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Prolog

„bye Süße!“, verabschiedete sich mein Freund von mir. Schon wieder müsste ich ihn gehen lassen, dabei hatte ich ihn doch gerade erst seid einer Woche wieder.
„Tschau!“, sagte ich und gab ihm noch einen Kuss. Jetzt würde ich ihn erst mal für 5 Wochen nicht mehr sehen. Das würde unsere Beziehung ziemlich belasten. Doch ich war mir eigentlich sicher dass wir das schaffen würden.
Mein Freund Jake spielte in einer Band: D.U.M.B.87. Er war der Gitarrist und vor kurzem ist er mit seiner Band, ja, man konnte schon sagen berühmt geworden. Es war gerade August 2006 und die erste single meiner Jungs war schon draußen und ein riesen Erfolg. Jake war 18 und ich 16. Wir waren nun seid einem Jahr zusammen und ich liebte ihn wirklich sehr. Vor ca. einem viertel Jahr allerdings ist er von einem Produzenten mit seiner Band entdeckt worden. Ich freute mich natürlich total für die Jungs, schließlich war das einer ihrer größten Träume gewesen, doch ich hatte auch darunter zu leiden! Jake und ich sahen uns immer seltener und oft fehlte er mir einfach total. Es war schwer in einigen Situationen ihn nicht bei mir zu haben und die Probleme alleine zu lösen. Außerdem gab er mir immer eine gewisse Stärke. Für mich war nicht immer alles so einfach, da ich nicht dem heutigen Schönheitsideal entsprach. Ich hatte zwar ein ganz schönes Gesicht, Jake sagte immer es würde einem den Atem rauben, doch meine Figur war nicht ideal. Nicht ideal war wohl ein wenig zu sanft ausgedrückt. Ich hatte einiges zu viel auf den Rippen. Ich war auch nicht fett, doch bei weitem auch nicht schlank. Ich war etwas dazwischen. Es war oft schwer schöne Klamotten zu finden und bis vor einem Jahr hatte ich keine Lust am Leben verspürt. Das konnte man heute sogar sehen. Vor eineinhalb Jahren ging es mir richtig schlecht. Meine Eltern fanden gar keine Zeit mehr für mich und ich kam mir einfach nur unwichtig vor. Keiner schenkte mir in irgendeiner Art und weise Beachtung und ich wusste nicht wozu ich lebte. Eines Tages nahm ich mir dann meinen Zirkel und ohne nachzudenken ritzte ich mir damit in mein Handgelenk. Waagerecht natürlich, ich wollte ja nicht sterben. Ich wollte auch keinen Schmerz verspüren, was eigentlich immer der Grund des ritzens war. Nein, ich suchte nur Aufmerksamkeit. Damals hatte ich die grandiose Vorstellung wenn mein Handgelenk mit Narben versehen wäre würden mich meine Eltern darauf ansprechen und mir mehr Beachtung schenken. Doch natürlich hatte ich da falsch gedacht. Meine Eltern bemerkten es nicht einmal. Erst als ich bei einem Streit mit meiner Mutter ausgerastet bin und ihr mein Handgelenk unter die Nase gehalten hatte sahen sie es. Reaktion zeigten sie allerdings keine.
„Wenn du so was machst bist du krank!“
Das war der einzigste Satz der dazu kam. Dann nie wieder etwas. Mein Leben war grauenhaft und es hatte erst wieder einen Sinn gefunden als ich Jake getroffen hatte. Er liebte mich, und das obwohl ich so aussah. Er hingegen sah extrem gut aus und könnte jedes Mädchen haben. Doch er wollte mich! Und das gab meinem Leben wieder einen Sinn.
Nun stand ich hier und schaute dem schwarzen Auto hinterher, in dem D.U.M.B.87 zu ihrem nächsten Interview fuhren.

Kapitel 1

Traurig schlurfte ich wieder zurück ins Haus und schmiss mich auf mein Bett. Schon wieder war ich jetzt alleine. Ich hasste es alleine zu sein. Das war ich in der letzten Zeit schon so oft gewesen! Klar, ich hatte Mone, die Freundin von Paul, dem Sänger der Band, mit der ich ziemlich gut befreundet war, doch das war einfach nicht das selbe.
Cut my life into pieces….this is my last resort….
Mein Handy. Schnell sprang ich vom Bett und kramte mein Handy aus meiner Schultasche. Endlich hatte ich es gefunden. Ich schaute wer mich anrief. Jake. Wieso rief er denn schon wieder an? Schnell drückte ich auf annahme und hob es mir ans Ohr.
„Ja?“
„hey süße! Ich bins noch mal!“
„ja ich habs gesehen! Was is denn?“
„Also ich wollte dir noch was sagen! Und zwar: Hast du nächsten Samstag schon was vor?“
„was für ne Frage! Natürlich nicht! Es sin Ferien! Wieso?“
„Naja … dann sehn wir uns ja!“
„Häää? Wie jetzt?“
„aaalso…. Wir sin da auf so ner preisverleihung und da wollt ich dich fragen ob de nicht vllt kommen willst!“
„Is das dein ernst?!“
„jap! Mone kommt auch!“
„wahhhhhhhhhhhh … wie geil! Natürlich komm ich!!! Was für ne Frage!“
„gut! Den Rest kannst du mit Mone abklärn, die weiß schon alles!“
„OK wow!!!! Ich freu mich schon voll!!!!“
„ja, ich mich auch! Du ich muss jetzt aba schluss machen…bye, ich lieb dich!“
„tschüüüü… ich dich auch!!!“
Damit legte ich auf! Ich wendete meinen Blick auf den Kalender an meiner Wand. Nur noch 5 Tage! Dann würde ich ihn schon wieder sehen! Fröhlich tapste ich zur Stereoanlage und legte die cd von D.U.M.B.87 ein. Ich fand die Musik genial! Es war Punkrock und einfach richtig geil! Auch liebte ich ihren Namen. Dumb hieß ja doof oder dumm und die Jungs haben sich so genannt da sie immer meinten sie hätten ziemlich einen an der Waffel. Und 87 war das Jahr in dem sie alle 5 geboren worden sind. Ich fand den Namen total lustig, denn auch ich war ziemlich verrückt.
Laut sang ich den Text von „Never“ mit:
“Storming through the party like my name was El ninio
When I'm handgun out drinking in the back of an El camino
As a kid, I was a skid and no one knew me by name.
I trashed my own house party cause no body came.
I know I'm not the one you thought you knew back in high school
Never going, ever showing up when we had to.
Is it attention that we crave don't tell us to behave,
I'm sick of always hearing act your age.
I don't want to waste my time
And become a casualty of society.
I'll never fall in line
Become a victim of your conformity
And back down.”
Ich liebte dieses lied. Es sprach mir oft aus der Seele. Ich war nicht wie alle andren und wollte auch nicht irgendetwas tun, nur um wem zu gefallen. Ich zog mein eigenes Ding durch, und wenn das einem nicht passte hatte er eben Pech gehabt! Viele kamen damit nicht klar, Jake hingegen schätzte es sehr! Mit der Zeit wurde er schon genauso wie ich.
Ich hörte die cd zu Ende und sprang dann zum Telefon. Schnell tippte ich Mones Nummer ein.
Tuuut….Tuuuut…
„Fischer?“, ertönte Mones Stimme aus dem Hörer.
„Hey Mone, hier ist Lea!“
„Hey!!! Na? Wir geht’s?“
„super toll! Jake hat mich gerade angerufen und mir das mit dieser Preisverleihung erzählt!“
„dann weißt dus jetzt also! Ich freu mich auch schon total!“
„das wird soooo toll! Aber wie kommen wir da eigentlich hin und wo ist des überhaupt??“
„wir fahren mim Zug. Des is in Berlin. Schon alles abgeklärt. Ich hab die Tickets hier neben mir liegen!“
„Berlin, echt? wie krass!“
„jap! Du? Hast du vielleicht lust en bisschen mit mir shoppen zu gehen? En paar neue Klamotten wären vielleicht nicht schlecht!“
„ja klar! Mal sehn, vielleicht find ich ja auch was!“
„ok! Kommst du dann grade zu mir?“
„jap bis gleich!“, verabschiedete ich mich und legte auf.
Au ja! Auch wenn ich nicht immer etwas fand liebte ich shoppen über alles!!! Einfach nur solche verrückte Klamotten anzuziehen machte tierischen Spaß!

Kapitel 2

Ich lief die Straße entlang zu Mones Haus. Sie begrüßte mich erst mal mit einer Umarmung und dann liefen wir zur Busse. Wir beide lebten in einem 3.300 Seelen dorf und die nächste Stadt war mit dem Auto ca. 10-15 Minuten entfernt. In die Schule fuhren wir immer mit dem Fahrrad, was echt anstrengend war!
Der Bus war mal wieder richtig langsam und hielt an allen Ausstiegen 5 Minuten, sodass wir erst eine halbe Stunde später drin waren!
Gemütlich shoppten wir an den Geschäften vorbei und betrachteten die Schaufensterpuppen. Wenn doch bloß jeder so eine Figur wie diese Puppen hätte! Ich seufzte.
„Komm Lea, da will ich mal rein!“, riss mich Mone aus meinen Gedanken und zog mich in ein sehr trendiges und verrücktes Geschäft. Ich liebte solche Geschäfte. Sofort durchstöberten wir die Regale und die Klamotten hier waren wirklich der Hammer! Ich liebte Röcke über alles! Mone sagte immer ich hätte das Glück an den richtigen Stellen gut proportioniert zu sein und somit richtig tolle Rundungen zu haben. Das stimmte schon, ich hatte ne richtig große Oberweite und auch sonst stimmten die Rundungen. Das war wohl Glück im Unglück…
Ich hatte gerade einen wunderschönen Rock entdeckt. Er war aus weichem Stoff und war schwarz weiß gestreift. Am Bund waagerecht und ansonsten diagonal. Es sah richtig toll aus! Außerdem fiel er unter ziemlich nach außen und reichte bis kurz überm Knie. Sofort schnappte ich ihn mir und schlüpfte hinein. Er passte ausgezeichnet, was mal eine Ausnahme war. Ich hüpfte aus der Kabine und schaute mich im Spiegel an. Wow! Der sah richtig gut aus! Irgendwie streckten diese Streifen!
„Lea! Wow! Das sieht mal richtig geil aus!“, rief eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und schaute in Mones Gesicht die mit Klamotten belanden war. Ich grinste.
„Danke! Aba ich hab gar nichts was ich da drauf anziehn kann….“, überlegte ich. Alle schwarze oder weißen Shirts waren mit einem Muster und das passte da nicht drauf!
„na dann lass uns doch eins suchen!“, rief sie euphorisch. Sofort verschwand sie wieder und kam dann mit einem Arm voller shirts und Tops wieder. Ich grinste. Das war total typisch für sie. Sie nahm sich immer eine Aufgabe, in dem Fall ein passendes Shirt zu finden, und die musste dann sofort erledigt werden!
Ich verschwand in der Umkleidekabine und zog das erste an. Zu lang. Das zweite. Zu eng. Das dritte. Unvorteilhaft. Und so ging das immer weiter. Schließlich hatte sich der Stapel um einiges reduziert und ich nahm ein schwarzes t-shirt. Als ich es anzog fühlte ich mich sofort pudelwohl da drin! Es war offen bis zu den Schultern, wo erst die Ärmel anfingen. Diese verliefen nach unten und somit entstand ein gerader ziemlich tiefer Ausschnitt. (hoffe ihr wisst was ich meine^^) Der Rest war recht eng. Allerdings nicht hauteng, sondern so, dass es auch wieder richtig vorteilhaft war.
Ich hüpfte aus der Kabine und sah mich im Spiegel an. Wow! Es gefiel mir wirklich richtig super! So könnte ich mich dort sehn lassen. Auch Mone war begeistert und so kaufte ich es.
Sie selbst hatte sich eine neue Jeans und ein Kleid gekauft, das sie dort anziehn würde.
Gemütlich schlenderten wir noch an einem Eiscafee vorbei und fuhren dann nach Hause.
Die nächsten Tage verflogen wie im Flug und schon stand ich am Frankfurter Bahnhof. Wir waren ein bisschen spät, da Mone ihren Koffer nicht zu bekommen hatte und von daher mussten wir nun aufs Gleis 4 rennen. Treppe runter, Gang entlang und wieder Treppe hoch. Schnaubend kamen wir am Zug an, drückten auf den Knopf sodass sich die Türen öffneten und stiegen ein.
Sofort ließen wir uns auf den ersten 4er Platz fallen. Wir würden ca. 4 Stunden bis nach Berlin brauchen. Langsam setzte sich der Zug in Bewegung und schon nach weniger als einer Stunde hatten wir kein Gesprächsthema mehr, sodass sich jeder seinen Mp3player in die Ohren stöpselte. Gitarrenklänge erreichten mein Ohr. Es war die Gitarre von meinem Jake. Er konnte irre gut spielen. Ich spielte ebenfalls Gitarre, war allerdings noch lange nicht so gut wie er.
Dann erklang Pauls Stimme. Er hatte eine Stimme, die einem das Blut in den Adern gefrieren lies. Sie war tief, etwas rauer und einzigartig. Bei jedem Ton den er sang stellte sich ein weiteres Haar auf meinen Armen. Nun startete auch björn am Schlagzeug. Er war mein bester Freund. Ich konnte mit ihm jeden Scheiß machen! Er war echt toll. Schließlich stimmten auch noch Jakob am Bass und Bene am Keyboard mit ein. Ich liebte ihre Musik. Sie waren noch echte Musiker, nicht so wie die meisten heutigen Bands. Grup Tekkan oder us 5. Die Killerpilze waren zwar ganz ok, doch wenn ich las dass einer von ihnen seit 3 Jahren Gitarre spielte musste man sagen, dass man das auch hörte!
Ich schaute mir die Gegend an und irgendwann verschleppte es mich dann ins Land der Träume.

