich.
Plötzlich gab es einen lauten Rumps! Erschrocken ließen wir voneinander ab und blickten dann zur Tür, von der das Geräusch kam.

Kapitel 27

Wir blickten in das Gesicht von keinem geringeren als Bill. Er stand mit offenem Mund in der Tür und starrte uns an. Schnell löste ich mich von bryans Griff und setzte mich hin. Irgendwie war mir die Situation gerade sehr unangenehm.
Bill schaute auf den Boden, murmelte ein „sorry“ und schon war er verschwunden. Irgendwie verkrampfte sich plötzlich mein Bauch. Mein Körper fühlte in diesem moment total eigenartig. Wieso machte es mir bloß so zu schaffen? Was war denn dabei? Ich hatte mit meinem Freund geknuscht und mein bester Freund hat es gesehen, na und? Doch ich konnte meine momentanen Gefühle nicht ändern. Mir war ganz und gar nicht gut. Ich drehte mich zu Bryan und erklärte diesem dass er jetzt wohl besser gehen sollte. Er nickte und wir verabredeten uns noch für eine Party am Wochenende. Dann ging er nach Hause. Ich saß in meinem Zimmer und hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Wieso drehte ich so ab?! Schnell stieg ich in meine Reiterhosen und rannte zu meinem 2.besten Freund Blacky. Ich sattelte ihn und schwang mit auf seinen Rücken! Ein Ausritt war jetzt das was ich brauchte! Wir ritten aus dem stall und gallopierten dann über die unendlichen Weiten Colorados! Es tat gut wie mir meine Haare um den Kopf flogen und ich den Wind hören konnte. Ich fühlte mich frei und als ob ich keine Pflichten hätte. Als ob ich tun und lassen könnte was ich wollte. Überall hin gehen, alles tun und alles sagen. Ich liebte dieses Gefühl, und auch heute tat es mir wieder sehr gut! Langsam lösten sich die Krämpfe in meinem Bauch und ich konnte wieder richtig atmen. Ich zog die warme sommerluft ein und sah über die Felder hin weg! Es war einfach so wunderschön hier! Ich ging über in Schritt und sah dem traumhaften amerikanischen Sommeruntergang zu. Mir ging es immer besser und nach ungefähr einer Stunde beschloss ich wieder zurück zu reiten.
Ich sattelte Blacky ab und stand noch eine Weile neben ihm um ihn noch ein bisschen für seine sportliche Leistung zu verwöhnen. ^^ dann ging ich wieder zurück ins Haus. Niemand lief mir über den Weg, worüber ich wirklich froh war. Ich hatte gerade überhaupt keine Lust auf Smalltalk! Ich ging in mein Zimmer und legte mich in mein Bett. Ich ging noch mals das Geschehene durch und beschloss für mich, dass die Gefühle die ich hatte nichts wichtiges zu bedeuten hatten! Ich mochte Bryan und war mit ihm zusammen und das war auch gut so! ich schoss die Augen und schlief sehr unruhig ein!
Langsam öffnete ich die Augen. Ich stand auf und schaute in den Spiegel. Ach du meine Güte! Wie sah ich denn aus?! Meine Haare hingen mir verzottelt über den ganzen Kopf und riesen große Augenringe zierten mein Gesicht! Klar! Ich hatte ja auch die Ganze Nacht nicht richtig geschlafen! Ständig hatte ich mich in meinem Bett umhergewälzt und einfach keine Ruhe gefunden!
Langsam trottete ich ins Badezimmer, wo ich mich erst mal ausgiebig duschte. Dann überdeckte ich mir meine Augenringe so gut es ging, doch richtig verschwanden sie leider nicht! Langsam hiefte ich mich in die Küche. Dort saßen auch die anderen alle, die mich mit einem freundlichen „morning!“ begrüßten. Alle außer Bill. Dieser sah mich nur an. Allerdings sah er auch nicht besser aus als ich. Man konnte ebenfalls ziemlich große Augenringe erkennen. Na ja… wenigstens war ich nicht die einzigste.
Ich setzte mich auf den freien Stuhl zwischen Paul und Tom. Tom grinste mich fröhlich und wach an. Irgendwie brachte ich dann auch ein ziemlich gequältes Lächeln zu stande.
„also ihr 2! Was machen wir heute?“, fragte Tom auch schon gleich. Er redete für meinen Geschmack etwas zu schnell für diesen Morgen!
„irgendwas bei dem man sich nicht anstrengen muss!“, brummte ich.
„ja! Da stimm ich dir voll und ganz zu!“, murmelte nun auch Bill.
Erst schaute uns Tom ein wenig verwirrt an, doch dann fuhr er fort:
„na dann… wie wärs mit Kino?“
„ja… wär eigentlich ganz gut! Bloß hab ich keine Lust mich zur busse zu schleppen!“, antwortete ihm Tom.
„ach komm schon! Das wirste ja wohl noch packen!“, bemerkte Tom.
„na gut! Ich versuchs!“, gab Bill nun bei.
„un was is mit dir?“, wandte sich Tom an mich.
„ja ok! Bin auch dabei!“
„cool! Können wir dann gleich nach dem essen los?“, fragte er.
„von mir aus!“, brummelten ich und Bill.
Also machten wir uns nach dem essen, irgendetwas zwischen frühstück und Mittagessen, es war nämlich schon halb 12, auf den weg zum Kino. Dort angekommen wollte Tom über den Film diskutieren, doch ich und Bill stimmten ihm bei allem zu. Wir waren einfach zu kaputt um gegen ihn anzureden! Also gingen wir schießlich in einen film, von dem ich noch nicht mal wusste wie er hieß. Aba ehrlich gesagt war mir das auch scheiß egal. Wir platzen uns ins Kino aba diesmal irgendwie so dass Tom in der mitte saß. Der Film begann, doch ich passte kein bisschen auf. Ich legte meinen Kopf an Toms Schulter und schloss die Augen, da mir die Kraft zum geöffnet halten fehlte.
„huhu!!! LEEEEEEENNNEE!“, rief mir jemand ins ohr. Hastig öffnete ich die Augen und sah in toms Gesicht.
„ich wollte dich nur mal wecken, weil der Film is aus und Bill ist auch eingeschlafen und irgendwie wär es wohl ein bisschen doof gewesen wenn ich euch hier sitzen gelassen hätte, ich mein das ist ja ein kino…“, brabbelte Tom in einem irre Tempo drauf los. Ich grinste ihn an. Dann schaute ich neben ihn auf Bill der noch am schlafen war.

Kapitel 28

Man sah das süß aus wie er da so lag. Ich hätte ihn am liebsten gar nicht aufgeweckt! Doch auch ich sah ein dass wir im kino wohl nicht schlafen konnten. Ich stellte mich vor ihn, beugte mich dann ganz nah an sein Ohr und flüsterte:
„hey du! Ich glaub du musst langsam aufwachen!“ und gab ihm nen kuss auf die Wange. Er öffnete seine augen und bei meinem Anblick zuckte er erschrocken zusammen. Schnell setzte er sich gerade auf seinen Stuhl, nam seine Jacke und stand dann auf. Was war denn das jetzt gewesen?! Man! Zur zeit wurde ich aba auch echt aus keinem schlau.
„kommt! Wir können gehen.“, sagte er eintönig und lief aus dem Saal.
Irgendwie machte er mir ein wenig Angst. Was war denn bloß los mit ihm?! So kannte ich ihn gar nicht! Traurig ging ich hinter ihm her. Vor dem Kino blieben wir stehn.
„und jetzt?“, fragte Tom. Ich und Bill zuckten mit den Schultern.
„na ihr seid heut aba gut drauf! Ey mann! Was isn los mit euch?!“, fragte er dann ziemlich genervt. Ich schaute bedrückt auf den Boden.
„lass uns nach Hause gehen…“, murmelte ich leise und setzte mich in Bewegung. Die andern beiden taten es mir gleich und so liefen wir schweigend hinter mir her.
Die nächsten Tage verliefen wieder fröhlicher! Zwar lag vor allem zwischen mir und Bill eine kleine Spannung, doch ansonsten war alles wie sonst. Wir scherzten und lachten über alles.
Und nun war es so weit! Die große Party zu der ich und Bryan uns verabredet hatten brach an. Tom, Bill und Paul kamen natürlich auch, und auch Jude würde ich wieder sehn. Sie kam gegen 4 pm zu mir damit wir uns zusammen fertig machen konnten. Wir duschten nach einander und standen dann mit ihren mitgebrachten Klamotten vor meinem Kleiderschrank. Ich hatte mich ziemlich schnell entschied doch bei ihr dauerte es etwas! Ich zog eine ziemlich verlöcherte Hüftjeans an und dazu mein Heißgeliebtes Ed Hardy- shirt! Ich liebte diese Marke einfach! Etwas total kitschig und dennoch extrem rockig! Wenn es nicht so teuer wär hätte ich wohl schon die ganze Collection aufgekauft! Dazu trug ich dann noch meine Ed Hardy cappy. Meine Haare hatte ich geglättet und ich ließ sie offen unter der Kappe! Meine Augen schminkte ich wie gewohnt stark schwarz und an meine Füße kamen dann noch meine schwarzen Chucks! Wieder mal sah ich sehr rockig aus, was ja eigentlich auch gut zu mir passte!
Jude entschied sich nach langem hin- und her für einen bestickten Jeansmini und ein kakifarbenes neckholdertop. Ihre Arme hängte sie voll mit Armreifen und ihre langen blonden Haare steckte sie mit einer ziemlich flippigen hochsteckfrisur nach oben. Sie umrandete ihre Augen schwarz und nahm dann bronzenen Liedschatten. Und außerdem durften ihre kaki chucks nicht fehlen. Wir waren mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und verbrachten den Rest der Zeit mit quatschen. Wir redeten mal wieder über Gott und die Welt und kamen vom einen Thema aufs nächste! Eine ihrer Eigenschaften, die ich sehr mochte.
Nach einer ¾ stunde beschlossen wir mal nach den Jungs zu sehn. Tom saß gelangweilt auf seinem Bett. Als wir reinkamen blickte er von der einen zur anderen und pfiff anerkennend durch die Zähne. Wir lächelten ihn an und pflanzten uns schließlich aufs bills bett.
„wo ist Bill?“, fragte ich neugierig.
„wo wohl?“, gab Tom von sich.
Ich schaute ihn fragend an.
„na wo soll er denn schon sein? Im Band natürlich!“, stieß er genervt hervor. Ich musste lachen und kurz darauf fing auch Tom an. Jude blickte uns verwirrt an, da wir ja auf englisch geredet hatten. Ich schüttelte nur den Kopf um ihr zu verstehen zu geben, dass es nicht wichtig war.
Nun erzählten ich und Tom auf englisch zu reden und nach kurzer Zeit mischte Jude auch schon mit. Es war wirklich witzig mit den beiden da zu quatschen und ich wünschte mir irgendwie, dass dieser moment nie zu Ende ging. Doch irgendwann kam auch Bill wieder. Er setzte sich zu uns und blickte dann an mir runter. Er begann zu grinsen und meinte dann:
„cooles T-shirt und ne geile Cappy!“
ich grinste zurück. Bill wusste von meinem Ed hardy Tick und auch, dass mir diese 2 Sachen, die ich davon hatte, wirklich sehr viel bedeuteten.
Als ich meinen Blick wieder von ihm abwendete stand auch schon Paul in der Tür und gab uns bescheid, dass und Ian, ein freund, bald abholen würde. Also machten wir uns auf den Weg nach draußen.

Kapitel 29

Nach 5 Minuten kam auf schon der Wagen von Ian. Er war größer als der von Bryan, so dass wir alle darin Platz fanden. Die Fahrt war wirklich geil! Ian drehte die Musik ganz laut auf und wir sangen mit und hüpften ein wenig auf unseren Sitzen rum! Wir rissen einen Witz nach dem anderen und fielen vor lachen beinahe aus dem Auto! Doch irgendwann ging auch dies zu Ende und wir hielten vor einem großen haus, aus dem die Bässe der Musik schallten. Freudig hüpfte ich neben Tom und Bill in die ja man konnte schon sagen in die villa! Es war wirklich riesengroß! Wenn man durch die Tür kam stand man im „kleinen“ Flur, von dem aus eine Treppe nach oben ging, oder man durch eine Tür in das Wohnzimmer kam. Hier war für heute eine riesengroße Tanzfläche hergerichtet und sessel und stühle standen an der Seite. Hinten war dann ein großes Mischpult mit einem DJ dahinter. Es war wirklich wie in den Filmen. Wir gingen weiter in den nächsten Raum der sich dann als Küche entpuppte. Hier stand litterweise Alkohol und Mixgetränke!Ich schnappte mir die Vodkaflasche und mixte für mich und die Twins erst mal 3 vodka red bull. Dankend nahmen sie diese an. Wir stoßen an und ich sagte:
“auf uns! Ohne euch wäre ich aufgeschmissen“
Die anderen beiden wiederholten
„auf uns“
und wir tranken. Wir beschlossen uns wieder zu den anderen zu gesellen, zu denen nun auch Danny und Laura hinzugekommen sind. Ich stellte sie den Twins vor und fragte mich langsam wo Bryan steckte. Ich vermisste ihn ehrlich gesagt nicht, doch er wollte schon seit einer halben stunde da sein. Als unsre Drinks leer waren ging ich mit Bill in die Küche um neue zu holen. Als wir vor dem Haufen Alkohol standen beschlossen wir Tom ein wenig zu ärgern, denn seid Laura da war, hatte er nur noch Augen für sie. Wir betrachteten die Flaschen. Bill griff nach einer ziemlich kleinen Flasche, mit grünlichem Inhalt.
„was ist das?“, murmelte er und schaute auf deas Etikett, „mhhh… egal!“ sagte er schließlich und schüttete ein wenig davon in den Becher. Ich grinste ihn an und auch in seinem Gesicht prangte wieder das freche Grinsen, das ich an ihm so mochte.
Nun griff ich nach einer langen Flasche, deren Inhalt eisblau war.
„also das sieht wirklich lecker aus!“, bemerkte ich und goss ein wenig in den Becher. Wir grinsten noch mehr. So ging das immer weiter und am Schluss konnten wir uns vor lachen nicht mehr halten! Wir standen da, hoben uns unsere Bäuche und lachten ohne Ende. Es war mal wieder ein totaaaaaaaal geiler Moment! Als wir uns einiger maßen beruhigt hatten sahen wir uns an.
„so… und jetzt müssen wir ganz ernst sein!“
„jop! Bloß nichts anmerken lassen!!!!, gab ich dazu. Wir atmeten ganz tief durch und bewegten und dann mit unseren 3 Bechern zur Tür in Richtung Wohnzimmer. Wir öffneten diese und steuerten geradewegs auf Tom zu. Bill hatte Toms Becher in der Hand un ich unsere 2!
„ahhh… da seid ihr ja endlich! Wieso hat das denn so lang gedauert?“, kam auch schon Tom auf uns zu.
„ achhhh…. Wir haben uns eben echt sehr viel Mühe gegeben!“, antwortete ich und merkte wie sich Bill neben mir ganz schön zusammenreißen musste um nicht vor Lachen auf den Boden zu fallen.
Langsam gab er Tom seinen Becher. Wir schauten uns an und dann beobachteten wir Tom, der sich wieder zu Laura drehte. Erst machte erst nicht den Anschein als wollte er etwas trinken, doch dann hob er seine Hand näher! Er führte den Becher immer näher in Richtung Mund und schaute Laura die ganze Zeit dabei an. Ich und Bill starrten wie gebannt auf ihn und warteten nervös und ungeduldig. Dann setzte er den Becher an und – er trank! Na ja… trinken konnte man das nicht nennen! Er nahm ein wenig in den Mund und spuckte es dann auf sein Gegenüber! Laura! Diese bekam die ganze Brühe in ihr Gesicht und schrie hysterisch auf. Sie war nicht meine Freundin, von daher machte es mir absolut nichts aus!
„was ist denn das für ein Gesüff?!?!“, brüllte Tom nun und seine Stimme klang wirklich sauer. Ich schaute zu Bill uns der zu mir! Wir schauten wieder zu Tom und fingen dann beide an zu lachen! Wir lachten und lachten und mussten wirklich mit unseren Lachtränen kämpfen! Es war eine soooo geile Aktion gewesen! Mit den beiden konnte man einfach jeden Scheiß machen, was ich auch an ihnen liebte.
„Bill! Lene!“, schrieb plötzlich eine Stimme vor uns! Wir schauten nach oben und sahen einen ziemlich bösen Tom.
„ohoh!“, stieß Bill hervor und nahm mich an der Hand. Zusammen rannten wir so schnell es ging Richtung ausgang. Ich blickte noch mal nach hinten und sah dort einen ziemlich sauren und zugleich verdutzten Tom stehen. Als ich gerade wieder nach vorne sehen wollte, gab es einen lauten Knall und ich stieß an etwas großes.

Kapitel 30

Ich blickte langsam nach oben und schaute in 2 eisblaue Augen! Dann erkannte ich ihn. Es war Bryan. Anscheinend bin ich genau gegen ihn gerannt. Er sah mich erst verwirrt und dann lieb an. Irgendwie hatte ich ihm Moment allerdings überhaupt keine Lust auf ihn! Ich wollte viel lieber zusammen mit Bill wegrennen. Dieser stand neben uns und hielt immer noch meine Hand. Ich wusste dass ich jetzt schlecht mit ihm weiter flüchten könnte und so warf ich ihm einen entschuldigenden Blick zu. Er verstand und ließ meine Hand los.
Plötzlich packte eine Hand mich am Kinn und zog mir zärtlich zu sich. Es war die von Bryan. Er schaute mir in die Augen und küsste mich. Man, ich hatte aus einem mir unbekannten Grund gar keine Lust ihn zu küssen! Von daher dauerte der Kuss auch nicht sonderlich lange, und man konnte nicht sagen, dass er sehr gefühlsvoll war. Ich drehte meinen Kopf wieder zu Seite in der Hoffnung Bill wieder zu sehen, doch er war dort nicht mehr…. Ich hatte irgendwie ein ziemlich doofes Gefühl, da ich momentan einfach viel lieber bei ihm gewesen wäre! was dachte ich da eigentlich?! Bryan war mein Freund und ich sollte froh sein jetzt und hier mit ihm zusammen zu sein! Ich hatte ihn doch so selten gesehen die letzte Zeit! Ich sollte jetzt nicht mehr an Bryan denken sondern an Bill! Ähhhh nein! Falsch rum! Nicht mehr an Bill sondern an Bryan! Mensch Lene! Was denkst du da?! Kann Bill nicht mal aus deinen Gedanken huschen?! Sich einfach mal nicht immer irgendwo in deinem Kopf verstecken, sondern gar nicht mehr dort drin sein?! Mann! Was dachte ich da wieder für ne scheiße! Mannomann! Ich brauchte echt mal wieder ne Pause! Das waren eindeutig zu viele Gefühle und Gedanken auf einmal! Na ja… jetzt würde ich mich erst mal wieder meinem Sweetheart zu wenden! Und ich würde ihm gehören! Ganz alleine ihm!
Ich drehte mich zu meinem Schatzi und küsste ihn!
„komm! Lass uns zu Paul und Jude gehen!“, schlug ich vor. Er nickte mit einem wunderschönem Lächeln auf den Lippen. Also gingen wir durch den Eingangsbereich ins Wohnzimmer und ließen und auf eine Couch neben der von Jude und Paul fallen. Die 3 begannen sofort zu quatschen. Ich hingegen schaute mich im Raum um. Überall waren besoffene Leute, die mit einem Becher in der Hand irgendwo rumlagen. Es war nicht unbedingt der appetitlichste Anblick! Ich ließ meinen Blick weiter durch den Raum schweifen. Eigentlich mochte ich solche Partys gar nicht so gerne. Es wurde die meiste Zeit nur Hiphop gespielt, was ich ja nun wirklich nicht mochte. Dementsprechend waren auch die ganzen Leute hier. Alles Ganster, die obercool in der Gegend rumhupsten, und richtige Oberzicken, die alles nur auf ihr Aussehen setzten und dabei nen Iq von 55 haben! Ich mochte solche Leute wirklich nicht und ich musste gestehen, dass bis auf ein paar ausnahmen alle hier so waren. Eigentlich passte ich hier gar nicht so richtig rein! Ich war eher dir Rockerin! Und war auch schon von meiner persöhnlichkeit eher in der rockigen Richtung! Ich mochte lässige Leute und welche die sich nicht immer nur darüber Gedanken machten was die Leute über sie dachten… ich mochte Leute, die ihren eigenen Stil und ihre eigene Meinung hatten und nicht mit dem strom schwammen! Jaja…. So tickte ich.
Ich blickte weiter im Saal umher und irgendwann blieb mein Blick bei 2 Personen die in der Ecke standen hängen. Ich schaute genauer hin und erkannte dann auf den 2. blick, dass die beiden Personen keine geringeren als Tom und Bill waren. Jaja… die zwei waren schon was besonderes! Sie waren anders als alle anderen! Sie machten was sie wollten, und ließen sich nicht davon abbringen! Dafür bewunderte ich sie! Ich wollte die beiden nie verlieren! Das stand fest!
Langsam wurde das durch den Raum gucken langweilig und ich forderte Bryan zum tanzen auf! Ich musste mich jetzt bewegen, damit ich nicht einschlief! Er willigte sofort ein. Also gingen wir auf die Tanzfläche zu den anderen. Wir tanzten erst normal, dann kam mir Bryan näher und näher. Ich hatte da jetzt mal wirklich keine Lust zu. Ich wollte tanzen! Und frei sein! Ich wollte mich bewegen können und nicht an ihm hängen und aufpassen, dass ich ihn nicht irgendwie haue oder so… nun ja… schließlich musste ich doch nachgeben! Abweisen konnte ich ihn wohl schlecht! Vor allem da ich ihn zum tanzen aufgefordert hatte. Also tanzte ich lustlos mit ihm. Ich schaute dabei wieder mal durch den Saal. Man! Ich glaubte morgen kannte ich den in und auswendig! Mein Blick blieb wieder an der Ecke hängen, in der vorhin Bill und Tom standen. Von ihnen war dort jedoch nichts mehr zu sehen. Aus irgendeinem Grund enttäuscht, schaute ich wieder gerade aus! Hilfe! Als ich meinen Blick wieder nach vorne gewendet hatte stand dort Bill. Er blickte mich an und schaute mir tief und durchdringend in die Augen! Es war ein blick den ich unbeschreiblich toll fand. Es gab mir das Gefühl er könnte in mich hineinblicken und mich einfach verstehen! Ohne Worte! Ich wandte mein augen nicht von ihm ab und er seine auch nicht von meinen!

Kapitel 31

Wir schauten uns eine Ewigkeit so an. Mein ganzer Körper wurde total leicht! Es war ein unbeschreibliches Gefühl!
Plötzlich zog Bryan meinen Kopf in seine Richtung, ich schaute mit meinen Augen jedoch weiterhin zu Bill. Dann kam sein Gesicht meinem immer näher und er küsste mich. na toll! Darauf hatte ich nun gar keine lust! Ich wollte Bill anschauen! Das war einfach so toll! Ich mochte ihn einfach irre und wollte ihn jetzt anschauen! War das etwa zu viel verlangt?! Aba nein! Mein toller Freund hatte wohl andre Pläne! Ich konzentrierte mich überhaupt nicht auf den kuss, sondern hing meinen Gedanken nach. Ich hatte ein total schlechtes Gefühl. Der Kuss ließ mich total kalt. Schnell löste ich mich wieder von ihm und schaute hinter ihn. Doch kein Bill war zu sehen. Suchend blickte ich mich im Raum um und ich wollte momentan einfach nur noch zu Bill!
Plötzlich wich Bryan von mir zurück. Er stand nur da und in seinen Augen lag etwas trauriges.
„na auf! Geh zu ihm! Ich weiß, dass du ihn liebst! Ich weiß es schon lange, doch ich wollte es nicht wahr haben und verdrängte mich immer!“
was sagte er da? Ich liebte Bill? Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Natürlich! Ich liebte ihn! Ich liebte ihn über alles! In meinem Kopf spielten sich nun alle möglichen Bilder ab. Unser erstes telefonat, unsere Begegnung, das wieder sehn, das interview bei viva und das Kribbeln, das ich nur bei ihm verspürte! Ich liebte ihn! Wieso merkte ich das erst jetzt?
Ich schaute nun wieder mit großen Augen zu Bryan. Dieser nickte mir nur zu. Ich umarmte ihn und flüsterte ein „Thank you!“ . Sofort rannte ich wie von einer Tarantel gestochen durchs Haus auf der Suche nach meinem Bill. Allerdings fand ich ihn nicht. Im oberen Stockwerk traf ich dann auf Tom.
„Tom!!! Wo ist Bill?“
„wieso? Warum interessiert dich das? Du hast doch deinen Bryan!“ was redete der da?
„Tom! Red keine scheiße und verrate mir endlich wo er ist!“, fauchte ich ihn an.
„nagut, nagut! Aba sag ihm nicht dass ich es dir gesagt habe! Er wollte in den park!“
„danke! Vielen dank!“, hauchte ich noch bevor ich aus dem haus rannte in richtung Park. Ich rannte und rannte. Ich bekam langsam keine Luft mehr, doch ich rannte weiter! Was sollte ich ihm sagen? Was wenn er nicht das selbe für mich empfinden würde? Egal! Ich musste es ihm sagen!
Ich war mittlerweile am Park angekommen und schaute mich nun suchend um. Doch nirgendwo war Bill zu erkennen. Es war momentan auch schon dunkel und man konnte nur schwer etwas erkennen. Ich lief ein bisschen weiter und suchte alles ab. Endlich sah ich eine person. Diese saß auf einem Hügel, hatte die Beine angewinkelt und schaute gerade aus. Ja! Das war Bill. Ich ging langsam auf ihn zu. Ich hatte keine Zweifel! Ich liebte ihn! Und das würde ich ihm auch sagen!
Ich stand hinter ihm und er hatte noch nicht zu mir aufgeblickt also begann ich:
„Bill!“, ich bemerkte wie er zusammen zuckte, jedoch nicht aufschaute.das war mir egal und fing nun einfach an.
„Bill, mir ist heute Abend glaub ich so einiges klar geworden! Ich habe mir die ganze Zeit etwas vor gemacht und wollte es nicht einsehn! Ich könnte mir nicht vorstellen ohne dich zu leben! Ich brauche dich, und das schon seit unsrem ersten Telefonat! Ich hatte immer ein ungewohntes Gefühl bei dir, das ich nicht kannte! Es war schön! Und als ich zum beispiel beim viva interview gehört hatte dass du verliebt warst, gings mir nur noch schlecht! Ich habe diese Gefühle immer verdrängt, weil ich sie nicht kannte, und Angst vor ihnen hatte! Doch nun weiß ich was sie bedeuteten! Und das wollte ich dir jetzt sagen!“, ich machte eine kurze Pause. „Bill…. Ich… ich liebe dich!“, flüsterte ich mittlerweile. Nichts tat sich! Bill blieb einfach sitzen und zeigte keine Reaktion. Was sollte ich denn jetzt machen? Anscheinend war es ihm egal und er empfand nicht dasselbe wie ich! Na toll! Wahrscheinlich hatte ich ihn jetzt doch verloren! Und zwar als festen Freund und als Menschen! Aba ich konnte und wollte nicht ohne ihn leben! Ich merkte wie mir eine Träne die Wange hinunter lief! Super! Wieso zum Teufel habe ich ihm gesagt was ich fühlte?! Was habe ich mir dabei gedacht?! Scheiße mann! Ich hab mich doch grad voll blamiert! Ich wollte nur noch weg. Ich war soooo enttäuscht!
Langsam drehte ich mich um und wollte gehen!

Kapitel 32

Als ich mich gerade vorwärts bewegen wollte, ergriff plötzlich jemand meine hand! Wer war das denn jetzt?! Ich drehte mich um und sah in Bills wunderschöne Augen. Er war aufgestanden und sah mich nun durchdringend an!
„mann Lene! Ich … brauch dich doch genauso! Ich kenn die Gefühle, die du beschrieben hast sehr gut! Was denkst du wie ich mich gefühlt habe als du mit Bryan zusammen gekommen bist?! Ganz und gar nicht gut! Doch ich wollte dich nicht verlieren! Ich könnte nicht ohne dich!“, begann er. Nun warf ich etwas ein:
„heißt das etwa…?“, flüsterte ich ungläubig. Er nickte!
„mensch Lene! Als ich beim interview mit viva gesagt habe dass ich verliebt wäre meinte ich keinen andren als dich!“, dabei schaute er mich intensiv an. Mir blieb der Atem weg!
„du meinst du warst da in mich verliebt!“
„ja Lene! Und ich bin es immer noch!“
hatte er gesagt, dass er in mich verliebt war? Das konnte doch nicht sein! Das war… das war unglaublich! In meinem ganzen Körper breitete sich ein wohliges Gefühl aus! Das war soooo toll! Er liebte mich auch, oder?
Ich sah ihm immer noch in seine Augen und dann kam sein Gesicht immer und immer an meines! Als er nur noch wenige mm von mir entfernt war flüsterte er:
„ich liebe dich Lene!“
dann schloss er die Augen und küsste mich! Er küssssssste mich!!!!! Und es war der wunderschönste Kuss, den ich je erlebt hatte! Er war einfach nur unbeschreiblich! Und da kam es auch schon wieder! Das Kribbeln im ganzen Körper! Es war der schönste moment meines ganzen Lebens! Ich küsste gerade Bill und mir war klar: er war meine große Liebe! Ich liebte ihn mehr als alles andere auf der Welt! Der Kuss kam mir vor wie eine Ewigkeit, als wir uns dann von einander lösten. Langsam öffnete ich wieder meine Augen! Dann lächelte ich ihn an.
„ich liebe dich auch!“, flüsterte ich und wir küssten uns noch einmal. Er war genauso schön wie der erste! Wie konnte ich bloß so lange so blind gewesen sein?! Meine große Liebe stand immer direkt vor meiner Nase und ich habe sie nicht entdeckt! Oder hatte ich sie entdeckt und nur nicht wahrhaben wollen dass es soweit war? Na ja… das war jetzt egal! Ich hatte ihn und wollte ihn nie wieder verlieren!
Als wir uns wieder gelöst hatten fragte mich Bill:
„aba hey! Was ist mit Bryan?“ ich sah seinen traurigen Blick und lächelte beruhigend.
„Zwischen uns ist schluss! Er hat wohl gemerkt dass ich DICH liebe und mir die Augen geöffnet!“
ich schaute ihn an und küsste ihn wieder! Der kuss war so gefühlsvoll! Er war einfach nur umwerfend! Ich weiß nicht wie lange wir dort standen und uns küssten, doch irgendwann beschlossen wir zu den anderen zurück zu kehren! Eng umschlungen machten wir uns auf den Weg! Ich fühlte mich so wohl und war einfach nur glücklich! Es war wohl der schönste Tag in meinem ganzen Leben! Langsam schlenderten wir verliebt zurück.
Dort angekommen gingen wir hinein und es waren noch keine gegangen. Im gegenteil! Die Party war noch in vollem Gange. Wir blieben umschlungen und machten uns auf den Weg ins Wohnzimmer! Sofort kam ein strahlender Tom auf uns zu!
„na endlich! Wurde ja auch mal Zeit! Hab schon fast die Hoffnung aufgegeben!“, rief er und nahm mich in den Arm.
„aba wehe ihr kommt auf die idee mal nen „flying in heaven“ ohne mich zu essen, jetzt wo ihr zusammen seid!“, grinste er uns an.
„keine angst! Ohne einen von uns dreien würde des garantiert nur halb so gut schmecken!“, sagte ich.
Tom grinste und sagte:
„du schwaller!“
„hey!“, rief ich und knuffte ihn in die Seite! Nun musste wir alle 3 lachen und ich war einfach so glücklich wie schon lange nicht mehr! Wir setzten uns auf ein Sofa und Tom stellte uns Carry vor, seine neue Bekanntschaft. Wir hatten ihm ja schließlich Laura vergrault^^! Sie schien mir allerdings ganz nett, auch wenn sie nicht ganz so lässig war, wie ich das bei Leuten mochte. Wir tranken und lachten und ich lag die ganze Zeit bei Bill im arm! Er war einfach zu süß! Ich schaute zu ihm hoch! Es war einfach alles toll! Ich liebte ihn soooo sehr! Er bemerkte meinen Blick und schaute mich nun auch an. Wir lächelten verliebt und verschmolzen dann in einem atemberaubenden Kuss! Es war unglaublich schön. Als wir uns wieder voneinander lösten war Tom nicht mehr da! Stattdessen saß nun Jude da und grinste uns an. Wir lächelten sie an. Dann stand sie auch wieder auf und wollte wieder gehen. Doch davor lehnte sie sich noch einmal zu mir und murmelte :
„you’re so cute!“ Dankend lächelte ich sie an. Zum Glück war sie nicht böse, weil ich Bryan verlassen hatte. Schließlich war er ihr bester Freund!
Ich schaute wieder zu Bill und wie könnte es auch anders sein, begannen wir uns wieder zu küssen! Er war einfach traumhaft und bei jedem Kuss hüpfte es in meinem Bauch auf und ab!
So ging das den ganzen restlichen Morgen lang, bis wir uns dazu entschlossen nach Hause zu gehen. Schließlich war es schon 5 Uhr morgens! Und vor allem Tom wollte unbedingt nach hause. Anscheinend war ihm wohl irgendwann auch die lust an Carry vergangen^^!
Also packten wir unsere Sachen zusammen und liefen los. Wir wussten zwar den Weg, jedoch nicht wie weit es war. Nach wenigen kilometern konnte ich nicht mehr! Schließlich hatte ich schon einen extrem langen Sprint hinter mir!!! Meine Füße schmerzten mit jedem Schritt mehr!
„na komm süße! Spring auf!“, sagte Bill zu mir und drehte seinen Rücken in meine Richtung! Ich strahlte ihn an und sprang dankend auf. Oben angekommen gab ich ihm ein Kuss und murmelte
„dafür gibt’s nachher auch ne belohnung!“
Nun strahlte er wie ein Honigkuchenpferd!
„na wenn es das jedes mal gibt mach ich das gerne öfter!“, zwinkerte er mir zu. Ich war wirklich der glücklichste Mensch auf Erden. Zu dem Zeitpunkt jedenfalls!