Kapitel 3

„Lea, wach auf, wir sind gleich da!“, weckte mich Mone unsanft. Mürrisch öffnete ich die Augen. Ich war soooo eine Langschläferin! Ich konnte immer und überall schlafen! Und ich hasste es wenn mich jemand weckte.
Wir standen auf und holten unser Gepäck aus der Ablage. Dann hielt der Zug.
„Berlin Hauptbahnhof!“, ertönte eine laute Frauenstimme.
Wir gingen nach draußen und blinzelten erstmal in die grelle Sommersonne. Suchend blickten wir um uns herum, doch wir fanden keinen der Jungs. Dann, ganz langsam, sahen wir eine Gestalt mit überdimensionaler Sonnenbrille und Cappi auf uns zukommen. Allein an der Gangart erkannte man dass es Björn war. Ich rannte auf ihn zu und fiel ihm um den Hals. Da hörte ich sie. Die typische Björn Lache. Ich war so froh ihn in den Arm nehmen zu können!!! Er war einfach etwas ganz besonderes!
„Hey Lea!“, begrüßte er mich.
„Halli hallo Björn!“, lachte ich. Nun kam auch Mone. Sie umarte Björn ebenfalls, doch bei weitem nicht so energisch wie ich. Mone mochte ihn zwar, fand ihn allerdings oft ziemlich kindisch.
Das war er irgendwo sogar auch, doch ich mochte es. Ihm war nichts peinlich und oft redete ich totale Scheiße mit ihm, sodass wir uns danach erst mal wieder vom Lachen erholen mussten. Er war richtig lustig und das liebte ich an ihm. Er nahm mir meinen Koffer ab und wir gingen. Mone musste ihren selbst schleppen, denn auch Björn war nicht unbedingt so begeistert von Mone. Genau wegem Gegenteil: zu spießig! Ich mochte sie beide.
Wir gingen an den Menschenmassen vorbei und drückten uns dann aus dem Bahnhofsgebäude. Björn steuerte auf einen Kleinbus mit abgedunkelten Fenstern zu und ich konnte mir schon denken dass die Jungs dadrin saßen. Es war wirklich verrückt, wie schnell sich ihr Leben verändert hatte. Oft lag ich abends im Bett und dachte daran wie es wohl wär jeden Tag in der Weltgeschichte rumzureisen und nicht wie ich jeden Tag den selben Alltag durchleben zu müssen. Ich beneidete sie schon in einer gewissen Art und weise darum, denn ich bin eigentlich ein Mensch, der gerne herumkommt und etwas von der Welt sieht.
Björn drehte sich zu uns um.
„Ich mache die Tür auf und ihr hüpft ganz schnell rein, ok? Nicht dass uns irgendwelche Fans sehen!“, er verdrehte genervt die Augen.
Ich grinste:
„Verstanden!“
Dann riss er die Tür auf und wie befohlen sprangen wir hastig hinein. Er folgte uns und schloss die Tür dann sofort wieder. Ich blickte mich kurz um und erkannte auf der letzten Bank dann Jake, der mich schon ganz süß anlächelte. Sofort quetschte ich mich zu ihm durch und fiel ihm um den Hals. Er lachte fröhlich. Dann schaute ich ihm in seine wunderschönen blauen Augen. Er sah so gut aus! Er hatte braune Haare, die 2/3 cm lang waren und immer ganz verstrubbelt auf seinem Kopf hingen. Ich liebte es sie zu durchwuscheln! Dann hatte er wunderschöne himmelblaue Augen und sein Mund war auch einfach nur wunderschön. Am allersüßesten fand ich allerdings seine Lachgrübchen. Außerdem war echt gut gebaut und hatte auch einen ziemlichen Sixpack. Wie gesagt, ich wusste nicht wieso er unbedingt mich wollte. Paul war das komplette gegenteil von ihm. Er war recht schmächtig, hatte ganz kurze blonde Haare und grüne Augen. Auch er sah richtig gut aus, allerdings auf eine ganz andre Weise.
Jake kam näher und küsste mich. Es war schön ihn endlich wieder zu spüren. Er rückte ein stück, sodass ich mich neben ihn setzen konnte und dann schmiss ich meine Beine über seine.
„Na meine Süße? Wie war die Fahrt?“, erkundigte er sich.
„na ja… ganz gut…“, antwortete ich.
„Du hast ja auch die ganze Zeit geschlafen!“, meldete sich Mone zu Wort, die sich auch wieder von ihrem Paul gelöst hatte.
Ich streckte ihr bloß die Zunge raus.
„Jaja… so kenn ich meine Kleine!“, lachte Jake und ich warf ihm einen beleidigten Blick zu. Er lächelte bloß lieb und gab mir dann einen Kuss. Danach konnte ich ihm natürlich nicht mehr böse sein.
„Ach ja… macht es euch etwas aus wenn wir gleich noch mal in der Halle vorbeischauen? Probe…“, fragte Björn.
„Nein, kein Problem!“, lächelte ich ihn an. So fuhren wir los. Wir unterhielten uns die ganze Zeit und es war total lustig mit meinen Jungs!
Schließlich hielten wir vor einer riesengroßen Halle. Ich un Mone staunten nicht schlecht, doch als wir die stolzen Blicke der Fünfen sahen mussten wir sofort loslachen! Die waren soooo süß! Wie so kleine Jungs die gerade eingeschult wurden!
Wir betraten die Halle und liefen erst mal durch irre viele Gänge. Irgendwann standen wir dann vor einer Tür durch die laute Musik zu hören war. Jakob öffnete sie und mir und Mone fielen erstmal die Unterkiefer runter. Wir standen dort neben der Bühne, die riesig waren und es wurden gerade die geilsten Lichteffekte gemacht. Immer noch mit offenen Mündern trotteten wir unseren Jungs hinterher vor die Bühne.

Kapitel 4

Hier sahen wir dann wer gerade auf der Bühne stand und performte. Es war Tokio Hotel. Ich wusste nicht sonderlich viel über diese Band, da sie mich nicht so ansprach. Sie war mir wirklich egal und ich fand den Wirbel um sie völlig übertrieben. Wir blieben stehen und schauten ihnen zu. Ich musste zugeben, in Wirklichkeit sah dieser Sänger viel besser aus. Ziemlich gut sogar. Und singen konnte er ja tatsächlich auch! Wow! Hätte ich nicht gedacht. Auch die anderen konnten ihre Instrumente spielen. Das fand ich ziemlich überraschend, ich hätte wirklich nicht damit gerechnet! Ich hatte sie eigentlich immer zu denen gezählt, die nur gut aussehen mussten und ein wenig auf den Instrumenten rumklimpern konnten, aba nicht wirklich was draufhatten. Da hatte ich mich wohl ziemlich getäuscht! Und zwar gewaltig!
Ich stand da und beobachtete den Sänger. Er hatte einen irre schönen Mund! Plötzlich richtete er seinen Blick in unsere Richtung und Peng! Da trafen sich unsere Blicke. Ich war erst total überrascht, doch dann bemerkte ich wie wunderschön seine Augen waren. So klar und voll! Es waren traumhafte Augen.
Ich wusste nicht wie lange ich ihm in die Augen sah, doch es kam mir vor wie eine Ewigkeit! Erst als mit Jake von hinten umarmte kam ich wieder richtig zu mir und wendete schnell meinen Blick von ihm ab.
„Schau mal, da oben stehen wir gleich und morgen spielen wir da vor tausenden von Leuten! Hammer, oder?“, fragte er mich.
Ich drehte mich zu ihm um und grinste ihn an.
„ich bin soooo stolz auf euch!“, sagte ich ihm und dafür gab es erst mal einen langen Kuss.
Als wir uns wieder von einander lösten hatten Tokio Hotel aufgehört zu spielen. Sie standen auf der Bühne und besprachen irgendetwas. Dann wurde Jake von Björn gerufen.
„wir sin jetzt dran!“, berichtete er stolz! Ich grinste und schon verschwand er. Langsam lief ich zu Mone während die Jungs von Tokio Hotel ihr Equipment ab und unsere ihres aufbauten. Dann gingen die andren ganz runter und Paul griff sich das Mikro.
„1-2-3-test!“, rief er hinein und die anderen 4 begannen erst mal zu lachen.
„Paul, wir sind hier nicht im Bierzelt sondern in einer großen Halle!“, begann ihr Produzent. „Also, nun sing schon was…“
Paul grinste noch mal, begann dann aber den Text von „Never“ zu singen. Leise summte ich mit. Ich liebte dieses Lied einfach und live brachte es einem alle Haare zum Stehen. Als Paul mit der ersten Strophe fertig war begannen die anderen sich einzuspielen und zehn Minuten später spielten sie Never dann zusammen. Erster Durchgang war klasse! Doch mit irgendetwas war der Produzent nicht so zufrieden…Ich und Mone liefen zu den Sitzreihen und pflanzten uns auf die ersten. Stolz lauschten wir der Musik unsrer Jungs und fanden es einfach spitze. Doch so wie es aus sah teilte der Produzent unsere Meinung nicht und so unterbrach er sie mitten im Song und diskutierte heftigst mit ihnen.
Plötzlich ging die Tür durch die wir vorhin reingekommen sin auf und 2 Gestalten trotteten dadurch. Ich konnte nich erkennen wer es war, da es erstens viel zu weit weg und zweitens viel zu dunkel war. Sie schauten sich um und liefen dann in unsere Richtung. Kannten wir die etwa? Von ihrem Laufstil her konnte ich sie nicht zu ordnen. Sie kamen immer näher und langsam höret man auch Stimmen, doch ich kannte diese ganz bestimmt nicht.
Skeptisch schaute ich zu Mone und auch ihrem gesicht konnte man ablesen dass die keine Ahnung hatte wer gerade auf sie zu kam. Ich drehte meinen Kopf wieder nach vorne und stellte fest dass die beiden mittlerweile nur noch wenige Meter von uns entfernt waren. Auch die Stimmen wurden lauter und so langsam konnte ich etwas hören.
„guck mal, sitzt da vorne jemand?“
„jap! Sieht ganz so aus als hätte da jemand die selbe idee gehabt wie wir“, sagte der andere. Sie kamen immer und immer näher und blieben schließlich vor uns stehen.