Kapitel 33

Zuhause angekommen gingen wir erst einmal in die Küche um etwas zu trinken! Es war mittlerweile 7 Uhr! Wir hatten also wirklich ewig gebraucht! Wir richteten den Tisch und setzten uns. Ich natürlich sofort neben meinen Süßen! Dann begannen wir zu essen! Es war soooo gut etwas richtiges zu sich zu nehmen! Kein alk, oder etwas anderes Flüssiges! Von daher ließen wir es uns richtig schmecken! Obwohl wir alle nicht geschlafen hatten, war keiner von uns richtig müde. Also saßen wir noch 1 ½ Stunden am Tisch und erzählten oder beschäftigten uns anders (was mich und Bill betraf !) . Langsam wurden dann auch die anderen wach. Als erstes trudelten Gordon und Simone ein! Sie setzten sich zu uns und nahmen sich etwas zu essen. Erst sagte keiner etwas. Auch Simone und Gordon merkten das. Sie schauten auf und blickten skeptisch in die Runde!
„ist irgendwas?“, fragte Simone schließlich. Bill schaute mich fragend an und nahm unter dem Tisch meine Hand. Ich wusste was er wollte und nickte dann mit einem Grinsen im Gesicht. Als wandte er sich zu den Zweien.
„also… öhhmm… ich und Lene sind jetzt zusammen!“, murmelte er unverständlich. Ich musste grinsen! Man war das süß! Wie er da so verschämt und zurückhalten saß. Das kannte man gar nicht von ihm!
Nun meldete sich Simone zu Wort. Sie hatte ein großes Grinsen auf dem Mund, was wohl nur gutes für uns bedeuten konnte!
„das ist ja schön! Freut mich für euch! Ihr passt wirklich gut zusammen!“
„ja, ne? Das find ich auch!“, grinste Bill und war wieder der alte! Zum Glück freute sich Simone mit uns! Und auch gordon schien das zu gefallen, denn er grinste vom einem bis zum anderen Ohr! Ich schaute zu Bill, der mich gaaaaanz süß anlächelte! Verliebt grinste ich zurück! Wir saßen dort noch eine Weile, bis mum and dad (mittlerweile nannte ich sie schon so) ins Esszimmer kamen.
Wir begrüßten uns erst einmal und sie begannen zu essen! Dann redete Simone mit meiner mum!
„hey! Lene und Bill haben tolle neuigkeiten zu verkünden!“, sie grinste mum an.
„so? was gibt es denn so tolles?“, fragte sie mit einem lächeln im Gesicht. Nun war ich an der Reihe, doch nach Simones toller Reaktion hatte ich keine Bedenken. Also fing ich an:
„nun ja… also Bill und ich, wir sind jetzt zusammen!“, erzählte ich ihr mit einem grinsen im Gesicht. Doch ich erschrak. Das Lächeln, das eben noch in ihrem Gesicht war verschwand und sie starrte uns entsetzt an. Hilfesuchend blickte ich zu Bill. Was war denn mit ihr los?! Dieser schaute genauso ratlos und drückte meine Hand fester.
Simone griff dann schließlich ein.
„was ist denn los Harriet?“
„das… nein… Lene! Ich muss dich sprechen! Komm mit!“, sagte sie in strengem Ton. Ich hatte irgendwie angst! Ich wusste nicht mit was ich rechnen sollte. Ich drückte bills hand noch fester und stand dann allmählich auf. Langsam und vor allem ängstlich folgte ich ihr in die Küche. Sie schloss die Tür und schaute mich dann an. Was hatte sie denn? Was war denn los? Dann begann sie zu sprechen.
„Lene! Ihr dürft nicht zusammen sein! Ich erlaube das nicht!“, sie sagte nur diesen einen Satz! Was sollte das?! Hatte sie nen Sparren ab oder was?! Was ging denn bloß mit der?! So kannte ich sie doch gar nicht!!! Dann fuhr sie fort!
„glaub mir! Das ist nicht gut für euch! Ich verspreche dir, dass du ohne ihn glücklicher bist und er ohne dich! Ich will nicht dass es dir nicht gut geht und somit verbiete ich euch eure Beziehung!“
Sollte das en witz sein?! Was hatte die denn für ein Problem?! Die konnte uns doch nicht die beziehung verbieten!
Ich stand mit offenem Mund vor ihr. Dann fand ich meine Sprache wieder!
„was hast du für ein Problem mit uns?! Es tut mir gut mit ihm! Das weiß ich! Keine angst! Und ich liebe ihn! Ich werde mich nicht von ihm trennen!“, langsam stiegen mir die Tränen in die Augen! Sie war doch meine Mum! Das war sie wirklich! Wie meine zweite mutter. Ich hatte sie soooo lieb! Doch warum um alles in der Welt tat sie das?! Ich verstand es einfach nicht.
Sie seufzte.
„kind! Du liebst ihn vielleicht, doch er dich garantiert nicht, glaub mir!“
„doch das tut er! Ich weiß dass er das tut!“, schrie ich sie nun an und mir flossen die Tränen nun über das Gesicht! Was redete sie da?! Sie wusste doch gar nichts! Sie kam auf mich zu und wollte mich in den arm nehmen, doch ich stieß sie weg! Die konnte mir momentan echt fern bleiben! Warum tat sie das nur?! Sie war doch meine mum!
„tut mir leid! Aba ich erlaube nicht dass ihr zusammen seid!“, fuhr sie nur fort.
„und warum?! Warum um alles in der Welt willst du mich nicht glücklich sein lassen?!“, schrie ich sie weiter an.
„überleg doch mal! Du weißt doch tief in dir auch, dass du mit ihm nie glücklich werden kannst!“, schrie sie nun zurück. Ich schaute sie nur an! Keiner sagte etwas.

Kapitel 34

Was sollte das! Was sollte ich wissen?!
Sie bemerkte meine Unwissenheit und fuhr in voller Lautstärke fort:
„denkst du allen ernstes, dass ihr glücklich werdet?! Ach komm! Du weißt doch genauso gut wie ich, dass ihr keine Chance habt!“
„nein weiß ich nicht! Weil es nicht stimmt!“
„ach komm! Er ist ein Star! Alle Mädels lieben ihn! Und da sollte er gerade dich lieben, wo er doch eins nach dem andren haben könnte?! Glaubst du das wirklich?! Tut mir leid, dass ich dir das jetzt so sage, aba ich will nur das beste.“
Ich merkte wie sich mein Magen verkrampfte. Was war wenn sie recht hatte? Er war ja wohl der zur Zeit meist begehrte Junge in Deutschland! Und ich seine Freundin?? Scheiße! Worauf hatte ich mich da bloß eingelassen?!?! Wie konnte ich denken das wir zusammen bleiben könnten?! Mittlerweile flossen meine Tränen in Strömen über mein Gesicht! Ich liebte ihn doch! scheiße!
Ich sah meine Gastmum an und rannte dann in mein Zimmer! Was sollte das bloß?! Was hatte ich mir dabei gedacht?! Ich hab wohl völlig vergessen, dass er ja von Tokio hotel ist!!! Scheiße, bin ich dumm! Wie kann ich bloß denken, dass wir wirklich glücklich zusammen sein könnten?!?!
Ich hockte mich auf mein Bett, zog meine Beine ran und heulte! Ich heulte und heulte und ich hatte das Gefühl ich würde gar nicht mehr aufhören! Plötzlich klopfte es an der Tür. Ich antwortete nicht, doch sie öffnete sich trotzdem. Ich schaute auf und sah direkt in das Gesicht von Bill! Mist! Den konnte ich im moment gar nicht gebrauchen! Ich merkte wie sich mein Magen mal wieder verkrampfte!
„hey süße!“, Autsch! Der sollte bloß nicht so lieb mit mir reden!
Er kam näher und setzte sich schließlich neben mich aufs Bett. Dann legte er seinen Arm um mich! Nun drehte mein Körper bald durch. Ich merkte deutlich wie ein Kampf zwischen Kribbeln und Krämpfen stattfand! Ich hielt das alles nicht mehr aus!
“geh weg!“, schrie ich Bill an. Er zuckte zusammen und schaute mich schockiert an.
„wa-wa-was ist denn?“, fragte mich vorsichtig.
„was ist?!“, schrie ich weiter, „geh bitte einfach nur weg! Ich hab keine Lust auf dich! und das mit uns beiden… das-„, ich stockte! Es tat mir soooo weh! „ das wird auch nichts!“, beendete ich nun etwas leiser den Satz. Er schaute mich verletzt und traurig an. Wieso schaute er so?! es konnte ihm doch egal sein! Er würde doch sowieso bald wieder eine neue haben! Ich nahm seinen Arm der immer noch auf meiner Schulter lag und schmiss ihn weg. Nun fand auch er anscheinend seine Stimme wieder.
„hat dir das Harriet eingeredet, oder was ist mit dir passiert?!“, fragte er jetzt verletzt und zornig zu gleich.
„nein! Sie hat mir nur die Augen geöffnet!“, schrie ich.
„ach! Und was hat sie um alles in der Welt gesagt?!“, nun hob auch er seine Stimme.
„die wahrheit!“, brachte ich nur hevor. Ich senkte meinen Blick.
„und jetzt geh!“, schrie ich.
„bitte..“, setzte ich im Flüsterton hinterher. Er erhob sich und ging zur Tür. Langsam hob auch ich wieder den Kopf. Kurz bevor er dann entgültig ging drehte er sich noch mal zu mir um. Er schüttelte den kopf und schlug dann die Tür laut hinter sich zu. Ich zuckte bei dem Knall zusammen. Dann legte ich meinen Kopf wieder auf meine Beine und heulte weiter! Ich fühlte mich, als ob alles in mir leer wäre. Einfach nur leer. Keine gefühle, keine Schmerzen… nichts!
Langsam stand ich auf und trottete in Richtung Badezimmer. Ich schloss ab und sah mich im Spiegel an. Mein gott!!! Sah ich aus! Ich war kreideblass und meine Augen rot und verquollen. Es sah einfach nur schlimm aus! ich spritzte mir ein wenig Wasser ins Gesicht und ging dann wieder hinaus. Dort traf ich auf Larry, der gerade aus meinem Zimmer kam.
„ahhh Lene! Ich wollte grade zu dir!“, sagte er freundlich.
„was is?!“, gab ich böse zurück!
„ich wollte mit dir reden… über Bill!“
Na toll! Wie viele wollten denn noch mit mir über Bill reden?! Das war meine Sache und ging niemanden was an!
Doch er schob mich einfach in mein Zimmer und schloss die Tür. Dann begann er zu reden:
„also Lene! Ich weiß, dass du dich vielleicht ein wenig in ihn verknallt hast, doch ich denke nicht dass man von Liebe reden kann. Schau doch mal. Wie soll das denn weiter gehen wenn ihr zurück in Deutschland seid? Er ist ein berühmter Star und du ein ganz normales Mädchen. Denkst du er wird dann noch groß Augen für dich haben? Wohl eher nicht oder? Er wird wohl mit ziemlich vielen Mädchen in Kontakt kommen und dir sehr weh tun! Und das wollen wir doch nur verhindern!“, sprach er in einem besserwisserischen Ton.
„ich hab ja schon mit ihm schluss gemacht! Seid ihr jetzt zufrieden?!“, schrie ich.
„glaub mir! Es ist das beste für alle beteiligten!“, sagte er, nahm mich noch mal kurz in den Arm und ging dann raus. Ich legte mich auf mein Bett und begann wieder zu heulen. Irgendwann schloss ich die Augen und schlief ein.
Als ich wieder aufwachte hatte ich einen irre trockenen Hals und brauchte schnellstens etwas zu trinken! Ich ging in richtung Küche. Als ich jedoch auf der Treppe stand, hörte ich stimmen und ich blieb auf der Stelle stehn.

Kapitel 35

Die Stimmen kamen aus dem Wohnzimmer. Die redeten laut und hörten sich nicht gerade freundlich an. Ich ging näher hin und lauschte vor der Tür.
„jetzt sag mir endlich was zum teufel du ihr gesagt hast!“, das war eindeutig bills stimme! Schon wieder verkrampfte sich mein Magen.
„nur die Realität! Du willst mir doch wohl nicht weiß machen dass du sie wirklich liebst!“, und die gehörte zu meiner mum. So langsam verstand ich auch um was es hier ging!
„natürlich tue ich das! Ich liebe sie über alles! Wie kommst du auf die idee?!?!“, hatte er gerade gesagt, dass er mich liebte? Mein Herz machte einen Hüpfer!
„ach Quatsch! Komm schon! Zurück in Deutschland bist du wieder der begehrte star und dann brauchst du sie nicht mehr! Dann hast du genug andere mit denen du deinen Spaß haben kannst!“, bei diesen worten bildete sich ein dicker Klos in meinem Hals!
„was?! Nein! Das würde ich nie tun! Ich liebe sie und ich brauche keine anderen! Ich will sie nicht verlieren! Sie ist die wichtigste Person in meinem Leben! Wieso sollte ich so etwas tun?!“, langsam löste sich der Klos wieder. Er hatte das so ehrlich gesagt! War ich ungerecht zu ihm?!
Meine Mum lachte auf!
„hör mal Bill! Ich mag dich! Doch ich bin mir sicher, dass du sie verletzen wirst und von daher werde ich euch eure Beziehung verbieten!“
„und wieso um alles in der Welt?!“
„Weil ich sie beschützen will!“
„aba vor was?! Ich werde ihr nie weh tun! Niemals!“
„ha! Dass ich nicht lache! Junge! Du kannst gar nicht anders! Du hast es im Blut!“
„was um alles in der Welt redest du da?!?!“ das fragte ich mich langsam auch!
„du wirst sie verletzen so wie dein ach so toller Vater deine Mutter unglücklich gemacht hat! Sie hat damals gelitten! Und daran war nur dein Vater schuld! Und du wirst es nicht anders machen! Ihr habt das im Blut!“
also jetzt platzte mir der Kragen! Sie hatte sich nun wirklich nicht in unsre Beziehung einzumischen! Ich liebte Bill! Und er mich auch! Da war ich mir nun ganz sicher!
Langsam öffnete ich die Tür und ging hinein! Beide starrten mich erschrocken an. Ich ging auf Bill zu und fiel ihm um den Hals!
„Es tut mir soooo leid! Ich liebe dich doch!“, schluchzte ich.
„is schon ok! Ich liebe dich doch auch!“, erwiderte er. Ich sah ihm in die Augen und spürte endlich wieder das Kribbeln, das mittlerweile das schönste Gefühl der Welt war. Dann küssten wir uns! Es war soooo schön in endlich wieder bei mir zu haben! Ich hatte ihn in der kurzen Zeit schon so sehr vermisst! Dann lösten wir uns und sahen meine Mum an. Diese stand mit offenem mund und zornigen Augen da. Dann schrie sie!
“Lene! Du machst einen riesigen Fehler! Glaub mir!“
„nein! Dir zu glauben wäre der Fehler! Wir lieben uns!“
„pahh! Lieben! Lene! Jetzt muss ich wohl leider härtere Maßnahmen ergreifen, wobei ich das wirklich nicht wollte. Ihr werdet nicht zusammen sein! Wenn ihr es wagt weiterhin das glückliche Paar zu spielen, werde ich deine Organisation benachrichten und ihr von eurer Beziehung erzählen! Du weißt was das bedeuten würde!“
ich war schockiert! Bei der Organisation waren Beziehungen verboten und wer doch eine hatte, wurde nach Hause geschickt! Ich wollte nicht nach Hause! Das war soooo fies! Wieso konnte sie nicht einfach verstehen, dass das meine Entscheidung war, wie ich am besten glücklich wäre!
Bill verstand natürlich nichts! Ich nahm seine Hand und zog ihn hinter mir her in mein Zimmer. Hier schmissen wir uns auf mein Bett und ich fing an ihm zu erklären. Als ich beendet hatte war er noch geschockter als vorher.
„ich kann mir nicht vorstellen dass sie das macht! Pass auf! Ich werde morgen mit meiner Mutter reden und ich denke sie wird das schon irgendwie regeln! Schließlich sind sie ja Geschwister!“
ich sah ihn dankend an! Er schaute zurück und begann mich zu küssen.
Die Küsse wurden immer leidenschaftlicher, und irgendwann legte ich mich nach hinten aufs bett. Er kam über mich und wir küssten uns weiter. Langsam führte er seine Hand unter mein Shirt und ich legte meine Arme um sein Hals. Und so kam alles wie automatisch. Es war einfach Wunderschön. Und nun war ich mir absolut sicher, dass das meine große Liebe war.

Kapitel 36

Am nächsten Morgen wachte ich glücklich auf. Ich lag neben meinem Süßen, wie sollte es mir dann auch sonst gehen. Er schlief noch und sah dabei soooo süß aus! Ungeschminkt und mit zerzausten Haaren! Das war einfach nur goldig. Ich sah auf die Uhr auf dem Nachttisch und stellte fest, dass es schon 12 Uhr war. Na dann! Höchste Zeit zum Aufwachen! Ich drehte mich mich zu Bill und weckte ihn mit einem Kuss! Er erwiderte diesen, dachte aba nicht daran die augen auf zu machen! Na also wirklich!^^ ich beugte mich wieder zu ihm und biss ihm sachte in die Nase!
„hey!“, murmelte er und rieb sich die nase. Die Augen öffnete er allerdings immer noch nicht!
„hey du schlafmütze! Aufwachen!“
„es is doch noch viel zu früh!“, gab er nuschelnd von sich!
„gar nicht wahr! Jetzt komm schon! Oder willst du mich etwa so hier ohne deine Küsse neben dir liegen lassen!“, schmollte ich.
Er grinste und riss die Augen auf. Dann sprang er blitzschnell auf mich und küsste mich. Als wir von einander abliesen grinste er stolz und ich sagte:
„schon viel besser!“
wieder küssten wir uns!
„so! und jetzt raus aus dem bett! Es ist schon Mittag!“, nervte ich weiter!
„ochh nööööö! Wollen wir nicht noch ein bisschen liegen bleiben?“, bettelte er.
„nöp! Und jetzt keine Widerrede!“, befahl ich und stupste ihn aus dem Bett. Gehörig lief er Richtung Tür. Sah echt sexy aus wie er da so nur mit seinen Boxern stand. Er bemerkte meinen Blick, grinste und fragte:
„soll ich ganz sicher nicht noch mal ins Bett kommen?“
ich seufzte
„nein! Auf jetzt! Ich komm gleich zu dir ins Zimmer und dann gehen wir was essen!“
er murmelte noch „ei ei sir!“ und ging dann aus meinem Zimmer! Eigentlich hätte ich ihn ja gerne noch in meinem Bett behalten, doch wir mussten da noch etwas mit meiner „mum“ klären! Ich kroch nun auch aus meinem Bett und lief zu meinem Kleiderschrank. Ich blickte aus meinem Fenster und da es sehr heiß aussah schnappte ich mir meinen jeansmini und ein weißes top und verschwand damit im Bad! Nach einer Dusche zog ich mich dann an und ging zu Bill ins Zimmer. Dieser wartete bereits perfekt gestylt auf seinem Bett. Wow! Anscheinend hatte er sich ja richtig beeilt! Er sprang von seinem Bett auf, zog mich an sich und gab mir erst mal nen laaaangen Kuss!
„na? Hunger?“, fragte er dann!
„jap! Und wie!!!“, antwortete ich wahrheitsgemäß, da ich ja seid dem letzen Morgen nichts mehr gegessen hatte.
Also machten wir uns Händchen haltend auf den weg zur Küche. Dort stand Simone am Herd!
„hey ihr zwei! Na? Gut geschlafen?“, begrüßte sie uns.
„jaaaaa! Sehr gut!“, antwortete ich und grinste zu Bill.
„dann is ja gut! Ihr habt jetzt bestimmt Hunger, oder?“,wir nickten.
„gut! Ich koche heute für uns! Die anderen sind in der Kirche!“
Bill guckte plötzlich total doof aus der Wäsche!
„Tom etwa auch?!“, fragte er und nun musste auch ich grinsen.
„jaaaa der auch! Er wurde gezwungen!“
Bill und ich schauten uns an und fingen laut an zu lachen! Tom und Kirche! Das konnte ja was werden!!! Simone sah uns amüsiert zu. Dann unterhielten wir uns noch ein wenig und irgendwann fiel uns wieder das Thema mit meiner Mum ein.
Bill erzählte seiner Mutter die ganze geschichte und diese war empört!
„also das ist echt der Hammer! Ich werde mit ihr reden, versprochen! Und keine Angst! Ihr müsst euch weder trennen, noch musst du nach Hause!“, sagte sie.
Ich war erleichtert und auch Bill schien ziemlich zufrieden mit dem was sie gesagt hatte zu sein. Er kam auf mich zu und küsste mich! Bei jedem seiner Küsse kribbelte es von neuem und es war einfach so schön.
Nach einer halben Stunde kamen die anderen zurück und Tom sah ziemlich fertig aus!
„na? Wie wars in der Kirche?“, fragte ich ihn neckend und streckte ihm die Zunge raus.
„niemehr!!!“, stöhnte er bloß und ich und Bill fingen wieder an zu lachen! Tom warf uns erst einen bösen blick zu, doch dann musste auch er grinsen!
Wir gingen zu den anderen an den Esstisch und Harriet würdigte uns keines Blickes. Es fiel mir momentan schwer sie Mum zu nennen, da sie mir wirklich nicht gerade lieb durch diese Aktion geworden war!
Wir setzten uns und begannen zu essen! Es war köstlich!!! Einfach nur umwerfend! Wir hauten auch wirklich ordentlich rein so dass wir am Ende alle da saßen und uns die Bäucher hielten!
Ich stand auf, da ich noch Nachschub an trinken holen wollte, da tat Bill mir es gleich! Ich wusste zwar nicht wieso er mit mir ging, doch ich sagte nichtsl