Kapitel 5

„Na? Auch hier zum Zuhören?“, fragte uns der eine und so langsam konnte man auch etwas erkennen. Er hatte längere Haare und irgendwie hatte ich ihn schon mal gesehen. Und auch diese Stimme kam mir unglaublich bekannt vor.
„Natürlich! Das sind ja schließlich unsre Jungs!!!“, erklärte Mone sofort stolz. Ich musste lachen. Sie lies es sich nicht nehmen damit zu prahlen.
„Ahh… ihr seid die Freundinnen von denen?“, fragte der andere. Ich konnte erkennen dass er eine Cappi trug und ansonsten relativ normal gebaut war und nicht so dünn wie der andere.
„jap!“, bejahte ich etwas leiser. Ich war nicht so der Typ der mit so etwas angab. Es war meine Sache mit wem ich zusammen war und konnte den anderen egal sein. Außerdem war Jake für mich nicht anders oder besonderer als er es vorher schon war. Es gab also keinen Grund jetzt mit ihm anzugeben, wenn ich es vorher auch nicht getan hatte. Langsam drehte ich wieder meinen Kopf und schaute zu dem ersten Jungen mit den langen Haaren. Ich kannte ihn irgendwoher, da war ich mir sicher, allerdings nicht woher.
„Können wir uns zu euch setzen?“, riss er mich aus meinen Gedanken.
„Ja klar!“, antwortete ich und er setzte sich auf den freien Platz neben mich. Als er saß schien ein wenig mehr Licht in sein Gesicht und ich versuchte etwas zu erkennen. Er schaute nach vorne und mal wieder konnte ich nur seine Umrisse erkennen. Lange starrte ich ihn an und versuchte etwas mehr von ihm zu sehen, doch es ging schlecht bei dieser Dunkelheit. Plötzlich drehte er seinen Kopf zu mir und schaute mir in die Augen! Sofort fiel mir ein woher ich ihn kannte! Solche Augen gab es nicht noch einmal. Es war dieser Sänger von Tokio Hotel, dem ich gerade vor wenigen Minuten beim Singen schon einmal in die Augen geschaut hatte. Langsam verformte sich sein Mund zu einem Lächeln. Ich schmunzelte ebenfalls.
„Also, welcher von denen ist deiner?“, unterbrach er die Stille, die herrschte. Ich schaute auf die Bühne zu meinem Jake.
„der Gitarrist!“, antwortete ich ihm dann.
„Und meiner ist der Sänger!!!“, rief Mone stolz. Wir mussten lachen. Ja, wir! Der Th-Sänger auch. Dann meldete sich der zweite Junge zu Wort.
„Die sind echt richtig gut! Machen geile Musik! ‚never’ ist ein genialer Sing!“, lobte er sie. Das hätte er wohl lieber gelassen, denn sofort war Mone in ihrem Element und kam aus dem schwärmen gar nicht mehr raus! Das war so süß! Sie war einfach soooo extrem stolz auf die Jungs. Gut, ich ja auch, aber ich konnte mich da noch beherrschen. Mone redete ohne Punkt und Komma und ich grinste den Th-sänger neben mir nur schief an. Auch er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Und so saßen wir da, schauten uns grinsend in die Augen! Mann, was fand ich blos so faszinierend an diesen braunen Augen? Jake hatte doch auch wunderschöne Augen. Ohhh Jake! An den hatte ich irgendwie gar nicht mehr gedacht. Schnell wandte ich meinen Blick ab und schaute zur Bühne. „Never fall in line!“ sang Paul gerade und Jake haute ordentlich in die seiten. Ich hatte einen fimmel für Musiker. Gerade vor kurzem war mir aufgefallen dass ich mich bisher nur in Musiker verknallt hatte. Ob Sänger oder Gitarrist, Hauptsache er konnte gut Musik machen. Ich konnte sowieso nicht einen Tag ohne meinen Mp3Player leben. Musik war für mich etwas ganz besinderes! In vielen Situationen musste ich einfach bestimmte Lieder hören, Sie halfen mir damit klarzukommen und ich fand sie nahmen einem teilweise wirklich die Wut oder den Schmerz.
Als das Lied zu ende war schien auch der Produzent zufrieden zu sein. Er klatschte in die Hände und nickte. Mone sprang auf.
„Sie sind fertig!!! Komm Lea, wir gehen zu ihnen!“, rief sie überglücklich.
„Ok!“, stimmte ich ihr zu. Dann wandte ich mich zu den Jungs.
„Tschüss! Vielleicht läuft man sich ja irgendwo noch mal über den Weg!“
Ich stand auf und lächelte sie an.
„Ganz bestimmt! Morgen ist ja auch noch die Verleihung!“, sagte der mit der Cappi!
Ich und Mone nickten. Wir verabschiedeten uns noch einmal und gingen dann fröhlich zu unseren Jungs.
„Ihr wart echt soooo geil!“, freute ich mich und rannte Jake in die Arme. Er lachte.
„Schön dass es dir gefallen hat! Das bedeutet mir echt viel!“, schmeichelte er und ich schaute ihn ganz verliebt an.
Dann lobten wir auch noch die andren Jungs und schließlich fuhren wir ins Hotel.

Kapitel 6

„Tut mir Leid, aba Thomas will dass wir nicht bei unseren Freundinnen im Zimmer schlafen!! Lenkt ab!“, sagte Paul und verdrehte die Augen.
Och nööö. Der doofe Produzent wollte mir also nicht erlauben bei Jake im Zimmer zu schlafen?! Was war das denn für eine Scheiße?! Ich hatte mich schon so darauf gefreut mal wieder bei ihm im Bett zu liegen und ihn einfach zu spüren, und zu wissen dass er da ist! Das fehlte mir doch so! Und jetzt wurde es mir auch noch verboten!!
„och nee! Is das euer Ernst?! Was denn das für ne Scheiße?!“, fluchte ich auch schon drauf los.
Jake nahm mich in den Arm.
„Ach komm… heute Abend und was wir morgen nach der Show machen kann dem doch total egal sein!“, grinste er frech. Ich schmunzelte. Dann gab ich ihm einen Kuss. Er hatte Recht! Den Abend würde ich auch noch ohne ihn aushalten!
Willig nahmen wir unsere Schlüssel entgegen und ließen die Jungs unsere Koffer ins Zimmer schleppen. Es war ein Stock unter ihrem. Leider nicht im selben Stock, aber wie schon gesagt: Es war ja nur für eine Nacht!
Das Zimmer war echt schön. Es war groß und das beste war die riesige Badewanne! Ich liebte es stundenlang in der Wanne zu liegen, so dass man am Schluss total verschrumpelt ist!
Wir schickten die Jungs erst mal aus dem Zimmer und räumte unsere Sachen aus. Als wir fertig waren ließ ich mich mit einem Seufzer aufs weiche und flauschige Bett fallen.
„Endlich wieder bei unsren Jungs!“, rief Mone und setzte sich neben mich.
„Jap! Die haben mir schon richtig gefehlt!“
„mhhmmm… mir auch! Aber ich finde wirklich dass sie den Erfolg verdient haben! Ich meine morgen Abend werden alle Bands gegen sie blass ausehn!“, grinste sie. Ich musste lachen. Sie war echt so süß! Es war schon total goldig ihr zu zuhören!
„jaaaa, Ganz bestimmt!“, kicherte ich.
Doch irgendwie dachte ich das nicht ganz. Der Auftritt von Tokio Hotel am Mittag hatte mich irgendwie beeindruckt! Sie hatten wirklich was drauf! Das musste man ihnen lassen. Und ich konnte so langsam sogar einigermaßen die hysterischen Fans von ihnen verstehen. Auch wenn es nicht ganz das selbe war. Ich hatte Respekt vor ihnen und die tobenden Fans vergötterten sie. Da war doch noch ein ziemlicher Unterschied.
Von meinen Gedanken erzählte ich Mone lieber nichts. Sie hätte sowieso kein Verständnis dafür gehabt. Keine andere Band war in ihren Augen so gut wie D.U.M.B.87! Und man durfte ja nichts gutes über eine andere sagen! Sonst musste man sich einen ewig langen Vortrag anhören.
Ich schmunzelte. Irgendwie war Mone ja doch schon etwas besonderes!
„Boahh, ich hab total Hunger! Was sagst du? Sollen wir mal die Speißekarte untersuchen?“, riss sie mich aus meinen Gedanken.
„Ja klar!“, stimmte ich ihr zu, denn auch mein Magen hörte nicht mehr auf zu knurren.
Im Restaurant angekommen schauten wir erst einmal in die Karte. Alles piekfein! Nicht so ganz unser Geschmack. Wir mochten es eher locker. Das heißt Burger oder eben ganz normales Essen. Feinschmecker waren wir garantiert nicht! Doch in dieser Karte fand man wirklich nichts was ohne Meeresfrüchte oder delikatem Fisch war. Total ätzend! Hier konnten wir nicht essen, das wurde uns immer mehr bewusst.
Langsam standen wir wieder auf und trotteten in den 4. Stock zu unseren Jungs. Wir klopften und Björn machte uns auf.
„Ahh da seid ihr ja! Wir wollten euch gerade anrufen! Habt ihr Hunger? Wir nämlich schon und da wollten wir uns Pizza bestellen!“, redetet er drauf los.
Bei Pizza weiteten sich Mones Augen und sie sprang Björn um den Hals. Dieser schaute wirklich total doof aus der Wäsche, da Mone ihn nie so stürmisch und vor allem ohne wichtigen Grund umarmte. Es sah so witzig aus dass ich laut loslachen musste.
„Wasn los?“, brachte Björn hervor und langsam ließ Mone von ihm ab. Ihr Gesicht war nun knallrot und ich musste wirklich nur noch mehr lachen. Ich lag schon fast am Boden und hielt mir unter Schmerzen den Bauch!
Björn schaute mich fragend an. Ich schüttelte nur den Kopf und hauchte:
„Nachher!“
Dann ging ich an den beiden vorbei und ließ mich neben Jake aufs Bett fallen, der mich mit einem Kuss begrüßte.
Nach ein paar Minuten kamen dann auch Björn und Mone und wir konnten endlich etwas zu essen bestellen.