Kapitel 37

Wir liefen nacheinander in die Küche und drehten uns dann zueinander um. Er schaute mich an und küsste mich! Ich fühlte mich sofort wunderbar!
„für was war der denn jetzt?“, fragte ich.
„Für gar nichts! Ich hatte einfach Lust dazu das jetzt zu tun!“, antwortete er mit seinem ganz speziellen frechen Grinsen.
„ohh! Na dann!“, grinste ich zurück und küsste ihn nochmals. So blieben wir eine Weile stehen, bis uns eine Stimme aus unseren Gedanken rief.
„Lene?! Wo bleibt ihr denn?“, das war Harriet. Ich löste mich von meinem Süßen und ging dann zum Kühlschrank um die Flaschen zu holen. Dann ging ich wieder zurück ins Esszimmer. Er trottete mir hinterher. Ich stellte die Flaschen auf den Tisch und wollte mich gerade wieder setzen, als Bill meine Hand nahm. Was war denn das jetzt? Ich sah ihn an, doch er nickte mir nur zu. Dann sprach Simone:
„ach Harriet? Darf ich dich mal sprechen?“
„natürlich! Red nur los!“, antwortete diese.
„Alleine!“, gab ihr Simone zu verstehen.
Sie zuckte mit den Schultern und folgte ihr schließlich gehörig in die Küche. Ich wusste was sie dort machen würden und das versetzte meinem Herz einen Stich! Was wenn sie die Drohung ernst gemeint hatte? Was wenn sie mich wirklich verraten würde?! Ich hatte solche Angst.
So stand ich da eine ganze Weile und hing meinen Gedanken nach. Ich bekam gar nicht mit wie Bill meine Hand immer und immer fester drückte. Auch er stand Gedankenversunken da. Ebenfalls der rest im Raum war still und regungslos. Ich bemerkte, wie Larry einen blick auf meine und bills Hand warf und dann kopfschüttelnd seufzte. Na toll! Das konnte ja super werden! Ich hatte solche Angst.
Nach weiteren muksmäuschenstillen Minuten öffnete sich langsam die Tür und die 2 kamen heraus. Weder Simone noch Harriet lächelte, von daher rutschte mir mein Herz in die Hose. Sie blieben stehen und Harriet öffnete den Mund:
„also ihr 2! Bill, deine Mutter hat gerade mit mir geredet und wir sind zu einem Entschluss gekommen!“, sie machte eine Pause. Bill drückte mir beinahe meine Hand ab, doch mich störte es kein bisschen. Ich war nun soooo aufgeregt, dass es mir sogar richtig gut tat! Dann fuhr sie fort.
„Bill du hast ja gemeint dass du sie liebst… ich kann es dir immer noch nicht abkaufen…,“ ich merkte wie Bill etwas sagen wollte, doch er kam nicht dazu. „ doch ich muss auch gestehen, dass das Lenes Entscheidung ist ob sie dir glaubt oder nicht!“
ich sah sie mit großen Augen an! Endlich hatte das, was ich die ganze Zeit gemeint hatte jemand verstanden! Es war meine Sache und keiner hatte sich da ein zu mischen!
„heißt das du bist einverstanden mit uns?“, fragte ich lieber noch mals nach.
„ich heiße es nicht gut, nein, garantiert nicht, doch ich muss wohl oder übel einsehn, dass ich euch eure Beziehung nicht verbieten kann! Doch sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt!“
„soweit wird es gar nicht kommen!“, meldete sich nun auch Bill zu Wort! Ich war soooo froh! Ich war erleichtert und wusste, dass uns beiden nun nichts mehr im Weg stehen würde! Keiner könnte sich mehr zwischen uns stellen! Niemals!
Ich schaute ihn an und strahlte über das ganze Gesicht! Auch er strahlte! Dann kamen wir uns näher und küssten uns! Endlich konnte ich ihn küssen, ohne Angst haben zu müssen, deswegen bald nach hause gehen zu müssen! Es war soo ein toller Tag und den rest machten wir nicht mehr viel. Wir saßen in meinem Zimmer, hörten Musik, quatschten und kuschelten und es war einfach ein wirklich wunderschöner Tag! Am Abend beschlossen wir mal wieder Dvds zu schauen und Tom, Bill und ich machten es uns im Wohnzimmer bequem. Es war weiterhin ein wirklich sehr gelunger Abend, und ich und Bill konnten uns nicht von einander lösen. Doch schließlich waren wir alle müde und beschlossen schlafen zu gehen. Da mussten wir uns dann wohl oder übel von einander verabschieden und in meinem Bett schlief ich schnell und einfach nur glücklich ein.
Die nächsten Tage gingen ebenfalls schnell vorrüber und schon stand Weihnachten vor der Tür. Das erste mal, wo ich auf amerikanische Weise feierte. Das hieß bescherung erst am morgen! Es war total ungewohnt am Abend des 24. ohne große Feier schlafen zu gehen. Doch bevor ich wirklich schlief ging ich noch mal runter und legte unter unseren Tannenbaum (obwohl es total heiß war!!!) noch meine Geschenke für Paul, Tom und Bill und den Rest!
Dann ging ich wieder hoch und schlief ruhig und zufrieden ein.

Kapitel 38

Durch einen Flug in die Luft erwachte ich. Und schon knallte ich wieder zurück auf die Matraze! Was war denn das?! Ich öffnete die Augen und blickte in Toms grinsendes Gesicht. Na toll! Anscheinend war er so auf mein Bett gesprungen, dass ich kurz abgehoben bin. Das war dann wohl der Flug durch die Luft gewesen. Ich schaute ihn grimmig an.
„wasn los?!“, brummte ich. Es war eindeutig noch viel zu früh am morgen! Doch irgendwas wichtiges musste wohl sein, wenn Tom schon wach war hieß das nur dass etwas seeeehr wichtiges anstand!
Plötzlich kam Bill herein. Er lächelte mich lieb an und gab mir dann nen Kuss!
„morgen Süße! Sorry, ich konnte Tom nicht mehr zurückhalten!“
„jaaaa! Weil wir nämlich warten müssen bis du wach bist!!!“, schrie Tom und sah mich vorwurfsvoll an.
„Hää? Auf was müsst ihr denn warten?“ fragte ich und stand mal wieder voll auf der Leitung!
„hallo?! Heute is Weihnachten!!! Schon vergessen?!“, murmelte Tom ungläubig.
„ohhh stimmt ja! Hatte ich wirklich total verpeilt!“, gab ich dann zu. Jetzt verstand ich auch wieso er mich geweckt hatte!! Er wollte seinen Geschenke! War ja auch verständlich!
„ok! Dann zieh dich mal ganz schnell an und komm zu uns ins Zimmer! Da haben sie sich alle versammelt!“
„gut! Wenn ihr dann mal aus meinem Zimmer gehen würdet könnte ich mich auch fertig machen!“
Gehörig stand Tom auf und rannte zur Tür. Bill jedoch blieb sitzen.
„das gilt auch für dich, Junge!“, ermahnte ich ihn. Dann zog er wieder seinen Schmollmund und begann:
„ochhh nööö! Komm schon!“
„nein! Keine widerrede! Und jetzt husch husch!“
er schaute mich noch mals traurig an und ich wurde schon fast schwach, als er dann aba endlich ging. Ich rannte zu meinem Kleiderschrank und schnappte mir die erst beste Jeans und dazu mein schwarzes Neckholder! Dann ging ich ins Bad und kämmte mir meine Haare und schminkte mich. Nun war auch ich hippelig, da ich gaaaanz schnell zu den Geschenken wollte! Ich rannte wieder ins Zimmer und schnappte mir ein paar Socken. Ich beschloss diese auf dem Weg irgendwie anzuziehen. Allerdings war das wohl doch keine so gute idee! Ich hüpfte mit dem einen Bein nach vorne und mit der Hand versuchte ich meinen Socken über den freien Socken zu ziehen. Das war wirklich schwer und es dauerte ewig bis ich den ersten anhatte.
Nun musste ich das Bein wechseln und hob das andere hoch. Ich wollte es genauso machen wie das erst mal! Doch irgendwie klappte das nicht so ganz! Ich wollte gerade wieder nach vorne hüpfen, als es mich umriss und ich volle Kanne auf den boden knallte! Autsch! Tat das weh!
Plötzlich hörte ich wie jemand laut loslachte! Ups! Das wird doch jetzt wohl keiner gesehen haben oder? Aba wie sollte es auch anders sein stand da Bill, der sich lachend den Bauch hieb und mit der andren Hand auf mich zeigte!
Ich schaute ihn an, grinste dann und zischte
„ na warte!“
dann rannte ich auf ihn zu und stürzte mich auf ihn! Zusammen fielen wir zu Boden! Sein Gesicht war wirklich zum Schreien! Ich sah ihn an und begann ihn durchzukitzeln! Nun lachte er noch mehr! Doch ich dachte nicht daran aufzuhören! Nein! Erst als sein Kopf rot anlief hörte ich langsam auf!
„so! haste genug?“, fragte ich frech. Er atmete tief ein und aus und sagte dann.
„jaaa! Bitte nicht noch weiter! Tut mir echt leid dass ich gelacht hab, aba das sah auch einfach zuu geil aus!“ er sah mich an und grinste. Nun musste auch ich anfangen zu grinsen und schließlich lachten wir beide los!
„was macht denn ihr hier?!“, ertönte eine Stimme hinter uns! Sie kam von Paul, da war ich mir ganz sicher. Da ich ja die ganze zeit auf ihm draufgesessen hatte, stieg ich erst einmal von ihm runter und sah dann zu Paul auf.
„ach nichts wichtiges!“, sagte Bill und grinste mich an. Ich war dankbar dass er es nicht erzählen wollte.

Kapitel 39

Als wir dann schließlich alle beisammen saßen gingen wir runter in die Küche wo wir erst einmal ordentlich frühstückten. Es war einfach nur köstlich! Die anderen hatten wirklich gute Arbeit geleistet!!! Und wir ließen es uns so richtig schmecken!
Dann gingen wir allmählich ins Esszimmer wo der Tannenbaum stand. Mittlerweile waren schon wirklich viele Geschenke unter dem Baum! Nicht so wie gestern Abend.
Wir setzten uns alle auf den Boden davor, und Bill fing an „ohh Tannenbaum“ zu singen. Wir lachten sofort los, und alle amerikanischen in dieser Runde blickten gar nichts^^!
Sofort ging es dann auch schon los!
„wir fangen dann mal an!“, sagten Harriet und Larry und nahmen ihre Geschenke unter dem Baum hervor. Die verteilten sie dann an die jeweiligen Personen. Mir drückten sie 2 Päckchen in die Hand. Ich lächelte sie an und begann dann auszupacken. Im ersten kam dann eine wunderschöne schwarze Kette zum vorschein! Sie kannten meinen Geschmack! Nicht zu kitschig und tussig, sondern eher rockig. So war auch die Kette und sie gefiel mir echt gut! Ich bedankte mich und ging ans nächste. Hier drin versteckte sich eine Letterjacket!!! Das war soooo geil! Für alle die nicht wissen was das ist: die Letterjacket gibt’s in jeder High school. Sie ist in den schulfarben und hat auch das Aufzeichen darauf! Außerdem stand hinten der Name des jeweiligen schülers drauf, und wenn man in einem club oder Team teilgenommen hatte, gab es dafür auch noch mal ein Aufzeichen! Bei mir waren 2 drauf! Eins für die hiphop gruppe und eins für den Theater club! Man musste sich so eine kaufen, und bei uns waren die wirklich extrem teuer! Und jetzt hatte ich eine geschenkt bekommen! Das war so geil!
Dankend fiel ich ihnen um den Hals. Als auch die anderen alle begeistert ihre Geschenke ausgepackt hatten, verteilten Simone und Gordon ihre Geschenke. Mir schenkten sie eine wunderschöne und riesige Kerze! Ich liebte Kerzen und hatte schon 35 in meinem Zimmer! Von daher war ich ihnen sehr dankbar! Bill und Tom bekamen ein neues Handy und viele andere sachen. Dann kam Paul an die Reihe! Von ihm bekam ich das passende Armband zur Kette und einen Gutschein für Cold stone, wie Tom und Bill auch! Wir lachten. Das war ein tolles geschenk!
Nun kam ich an die Reihe. Ich nahm meine Geschenke und verteilte sie an die entsprechenden Leute. Erst Simone und gordon, dann mum und dad und dann Paul. Alle waren froh über die Geschenke und bedankten sich! Nun kamen die twins! Erst übergab ich Tom sein geschenk! Er packte aus und freute sich nach jedem mehr! Er nahm mich in den arm.
„vielen dank kleine!!“
nun kam Bill! Bei ihm war ich besonders gespannt und hoffte er würde sich über seine Karte freuen! Er öffnete die Zeitschrift,in der ich die Karte versteckt hatte, und blieb an der Seite über Green day hängen! Dann entdeckte er die Karte! Seine augen wurden immer größer!
“Lene! Das is jetzt nich dein ernst oder?“, fragte er ungläubig.
„doch na klar! Und ich hab die zweite Karte!“, anwortete ich ihm. Er begann zu strahlen und umarmte mich fest! Ich hatte das gefühl ich würde ersticken! Dann ließ er von mir ab und gab mir einen gaaanz tollen Kuss!
„danke Süße! Das ist wirklich hammer geil!!!“ ich lächelte ihn an! zum glück freute er sich so!
und nun waren Tom und Bill an der Reihe mit ihren Geschenken! Sie gaben mir als erstes ihr Geschenk. Als allererstes Tom. Ich packte schnell das Päckchen aus und drin war…. Ein neues Ed Hardy shirt! Boaaahhh! Wie geil! Das war soooo toll! Ich sprang ihm um den Hals!
„danke danke danke danke! Das is soooo geil!!!“, schrie ich und die anderen mussten lachen.
„kein Problem! Immer wieder gerne!“, antwortete er und grinste mich an.
dann gab mir Bill sein Geschenk. Als erstes fiel mir eine Cappy in den Blick! Auch die war von Ed Hardy! Baahhhh das war soooo geil! Ich liebte diese Marke, doch sie war einfach viel zu teuer! Ich bedankte mich auch sofort bei ihm mit einem laangen Kuss. Dann sprach er:
„das geht aba noch weiter!“
verdutzt schaute ich wieder in das Geschenkpapier und sah dann auch schon einen Gutschein. Ich öffnete ihn und las! Während dem Lesen klappte mir mein Unterkiefer runter! Das konnte nur ein Witz sein! Das konnte ich doch nie mals annehmen!!!!
„und? Was sagst du?“, fragte Bill gespannt.
„Bill … das… das kann ich nicht annehmen!“
es war ein Gutschein für einen 2 wöchigen Urlaub in einem Land meiner Wahl. Das konnte ich konnte ich ja wohl unmöglich annehmen!!!
„natürlich kannst du! Oder besser gesagt du musst!“, grinste er mich frech an!
nun musste auch ich grinsen und schüttelte nur noch den Kopf!
„du bist verückt!!!“, beschuldigte ich ihn.
„jap! Verrückt nach dir!“, erwiderte Bill. Bei jedem andren hätte ich das unheimlich kitschig gefunden, doch bei Bill war es irgendwie anders! Er sagte das so ehrlich! Es war so toll!