Kapitel 7

„Lea?? Bist du soweit?“, hörte ich Jake vom Flur aus rufen.
„Jaaa, ich komm gleich!“, antwortete ich und setzte die letzte Strähne mit gel in die richtige Position. Jetzt war es sowiet! Es war 6 Uhr abends und in ca. 2 Stunden würde die Show beginnen. Ich hatte heute meinen neuen Rock und das T-shirt an, dazu schwarze Chucks und meine Haare hatte ich mit dem Glätteisen in die richtige Position gebracht. Das Endergebnis konnte sich wirklich sehn lassen!
Schnell rannte ich aus dem Bad und stellte mich mit einem Grinsen vor Jake.
„Na? Kann ich so gehen?“, fragte ich.
„Soll das en Witz sein?! So kann ich dich doch nicht ausm Haus lassen!!! Dann hab ich bald nichts mehr von dir, weil du nur noch mit deinen Verehrern beschäftigt bist!“, grinste er. Ich ging näher zu ihm und legte meine Arme um seinen Hals.
„Keine Angst! Keiner kann dir das Wasser reichen!“, flüsterte ich und gab ihm dann einen Kuss.
Hand in Hand gingen wir dann schließlich in die Lobby, wo auch die anderen schon warteten. Björn machte mir gleich ein Kompliment zu meinem Outfit und ich fühlte mich totaaaal wohl.
Als alle da waren gingen wir raus und setzten uns in den großen abgedunkelten Van, der 5 Jungs. Paul und Jake hatten darauf bestanden, dass ich und Mone mit über den ‚roten Teppich’ laufen. Wir waren uns nicht sicher gewesen ob das so eine gute Idee war, doch unsre beiden Jungs ließen uns keine Wahl. Sie sagten, dass uns ruhig die ganze Welt an ihrer Seite sehen konnte. Richtig süß irgendwie.
Mone und ich zappelten unruhig auf unseren Plätzen rum. Ich hatte das Gefühl wir waren aufgeregter als die Jungs. Mein Puls stieg stetig und bald schon raste er förmlich.
Dann fuhren wir eine große Einfahrt ein und der Van blieb stehen. Jakob öffnete die Tür und die ersten stiegen aus. Dann Mone und Paul und schließlich auch ich und Jake. Sofort begann das Blitzlichtgewitter und vollen allen Seiten wurden unsre Jungs gerufen. Ich schaute Mone unsicher an, doch auch sie schien nicht so recht zu wissen was sie mit der Situation anfangen sollte.
Jake nahm mich an der Hand und zog mich zu einem Journalist.
„Jake, hier!“, rief dieser ständig.
Dann hielt er uns das Mikrofon unter die Nase.
„Halli hallo!“, grüßte Jake zurück und ich setzte ein Lächeln auf.
„Na? Gefällts dir? Darf ich fragen wer diese junge Dame an deiner Seite ist?“, fragte er drauf los und schaute zu mir. Jake lächelte mich an.
„Natürlich dürfen sie. Das ist meine Freundin! Die allersüßeste der Welt!“, antwortete er dann. War das lieb! Sofort schlug mein Herz schneller. Er war einfach so irre süß.
Der Journalist redete noch ein wenig weiter und machte dann ein Foto von uns zwei. Wir gingen wieder zurück zu den anderen und ich und Mone beschlossen schon mal voraus zu gehen, da uns der Rummel doch ein wenig zu extrem wurde. Wir waren das ja alles nicht gewohnt.
Also liefen wir den Teppich entlang. Plötzlich sah ich am Rand den Sänger von Tokio Hotel stehen. Er gab gerade Autogramme und von allen Seiten wurde Bill gerufen. Aha… Bill hieß er also. Was fand ich bloß so faszinierend an diesem Typ?! Ich wusste es nicht, doch irgendetwas zog mich in seinen Bann!
Plötzlich drehte er sich ruckartig um und schaute mir mal wieder direkt in die Augen. Und da war er schon wieder. Dieser unwiderstehliche, einzigartige Blick. Es war wie verhext! Ich war förmlich gefesselt von diesen Augen!
Langsam lächelte er und ich grinste zurück. Dann wurde ich auch schon von Mone am Arm gepackt und weitergezogen. Mann, die musste einen auch immer hetzen! Wir kamen am Ende des Teppichs an und ließen uns von einem Security Man den Weg zur Kabine unserer Jungs erklären! Wir fanden uns auch ziemlich schnell zurecht, da wir ja am vorherigen Tag schon einmal da waren.
Nach ca. einer halben Stunde trudelten dann auch die anderen hier ein. Geschafft ließen sie sich aufs Sofa fallen.
„Hey, in einer viertel Stunde beginnt schon die Show!!!“, rief Jakob auf einmal.
„Echt?! Stimmt! Kommt, gehen wir raus, da können wirs auf einem Fernseher ansehn!“, steuerte dann Paul bei.
Gesagt getan! Wir standen auf und liefen zu einem Ferseher der auf dem Flur aufgebaut war. Es standen schon viele andere Leute da. Unter ihnen erkannte ich diese Killerpilze, Marc terenci und 2 von Tokio Hotel. Der eine hatte lange braune Haare und der andere war der Mit der Cappi vom vorherigen Tag.
Wir unterhielten uns noch wenige Minuten und schon wurde laut der Countdown gezählt.
10….9….8….7….6….5….4….3…2….1….Und die Show begann!

Kapitel 8

Oliver Geisen und Michelle Huntziger betraten die Bühne. Sie begrüßten die tobende Menge. Nach ein paar einleitenden Worten gings dann auch schon los. Der erste Auftritt, die erste Preisübergabe. Dann ging alles ganz schnell. Ich bekam nur noch mit Jake mir ins Ohr flüsterte:
„So… wir sind dran! Bis nachher!“
Und dann waren sie weg. Ich und Mone standen da und betrachteten den Bildschirm. Uwe Ochsenknecht moderierte unsere Jungs an. Dann traten sie auf die Bühne. Sie waren mal wieder richtig geil und rockten das Haus. Der Auftritt war perfekt.
„Die sind gut!“, hörte ich eine Stimme hinter mir.
Erschrocken fuhr ich um und blickte in die zwei schockobraunen Augen von vorhin. Die Augen von Bill! Dem Tokio Hotel sänger. Ich grinste.
„Ja! Sie machen das sehr gut!“
Wir schauten beide wieder auf den Fernseher.
„In was seid ihr denn nominiert?“, unterbrach ich schließlich die Stille.
„Beste Rock gruppe!“, antwortete er.
„Echt? D.U.M.B.87 auch! Na das wird ja mal interessant!“, grinste ich.
„Sie hätten es auf jeden Fall verdient!“, lächelte er.
„Ihr auch!“, gab ich zu. Was sagte ich denn da? Ich musste doch für meine Jungs sein und nicht andere Bands loben! Mann, der brachte mich irgendwie durcheinander.
Plötzlich riss er mich aus meinen Gedanken.
„Ich muss. Die Laudation beginnt!“, sagte er und lächelte mich noch kurz an.
„Viel glück!“, rief ich und dann verschwand er.
Ohh mein Gott!!! Hatte ich ihm eben wirklich viel Glück gewünscht?!?! Hallo! Sie würden gegen meine Jungs antreten! Gegen meinen Jake! Und ich wünschte ihnen auch noch viel Glück! Ich war wohl wirklich nicht mehr ganz dicht!
Ich wendete meine Aufmerksamkeit wieder dem Ferseher zu.
„Und der Preis geht aaaaaaan….“, zog er es lang und machte es somit furchtbar spannend. D.U.M.B.87…. sagte eine Stimme in meinem Kopf.
„TOKIO Hotel!!!!!“, rief er und ich hörte Mone neben mir fluchen.
Ich freute mich irgendwie für sie. Nicht dass ich fände sie hätten es mehr verdient als unsere Jungs, nein. Aber sie hatten es durchaus auch verdient!
Sie nahmen den Preis entgegen und hielten ihre Dankesrede. Mone neben mir hörte nicht mehr auf zu fluchen und ich musste wirklich tierisch lachen. Das war so süß von ihr.
Die restliche Zeit verstrich schnell und schon waren die Jungs wieder da. Alle- bis auf Jake.
„Wo habt ihr Jake gelassen?“, fragte ich Björn.
„Keine Ahnung! Der war vorhin einfach weg! Ich hab echt keinen Plan wo der ist, sorry!“
„Ihr vielleicht?“, wendete ich mich an die anderen.
Alle schüttelten den Kopf.
Na toll! Wo war der denn jetzt wieder geblieben???
„Mhhh… egal, ich geh ihn mal suchen“, sagte ich und machte mich auf den Weg.
Ich lief die Gänge entlang und hörte dann irgendwann aus einer Tür ein Geräusch das sich anhörte wie Jake. Langsam öffnete ich die Tür und musste wohl ziemlich schnell feststellen dass ich mich geirrt hatte.
Dort war eine große schlanke blondhaarige Tussi, die halb auf einem Typ lag. Sie waren so mit rummachen beschäftigt, dass sie mich gar nicht bemerkt hatten.
Mein Glück! Ich wollte gerade wieder die Tür schließen als mir etwas ins Auge fiel! Die Schuhe des Typs!
Es waren schwarze abgenutzte Vans auf denen mit weißem Stift etwas geschrieben stand. Ich kannte diese Schuhe! Sogar sehr gut!!! Die hatte ich keinem geringeren als Jake geschenkt! Das weiße war ein Brief von mir den ich da drauf geschrieben hatte! Ich war mir hundertprozent sicher dass es seine Schuhe waren, denn diese Schuhe gab es nur einmal! Bumm! Das saß. Ich stand da und realistierte erst gar nicht was da gerade passierte! Der Typ unter dieser Schlampe war Jake! Mein Jake!!!!! Tausend verschiedene Gefühle kamen in mir hoch! Trauer, Wut! Ich war verletzt! Wieso verdammt noch mal tat er das?! Wieso?!
„Jake?“, hauchte ich und ich hatte noch ein winzig kleines bisschen Hoffnung dass ich mich täuschte.

Kapitel 9

Doch natürlich tat ich das nicht. Er hob den Kopf und als er mich sah stieß er schnell dieses kleine Flittchen von sich weg.
„Lea? Was…du???“, stammelte er.
Ich starrte ihn nur wütend und verletzt an. Wieso?!?! Mir stiegen Tränen in die Augen. Das war das schlimmste was mir passieren konnte! Er war doch das einzigste was meinem Leben noch einen Sinn gab!
„Lea, lass mich erklären..“, fuhr er fort! Erklären?! Was wollte er da denn bitte sehr noch erklären?! Die Situation war doch wohl eindeutig genug!!!
Ich schüttelte nur den Kopf. Er kam einen Schritt auf mich zu und streckte seine Hand nach meiner aus.
Das war zu viel! Ich schlug seine hand weg und rannte hinaus!
„Lea!!!“, hörte ich ihn noch hinter mir her rufen, doch ich hörte nicht hin! Es war mir egal was er noch sagen wollte! Ich wollte es nicht hören. Blind von den Tränen, die über mein Gesicht flossen, rannte ich durch die Gegend und rempelte immer wieder Leute an. Meistens riefen sie mir empört hinterher ich sollte besser aufpassen. Doch plötzlich hielt mich jemand fest. Ich wusste nicht wer es war und ich wollte es auch nicht wissen! Ich wollte nur noch weg! Weg von allen!
„Hey Lea, was ist denn mit dir passiert??“, hörte ich die Stimme sagen. Diese Stimme konnte ich genau zu ordnen. Es war Bills Stimme! Das war nicht zu verwechseln. Er hielt mich an den armen fest, so dass ich nicht weg konnte. Und um mich zu wehren war ich zu schwach. Ich stand da und heulte. Sehen konnte ich immer noch nichts, die Tränen waren einfach zu stark!
„Lea? Sprich mit mir!“, sagte er ruhig. Ich wollte nicht mit ihm reden! Er war doch auch ein Junge! Er würde das sowieso nicht verstehen.
„Ihr seid doch alle gleich!!!“, schrie ich wütend. Ich merkte wie er leicht zusammen zuckte. Das hatte er wohl nicht erwartet. Aber was solls, er war es nicht wert sich zu entschuldigen. Er war doch genauso wie Jake! Alle Jungs waren so, alle außer Björn. Björn, ich wollte jetzt zu Björn.
„Ich will zu Björn!“, sagte ich dann auch schon. Mein Ton war monoton und kalt. Trauer und Schmerz lag darin.
Erstmal sagte Bill nichts, dann hob er meinen Kopf am Kinn nach oben, sodass ich in sein Gesicht schauen musste. Naja, schauen konnte man es nicht wirklich nennen. Ich vernahm lediglich seine Umrisse.
„Ok, aber jetzt komm erst mal mit mir und dann sagst du mir was los ist.“, sprach er sanft auf mich ein.
Ich erwiderte nichts; ließ mich einfach mitschleifen! Ich hatte auch gar keine Kraft mehr mich zu wehren. Also ging ich widerwillig mit.
Irgendwann blieb er stehen und ich hörte wie er eine Tür öffnete. Ich konnte nichts anderes tun außer weinen. Die ganze Zeit!
Dann vernahm ich Stimmen, hörte allerdings nicht darauf was gesagt wurde.
Bill zog mich weiter und drückte mich irgendwann sanft nach unten, sodass ich auf einem weichen Sofa saß. Er nahm mich in den Arm und redete dann weiter.
„So und jetzt sag mir was passiert ist!“, sagte er.
Langsam begann ich vor mich hin zu stammeln.
„Jake… er… Tussi… zusammen…“
„Was ist mit Jake?“, fragte Bill verwirrt nach.
Das war zu viel! Er wusste doch genau was war! Er war doch auch einer von denen!
„JAKE IST EIN JUNGE!!!!“, schrie ich. Das musste sich wohl ziemlich doof angehört haben, doch es war das was ich dachte!
„Er ist ein Junge, genau wie du und ihr seid doch alle gleich!!!!! Einfach nur Scheiße!!!!!“, schrie ich weiter.
„Was?“, fragte eine andere Stimme. Ich kannte sie nicht, doch es war mir auch ziemlich egal zu wem sie gehörte!
„Ihr seid solche Schweine! Ihr alle!!! Ihr denkt ihr könnt euch alles erlauben und ehrlich sein ist ja auch nicht nötig!!! Nein!! Es ist ja viel einfacher zu lügen!!!“, schrie ich weiter.
Bill nahm mich fester in den Arm und sagte erst nichts. Dann sprach einen anderen an.
„Kannst du Björn holen?“, fragte er. Ich bekam mit wie der andere zustimmen murrte und dann die Tür zugeschlagen wurde.
„Hey Lea, jetzt sag mir doch erst mal ganz ruhig was passiert ist.“, wandte er sich dann wieder an mich.
„Was passiert ist?! Er hatt ne bessere gefunden, das ist passiert! Ich habe ihnen eben beim rummachen zugesehen!“, rief ich und begann noch stärker zu weinen. Wieso?!?! Wieso hatte er das getan?!
„Au! Is das ein Arschloch!“, knurrte Bill.
Ich lachte verachtend.
„Ach komm schon!!! Das is ja wohl nix besonderes! Ich hätte wissen sollen dass er auch nur ein Junge ist! Er ist einfach ein ganz normaler Junge! Wie du und alle anderen mit Schwanz!“, lästerte ich.
„Das ist nicht wahr!“, verteidigte er sich ruhig. Ich schnaubte nur verachtend.
„Ach nein? Dann sag mir mal wer nicht so ist?!“
„Ich zum Beispiel!“, sagte er.
„Ach was! Wenn sich die Gelegenheit ergibt würdest du das ganz sicher genauso machen!!! Ganz sicher!“
„Nein würde ich nicht…“

Kapitel 10

Er machte eine kurze Pause. Keine sagte etwas. Ich war die ganze Zeit nur am Heulen und er saß da und hatte seinen Arm um mich gelegt.
„Komm, trink und ess erst mal etwas.“, unterbrach er schließlich die Stille. Wie Bitte?! Ich hatte doch gewusst dass er genauso ein Arschloch ist wie alle anderen! Das war zu viel. Ich sprang auf!
„Du bist doch genauso bescheuert wie alle anderen!“, schrie ich.
„Nur weil ich so ausseh heißt das nicht dass ich die ganze Zeit nur am Essen bin! Ich esse nicht mehr als andere, doch das sieht man wohl nicht! Ihr seid alle so bescheuert! Ich hasse euch und ich hasse mich und ich hasse alle!“, brachte ich unter einem gewaltigen Tränenfluss hervor.
Plötzlich wurde die Tür aufgeschlagen und sofort erkannte ich dass es Björn war. Froh rannte ich auf ihn zu und fiel ihm um den Hals. Er drückte mich ganz fest an sich.
„Hey Süße! Was ist denn bloß los mit dir?“, fragte er ruhig.
„Jake…. Er… er… er hat mit einer doofen Tussi rumgemacht!“, rief ich.
„Was?! Das kann nicht sein! Bist du dir sicher??“, fragte Björn geschockt. Das hätte er wohl auch nicht erwartet!
„Ja! Ich hab sie doch zusammen gesehen und sie auch mich!“, schluchzte ich,
„Wieso hat er das getan? Wieso?!?!“, rief ich verzweifelt und wieder mal wurden meine Tränenflüsse größer.
„Ich weiß es nicht! Aber ich hätte nie von ihm gedacht dass er so ein Arschloch ist!“, sagte er kalt.
„Er ist ein riesiges Arschloch!!!! Er ist ein Junge!!!“, schrie ich.
„Nein Lea! Er ist nicht wie ein normaler Junge! Ein normaler hätte so etwas nie getan!!!“, erklärte er mir.
„Wenn du meinst…“, murmelte ich nur.
„Ja! Komm, willst du was trinken?“
„Ja, Vodka!!!“, befahl ich.
„Nein, was richtiges!“
„Vodka ist etwas richtiges! Und das brauche ich jetzt, also bitte brings mir!!!!“, sagte ich kalt.
„Aber nur ein glas…“, gab er nach, denn er kannte meinen großen Dickkopf nur zu gut.
Er ging und schon fiel die Tür wieder ins Schloss. Na toll! Jetzt war er wieder weg und ich mit Jungen im Zimmer! Jungen! Wenn ich dieses Wort schon hörte kam mir der Ekel hoch. Björn war die einzigste Ausnahme!
Langsam und immer noch weinend drehte ich mich wieder um und ließ mich neben Bill auf dem Sofa nieder. Er schaute mich erst mitleidig an und legte dann wieder seinen Arm um mich. Ich hatte eigentlich keine Lust auf sein Mitleid, doch irgendwie tat es gut ihn hier zu haben! Auch wenn er genauso ein beschissener Junger war wie Jake. Jake! Bei diesem Namen musste ich wieder mehr weinen. Er war so ein verdammtes Arschloch! Nur wegen ihm hatte mein Leben noch einen Sinn gehabt und jetzt? Jetzt hatte es wieder mal keinen!
„Tschuldigung…“, nuschelte ich zu Bill.
Mein Ausraster war wirklich nicht so toll gewesen.
„Du musst dich nicht entschuldigen, für nichts!“, sagte er.
Er war wirklich lieb! Für einen Jungen natürlich! Scheiß! Jungs! Ohne die wär die Welt doch gleich viel besser!
Die Tür fiel auf und ich hörte Schritte auf mich zu kommen. Dann wurde mir ein Glas in die Hand gedrückt. Eindeutig Vodka, das konnte man riechen.
„Ich habs mit Red bull gemischt! Trink langsam, ok?“, redete er auf mich ein. Doch ich hörte nicht auf seine Worte, im Gegenteil. Ich setzte das Glas an und trank es in einem Zug leer. Brennend lief der Alkohol meinen Gaumen hinunter.
„Lea!!!“, rief Björn empört, doch er war mir egal! Alles war mir egal! Alles und alle!
„Komm, lass uns ins Hotel fahrn!“, sagte er dann langsam.
Ich schüttelte den Kopf.
„Feier du ruhig! Es ist deine Show und deine Aftershow party heute Abend! Also genieß es! Ich geh alleine ins Hotel.“
„Das kommt gar nicht in Frage! Ich hab jetzt auch keine Lust mehr auf die After show Party. Ich geh mit dir ins Hotel.“, bestand er.
Langsam und vorsichtig zog er mich auf die Beine. Ich hatte keine Kraft mehr um mich zu wehren oder sonstiges.
„Danke!“, sagte ich noch mal zu Bill. Er nahm mich in den Arm und drückte mich noch mal fest.
„Du brauchst für nichts danke zu sagen!!“, murmelte er. Ich versuchte zu lächeln, doch es wollte mir nicht gelingen. Dann gingen wir.

Kapitel 11

Wir hatten ein Taxi genommen und waren nun in meinem Zimmer. Ich zog mich um und fiel aufs Bett. Ich wollte einfach nur noch schlafen! Nicht mehr und nicht weniger!
Björn legte sich neben mich, löschte das licht und streichelt mir über die Wange. Er war so lieb und ich wusste nicht was ich ohne ihn getan hätte.
Ich wollte einschlafen, doch ich kam einfach nicht zur Ruh! Immer wenn ich meine Augen schloss kamen mir wieder die Bilder von Jake mit dieser Schlampe! Wieso?!?!?!
Warum war das Leben nur so ungerecht?! Wieso hatten manche alles und manche dann wiederum gar nichts, so wie ich.
Ich lag noch lange da und dachte nach, doch irgendwann döste ich ein.
Klack! Die Tür fiel auf. Ich bemerkte wie sich auch Björn neben mir bewegte. Dann stieg er langsam aus dem Bett und ging in den Flur um zu schauen wer da die Tür auf gemacht hatte.
„Was machst du denn hier verdammt noch mal?!“, fauchte er leise.
„was ich hier mache?! Sie ist meine Freundin, da darf ich ja wohl zu ihr ins Zimmer!“, zischte eine andere Stimme zurück. Jakes Stimme. Ich spürte wie sich mein Magen verkrampfte und mir wieder mal Tränen in die Augen stiegen.
„Ha! Ein toller Freund bist du! Einer der vor den Augen seiner Freundin mit ner Tusse rummacht! Doch, so einen würd ich mir auch wünschen! Bist du eigentlich total bescheuert?!“
„Du musst mir gar nichts sagen, ok? Und jetzt lass mich zu ihr!“
„Vergiss es! Das kannst du dir mal ganz schnell abschminken! Und jetzt raus hier!“, befahl Björn. Ich war ihm so dankbar, da ich Jake auf keinen Fall jetzt sehen wollte. Er konnte mir echt gestohlen bleiben!
Jake schnaubte nochmals verächtlich bevor er dann mit einem Knall wieder aus dem Zimmer stürmte. Erleichterte atmete ich aus. Er war weg! Ein Glück!
Björn kam wieder ins Bett und einweiteres mal schloss ich meine Augen und dachte nach. Nach einiger Zeit konnte ich dann auch endlich schlafen!
Früh wachte ich auf! Björn hatte die Augen auch schon aufgeschlagen.
„Hey Süße! Na? Wie geht’s dir?“, fragte er traurig.
Ich zuckte nur mit den Augen.
„Danke, dass du ihn gestern wieder weggeschickt hast!“, lächelte ich leicht.
„Du warst wach??“, fragte er überrascht.
„Ja…. Danke!“
„Kein Problem!“, grinste er.
„Also, da ich nicht denke dass du Jake heute sehen willst würd ich sagen wir gehen jetzt erst mal frühstücken! So früh ist noch keiner von denen wach. Und dann geh ich zu Paul und wecke Mone, dass ihr am besten so früh wie möglich von hier weg könnt, ok?“
„JA! Das ist gut!“, stimmte ich zu.
Er stand auf und verließ das Zimmer.
Ich setzte mich und blickte in den Spiegel. Ich sah schrecklich aus! Wie ein Monster! Doch momentan war mir alles egal! Ich hatte ja keinen Grunde gutauszusehen.
Ich wusch mir die verwischte Schminke ab und kämmte meine Haare. Dann zog ich mir meine Klamotten aus und schlüpfte in eine Jeans und ein Ed Hardy shirt ( jaja, schon wieder^^ aba ich lieb diese Marke einfach!).
Nachdem wir gefrühstückt hatten packte ich mit Mone meine Sachen. Sie hatte mich nur einmal kurz in den Arm genommen und „Tut mir Leid!“, geflüstert. Ansonsten hatte sie nichts gesagt. Dafür war ich ihr wirklich sehr dankbar, denn ich hatte rein gar keine Lust das ganze noch mals zu durchleben!
Björn drückte mich noch mal ganz fest als wir am Eingang standen.
„Ich ruf dich an, ok?“, lächelte er. Ich nickte.
„Und noch mal danke für alles!!!“, bedankte ich mich bei ihm und drückte ihn ein letztes mal, bevor ich schließlich ins Taxi stieg das uns zum Bahnhof bringen würde. Es setzte sich in Bewegung und gedankenversunken starrte ich aus dem Fenster. Es war einfach so ein beschissenes Leben das ich führte. Und für was?! Ich hatte doch eigentlich gar keinen Grund zu leben!