Kapitel 40

Nach der Bescherung ging nicht mehr viel! Wir aßen zu Mittag und riefen alle möglichen Leute an, denen wir eine schöne Weihnachtsfeier wünschten, oder einfach so quatschen. So rief ich auch Hannah an. man hat es nicht mitbekommen, doch wir hatten sehr viel Kontakt! Sie kannte jeden und alles was hier vor sich ging! Auch das mit mir und Bill. Doch aus irgendeinem Grund war sie heut sehr kurz angebunden. Ich wusste wirklich nicht wieso, doch sie wimmelte mich schnell wieder ab.
Später gingen ich, Bill und Tom zu Jude, wo auch Carry, toms letzte Bekanntschaft saß. Als sie uns sah sprang sie auf und viel Tom um den Hals. Dieser schaute jedoch leicht genervt und erwiderte die Umarmung keineswegs. Wir saßen dann ein wenig rum, laberten mal wieder viel Scheiße und es war wirklich lustig.
Plötzlich begann Bill in einem Loch von meiner zerissenen Jeans rumzuspielen. Anfangs war es ja noch ganz süß, doch nach der Zeit nervte es irgendwie. Weiß auch nicht genau wieso, doch es nervte! Also sagte ich es ihm auch!
„Bill, hör auf in meinem Loch rumzufummeln!“
Er schaute mich irgendwie nichtsblickend an und Tom auf dem Bett gegenüber prustete laut los. Ich blickte Bill an, der immer noch irgendwie verpeilt war. Dann fragte er mich:
„was hast du grad gesagt?“
„na du sollst aufhörn an meinem Loch in der Jeans rumzuspielen.
Nun schaute er zu seinem Finger, tat ihn weg und grinste mir ins Gesicht. Dann fing auch er an laut loszulachen!
Ich blickte gar nichts mehr. Die beiden lachten und lachten und hörten nicht mehr auf!
“was is denn daran jetzt so komisch?“, fragte ich verwirrt.
„weißt du wie sich das gerade angehört hat?!“, brachte Tom unter Lachen hervor.
Häää?! Was hatte ich denn gesagt? Ich ließ mir den Satz nochmals durch den Kopf gehen: hör auf in meinem Loch rumzufummeln. Nun bemerkte auch ich wie sich das angehört hatte.
Erst grinste ich und dann begann auch ich los zu lachen das war irgendwie wirklich komisch! Als wir uns dann endlich beruhigt hatten, bat mich Tom ihn zu massieren. Bereitwillig setzte ich mich hinter ihn. Dann zog er sein Shirt aus und ich begann ihn zu massieren. Allerdings gab es kleines Problem dabei. Tom hatte seine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden und nun hingen mir seine ganzen Haare ins Gesicht. Ich hatte echte Probleme noch irgendetwas zu sehen. Nachdem ich die eine ganze Weile mitgemacht hatte begann es jedoch mich tierisch zu nerven und ich sagte:
„Mann Tom! Jetzt tu halt endlich mal deinen Schwanz aus meinem Gesicht!“
schon wieder lachten beide los! Sag mal war ich heute im Kindergarten! Ich hatte doch nur gesagt er solle seinen Schwanz aus meinem Gesicht tun! Nun bemerkte auch ich mal wieder die Zweideutigkeit dieses Satzes! Na toll! Schon wieder! Doch dann musste auch ich mit lachen! Irgendwie war es ja schon lustig! Erst fummelte mir Bill in meinem Loch rum und dann nervte mich Tom mit seinem Schwanz in seinem Gesicht! Das musste ich so Hannah erzählen! Die würde wohl gar nichts blicken!^^
irgendwann guckten wir noch eine Dvd, keine Ahnung wie die hieß… irgendso ein Aktionfilm! War nicht ganz so toll! Und dann gingen wir nach Hause. Sofort gingen wir in die Küche und machten uns Abendbrot. Ich hatte heute soooo lust auf ein richtig gutes Wurstebrot! Ich legte mir mein Brot voll mit Wurst! Dann war nur noch eine Scheibe da. Ich wollte sie mir nehmen, doch Tom kam mir zuvor.
„ey! Finger weg von meiner Wurst!“ rief ich und schon wieder begannen sie zu lachen! Mann! Langsam nervte es gewaltig! Auch wenn ich schon wieder die zweideutigkeit bemerkte konnte ich diesmal nicht mehr lachen! Mann! War das etwa der Tag der zweideutigen Sätze oder was?!?! Bill, der hinter mir stand bemerkte wohl, dass ich das gar nicht so lustig fand, und legte seine Arme von hinten um mich!
„hey maus! Komm schon! Is doch witzig! Und auch nicht böse gemeint!“
„ja glaub ich ja… aba irgendwie nervts grad en bissl…“
„mhhh… na ja… dafür haben wir ne Überraschung für dich!“, sagte er! Sofort drehte ich mich um. Was hatten sie denn?? Mann! Das war ja toll! Ich sollte öfters mal schmollen!^^
„was denn?“, fragte ich neugierig und war sofort wieder am grinsen.
Bill guckte tom an. und sie nickten sich zu.
Na toll!!! Was sollte das?! Erst neugierig machen und dann nicht sagen! Na das warn mir welche!
dann machte Bill seinen Mund auf und begann zu reden!

Kapitel 41

„aaaaaalso…. Morgen kommen…..“, begann er.
„mann mach es nicht so spannend!!!“, sagte ich und knuffte ihn in die Seite.
Dann fuhr Tom fort!
„morgen kommen….“ Auch er stoppte da.
„hey“ rief ich und auch ihn knuffte ich in die Seite.
Dann lachten beide… na toll! Sie sollten endlich mal zur Sache kommen!
Bill ergriff das wort:
„morgen kommen Georg und Gustav!“
„was? Wie geil!!!!!“, schrie ich und strahlte übers ganze Gesicht! Das war ja mal geil! Endlich konnte ich sie wieder sehen! Ich hatte ja sonst nur mit ihnen getelt!
„ja aba das war noch nicht alles!“, fuhr Tom fort.
„nicht?“, fragte ich überrascht. Was kam denn jetzt noch? Das war doch schon toll genug!
„neeeeee!“, sagte Tom.
„also…“, meinte Bill, „ du hast ja demnächst so nen Ball in der Schule, ne?“
„ja… der Winterdance!“ der winterdance war etwas wir Homecomming. In Amerika waren ja ständig solche Bälle. Na ja, Bälle war das falsche Wort dafür! Zwar rannten alle in Kleid und Smoking rum, doch eigentlich war es ne richtig geile Party, mit Dj und so weiter.
„ja genau der!“, fuhr Bill fort, „ und na ja… aaalso…..“, spannte er mich auf die Folter, „also… wir werden dort wohl einige unserer Lieder Spielen, halt auf Englisch und von daher auch dort sein!“
„im ernst?“, fragte ich total baff! Das war ja mal soooo geil! Mein Freund würde beim Winterdance dabei sein! Besser konnte es ja wohl nicht mehr werden!
„jap! Im ernst!“, strahlte mich Bill nun an!
„wuuuuhhhhh!!!! Ja wie geil!“, schrie ich und fiel ihm um den Hals! Das war ja wirklich mal zu geil! Wahhhh! Was für ein geiler Tag!
Ich umarmte noch Tom, der sich mittlerweile mit Käse zufrieden gegeben hat^^, und dann aßen wir fröhlich und zufrieden unser Brot.
Wir waren alle ziemlich erledigt und von daher beschlossen wir uns schlafen zu legen. Ich zog mich um und ging in mein Zimmer. Irgendwie kam ich mir hier alleine vor und hatte keine Lust hier zu schlafen. Ich überlegte was ich machen könnte und beschloss dann zu Bill zu gehen.
Ich öffnete die Tür und die beiden saßen noch quatschend in ihren Betten. Als Bill mich erkannt hatte grinste er und wank mich zu sich.
„na du? Was is los?“, fragte er mich schließlich.
„ich weiß nicht… ich hatte irgendwie keine Lust da oben so alleine in meinem bett zu schlafen! Und da hab ich mir gedacht ich könnte mal bei euch vorbei gucken!“, erklärte ich ihm.
„willst du bei mir schlafen?“, fragte er grinsend.
Ich grinste zurück und nickte heftig!
„jaaaaaa!“, rief ich und drückte ihm einen fröhlichen Kuss auf! Den erwiderte er natürlich sofort und ich hörte Tom von hinten „na dann gute nacht!“, murmeln. Irgendwie hatte ich ein schlechtes Gewissen und ließ wieder von Bill ab.
Dann kuschelten wir uns unter die Decken, Löschten die Lichter und schliefen friedlich ein.
Am nächsten Morgen wurde ich durch einen zärtlichen Kuss geweckt. Ich wusste natürlich sofort von wem der kam und erwiderte ihn fröhlich. Dann lösten wir uns wieder von einander und schauten uns an.
„morgen süßer!“, murmelte ich!
„morgen maus!“, gab er als Antwort zurück. Wir grinsten uns an. und blieben noch einige Zeit aneinandergekuschelt im Bett liegen. Mann war ich glücklich mit ihm! Das merkte ich immer wieder! Ich liebte ihn auch wirklich über alles und wollte ihn nie mehr verlieren.
Irgendwann konnten wir uns dann doch dazu aufraffen aufzustehen und uns fertig zu machen. Ich sprang als erstes in die Dusche, dann Bill. Als wir frühstückten kam Tom dazu und erzählte uns, dass die andern 2 so gegen 2 rum kommen würden. wir schauten auf die Uhr und erschraken. Es war schon 12 Uhr! Sie würden also schon in 2 stunden kommen. Schnell richteten wir die Gästezimmer her; na ja… wir versuchten es jedenfalls! Allerdings hatten wir leichte Probleme die Ausklappcouch auszuklappen^^! Und die war wirklich nicht einfach umzubauen! Das war irgendwie so ne amerikanische Logik! Na ja… irgendwann gaben wir dann schließlich auf und machten uns auf den Weg in die Küche, wo wir erst ein mal etwas tranken. Und dann war es endlich 2 Uhr!

Kapitel 41

Wir liefen in der Küche hin- und her und warteten gespannt darauf dass die anderen kommen würden. Und dann war es endlich soweit! Wir hörten wie ein Auto im Hof hielt! Schnell rannten wir hinaus und sahen auf das schwarze Auto, das gerade angerollt kam. Heraus kamen Gustav und Georg! Ich rannte auf sie zu und fiel ihnen um den Hals!
„hey Lene! Na? Hier ist ja einiges passiert wie ich gehört habe, ne?“, begrüßte mich Georg.
„ohhhhhhh ja!“, bestätigte ich. Das war auch wirklich so! was ich hier alles schon erlebt hatte!
Sie begrüßten nun auf die Zwillinge und wandten sich dann wieder an mich.
„ach und Lene! Wir haben noch ne überraschung für dich!“, erzählte Gustav. Noch eine? Wie viele Überraschungen vertrug ein Mensch eigentlich?
„ja und was?“, hakte ich nach.
Dann rief Georg:
„kannst kommen!“
Nichtsahnend folgte ich seinem Blick in Richtung Auto. Die Tür öffnete sich und heraus kam … Hannah!!! Mir stockte der Atem! Das konnte doch nicht sein- das- das war unglaublich! Ich schrie kurz auf und rannte dann auf sie zu. Auch sie rannte zu mir und wir fielen uns in die Arme. Ich merkte wie mir eine Träne die Wange runterrannte und wischte sie schnell weg. Mann! Wie geil war das denn?! Ich hatte sie soo vermisst!
„ich hab dich so vermisst!“, flüsterte sie mir ins Ohr.
„ich dich auch!“, brachte ich nur heraus. Es war so schön sie endlich wieder bei mir zu haben! Wir lösten uns und sie begrüßte Bill und Tom.
Ich drehte mich zu den beiden.
„Bill? Habt ihr das etwa gewusst?“, fragte ich ihn.
„nöööööö… wir doch nicht!“, flunkerte er und ich ging auf ihn zu und knuffte ihn in die Seite. Er knuffte zurück. Dann küssten wir uns! Er war einfach der beste. Als wir uns von einander lösten bemerkten wir, dass alle Blicke auf uns gewandt waren.
Ich grinste und ging mit Bill an der Hand voraus ins Haus. Wir setzten uns ins Wohnzimmer und quatschten erst mal eine Weile. Immer wieder blickten sie zu mir und Bill. Irgendwann fragte ich grinsend:
„was denn los?“
„nix nix… ihr seid bloß echt süß zusammen!“, antwortete mir Hannah. Ich lächelte sie dankend an.
„ja! Find ich auch!“, mischte sich nun auch Gustav ein. Ich lächelte nun noch mehr und kuschelte mich ganz dicht an Bill. Ja… ich denke da hatten sie Recht!
„meint ihr wirklich? Ich weiß nicht so recht!“, gab dann Bill seinen Senf dazu. Empört schaute ich ihn an.
„wie bitte?“
„na ja… ich mein… ach egal!“, scherzte er mit nem großen Grinsen im Gesicht! Ich setzte mich grade und rückte zu Georg der neben mir saß. Ich nahm dessen Arm und legte ihn um meine Schulter.
„stimmt! Georg passt viel besser zu mir!“, sagte ich und streckte Bill die Zunge raus. Sofort kam er näher zu mir und zog mich mit ihm auf die andre Seite.
„ohh ne! Doch nicht! Sie hatten recht! Wir passen gut zusammen!“, grinste er und schaute mich mit seinen Dackelaugen an. ich zog die Augenbrauen hoch und er küsste mich.
„ na ja… wenn du meinst!“, grinste ich zurück und küsste ihn ein weiteres mal. Und schon lagen wir uns wieder in den Armen. Es war so toll wieder mit der ganzen Truppe dazusitzen und zu diskutieren! Hannah und ich lachten die ganze Zeit durch und die Jungs versuchten mal wieder alle ihre eigene Meinung durchzusetzen.
Am Abend gingen Georg und Gustav früh schlafen, da sie ziemlich müde vom Flug waren. Ich, Hannah, Bill und Tom setzten uns noch in mein Zimmer und alberten herum. Als dann auch die twins schlafen wollten gab ich meinem Süßen noch nen Gute nacht kuss und machte mich dann mit Hannah fertig, die bei mir im zimmer schlafen würde! Dann setzten wir uns auf mein Bett und ich musste ihr die ganze Geschichte von mir und Bill noch mal ganz genau erzählen.
„ach ja… dieser winterdance! Ich geh da auch hin!“, sagte mir Hannah fröhlich.
„im ernst? Wie geil! Wie denn das?“
„na ja… die jungs nehmen mich einfach mit… ka wie die des genau machen, aba des geht klar!“
„ohhh wie toll! Gehen wir dann morgen zusammen ein Kleid kaufen, oder hast du schon eins?“, fragte ich voller Elan.
„ja klar gerne! Ich hab noch keins! Also is des ausgemacht?“
„jap! Des is sicher! Und nur wir 2!“, versicherte ich ihr.
„ok! Super! Freu mich!“
nach einer weiteren halben stunde schliefen dann auch wir schließlich ein. Ich schlief total gut, da ich alle meine Leute bei mir hatte! Das war einfach ein tolles Gefühl!

Kapitel 42

Am nächsten Tag wachten wir ziemlich früh auf, so dass ich und Hannah schon um 12 Uhr in die Stadt gingen. Ich verabschiedete mich von Bill, der mich gar nicht gehen lassen wollte, und dann liefen wir in Richtung busse. Sie kannte hier ja noch gar nichts und war bei jedem Haus von neuem begeistert. Es war wirklich witzig über was für Kleinigkeiten sie staunte.
In der Stadt angekommen gingen wir dann erst mal in Macys’, ein großes Kaufhaus, wo es suuuuper viele und tolle Klamotten gab. Und vor allem war das gute hier in Amerika, dass man wirklich die geilsten Klamotten für wenig Geld bekam. So war das auch mit den Kleidern. Wir bepackten unsren Arm und gingen in die Kabinen. Wir zogen eins nach dem andren an und zeigten uns uns immer gegenseitig. Doch irgendwie wollte keins perfekt sein. Immer gab es kleine Mängel. Entweder es war zu lang, oder die Naht stimmte nicht, oder die farbe machte einen blass und was sonst noch alles. Als wir schließlich alle durch hatten und kein umwerfendes gefunden hatten gingen wir weiter in den nächsten Laden. Dieser war ein wenig kleiner und überschaulicher. Sofort fiel uns auf, dass die Kleider die es hier gab auf jeden Fall besonderer waren! Sie hatten alle das gewisse etwas! Wieder behängten wir unsere Arme und hier war es genau anders herum! Wir konnten uns nicht für eines dieser Kleider entscheiden! Sie waren alle so toll! Doch schließlich gab ich mir einen Ruck und traf eine Entscheidung! Ich kaufte mir ein schwarzes Neckholderkleid, das bis kurz über die Knie ging. Man band ein schwarzes Band unter den Busen und der Rest fiel lose herunter. Außerdem war über dem seidigen Stoff noch eine Lage von transparentem, eher Silber schimmerndem Stoff, so dass man die Seide nur durchschimmern sah. Es sah sehr elegant und gleichzeitig sexy aus und ich hatte mich schon jetzt total in das Kleid verliebt!
Nun hatte auch Hannah ihre Entscheidung gefällt und kaufte sich ein gold schimmerndes langes Kleid, das am Rücken gebunden wurde. An der Seite war ein langer Schlitz bis zum Oberschenkel. Es sah wirklich sehr elegant aus!
Nun brauchten wir noch Schuhe! Wir gingen in den nächsten schuhladen und suchten nach den passenden. Ich hatte sie schnell gefunden, da zu einem schwarzen Kleid alles passte. Es waren schwarze Highheels mit kleinen silbernen steinen an den schnallen. Bei Hannah war es schon um einiges schwieriger, denn was für schuhe passen denn zu einem goldenem Kleid. In diesem schuhladen fanden wir keine passende und so machten wir uns auf zum nächsten. Hier fielen uns sofort ein paar goldene Highheels ins Auge und damit war auch ihr Outfit komplett. Langsam tuckerten wir über die Einkaufsstraße und kamen schließlich bei Coldstone an. wir gingen rein, weil ich ihr den Laden unbedingt zeigen wollte. An der Theke wurde ich dann schon freundlich von Eddy bedrüßt!
„na? Mal wieder ein „flying in heaven“?“, fragte er mich doch ich schüttelte den Kopf! Ich hatte den Jungs versprochen, dass wir nie ohne einen von uns dieses Eis essen würden und ich hielt mich dran.
Von daher bestellte ich mir etwas von der Karte und Hannah tat es mir gleich! Es war zwar nicht so gut wie unsre Spezialmischung, doch trotzdem ebenfalls totaaal gut! Vor allem nach so einer Runde Powershopping!
Danach gingen wir dann schließlich nach Hause und legten die schweren Tüten ab. Wir würden uns den Jungs nicht vor dem Ball in unseren Kleidern zeigen! Das sollte eine Überraschung werden! Allerdings war mir eines noch nicht klar! Man musste mit Begleiter auf diesen Ball gehen. Ich hatte mit Bryan abgemacht, dass wir dort zusammen hingehn würden, doch mit wem würde Hannah gehen?
„öhhnnn hannah? Also weißt du eigentlich dass man für den Ball nen Begleiter braucht?“, fragte ich sie vorsichtig.
Sie bekam große Augen und ihr kinn klappte auf!
„was?! Ist das dein Ernst?! Und mit wem geh ich dann hin?“, fragte sie geschockt. Ich schluckte, weil ich mich das auch schon gefragt hatte. Plötzlich lachte sie laut los.
„natürlich weiß ich das Lene! Ich geh mit Paul! Er hat mich gefragt! Ey, du hättest dein Gesicht eben sehn müssen!“, lachte sie und ich mit ihr! Das hatte ich so vermisst! Ihr Humor und einfach ihre ganze Art! Sie war so natürlich! Das liebte ich an ihr. Den rest des Tages hingen wir mit den Jungs rum und dann war es auch schon wieder Zeit zum schlafen.
Die nächsten Tage vergingen schnell und nun wären die Jungs nur noch eine Woche da! Der Gedanke daran versetzte mir immer wieder einen Stich! Was sollte ich ohne sie bloß machen? Na ja… das würde ich auch noch irgendwie schaffen!
Mittlerweile war der Abend vor dem großen Ball. Da uns die Jungs den ganzen nächsten Tag wohl nicht sehn würden, da einerseits wir die ganze Zeit mit fertig machen beschäftigt wären und andererseits die Jungs alles für Auftritt klar machen mussten, beschlossen Bill und Hannah heute ihre Schlafstätte zu tauschen! Das hieß ich hätte Bill den ganzen Abend für mich alleine! Wir lagen auf dem bett und kuschelten uns aneinander und erzählten. Es war so schön seine Nähe zu spüren und bei dem Gedanken, dass er in einer Woche wieder gehen müsste verkrampfte sich mein Magen.
Bill merkte, dass etwas mit mir nicht stimmte und sprach mich darauf an.
„hey maus! Was is denn mit dir los?“
„ich weiß nicht… ich denk irgendwie die ganze Zeit darüber nach wie es sein wird wenn ihr in einer Woche wieder weg seid!“
„hey süße! Wir werden jeden Tag telefonieren und wir schaffen das schon! Hey… und wenn du es nicht mehr aushältst ohne mich dann kannst du jederzeit den Gutschein einlösen.“ Er lächelte mich lieb an! ja! Wir würden das schaffen! Doch ich hatte trozdem noch ein paar ängstliche Gefühle. Schnell verdrängte ich diese und genoss den Abend mit Bill noch in vollen Zügen.

Kapitel 43

Am nächsten Morgen war ich vor Bill wach. Ich schaute in seinen wunderschönes schlafendes Gesicht, und hatte irgendwie Lust ihn ein wenig zu ärgern! Ich wusste nicht wieso, doch mich reizte dieser Gedanke! Langsam entfesselte ich mich aus seinen Armen und setzte mich auf. Ich rückte näher zu ihm und hob mit meiner Hand seine Nase zu! Hehe^^ war ich gemein!
Er murmelte etwas und öffnete seinen Mund! Dann drehte er sich wild hin und her! Ich musste lachen! Irgendwie erinnerte er mich gerade ein wenig an Sit aus Ice age! Das sah soo süß aus! Ich behielt meine Hand auf seiner Nase und klappte mit der anderen nun seinen Mund zu. 1/2 sekunden blieb er reglos liegen. Dann schlug und trat er um sich und riss die Augen auf! Ich lachte los und ließ meine Hände von ihm ab. Er sah mich nur geschockt und mit großen Augen an.
„hey! Keine angst! Ich hätte dich schon nicht ersticken lassen!!“, rief ich unter Lachen.
Nun breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus.
„boaahhh ey! Bist du gemein!“, rief er und sprang auf mich. Er wollte gerade etwas sagen, da küsste ich ihn. Ich ließ von ihm ab. Als er wieder versuchte etwas hervorzubringen, küsste ich ihn ein weiteres mal! Das ging dann so hin und her bis er mit einem Seufzer aufgab!
Wir blieben noch kurz liegen und gingen dann die anderen wecken! Schließlich war heute ein wichtiger Tag!!!
Wir aßen ausgiebig und dann verschwanden die Jungs auch schon im Bad und machten sich fertig! Schließlich mussten sie auch gleich schon weg und alles für den Abend vorbereiten! Soundcheck und so weiter! Das ganze Programm eben!
Als sie weg waren rannten Hannah und ich sofort ins Bad! Erst duschte sie. Nach einer halben Stunde konnte dann endlich ich gehen und ich merkte, dass es bei mir auch nicht schneller ging!^^
Danach war es schon 13 Uhr! Wir gingen ins Bad wo ich ihr ihre langen braunen Haare in eine elegante Hochsteckfrisur steckte. Sie sah bezaubern aus! Dann saß ich auf dem Hocker und sie glättete mir meine Haare, so dass wirklich alle Enden total glatt waren! Es sah richtig gut aus!
Nun schminkten wir uns! Ich legte diesmal ein anderes Augenmake-up auf! Ich nahm erst Maskara, dann eyeliner und schließlich schminkte ich meine Augen mit einem silbernen Lidschatten innen und mit einem schwarzen außen! Der so genannte „smokie-eyes“- look! Es sah wirklich toll aus und würde super zu meinem Kleid passen! Hannah umrandete ihre Augen ebenfalls und legte dann einen goldenen Lidschatten auf! Das sah wirklich extrem geil zu ihren haselnussbraunen Augen aus! Dann nahmen wir beide noch einen perlmuten Lippenstifft und voila! Fertig war unser Kopf!
Es war auch schon 5 Uhr und um 6 würde Bryan holen und wir würden dann zum Ball fahren. Wir hüpften aufgeregt in mein Zimmer. Und schnappten uns die Kleide und schlüpften hinein! Wir nahmen unsere Schuhe und bei einem Blick in den Spiegel verschlug es uns die Sprache! Wir sahen soooo toll aus! Total ungewohnt eben, aba wirklich toll! Wir waren einfach nur begeistert!
Dann warteten wir in meinem Zimmer bis es endlich kam! Bryans Auto!!! Wir hörten es ganz deutlich halten und dann kam auch schon Pauls stimme zu unseren Ohren!
„hey mädels! Kommt ihr?“
ich sah zu Hannah und diese war genauso aufgeregt wie ich!
„was ist wenn er mich sieht und denkt och mist! Jetzt muss ich mit der gehen! ?“, fragte sie mich ängstlich.
„soll das ein Witz sein?! Du siehst soooo gut aus! Er müsste schon wirklich hohl sein um so etwas zu denken!“, beruhigte ich sie ein wenig. Doch es stimmte! Sie sah umwerfend aus!
Sie lächelte mir dankend zu und zusammen holten wir noch mals tief Luft, bevor wir dann mein Zimmer verließen. Dann gingen wir auf die Treppe und sahen die Jungs am unteren Ende auf uns warten. Bei unserem Anblick fielen ihnen wörtlich die Augen aus dem Gesicht! Es sah soooo geil aus!
Unten angekommen fand Bryan als erstes seine Sprache wieder!
„mädels! Ihr… ihr seht einfach umwerfend aus!“, lobte er uns.
„und wie!“, stimmte ihm Paul dann zu!
„danke!“, murmelten ich und Hannah und hängten uns bei ihnen ein. Dann gingen wir in bryans Auto und los gings!

Kapitel 45

Wir kamen der Halle immer näher und ich würde mit jedem an uns vorbeisausendem Haus zunehmend nervöser! Ok, Bryan und fanden wohl dass ich gut aussah, doch wie würde Bill auf mein Outfit reagieren? Ich wollte ihm gefallen! Unbedingt!
Bryan bemerkte wohl meine Nervösität und sagte:
„hey Lene, du musst nicht nervös sein! So wie du heut aussiehst kann gar nichts schief gehen!“
es war als könnte er Gedanken lesen und seine Worte machten mir wirklich ein bisschen Mut! Das war so lieb von ihm und ich war sowieso total dankbar, dass wir weiterhin so gute Freunde waren! Ich lächelte ihn dankend an!
nach weiteren 5 qualvollen minuten des Wartens hielten wir dann auf einem Parkplatz vor einer großen Halle. Ich wusste wir waren da und ich musste aussteigen, doch ich blieb noch kurz im Wagen und atmete tief durch. So… nun war es soweit! Bryan war bereits an meiner Seite und hielt mir dir Tür auf. Ich stieg aus und hagte mich bei ihm ein. Nun betraten wir die Halle. Es war wunderschön! Alles war in weißen Tönen geschmückt, und es sah sogar richtig Weihnachtlich aus!
Wir gingen mit Paul und Hannah ein wenig weiter und standen nun bei unserem Fotografen! Hier wurden von jedem Paar fotos gemacht. Man hatte keine Wahl! Es war Pflicht sich ablichten zu lassen. Ich stellte mich mit Paul auf! Der Fotoheini erklärte uns dass er 2 bilder machen würde. Eins musste traditionell sein, und beim anderen durften wir selbst entscheiden! Also stellten wir uns traditionell auf und beim nächsten beschlossen wir ganz dumme Grimassen zu schneiden! Das war total lustig und der Fotograf war wirklich von unserem Einfall geschockt!
Als auch Hannah und Paul fertig waren, sie hatten sich beim 2. Bild entschied mit uns zweien zu viert zu posieren, gingen wir in das Getümmel und bahnten uns den Weg an die Bar. Dort tranken wir erst einmal nen Coktail und ich schaute mich derweilen in der Halle um, in der Hoffnung Bill zu entdecken! Doch natürlich fand ich ihn nicht! Ich schaute weiter und mein Kopf blieb an der Bühne hängen, wo eine Person den Kopf durch den Vorhang streckte! Erst beu genauerem hinschaun konnte ich den kopf der dazugehörigen person zuordnen! Es war Gustavs Kopf! Ich winkte übrtrieben und es sah mich dann auch nach ein paar sekunden! Er schaute an mir herunter und winkte sich dann zu sich. Ich entschuldigte mich kurz und ging dann zur Bühne. Dort angekommen blickte ich grinsend zu Gustavs Kopf!
„wow! Du sieht einfach toll aus!“, gab er als Kommentar! Ich war froh dass es ihm gefiel!
„danke! Ich würde jetzt ja auch was zu dir sagen, doch ich kann ja nur deinen Kopf sehen“, scherzte ich und wir mussten lachen!
„du.. warteste mal kurz hier? Ich geh Bill holen!“, fragte mir und mein Herz begann schneller zu schlagen! Nun war es so weit! Wie würde Bill reagieren.
„jap klar! Ich warte hier!“, antworte ich ihm. Dann verschwand auch schon sein Kopf!
Nach wenigen Minuten ging auch der Vorhang schon wieder auf! Ich blickte hoch und sah einen totaaaal anderen Bill! Er war richtig fein! Er trug eine schwarze Hose. Und dazu: ein schwarzes HEMD!!!! Ok! Das hemd war wirklich total geil! Es hatte überall flicken und war total ausgefallen und auch die Hose war keine alltägliche^^! Doch das gesamt bild war wirklich fein und total ungewohnt! Überraschend! In einer positiven art und weise!
Er schaute mich an und blickte an mir herunter! Dann hupste er von der Bühne und kam auf mich zu.
„wow!!! Du…!“, fing er an und lächelte total süß ,“ du sieht unglaublich aus! Einfach umwerfend!“
ich lächelte erleichtert! Ein Glück gefiel Bill mein Outfit!!! Ich war soooo erleichtert!
„du aba auch! Richtig geil!“, sagte ich.
Er blickte an sich herunter und meinte dann:
„im erst? Ich weiß nicht so recht! Is so ungewohnt!“
„ja das ist es ganz sicher! Aba es ist trotzdem echt geil!“, beruhigte ich und er grinste mich dankend an. dann küsste er mich. Es kam mir vor wie Stunden danach, als wir wieder von einander abließen. Hinter uns stand mittlerweile auch der rest der Truppe und nachdem wir uns alle Komplimente zum jeweiligen Outfit gemacht hatten, gingen wir an die Bar zu den anderen. Wir quatschten ne ganze Weile und es kamen auch immer mehr Leute in die Halle. Alle hatten Abendkleider und smoking an! das sah soooo toll aus! Irgendwie so wichtig!
Als die Halle dann total voll war, kam plötzlich ein schicker David in anzug auf uns zugetrottet.
„hey Lene! Hey Hannah! Ihr seht echt bezaubern aus!“, machte er uns erst einmal ein Kompliment. Dann wendete er sich an die Jungs.
„ähhmmm… ich will ja nicht stören, aba in einer halben Stunde tretet ihr auf und ich würde es nur gutheißen, wenn ihr davor noch mal nach hinten kommt!“, sagte er allerdings mit einem etwas scharfen Unterton. Die Jungs nickten enttäuscht.
„jaja! Wir kommen sofort! Versprochen!“, gab Tom zurück.
Dann ging David wieder und die Jungs verabschiedeten sich von uns. Wir wünschten ihnen noch viel Glück und ich gab Bill noch mal einen dicken Schmatzer! Dann gingen sie auch schon wieder.

Kapitel 46

So! mittlerweile war es so weit! Die Schulsprecherin ging auf die Bühne und schnappte sich das Mikro. Ich konnte sie nicht so leiden. Sie war so eine typische Amerikanerin! Extrovertiert und übertrieben! Das konnte ich gar nicht ab! Heute trug sie ein pinkenes enges Kleid und ihre Haare hingen lockig herunter!
„hallo ihr lieben und herzlich willkommen zum diesjährigen winterdance!“, begrüßte sie die Halle und alle gaben ein „what up!“ zurück! Dann fuhr sie weiter.
„Also ich muss sagen, die Deko ist ein Traum! Vielen Dank an das Gestaltungskomitee!“, laberte sie und alle klatschten.
„so… jetzt will ich aba zu unserem ersten Highlight an diesem Abend kommen! Gleich wird bei uns auf der Bühne eine Band performen, die es in ihrem Heimatland schon ganz weit geschafft hat! Sie sind die wohl beliebteste und angesagteste Gruppe in Deutschland, Österreich und der Schweiz! Und auch in anderen Ländern haben sie es geschafft wie z.b. Polen! Sie sind alle zwischen 17 und 19 Jahren alt und machen Musik schon ihr Leben lang! Wir haben die Ehre sie heute bei uns begrüßen zu dürfen! Bitte einen ganz großen Applaus für Tokio Hotel!!!!“, schrie sie und ging nun zur Seite. Wir applaudierten und schrien! Ich drückte ihnen ganz fest die daumen dass alles gut gehen würde!
Dann ging der Vorhang zur Seite und man sah die Jungs. Bill sah echt geil aus in den Klamotten! Dann griff er zum Mikro und begrüßte die Menge. Er redete ein bisschen und dann begannen sie ihre Songs zu spielen! Die Menge war begeistert und meine Jungen rockten wirklich die Halle! Plötzlich kam David auf uns zu.
„hey ihr!“, begrüßte er uns.
„hey!“, gaben wir im Chor zurück.
„die machen das gut, oder wie seht ihr das?“
„ja! Aba hallo! Und wie!“, beantwortete Hannah und David grinste zufrieden.
Dann kam ein neues Lied. Es war ne Ballade und wunderschön. Ich schaute die ganze Zeit zu Bill, der soooo gefühlsvoll sang! Auch er blickte zu mir und unsere Blicke brannten aufeinander! Es war so ein toller Augenblick. Doch leider war auch dieses Lied bald zu Ende und das Konzi der Jungs ebenfalls. Die Menge applaudierte und schrie was das Zeug hielt und war einfach nur begeistert! Ich sah sogar schon wieder die ersten Mädchen verknallte Blicke auf die Bühne werfen. Stolz grinsend gingen die vier von der Bühne.
Wir unterhielten uns ein wenig über den Auftritt und dann wieder über alle anderen Themen! Irgendwann kamen wir sogar auf Pilzsuppe!!! Schließlich beschlossen die anderen dann tanzen zu gehen, ich hatte jedoch keine Lust und so blieb ich alleine an der bar.
Plötzlich umarmte mich Jemand von hinten! Ich ahnte sofort wer das war und drehte mich blitzschnell um! Doch es stand nicht der hinter mir, den ich erwartet hatte. Nein! Da stand ein wildfremder Junge, der mich unverschämt angrinste! Was wollte der denn von mir?! Und vor allem, wieso hatte er seine Arme um mich gelegt?!
Ich nahm seine Arme und versuchte sie von mir weg zu reißen, doch irgendwie wollte es nicht klappen! Er hatte seinen Griff zu fest.
„was willst du von mir?! Lass mich los!“, fauchte ich ihn an.
der grinste jedoch nur doof! Dann sprach auch er mal:
„hey süße! Na? So alleine?“
„ich bin nicht alleine!“
„ach nein? Und wo ist dann bitte dein Macker?“, fragte er und schaute mich mit seinen dreckigen Augen an, wobei ihm eine Strähne seiner schleimigen Haare ins Gesicht fiel.
„der ist grad weg! Aba er kommt gleich wieder! Außerdem geht das dich gar nichts an! und jetzt lass mich bitte endlich los!“, schrie ich nun schon.
„ey… nicht so hysterisch!“, sagte er und legte seinen Finger auf meinen Mund. Ich öffnete diesen und biss hinein! Er stöhnte kurz auf und ließ mich los. Ich wollte weg rennen, doch als ich mich gerade umgedreht hatte schnappte man wieder meine Hand und hielt mich fest! Ohhh nein! Bitte nicht! Der Typ war doch krank!