Kapitel 12

Im Zug angekommen kramte ich mein „Tagebuch“ aus meinem Rucksack. Es war kein richtiges Tagebuch. Ich schrieb immer wenn ich gerade Lust dazu hatte meine Gefühle dort hinein. Oft brauchte ich das auch. Es half mir mit vielen Sachen klarzukommen!
Ich schnappte mir meinen Kugelschreiber und begann:

Scheiß Leben! Warum? Es gibt so viele Fragen, jedoch nur so wenig Antworten. Warum musste das passieren? Warum ist das so? Und die häufigste Frage:
Warum ich?!
Ja, warum nur? Und warum gibt mir niemand eine Antwort darauf?!
In vielen Situationen überlege ich warum ich eigentlich lebe. Warum ich laufe und warum ich atme.
Ich bin da, obwohl das Dasein nur Probleme macht! Obwohl ich das Gefühl habe, dass ich keinem etwas wert bin!
Ich fühl mich leer, unnütz, wertlos und such mal wieder vergebens nach guten Eigenschaften in mir. Doch da gibt es keine!
Ich bin einfach nur eine wertlose Person, die ein Leben ohne Sinn lebt.
Oft denke ich darüber nach ob mich jemand vermissen würde wenn ich nicht mehr da wäre.
Würde es überhaupt jemand bemerken?

Ich bemerkte wie mir wieder mal eine Träne über die Wange floss. Schnell wischte ich sie weg und kritzelte noch meinen Namen unter das Geschriebene. Mit einem lauten Seufzer ließ ich das Buch zurück in meine Tasche fallen.
Nach 4 Stunden kamen wir dann auch wieder zu Hause an und fuhren mit dem Bus zu unseren Häusern. Den Anfang liefen wir noch gemeinsam, doch dann mussten wir uns trennen. Wir hatten nicht fiel geredet auf der Zugfahrt, doch traurig war ich darüber kein bisschen!
Sie schaute mich mitleidig an und schloss mich in ihre Arme.
„Stell nichts doofes an, ja?“, flüsterte sie.
Was dachte sie denn was ich anstellen sollte?! Mich umbringen?? Nicht wegen einem solchen Arschloch und vor allem: Nicht wegen einem Jungen!!!
Wir trennten uns und ich ging ohne viel mit meinen Eltern zu reden hoch in mein Zimmer. Sofort fielen mir die ganzen Bilder von Jake und mir ins Auge. Scheiß Arschloch!!!
Ich riss die Bilderrahmen um und vertaute alles was mich an ihn erinnerte in einer Kiste. So…. dann war ich schon wieder müde. Ich zog mich aus und warf mich aufs Bett.
Scheißkerl! Das war der letzte Gedanke bevor ich einschlief.

3 Monate später.

Ich verdrängte Jake sogut es ging und ich hatte wegen ihm keine Träne mehr vergossen. Er war es nicht wert, das war mir klar geworden. Mein Leben verfiel trostlos und hatte mal wieder keinen Spaß daran! Doch es musste ja irgendwie weitergehen.
Mit Björn telefonierte ich sogut wie täglich und wir trafen uns auch so oft es ging. Jake hatte noch einige Male versucht mich zu erreichen, doch keine Chance! Ich wollte ihn nie mehr wieder sehn!
Nun stand ein 2 wöchiges Praktikum an. 2 Wochen keine Schule!!! Das war doch ein Traum! Da wir nächstes Jahr ja schon Oberstufe sein würden fanden es unsere Lehrer sinnvoll ein Praktikum zu machen!
Ich und Mone hatten irre Glück gehabt! Wir würden nach Berlin gehen! Ganze 2 Wochen! Ihr Onkel war irgendein Techniker im Viva Studio und so hatte er uns 2 Praktikums Plätze besorgen können!!! Das war doch mal der Hammer! Ich hatte mich wirklich total darauf gefreut und auch Mone hatte es nicht mehr erwarten können!
Nun standen wir vor dem Hintereingang des viva studios! Ich schaute Mone an.
„Bereit?“, grinste ich. Sie atmete tief durch, dann grinste sie.
„Na dann mal ab in die Arbeit!“, lachte sie und ich stimmte mit ein. Ich öffnete die Tür und machte den ersten Schritt in die Studios! Es war so aufregend. Wie traten ein wenig weiter hinein und dann fiel die Tür hinter uns wieder ins Schloss.
Hier standen wir nun in einem riesigen Gang und wussten nicht weiter.
„Und jetzt?“, fragte mich Mone.
Ich zuckte mit den Achseln.
„Ich würd sagen wie gehen einfach mal geradeaus! Oder hast du ne bessere Idee?“, grinste ich.
„Ne!!! Ganz bestimmt nicht!“, lachte sie.


Kapitel 13

Also gingen wir den langen Gang entlang und irgendwann kam uns ein großer Mann entgegen. Er hatte braune Haare und einen ziemlich vollen Bart. Irgendwie sah er ja ziemlich urig aus! Aber nett!!!
„Onkel Williiiii!!!!“, schrie Mone laut und rannte auf ihn zu.
„Simone!!! Wie schön dich mal wieder zu sehen!“, begrüßte er sie und schloss sie in seine Arme. Sie drückten sich und dann stellte Mone mich vor.
„Das ist meine Freundin Lea!“
Er betrachtete mich und lächelte dann lieb. Höflich streckte er mir die Hand entgegen und ich nahm sie an.
„Hey! Schön dich kennenzulernen! Ich bin Willi!“, stellte er sich dann selbst vor.
„Hallo Willi!“, lächelte ich
Er erzählte noch ein wenig mit Mone über ihre Mutter und dann gingen wir weiter. Immer und immer weiter liefen wir den weißen Gang entlang, bis wir dann schließlich vor einer großen metallenen Tür stehen blieben. Er öffnete sie und ein Lärm in ohrenbetäubender Lautstärke schwappte uns entgegen. Alle rannten durcheinander und es herrschte die pure Hektik. Ich zog die Augenbrauen hoch. Ob wir das heil überstehen würden? Bei dem Gedanken an unser Versagen musste ich grinsen!
Er führte uns weiter und schließlich öffnete er die Tür zu einem Raum in dem 2 andere Männer und eine sehr sympathisch aussehende Frau saßen. Sie hatte lange gelockte schwarze Haare und ihr Teint war ziemlich dunkel. Dann hatte sie noch fast schwarze Augen, wodurch sie wirklich sehr exotisch wirkte.
„Hi! Darf ich vorstellen, das sind Mone und Lea! Die zwei Mädchen, die heute hier mit ihrem Praktikum beginnen!“, sprach Willi zu den 3 Personen. Die Frau lächelte lieb.
„Hey ihr zwei! Ich bin Helen! Freut mich euch kennen zu lernen! Setzt euch doch!“, begrüßte sie uns und deutete auf die zwei Stühle neben sich.
Wir grüßten höflich zurück und setzten uns dann auf die uns zugewiesenen Stühle.
„Also… ich werde euch hier immer sagen was für den Tag ansteht! Heute werden wir langsam anfangen. Ihr könnt in die Maske und unseren Visagisten ein wenig helfen, ist das ok?“, fragte sie.
„ja klar!“, strahlte ich. Das würde bestimmt super werden.
„OK gut! Und morgen müsst ihr euch dann aufteilen! Eine von euch wird als kabelträger bei Viva Live dabei sein und die andere darf bei einem Featuring helfen! Das Featuring ist mit D.U.M.B.87, wer zu Viva live kommt weiß ich momentan nicht. Da muss ich noch mal nachschauen. Ich sags euch dann und dann könnt ihr unter euch ausmachen wer zu was geht, ok?“, erklärte sie uns.
Als sie D.U.M.B87 gesagt hatte verkrampfte sich mein Magen mal wieder! Ich würde garantiert nicht zu ihnen gehen! Ich wollte nicht Jake über den Weg laufen! Alles, bloß das nicht!
„Ich glaube wir wissen schon wie wir das machen!“, fing Mone an. ich schaue sie mit großen Augen an. Ach ja? Wussten wir das? Ich wusste das, aber sie?
„Ich mach das Featuring mit D.U.M.B.87 und Lea das Viva live.“
Ein Stein fiel mir vom Herzen!!! Dankens schaute ich sie an. Ich wollte bloß nicht zu Jake!
„Ist das ok für dich?“, wandte sich Helen an mich.
„ja! Das ist gut so!!“, stimmte ich schnell Mone zu.
„Ok, dann führ ich euch jetzt zur Maske, ok?“, lächelte sie lieb. Wir nickten.
Sofort stand sie auf und ging auf die Tür zu.
„Hier ist es überall ein wenig hektisch! Ihr dürft einfach nicht irgendwie unsicher sein dann klappt das schon!“, erklärte sie uns mit einem Blick auf die Tür. Ich grinste. Oh ja! Das hatten wir ja schon gesehen!
Wir gingen aus der Tür und liefen Helen hinterher und einen großen hellen Raum. Hier standen 2 weitere Frauen. Eine von ihnen hatte sich gerade über eine Person in einem der Sessel gebeugt und malte in deren Gesicht herum.
Helen stellte uns vor und verschwand dann wieder. Es machte Spaß hier, doch wir hatten jede Menge zutun! Und nach 3 Stunden schuften waren wir schon total ausgelaugt.
Als die 2 Frauen ,die Visagistinnen, dies bemerkten schickten sie uns grinsend nach Hause und wir taten dies auch ohne Widerrede.
Im Hotel angekommen ließen wir uns erschöpft aufs Bett fallen und schon 2 Stunden später, um 6 Uhr, schliefen wir schon ein.

Kapitel 14

Heute wäre unser erster „richtiger“ Arbeitstag. Wir liefen wieder den langen Gang entlang und öffneten dann die Tür, die in die richtigen Studios führte. Sofort erkannten wir wieder die Hektik die hier herrschte und beide mussten wir grinsen. Das war irgendwie einmalig!
Wir liefen weiter und kamen schließlich in den Saal, in dem Helen saß.
„Ahhh, da seid ihr ja! Bereit?“, grinste sie uns an.
„Ja klar!“, lächelten wir zurück.
„Gut, dann führ ich erst mal dich zu deinem heutigen Arbeitsplatz!“, wandte sie sich zu Mone.
„Und du kannst einfach mitkommen.“, fügte sie in meine Richtung hinzu.
Und so verliesen wir den Saal wieder. Sie führte uns durch mehrere Gänge und blieb schließlich vor einer relativ großen, schwarzen Tür stehen.
Wir gingen rein. Dann der Schock! Wir sahen D.U.M.B.87 auf dem Sofa sitzen und fröhlich erzählen! Unter ihnen auch Jake! Scheiße! Wieso musste der jetzt genau hier in meinem Blickfeld sitzen?!
Mein Magen verkrampfte sich stark und ich hatte wirklich damit zu kämpfen nicht gleich wieder heulend rauszurennen.
Alle der 5 Jungs richteten ihren Blick auf und starrten uns an.
„Mone!!!“; rief Paul und rannte fröhlich auf seine Freundin zu. Jake starrte mich bloß versutzt an. Seinen Blick konnte ich nicht deuten, doch ich bemühte mich auch nicht es zu können!
Dann stand Björn auf und kam mit schnellen Schritten auf mich zu. Erleichtert dass er da war fiel ich ihm in die Arme! Was würde ich bloß ohne ihn tun?!
„Hey meine Süße!! Was macht ihr denn hier?“, flüsterte er überrascht.
Ich grinste ihn an:
„Praktikum!“
auch er musste grinsen! Dann kam der Rest der Band auf mich zu und umarmte mich. Alle außer Jake. Der saß nur mit offenem mund unschlüssig auf dem Sofa.
Helen hatte alles verdutzt mit angesehen. Nun meldete sich auch sie wieder zu Wort:
„Also wie ich feststelle kennt ihr euch ja, von daher muss ich euch ja nicht mehr einander vorstellen! Mone wird heute ihren Praktikumstag bei euch verbringen.“, erklärte sie.
Björn schaute zu mir.
„Und was ist mit Lea?“, fragte er ein wenig traurig.
„Ich habe wo anders ne Aufgabe.“, erklärte ich ihm.
„Schade…“; murmelte er nur. Ich grinste weil das wirklich zu goldig aus sah und knuffte ihn in seine Wange.
Wir mussten beide lachen und schließlich nahm er mich noch ein letztes mal lange in den Arm, bevor ich wieder gehen musste. Jake hatte ich kein einziges mal mehr gewürdigt, er war es nicht wert!
Nun lief ich neben Helen die Gänge entlang.
„Ach ja… Viva Live ist heute übrigens mit Tokio Hotel, kann also ziemlich abgehn da drin!“, grinste sie mich an.
Tokio Hotel?? Was war denn das für ein Tag?! Erst Jake, jetzt Tokio Hotel…. Ich hatte seid dieser Verleihung oft an sie gedacht! Besser gesagt an einen von ihnen. Bill! Er war soo lieb gewesen! Wieso hatte er das getan?!
Ich hatte wirklich gar keine Lust mit ihnen in einem Raum zu sein! Hoffentlich hatten sie mich schon wieder vergessen, die Aktion war mir nämlich ziemlich peinlich!!
Wir gingen in einen Saal, der sich als das Viva Live Studio entpuppte. Überall standen Männer hinter Kameras und diskutierten laut. Außerdem erkannte ich diesen Klaas, der Moderator. Ich kannte ihn natürlich aus dem Fernsehen.
„OK, Leute! Alle mal her hören! Das hier ist Lea und sie ist unsere Praktikantin zur Zeit! Heute wird sie hier mithelfen! Murat, kann sie zu dir? Also als Kabelträger mein ich..“, sprach Helen laut. Alle Augen waren auf mich gerichtet, was mir irgendwie ziemlich unangenehm war. Ich mochte es nicht so sehr im Mittelpunkt zu stehen.
„Ja klar!“, sagte dieser Murat freundlich. Er war mir wirklich sehr sympathisch und ich freute mich schon mit ihm zusammen zu arbeiten! Besser als mit irgendeinem frustrierten alten Knacker!!!
Wir unterhielten uns noch eine wenig und schon sollte die Show beginnen.

Kapitel 15

„Halloooo zu Viva live!!!“, rief Klaas und das Publikum tobte. Ich musste das Kabel hinter dem Kameramann hertragen. Es hörte sich zwar einfach an, war es aber ganz im Gegenteil!!! Ich musste mich echt anstrengend!
Er redete ein wenig über die Frage des Tages und so weiter und kam dann zu den Gästen des Tages. Bei dem Namen Tokio Hotel schrieen die ganzen Girls im Studio laut auf, so dass man Klaas fast gar nicht mehr hören konnte. Ich bekam nur noch einen Satz mit:
„Und hier sind sie jetzt! Tokio HOteeeell!!!“, schrie er und schon sah man 4 Gestalten in den Saal laufen. Kaum zu glauben, doch das Geschreie wurde sogar noch lauter!! Man, das nervte ziemlich!
Ich sah die 4 und hoffte wirklich sehr dass sie mich nicht erkennen würden. Obwohl ich nicht glaubte dass sie sich an mich erinnern würden hatte ich ein wenig Angst davor dass es doch passieren würde. Ach quatsch! Die hatten so viel Sachen zu tun, da hatten die mich bestimmt schon vergessen!
Klaas lief auf die 4 zu und schüttelte ihre Hand. Dann stellten sie sich für ein Foto auf und Murat rannte schnell auf sie zu. Ohhh hilfe, dachte ich. Ich setzte mich schnell in Bewegung und rannte ihm hinter her! Mann, das war wirklich anstrengend als Kabelträger!
Als das Foto gemacht worden war liefen sie alle zur Bank und setzten sich. Sie hatten mich noch nicht gesehen! Zum Glück!
Langsam beruhigte sich die Menge wieder. Die Jungs saßen nur grinsend da und beobachteten das Geschehen! Bill sah wirklich extrem gut aus mal wieder! Er hatte jetzt blonde Strähnchen in seinen langen schwarzen Haaren, was richtig goldig aussah! Es stand ihm ausgezeichnet! Und die Augen-unbeschreiblich! Ich wusste einfach nicht was es so richtig war, doch ich fand sie extrem faszinierend! Man konnte sich in ihnen verlieren!
Ich wandte meinen Blick wieder von ihnen ab und folgte Murat, der wie von einer Tarantel gestochen durch das Studio rannte.
„Hey!! Na? Wie geht’s euch so?“, begrüßte Klaas Tokio Hotel dann, nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt war.
„Joa, soweit ganz gut, ne?“, grinste Tom.
Sie unterhielten sich über alle möglichen Themen und ich hörte ehrlich gesagt nicht richtig zu. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt dem Kameramann zu folgen! Mensch murat! Wieso konnte der nicht mal an einer Stelle stehen bleiben?!
Und dann kam es wie es kommen musste! Mir fiel ein Teil des Kabels auf den Boden. Ich bückte mich um es aufzuheben, doch irgendwie verhederte ich mich irgendwo. So musste ich erst einmal hinter Murat auf einem Bein her hüpfen. Das war richtig schwer und plötzlich wickelte sich das Kabel um mein Bein! Ich wollte es wieder entknoten, doch das funktionierte nicht! Im Gegenteil! Im nächsten Augenblick war ein weiteres Stück Kabel um meinen Arm gewickelt! Na toll! Zum Glück stand Murat gerade! Ich konnte mich nämlich kein bisschen bewegen!
Ich hob meinen Kopf und schaute direkt in das grinsende Gesicht von Bill! Ohhh nein! Hoffentlich hatte er mich nicht erkannt! Das wollte ich auf gar keinen Fall! Schnell senkte ich meinen Kopf wieder und setzte dann meine Versuche mich zu entknoten fort! Doch mir gelang momentan gar nichts mehr und so hatte ich im nächsten Augenblick ein Kabel um den Kopf! Na super! Und jetzt?! Ich stand da eingehüllt im größten Kabelsalat der Welt!
Das war ja noch nicht so schlimm, doch augenblicklich setzte sich Murat in Bewegung und zerrte mich mit. Das ging allerdings nicht so leicht, da ich mich kein Stück mehr bewegen konnte!
So wurde ich von dem Ruck seiner Bewegung auf den Boden gerissen und fiel volle Kanne auf die Schnauze! Bumm!!! Ein lauter knall tönte durch das Studio und kurze Zeit war alles leise! Ich konnte nichts sehen, da ich mit dem Gesicht zum Boden lag. Verdammt! Meine Nase tat weh! Ich bin ja schließlich auch direkt drauf geflogen. Dann fuhr Klaas fort:
„Also wie ich sehe haben wir hier gerade ein kleines Problem mit der Kabelträgerin!“, lachte er schon halb.
Na super! Das war ja mal voll die Blamage! Wenn ich wenigstens hätte aufstehen können, doch ich konnte mich keinen mm mehr bewegen!
Dann spürte ich eine Hand auf meinem Rücken. Jemand löste die Kabel von mir und allmählich bemerkte ich dass ich mich wieder ein wenig bewegen konnte. Ich legte meinen Kopf zur rechten Seite, weiter ging es noch nicht. Ich blickte auf zwei schuhe. Keine Ahnung zu wem die gehörten. Vielleicht half mir Murat ja. Das hoffte ich. Bei einem anderen wäre es mir irgendwie unangenehm.
Wieso musste ich das vermasseln?! Das war doch wirklich nicht zu viel verlangt ein paar Kabel durch die Gegend zu tragen…
Immer mehr Kabel entknoteten dich und irgendwann war ich dann endlich wieder frei. Ich hob den Kopf um zu schauen wer es war und bei diesem Anblick erschrak ich. Was machte der denn hier?!?!

Kapitel 16

Bill stand vor mir und grinste mich an. Wie jetzt?! Hatte er mir etwa geholfen?? Das war mir mal so unangenehm. Das hatte ich wirklich nicht gewollt!! Kein bisschen! Och ne, das konnte doch jetzt nicht wahr sein!
„So, jetzt bist du wieder frei!“, flüsterte er. Erinnerte er sich an mich?? Ich wusste nicht ob er mich erkannt hatte, hoffentlich nicht.
Unsicher lächelte ich.
„Bis dann, Lea!“, fügte er dann hinzu und ging wieder zurück zum Sofa.
Er hatte mich wieder erkannt! Mist! Das war mal wieder so typisch gewesen! Und er hatte mich auch noch befreit! Bei so einer peinlichen Situation!! Mein Kopf wurde immer röter, das spürte ich.
Dann riss mich Klaas aus meinen Gedanken.
„So, Bill ist jetzt auch wieder von seiner Rettungsaktion zurück!“, lachte er. Musste er immer über alles lachen?? Ich fand das ehrlich gesagt nicht lustig! Eher peinlich.
Bill hingegen grinste stolz. Lol! Sah das süß aus! Unwillkürlich huschte auch mir ein Lächeln übers Gesicht. Ich schaute ihn kurz an. Er sah einfach so umwerfend aus! Es war unglaublich! Als wäre er nicht von dieser Welt! Einfach etwas ganz anderes als alle! Nicht so normal, sondern etwas besonderes, und das mochte ich!
Ich schaute ihn eine Weile an und plötzlich drehte auch er seinen Kopf in meine Richtung. Peng! Da trafen sich mal wieder unsere Blicke. Er lächelte mich lieb an und auch ich schmunzelte. Wow! In seinen Augen konnte man sich echt verlieren.
Plötzlich zuckte Bill zusammen. Schnell wandte er seinen Blick von mir ab und schaute wieder zu Klaas der ihm anscheinend gerade eine Frage gestellt hatte.
„Sorry was?“, fragte Bill schnell. Tom neben ihm grinste frech.
Ich musste ebenfalls lächeln.
Den Rest des Drehs brachte ich ohne Unfälle über die Bühne und schon eine halbe Stunde später war es aus. Jetzt wurden die Jungs erstmal mit Autogrammwünschen bombardiert und ich ging zu Murat.
„Tut mir wirklich sehr leid wegen vorhin!“, murmelte ich, doch er lächelte mich nur lieb an.
„Ach was! Das war doch nicht schlimm! Denkst du bei mir lief immer alles gut? Ach, da könnt ich dir aber Geschichten erzählen! Einmal, ganz am Anfang, da….“, find er an zu erzählen und grinsend hörte ich zu. Er wollte anscheinend gar nicht mehr aufhören zu reden. Ohne Punkt und Komma erzählte er mir von seinen Unfällen und man hatte teilweise echte Probleme mitzukommen. Ich musste wirklich schon gut aufpassen.
„Lea!“, reif plötzlich eine mir bekannte Stimme hinter mir. Schnell drehte ich mich um. Bill kam auf mich zu gelaufen. Anscheinend waren die Girls weg. Ich lächelte. Na gut, irgendwie freute ich mich schon ihn wieder zu sehen.
„Hey, na? Wie geht’s?“, fragte er mich lächelnd.
„Gut! Und dir?“, fragte ich zurück.
„Joa, mir soweit auch. Schön dass es dir wieder besser geht.“ Sein grinsen wurde größer und ich wär ihm am liebsten um den Hals gesprungen! Was dachte ich denn da?! Mensch Lea, er war ein Junge! Genau wie Jake und alle anderen! Wie hatten die Ärzte doch so schön formuliert: Männer sind Schweine!!!
Ohh ja! Das waren sie. Da konnte ich ja nun aus Erfahrung sprechen.
Ich lächelte Bill weiter an.
„Und was machst du hier?“, unterbrach er schließlich die Stille.
„Ich mach hier ein Praktikum! Mit Mone!“, erklärte ich ihm.
„Achso… wohnst du hier in Berlin?“
„Ne! Ich komm aus der Nähe von Frankfurt! Wir wohnen hier jetzt in nem Hotel!“
„ahhh, und wie lange?“, quetschte er weiter.
„2 Wochen!“
„Dann läuft man sich ja bestimmt noch öfter über den Weg!“, grinste er.
„Hää? Wieso?“ ich blickte mal wieder gar nichts.
„Naja, wir bleiben auch noch 4 Tage hier! Wir haben hier ziemlich viele Termine und außerdem dreht viva noch ein Spezial über uns. So über unseren Alltag.“, erklärte er und verdrehte die Augen. Ich lachte. Ja, ich konnte mir gut vorstellen dass das nervte! Björn beschwerte sich immer bei mir über die nervigen Shootings und interviews.
„Cool! Ja, dann sehn wir uns bestimmt noch mal.“, lächelte ich nun.
Er grinste mit einem unwiderstehlichen Lächeln zurück. Lea!!! Du musst dich beherrschen!! Man, was war bloß mit mir los?! Ich hatte mir geschworen mich nie wieder zu verlieben! Gut, ich war ja auch nicht verliebt oder so, doch ich begann zu schwärmen und das war sozusagen das Anfangsstadium des verliebt seins!! Und in diesem Stadium durfte ich auf gar keinen Fall sein!
„Ich muss dann mal wieder!“, riss er mich aus meinen Gedanken.
„Ja, ich muss auch mal zu Mone und so…“, überlegte ich.
Er schenkte mir noch mal ein wunderschönes Lächeln.
„Bis dann!“, murmelte er und dann ging er.