Kapitel 47

Ich schaute schnell zurück und wollte schon wieder los schreien, da sah ich aba nicht den widerlichen Typ von vorher! Nein! Da stand Bill! Ein stein fiel mir vom Herzen! Ich schaute hinunter und sah dass er meine Hand hielt! Ich lächelte ihn an und sah dann den Typ von eben hinter ihm! Sofort verfinsterte sich mein Blick und auch Bill schaute nun zu dem Dreckskerl. Dann zog er mich zu ihm und küsste mich. Kurz vergaß ich den Typen, doch als wir uns wieder lösten hörte ich seine schleimige Stimme:
„also das ist dein Macker? Na also da bin ich doch besser!“, sagte er und bei seinem Anblick und der Vorstellung wurde es mir schlecht.
„wie bitte?! Eher würde ich Gildo Horn küssen, als dich!“, schrie ich und bemerkte wie Bill bei Gildo Horn kurz lachte. Der Typ schaute nur verwirrt. Man! Ich hasste Gildo Horn!
„mann! Lass meine Freundin in Ruhe, verstanden?!“, wandte sich nun Bill an den Kerl.
„schon gut, schon gut! Aba wenn sie zur Vernunft gekommen ist kann sie mich ja mal anrufen!“, sagte er und hielt ein Karte in meine Richtung. Bill schob dessen Hand mit der Karte weg.
„die braucht sie nicht! Glaub mir!“
dann zog mich Bill mit sich und wir ließen ihn da hocken!
Bill sah mich von der Seite an und grinste. Was war denn jetzt bitte so lustig? Amüsierte ihn das gerade etwa?!
„was denn?“, fragte ich.
„Gildo Horn?“, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen.
„ja man! Ich hasse den!“, grinste ich zurück. Dann fingen wir beide an zu lachen! Als wir uns wieder einigermaßen beruhigt hatten fragte er mich frech:
„und wie dankst du mir jetzt für meine Rettungsaktion?“
„ha?! Ich bin deine Freundin da ist das selbstverständlich!
„na ja…ein anderer hätte dich vielleicht zurück gelassen!“
ich lies eine kurze Pause in der ich so tat als würde ich schwer nachdenken. Dann schaute ich ihn wieder an und fuhr fort:
„stimmt! Du bist mein Retter mein Held!“, hauchte ich und legte meine Arme um seinen Hals.
„jaaa ich weiß! Und was ist meine Belohnung dafür?“, fragte er frech grinsend!
„ach… ich glaub da wird mir schon was einfallen!“
wir küssten uns! Es war wie immer! Unglaublich! Dann wurde plötzlich Nothing else matters von Metallica gespielt!!! Ich liebte dieses Lied! Es war sooooo schön! Bill wusste das. Plötzlich schaute er genervt und fragte dann:
„hast du Lust zu tanzen?“
ich schaute ihn ungläubig an. Wie bitte?! Bill wollte tanzen?! Aba er hasste doch tanzen.
„jaja… ich weiß, ich hasse tanzen, aba mit dir und in der situation ist das was anderes!“, antwortete er als ob er Gedanken lesen könnte!
Ich grinste ihn glücklich an und nickte dann. Wir gingen auf die Tanzfläche, ich legte meine Arme um seinen Hals und er seine um meine Hüfte und wir schauten uns tief in die Augen. Bei „and nothing else matter’s“ fing er dann an leise mitzusingen. Es klang wunderschön und ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und schoss die Augen! Es war traumhaft! Irgendwann hörte er auf und flüsterte:
„ich liebe dich, Süße! Ich liebe dich mehr als alles andre auf dieser Welt!“
ich öffnete die Augen und sah in an. das war soooo schön!
„ich dich auch! Und ich will dich niemals verlieren!!!“, flüsterte ich und wir küssten uns. Als wir voneinander abließen sagte er:
„keine Angst! Das wird nie passieren!“
ohhh ja! Da war ich mir mittlerweile auch ganz sicher! Uns könnte nichts und niemand trennen! Niemals!
Der Abend war noch super toll und als es um 3 dann entgültig zu ende waren hatten wir alle totalen Hunger! Da erzählte uns Jude von einer total guten Pizzeria hier in der Nähe und kurzerhand beschlossen wir dort hin zu gehen! Wir liefen, da wir unmöglich alle in ein Auto gepasst hätten! Nur Bryan und Paul fuhren schon mal vor! Das war natürlich auch gut an Amerika! Die Restaurants hatten die ganze Nacht durchgehend geöffnet und die Geschäfte sonntags offen!!! Das würde ich in Deutschland vermissen! So um 1 Uhr morgens einfach mal in ein Restaurant zu gehen! Das hatte schon was.
Die Pizzeria war nicht weit entfernt und nach ca. einer halben Stunde waren wir dort! Das sah schon irgendwie lustig aus wie wir alle mit unseren feinen Klamotten da reingedackelt kamen! Schnurstracks gingen wir zu Bryan und Paul die uns einen Tisch freigehoben hatten.

Kapitel 47

Wir bestellten uns und jeder bestellte sich eine große Pizza! Es war so geil! Die Pizza war so groß wie in Deutschland eine Partypizza, und wir bekamen unsere Getränke immer wieder nachgeschenkt! Plötzlich zog Paul dann noch eine Weinflasche unterem Tisch hervor und schenkte uns in unsere Gläser ein! Wir hielten dann alle die Gläser in die Mitte und Bryan sagte:
„auf uns, und dass wir diesen Abend nie vergessen werden!“, alle sagten „auf uns!“ und wir tranken. Nachdem die erste Flasche dann leer war holte er die zweite hervor. Wir grinsten uns alle an! wie viele der wohl noch in seinem Rucksack hatte? Wieder schenkte er ein und diesmal sprach Jude:
„auf dass wir immer Freunde bleiben!“
wir wiederholten den Satz und nach einer halben Stunde war auch die zweite Flasche leer! Das merkte man deutlich, da wir immer lustiger wurden und immer mehr Scheiße erzählten. Nach 2 weiteren Flaschen verließen wir dann das Restaurant und schwankten singend auf der Straße in Richtung heim. Es war wirklich extrem lustig.
Zu Hause angekommen waren wir alle schon wieder etwas nüchterner und nicht mehr ganz so aufgedreht! Ich und Hannah zogen erst mal unsere Abendkleider aus, da diese mit der Zeit ganz schön unbequem geworden sind und schlüpften in Jogginghose und Top! Es war schon 4 Uhr morgens, doch keiner dachte an schlafen!
Wir gingen wieder runter zu den Jungs und alle zusammen setzten wir uns ins Wohnzimmer! Ich ging natürlich sofort zu meinem Süßen, der mich dann ganz fest in seine Arme kuschelte. Wir lachten und scherzten die ganze Zeit und es war mal wieder einer dieser Momente, die am besten nie enden würden! Doch plötzlich fiel mir wieder ein, dass die Jungs nur noch 5 Tage bleiben würden, und auch Hannah müsste dann wieder nach Hause gehen! Schlagartig änderte sich meine Stimmung! Mein Bauch verkrampfte sich mal wieder! Was würde ich bloß ohne die Jungs und ganz besonders ohne Bill machen? Wir hatten uns in einer so kurzen Zeit so lieb gewonnen! Sie waren doch mein ein und alles! Sie waren schon wie ein Teil von mir, und wenn ich daran dachte, sie nicht sehen zu können, versetzte mir das immer wieder von neuem einen Stich.
Langsam schaute ich auch zu Bill. Er erwiderte meinen blick und mein Bauch verkrampfte sich noch mehr. Ohh mein gott! Noch vor einem dreiviertel Jahr konnte ich ihn und den Rest der Jungs nicht mal leiden! Und nun waren sie mir so wichtig!
Bill bemerkte meine traurigen Gedanken, nahm mich fester in den Arm und fragte nun:
„hey Süße! Was ist denn mit dir los?“
alle hatten aufgeschaut und warteten nun auf meine Antwort! Es auszusprechen fiel mir schwer, doch schließlich raffte ich mich auf und erklärte es ihnen.
„na ja… also ich hab grad mal wieder dran gedacht, dass ihr in 5 Tagen schon wieder geht!“, fing ich an. ich schaute auf zu Bill und auch seine Augen strahlten nicht mehr so wie zuvor! Ich bemerkte, wie nun auch er sich seine Gedanken machte. Dann fuhr ich fort:
„Das wird wohl verdammt schwer für mich, so ganz ohne euch! Ich mein, ich hab euch alle soooo lieb! Und … ich will euch nie verlieren!“
alle schauten mich nun traurig an. dann meldete sich Gustav zu Wort:
„keine Angst! Wir werden immer in Kontakt bleiben, und wenn du erst mal wieder in Deutschland bist, sehn wir uns so oft es geht!“
„genau!“, beteiligte sich nun auch Georg, „ wir wollen dich doc auch nicht verlieren! Glaub mir, wir schaffen das schon!“
Ich lächelte die beiden dankend an. nun schaute ich zu Tom, und auch der grinste mich ganz lieb an.
„mensch Lene! Das wird schon! Wir werden dich nie vergessen, dafür bist du uns viel zu wichtig!“
mann tat das gut zu hören, dass sie mich auch so lieb hatten wie ich sie! Jetzt fehlte nur noch ein Kommentar von meinem Bill. Ich drehte meinen Kopf langsam in seine Richtung und sah ihn fragend an. Sein Blick war echt traurig und ich fühlte mich auch sofort wieder schlecht. Dann zog er mich zu sich und flüsterte schon fast:
„Lene, wir packen das! Ich liebe dich über alles in der Welt und wir werden schon einen Weg finden! Glaub mir!“
Nun konnte ich wieder zufrieden und erleichtert lächeln und zog ihn zu mir heran und gab ihm einen langen Kuss.
Der Rest des Abends war wieder genau so witzig wie vorher und das traurige Thema des Abschieds war schon verflogen!
Bill schlief wieder bei mir und so war der Ausklang dieses wundervollen Tages perfekt! Ich war so glücklich wie eh und je!

Kapitel 49

So… nun war es leider so weit! Es war der letzte Tag vor der Abreise der Jungs. Schon am Morgen wachte ich mit einem flauen Gefühl im Magen auf. Ich schaute auf Bill, der noch schlafend neben mir lag. Das war wohl das vorerst letzte mal, dass ich ihn so daliegen sehen konnte! Mein Bauch verkrampfte sich!
Ich beschloss nicht daran zu denken und den Tag noch mals in vollen Zügen zu genießen! Langsam stieg ich aus dem Bett und watschelte hinunter in die Küche! Ich holte mir ein Tablett und stellte es mit Brötchen, croissants, Nutella, Marmelade, Organgensaft und allem was sonst noch dazu gehörte voll. Langsam machte ich mich damit wieder auf den Weg ins mein Zimmer, wo ich es schließlich auf der leeren Seite des Bettes abstellte! Dann ging ich zu Bill und gab ihm einen Weckkuss!
„mhhh… ist es wirklich schon Zeit zum Aufstehn?“, brummelte er vor sich hin.
„jaaa! Sonst sind die Eier hier neben dir kalt!“, entgegnete ich ihm mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Verwirrt schlug er die Augen auf und lächelte mich als erstes ganz lieb an! dann drehte er seinen Kopf zur Seite und sah das Tablett mit dem Frühstück! Er schaute wieder zu mir und küsste mich.
„wofür war der denn jetzt?“, fragte ich ziemlich verwundert.
„komm lass uns frühstücken! Mein Bauch knurrt schon!“, wich er meiner Frage gekonnt aus! Ich grinste und schmiss mich dann neben ihn aufs Bett!
Bei uns blieb nichts sauber! Wir konnten beide anscheinend nicht essen, und so war mein ganzes Bett später total mit Marmelade und Nutella verschmiert! Es war echt extrem witzig, und wir lachten uns die ganze Zeit schlapp!
Um 12 Uhr gingen wir dann schließlich auch mal aus dem Zimmer und trotteten zu den anderen, die bereits überlegten was wir heute machen könnten.
„also auf jeden Fall noch mal zu Coldstone! Das könnte das letzte mal werden…“, jammerte Tom!
„und ansonsten… mhhh.. also wir müssen halt noch alle packen! Das dauert ca. so ne Stunde… hat jemand ne idee was man mit der restlichen Zeit anfangen könnte?“, überlegte Gustav.
„wir könnten Schwimmengehn!“, schlug Hannah vor.
„neeeee… da hab ich überhaupt keine Lust drauf!“, murrte Tom!
„mhhh… ich weiß auch net ob irgendwas is heut… ich weiß nur dass Paul en Baseballgame hat…“, sagte ich.
„ja cool! Lasst uns dort doch mal vorbeischauen!“, gab Georg dazu.
Alle nickten zustimmend.
„welche Farben hat denn eure Schule? Dann können wir uns irgendwas in der Richtung anziehn.“, fragte mich Tom.
„Blau-gelb!“, antwortete ich ihm.
Neben mir schaute Bill auf seine Uhr, verzog dann das Gesicht und wendete sich an mich:
„ohhh mist! Sorry, aba ich kann nicht mit!“
„wie du kannst nicht mit?!“, Fragte ich ihn entsetzt. „das ist unser letzter Tag!!!“
„ja ich weiß! Und es tut mir auch echt totaaal Leid, aba ich muss noch was erledigen!“, erklärte er mit einem Engelsgesicht. Doch ich war sauer! Es war unser letzter gemeinsamer Tag, und er hatte etwas zu tun! Na super! Anscheinend war ich ihm doch nicht so wichtig! Er hatte wohl besseres zu tun. Ich strafte ihn mit bösen Blicken.
„ach komm schon Maus! Heute Abend gehör ich wieder ganz dir! Aba das ist echt wichtig!“
„na toll! Und ich dir etwa nicht oder was?!“, schnaubte ich ihn wütend an.
„du weißt, dass du mir extrem wichtig bist! Aba ich kann dir leider nicht sagen wo ich hingeh! Bitte sei mir nicht böse!“, bat er mit seinem Dackelblick.
Naja… richtig böse sein konnte ich nicht, doch irgendwie fühlte ich mich versetzt.
„und wann musst du gehen?“, fragte ich leicht säuerlich.
Er schaute auf die Uhr.
„in so ca. 15 minuten!“, antwortete er.
Na toll!
„und wie lange bleibst du da?“,
sein Gesichtsausdruck ließ nichts gutes erwarten.
„bis heute Abend…“, sagte er vorsichtig.
Na toll! Mann! Das fand ich ehrlich gesagt ziemlich unverschämt!
Ich gab ihm einen kurzen Abschiedskuss und ging dann mit Hannah in mein Zimmer um mich umzuziehen.

Kapitel 50

Eine halbe Stunde später gingen wir dann auch schon los. Ohne Bill!
Wir waren alle in blau-gelb gekleidet und bereit unser Team anzufeuern. Ich war hier schon öfter auf Baseballgames gewesen, und wusste wie es dort abging, doch die anderen hatten keine Ahnung!
Dort angekommen gingen wir auf die Tribüne und liefen zwischen den Leuten aus meiner High school! Irgendwann entdeckten wir dann Jude und Bryan und gingen zu ihnen!
„hey guys!!!“, begrüßten die uns dann überrascht! Sie hatten nicht damit gerechnet, dass ich kommen würde, da sie wussten, dass dies der letzte Tag mit meinen Leuten war. Ich setzte mich neben Jude und erklärte ihnen dann alles.
Das Spiel begann und gleich am Anfang, als die Cheerleader dem Audience einheizten standen den Anderen die Münder offen! Ja… das war hier immer eine extrem geile Show was die hier ablieferte, und die Stimmung war gigantisch! Plötzlich sprach mich Jude von der Seite an:
„Hey… wo ist eigentlich Bill?“
„ach… der konnte heut net! Er hatte was zu erledigen!“, gab ich ziemlich monoton zurück.
Jude zog die Augenbrauen hoch!
„achso…“, bemerkte sie jedoch nur. Dann widmeten wir uns wieder dem Spiel zu! Ich liebte es auf Baseballspiele zu gehen! Es war immer ein Ereignis für sich! Echt toll! Am geilsten fand ich es immer, wenn auf den riesigen Monitoren immer „make some noise“ stand! Dann schrien immer alle so laut wie sie konnten und es wurde auf dem Monitor angezeigt, wie laut es war! Einfach geil!
Nach eineinhalb Stunden war das Game dann vorbei. Unser Team hatte gewonnen, was natürlich extrem toll war! Allerdings waren wir alle jetzt schon heißer vom ganzen Anfeuern! Wir gingen zum Ausgang und warteten dann auf Paul, der schließlich wieder umgezogen auf uns zutrottete! In seinem Gesicht konnte man ein stolzes Siegerlächeln erkennen! Ich rannte auf ihn zu und umarmte ihn.
„ihr wart einfach super!!!“, schrie ich auch irgendwie stolz auf meinen großen Bruder.
„ich weiß!“, grinste er mich an. ich musste lachen. Eingebildet war der ja überhaupt net^^!
Als dann auch die anderen alle ihre Glückwünsche gesprochen hatten, beschlossen wir in Coldstone zu gehen. Den ganzen Weg über quatschten wir und hatten richtig viel Spaß. Allerdings war ich die ganze Zeit über enttäuscht, dass Bill nicht dabei war! Ich fragte mich immer noch, was denn so wichtig gewesen war?! Wichtiger als wir! Na ja… anscheinend gab es da wohl etwas und damit müsste ich mich wohl oder übel zufrieden geben, auch wenn ich dass nicht wollte. Im Coldstone angekommen setzten wir uns an einen freien, und groß genugen Tisch und die anderen schnappten die Karte und überlegten was sie essen konnte. Aus Gewohnheit wollte ich mir einen „flying in heaven“ bestellen, doch da bemerkte ich dass Bill gar nicht da war und wir uns ja versprochen hatten nie ohne einen von uns dreien so einen zu essen…
„so ein Mist!“, fluchte ich dann auch schon los.
„was los?“, Tom schaute mich verwirrt an.
„jetzt wo Bill nicht hier ist können wir uns nicht mal einen „flying in heaven“ bestellen!!!“
„ach was! Komm schon! Das ist unser letzter Tag hier! Denkst du wirklich Bill hätte etwas dagegen?“, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen. Er hatte Recht! Das war wohl das letzte Mal, wo ich diese Kombi essen könnte! Da sollte ich jetzt keine Rücksicht auf Bill nehmen. Obwohl ich mir schon irgendwie scheiße vorkam. Na ja… ich vertraute jetzt mal Tom.
„ok… hast recht!“, sagte ich geknickt. Also bestellten wir ihn uns und nach 5 Minuten bekamen wir auch schon unsere Schüssel vor die Nase gestellt! Doch irgendetwas fehlte! Es schmeckte nicht so wie immer. Auch Tom schien es nicht ganz so himmlisch zu finden wie sonst. Mir fiel dazu nur ein Grund ein: Bill!!! Er fehlte hier! So doof es sich anhörte, aba ohne ihn schmeckte das Eis nicht so besonders wie sonst! Es fehlte einfach das gewisse Etwas! Ich stöcherte im Eis herum und hing meinen Gedanken nach, während die anderen genüsslich ihr Eis aßen und die ganze Zeit scherzten und Spaß hatten!
Nach ca. einer dreiviertel Stunde waren wir alle fertig und gingen nach Hause. Meine Laune war immer noch auf dem Nullpunkt. Mir machte es irgendwie zu schaffen, dass ich nicht wusste was Bill so wichtig war! Wichtiger als wir!!!
Zuhause angekommen ging ich ohne irgendetwas zu sagen in mein Zimmer! Ich hatte momentan keinen Kopf dafür Witze zu reißen! Stattdessen legte ich ne Metallica CD ein und legte mich auf mein Bett.
Plötzlich klopfte es an meiner Tür. Wer war das denn jetzt?
„mhh?“, brummte ich nur.
Die Tür öffnete sich und Paul kam herein. Er lächelte mich lieb an und ich grinste zurück. Dann setzte ich mich auf und er platzierte sich neben mich.
„was gibt’s?“, fragte ich.
„nun ja… Blacky und Sam müssten mal wieder ausgeritten werden und ich dachte dass wir 2 das vllt mal wieder machen könnten!“
ohhh ja! Das würde mir jetzt gut tun!
„ok! Klar gerne! Ich zieh mir schnell passende Klamotten an und dann komm ich in den Stall, ok?“
„alles klar! Bis gleich!!“, verabschiedete er sich. Au ja! Das war jetzt genau was ich brauchte. Schnell rannte ich zum Schrank und suchte mir meine etwas ältere Jeans raus, die ich immer zum Reiten trug und meine karierte Bluse. Dann schnappte ich mir noch meinen Cowboyhut, den ich über alles liebte und rannte in den Stall.

Kapitel 51

Es war wunderschön heute auszureiten! Es war warm, jedoch nicht heiß, und es war ein wunderschönes Licht!
„komm! Siehst du den Baum da hinten?“, fragte er dann.
Ich schaute in die Richtung in die er zeigte und bemerkte einen winzigen Baum! Er war noch sehr weit weg!
„ja…“, bestätigte ich.
„lass uns ein Wettrennen machen! Wer zu erst an dem Baum ist!“
„au ja! Du hast gegen mich sowieso keine Chance!“, grinste ich ihn an.
„na das wollen wir doch erst mal sehn!“, grinste er zurück und gallopierte los. Ich natürlich sofort hinterher! Blacky war schnell! Sehr schnell! Und so hatte ich ihn schon nach wenigen Metern eingeholt. Konzentriert starrte ich auf den Baum, mein Ziel. Ich raste so schnell ich konnte.
Als ich ihn erreicht hatte ging ich wieder um und stieg um in den Schritt. Ich drehte mich um, doch hier war niemand! Was war denn nun los?! Suchend blickte ich mich nach Paul um! Doch ich konnte ihn nicht entdecken. Plötzlich ertönte eine Stimme hinter mir.
„Sucht du etwa mich?“
Blitzschnell drehte ich mich um, in der Erwartung Paul zu sehen, doch da stand wer ganz anders! Ich schaute in 2 Schokobraune Augen. Bills Augen!
„ähmmm na ja… nein… eigentlich irgendwie nicht… aba was machst du denn hier?“, fragte ich ihn überrascht. Mit ihm hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
„wie wärs wenn ich dir das zeige?“, fragte er mich dann und ich schaute ihn nichtsblickend an.
„komm doch einfach mal vom Pferd runter…“, riet mir Bill. Ich tat wie er sagte und stieg ab. Dann ging ich auf ihn zu und er nahm meine Hand. Er lächelte und drehte sich dann um und ging am Baum vorbei den Hügel hinauf. Wir liefen noch eine Weile, bis wir dann auf der Spitze des Hügels ankamen. Was ich dort sah verschlug mir die Sprache! In der mitte war eine rote Decke ausgebreitet und rundherum standen ganz viele Kerzen. Außerdem waren überall rote Rosenblätter verteilt! Es war soooo schön. Ich drehte mich zu Bill, der total süß grinste.
„gefällts dir?“, fragte er dann etwas vorsichtiger. Ob es mir gefiel?! Es war ein Traum! Einfach umwerfend! Ich war sprachlos und bemerkte wie mir sogar Tränen in die Augen stiegen! Noch nie hatte jemand etwas so schönes für mich gemacht!
Ich schüttelte nur den Kopf, weil ich mir so etwas nie erwartet hätte, rannte auf ihn zu und fiel ihm um den Hals! Nun rollten mir ein paar kleine Tränen über die Wange! Ich löste mich leicht von ihm und schaute ihm tief in die Augen. Als er die Tränen sah, fragte er vorsichtig:
„was ist den los maus? Gefällt es dir etwa nicht?“ ich sah die Angst in seinen Augen! Ich lächelte und schüttelte den Kopf.
„Es ist wunderschön! Ich hätte nie gedacht, dass jemand so etwas tolles für mich machen würde.“, erklärte ich ihm und eine weitere Träne suchte sich den Weg über meine Wange. Nun lächelte Bill wieder und wischte mir mit seiner Hand die Tränen weg.
Dann kamen wir uns näher und küssten uns! Ich wollte ihn nie wieder loslassen! Doch natürlich mussten wir irgendwann wieder voneinander ablassen.
Er lief zur Decke und wühlte in einem Korb, der neben der Decke stand. Dann kam er mit einer Sektflasche und 2 Gläsern wieder. Ich grinste. Schließlich nahm ich ihm die Gläser ab und er machte sich an dem Korken zu schaffen. Allerdings musste die Flasche ordentlich durchgeschüttelt worden sein! Denn plötzlich flog der Korken mit einem riesigen Knall hoch in die Luft. Wir mussten beide loslachen, da wir einen riesen Schreck bekommen hatten! Dann schenkte er uns beiden ein und stellte die Flasche auf den Boden. Er nahm sein Glas und hob es zu meinem.
„Ich liebe dich, Lene! Und ich will dich nie verlieren! Hörst du? Nie mals!“, sagte er so lieb, dass mir gleich wieder die Tränen in die Augen stiegen.
„Ich liebe dich auch!!!“, schluchzte ich. Er lächelte mich total süß an und dann stießen wie an und tranken ein Schluck von unserem Sekt und gingen dann auf die Decke. Ich lehnte mich an Bill und wir schauten zusammen den Sonnenuntergang an. Es war einfach traumhaft. Wir saßen einfach da und sahen der untergehenden Sonne zu. Ich hatte das Gefühl wir verstanden uns, obwohl niemand etwas sagte. Es war ein tolles Gefühl! Dann sagte Bill etwas in die Stille hinein:
„ich hoffe du verstehst jetzt, dass ich heute Mittag keine Zeit hatte. Ich musste alles für das hier vorbereiten!“
ich drehte mich zu ihm um und lächelte. Als Antwort gab ich ihm einen Kuss.
Ich liebte ihn einfach so sehr und wollte den Abend mit ihm nun einfach genießen!

Kapitel 52

Und so kam es wie automatisch. Wir küssten uns immer leidenschaftlicher. Dann wanderte seine Hand unter mein T-Shirt und ich vergaß alles um mich herum! Es war wie in einem Traum.
Mittlerweile war es schon 2 Uhr am morgen. Wir küssten uns ein letztes Mal und gingen dann zu Blacky. Oder besser gesagt wir wollten zu ihm gehen! Doch da stand er nicht mehr. Ich war mir hundert prozentig sicher, dass das hier der Platz war, an dem ich ihn abgestellt hatte! Da hatte ich keine Zweifel!
„Schitte verdammt!“, rief ich.
Bill sah mich mit großen Augen an. Anscheinend verstand er nicht was mit mir los war. Da musste ich ihm wohl auf die Sprünge helfen!
„Mensch! Ich hatte Blacky doch hier abgestellt und jetzt ist er nicht mehr da!!“, sagte ich und man hörte deutlich die Panik aus meiner Stimme heraus! Bill grinste. Was? Wieso grinste der denn jetzt? Was war denn momentan bitte so lustig?!
„was denn?!“, fauchte ich.
Dann zog er mich an sich ran.
„Blacky ist mit Paul schon zurück!“, erklärte er mir mit seinem umwerfenden frechen Grinsen! Ich schmunzelte. Woher hätte ich das denn wissen sollten? Nun musste ich auch grinsen. Wir küssten uns nochmals und gingen dann gemütlich zurück zur Ranch.
Wir brauchten ca. eine Stunde! Doch ich genoss es! Es war wunderschön hier so mit Bill zu laufen. Arm in Arm! Es erinnerte mich an den Tag an dem wir zusammengekommen sind. Damals sind wir auch glücklich und umschlungen zurück geschlendert. Ich verstand mich einfach so gut mit ihm. Und das auch ohne Worte. Er wusste wie ich fühlte und ich hatte oft das Gefühl er könnte in mir lesen wie in einem Buch. Ich liebte ihn. Ich liebte einfach alles an ihm!
Mittlerweile waren wir angekommen. Wir gingen die Treppe hoch in mein Zimmer. Dann verschwand ich kurz im Bad und zog mich um. Wir kuschelten uns ins Bett und unterhielten uns noch ein wenig. Dann fielen wir schließlich in einen wunderschönen Schlaf, und in das Land der Träume!
Sonnenstrahlen weckten mich. Die heiße Sommersonne schien in mein Zimmer und hatte mich aus dem Land der Träume zurück in die Realität geholt. Ich öffnete die Augen und das erste woran ich denken konnte war; Heute würden alle wieder gehen! Sie würden mich wieder einmal verlassen müssen! Ich wusste ich würde sie vermissen, doch ich wusste genauso gut, dass es eben nicht anders ging und ich das durchhalten musste. Das hörte sich vllt nicht so schlimm an, doch bei mir war das ein Weltuntergang! Sie waren alles für mich! Alles und noch viel mehr!
Ich drehte mich langsam um, in der Erwartung Bill zu sehen, doch niemand lag neben mir. Ich setzte mich auf und mir fiel ein Zettel ins Auge:
Guten Morgen meine Süße!
Ich bin schon mal in mein Zimmer um alles zu packen! Ich hoffe du hast gut geschlafen!
Lieb dich über alles, Bill

Ich musste lächeln. Ich liebte ihn auch! Und wie ich das tat! Langsam stand ich auf und schlenderte zum Kleiderschrank. Ich kramte mir eine Jeans und ein top raus und ging dann nach unten in die Küche. Dort saßen Simone, Gordon und Gustav!
„Morgen!!!“, strahlte ich in die Runde.
„Guten Morgen! Na? Hatteste nen schönen Abend?“, fragte Gustav mit nem großen Grinsen im Gesicht.
„jaaa!“, nickte ich und wir lachten.
Ich frühstückte ausgiebig und ging schließlich zu den Jungs ins Zimmer. Sie waren noch angestrengt mit Packen beschäftigt! Als ich die Tür reinkam schauten sie auf. Bill kam auf mich zu und küsste mich.
„Morgen Maus!“, begrüßte er mich lächelnd.
Nun waren 3 Stunden vergangen und es war so weit! Nun musste ich Abschied nehmen. Es führte kein Weg drum rum! Ich müsste sie gehen lassen. Sie hatten sich vor dem Haus versammelt und mein Bauch verkrampfte ich als ich daran dachte dass ich ab morgen wieder alleine aufwachen müsste. Ich schluckte! Sie würden mir so fehlen.
Dann drehten sich alle zu mir. Als erstes kam Georg und nahm mich in den Arm.
„tschau Lene! Ich werd dich vermissen!“, sagte er. Och mann! Ich sie doch auch. Die Krämpfe wurden stärker und ich bemerkte wie meine Augen feucht wurden.
Als nächstes kam Gustav.
„Tschüss Gustav!“, sagte ich. Er lächelte und drückte mich dann ganz fest. Langsam stiegen mir wirklich Tränen in die Augen. Nein - Lene! Du wirst jetzt nicht weinen! Rief ich mir ins Gedächtnis.
Langsam löste ich mich auch von ihm. Ich sah Hannah an, deren Augen ebenfalls glitzerten. Nun hielt mich nichts mehr zurück. Wieso musste das so kompliziert sein?! Ich wollte doch bloß bei ihnen sein! Ich rannte auf sie zu und wir fielen uns um den Hals. Ich wollte nicht ohne sie hier bleiben!!! Das war soooo gemein. Langsam bahnte sich eine Träne den Weg über meine Wange. Und ich bemerkte ebenfalls wie Hannah leise schluchzte.
„ In ein paar Monaten bin ich wieder daheim und dann können wir jeden Tag zusammen sein! Ich hab dich so dolle lieb!“, schluchzte ich. Sie nickte nur und lächelte. Ich sah ihr in ihre Augen und sie weinte wirklich heftigst! Ich umarmte sie noch mal und ließ dann von ihr ab. Wir würden uns bald wieder sehen und das beruhigte mich.
Nun kam der schwierigste Teil! Ich sah zu Tom und fiel ihm um den Hals! Er war mein aller bester Freund und wie ein Bruder für mich! Ich konnte ihn doch nicht einfach gehen lassen! Außerdem wusste ich nicht wann ich ihn wieder sehen würde. Seine Umarmung war fest und auch ich drückte ihn so fest an mich wie es ging, da ich ihn einfach nicht loslassen wollte. Mittlerweile rannten die Tränen förmlich über mein Gesicht.
„Hey meine Kleine!!! Wir werden uns wieder sehen! Ganz sicher! Und bestimmt auch schon bald. Ich hab dich doch soooo lieb!“, sagte er mir.
„Ich dich doch auch!!!“, schluchzte ich. Und wischte mir mit einer Hand die Tränen weg. Ich würde ihn tierisch vermissen das wusste ich. Langsam lockerten wir unseren Griff und schauten ihn in die Augen. Er lächelte und gab mir einen Kuss auf die Backe. Ich grinste. Er war einfach soooo ein toller Mensch! Wirklich unglaublich.
Schließlich kam das wovor ich mich am meisten gefürchtet hatte. Bill! Ich musste ihm auf wieder sehen sagen und das fiel mir ganz und gar nicht leicht, nein! Allein schon beim Blick in seine wunderschönen Augen begann ich hemmungslos zu weinen! Er schaute mich traurig an. Ich ging langsam auf ihn zu. Ich wollte es nicht tun! Ich wollte es nicht hinter mich bringen! Nein! Ich wollte ihm nicht Tschüss sagen. Doch es ging nicht anders! Ich hatte keine andere Wahl. Ich lächelte gezwungen und er strich mir mit seiner Hand die Haare aus dem Gesicht. Er blickte ganz tief in mich hinein und dann küsste er mich. Es war ein magischer Moment! Wir hatten uns nichts mehr zu sagen, denn jeder wusste was der andere empfand. Und wir brauchten nicht unnötig zu reden! Nein. Wir standen einfach da und küssten uns. Es war als wäre es der letzte Kuss für eine Ewigkeit und er war so gefühlsvoll wie keiner zu vor. Dann mussten wir uns schließlich von einander lösen. Ich lächelte und heulte zugleich. Auch sah ich in seinen Augen etwas glitzern.
„ich liebe dich, Süße!“, flüsterte er schließlich.
„Ich dich auch! Und wehe du vergisst mich sobald du wieder unter all deinen Verehrerinnen bist!“, scherzte ich.
„ich werde dich nie vergessen! Egal was passiert!“, antwortete er. Man war das schön.
„Bis bald!“, sagte ich und lächelte. Dann ging er. Er ging, jedoch nicht für immer, das wusste ich. Wir würden wieder zueinander finden und es könnte uns nichts auseinander bringen, da war ich mir sicher. Bill hatte Recht! Wir würden uns nie vergessen, egal was passieren würde. Natürlich tat es weh ihn nicht bei mir zu haben, doch ich wusste, dass ich ihn bald wieder sehen würde. Ich liebte ihn! Und ich hatte ihn gefunden! Das war schon Schicksaal gewesen und unser Schicksaal würde uns auch wieder zueinander führen, da war ich mir ganz sicher!
Ich schaute dem schwarzen Auto hinterher bis es nicht mehr zu sehen war. Nun war er weg!
„Ich liebe dich!“, flüsterte ich noch mals, bevor ich dann endgültig ins Haus ging.

Ende



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