Kapitel 17

Langsam schlenderte ich den Gang zu D.U.M.B.87 entlang und verdaute das Geschehene. Ich durfte nicht so über ihn denken! Ich durfte ihn nicht toll finden! Nein! Das würde bloß wieder Probleme mit sich ziehen! Einmal gäbe es sowieso keine Chance, allein schon des Äußeren wegens, und dann war er ein Junge! Ein Schwein! Ich grinste. Mit Björn hatte ich mir die geilsten Schimpfwörter ausgedacht! Zum Beispiel schwanzgesteuertes Marswildschein. Wir hatten uns am Telefon halb totgelacht!
Mittlerweile stand ich vor der Tür zum Raum in dem das Featuring mit unseren Jungs gedreht wurde. Man konnte schon die Stimmen hören. Anscheinend waren sie nicht am drehen, denn alle riefen wild durcheinander und ich konnte auch mones Stimme raushören.
Jake würde auch da sein! Ich hatte Angst, doch ebenfalls wollte ich mir von ihm nicht den Tag verderben lassen! Er war es nicht wert, da war ich mir sicher. Hart würde es trotzdem werden.
Ich atmete tief ein und aus. Einfach ignorieren redete ich mir ein.
Dann ganz langsam drückte ich die Türklinke nach unten und öffnete sie. Alle Augen richteten sich auf mich als ich den Saal betrat. Erst herrschte eine kurze Stille. Dann:
„Leaaaa!!!! Bist du fertig?? Wie geil! Komm her, auf!“, rief mir Jakob zu. Ich lächelte und pflanzte mich dann auf die freie Stelle neben ihm auf dem Sofa.
„Na? Wie wars bei dir?“, fragte mich Mone mit neugierigem Blick.
„Boah, ich habs mal wieder total vermasselt!“, grinste ich.
„Ich musste die Kabel hinter dem Kameramann hertragen und ich war natürlich mal wieder so geschickt und hab mich volle Kanne in den Kabel verheddert! Und dann bin ich eben umgefallen, weil ich mich ja nicht mehr bewegen konnte. Das hat dann voll laut gebatscht und alle ham zu mir geguckt!!! Und das war mitten in ner Livesendung!“
Alle lachten. Ich stimmte mit ein. Dann fuhr ich grinsend fort.
„Und dann kam Bill und hat mich befreit.“
Irgendwie mochte ich diesen gedanken!
Björn grinste wie ein Honigkuchenpferd.
„Ach, Bill der Sänger von Tokio Hotel?“, fragte er.
Ich nickte lächelnd.
„Kennen wir den nicht irgendwo her?“, fuhr er fort und ich lachte.
„Ohhhja!!“, antwortete ich ihm und er setzte in mein Lachen mit ein.
Die andren schauten uns bloß verwirrt an. Klar, sie hatten von all dem ja nichts mitbekommen.
Ich bemerkte wie besonders Jake mir nicht zu deutende Blicke zu warf und das gefiel mir! Ich hatte mittlerweile einen richtigen Hass gegen ihn entwickelt! Es war gut dass er nichts sagte wenn ich da war, so konnte ich ihn nicht ungewollt anschreien!
So alberten wir noch eine Weile rum. Jake sagte die ganze Zeit meiner Anwesenheit kein einziges Wort. Gut so!
Schließlich beschlossen ich und Mone zu helen zu gehen und zu fragen was noch zu tun wäre. Wir liefen mal wieder durch die vollen Gänge und scherzten die ganze Zeit rum. Wir redeten wirklich ziemlich viel Scheiße, doch das taten wir gern!
Helen fanden wir wie immer im großen Zimmer. Sie lächelte uns lieb an als wir durch die Tür reinkamen.
„Hey ihr zwei! Ich hab gehört ihr habt das gut gemacht.“, begrüßte sie uns.
Mone nickte zustimmend, ich hingegen grinste nur schüchtern. Naja, so toll war das nicht gewesen. Aber sie schien damit ja zufrieden zu sein.
„Gut, dann besprechen wir jetzt grad noch den nächsten Tag und dann könnt ihr gehen. Mone, du kannst wieder bei einem Featuring helfen. Diesmal mit Metallica! Das is ne richtige Ehre!“
Was?!?! Metallica?! Man, das war eine meiner absoluten Lieblingsbands! Und ich durfte sie nicht treffen!!! Nein, Mone durfte das und diese mochte sie nicht annähernd so wie ich! Na toll! Jetzt waren sie schon einmal in meiner Nähe und ich konnte sie nicht sehen.
Mone schien meine Gedanken zu bemerken.
„kann nicht Lea dieses Featuring machen? Sie ist ein großer Fan von ihnen und ich eher weniger.“, fragte sie Helen.
Gespannt schaute ich sie an.
„Tut mir leid, aber für Lea haben wir schon etwas anderes. Aber wenn du willst sagen wir dir morgen in welcher Kabine Metallica sind und dann kannst du da danach noch vorbeischauen und dich ein wenig mit ihnen unterhalten.“, bot sie mir an.
„Oh ja! Das wäre echt toll!“, grinste ich. Ein Featuring mit ihnen wäre zwar bestimmt besser, aber das wäre auch echt klasse!
„OK!“, lächelte sie mich lieb an. „ du machst dann morgen ein Featuring teil mit Tokio Hotel. Es hat ja ganz gut geklappt heute wie ich gehört habe. Ist das ok für dich?“
Ich überlegte. Einerseits würde ich mich freuen wieder mit ihnen zu arbeiten, doch andererseits hatte ich Angst ihn, Bill, wieder zu sehen. Schließlich übertrumpfte meine Freude.
„OK! Kein Problem!“, grinste ich zu Helen.

Kapitel 18

Ein neuer tag brach an und ich und Mone machten uns schnell fertig. Wir hatten ein klein wenig verschlafen und so mussten wir uns wirklich sehr sputen. Ich hüpfte unter die Dusche, schminkte meine Augen ziemlich schwarz und machte dann Platz für Mone.
Vor dem Kleiderschrank stand ich erst mal eine gewisse Zeit, bevor ich mich dann für einen braunen Faltenrock und ein schwarzes top entschied.
Meine Haare musste ich ungeföhnt lassen, dafür war keine Zeit mehr.
Wir rannten so schnell wir konnten um den Zug noch zu bekommen. Zu spät. Direkt vor unsrer Nase fuhr dieser ab. Na super!
„Und jetzt?“, fragte ich Mone die schnaubend da stand.
Sie schaute auf den Fahrplan.
„Also der nächste fährt in einer halben Stunde. Denkste wir sollen warten, oder lieber laufen?“
Ich schaute auf die Uhr. In einer halben Stunde sollten wir schon da sein. Mit dem Zug würden wir garantiert zu spät kommen. Dann wohl lieber laufen.
„Wenn wir uns beeilen könnten wir es noch schaffen.“, grinste ich Mone an. Diese grinste zurück und nickte.
„Na dann mal los!“
Und schon rannten wir aus dem Bahnhof. Die erste Straße links. Dann rechts. Wir liefen wirklich im Eilschritt. Doch langsam rann uns echt die Zeit davon!
Wir liefen und liefen, doch die Straßen schienen kein Ende zu nehmen. Plötzlich hielt ein Kleinbus neben uns. Er war schwarz und die Scheiben verdunkelt. Irgendwie war mir dieses Auto unheimlich!! Was da wohl für Kreaturen drin saßen?? Und wieso hielt es neben uns?! Das war mir wirklich nicht geheuer!
Dann wurde das Fenster runter gelassen und wir blickten in ein breites Gesicht. Der mann hatte eine breite Nase und kleine Augen. Alles in allem sah er ziemlich unheimlich aus.
Als wäre die Situation nicht schon unheimlich genug sprach er uns dann auch noch an.
„Hey ihr zwei! Wollt ihr mitfahren?“, fragte er und das war wirklich zu viel! Ich würde doch nicht zu einem wildfremden, der noch dazu aussah als wäre er von der Mafia, einfach so ins Auto steigen! Ja war ich denn verrückt?!
„Vergessen sies! Ich steig doch nicht bei IHNEN ins Auto!“, schrie ich ihn dann an. Er blickte mich nur verdutzt an, doch von hinten im Auto konnte man Lachen vernehmen. Dann tauchte ein Kopf von hinten auf.
„Hey, keine Angst, du kannst einsteigen, es sind nur wir!“, lachte mich Bill an. Bill?? Ohh… dann war das wohl ihr bus. Und das ihr Fahrer!! Wie peinlich!
Ich spürte sofort wie ich rot anlief. Na super! Das war mal wieder typisch gewesen! Typisch Lea einfach!
Neben mir begann nun auch Mone zu kichern, meldete sich dann aber auch zu Wort.
„Klar fahren wir mit! Wir sind sowieso zu spät!“, erklärte sie Bill und wir gingen zur Tür. Wir stiegen ein und ließen uns auf den noch freien Platz fallen. Mone auf die Rückbank zu Bill und Georg und ich neben Gustav und Tom auf die vordere Sitzreihe.
„Ok, wir können!“, rief Gustav nach vorne zum fahrer.
„danke dass ihr uns mitnehmt! Wir haben den Zug verpasst und wären wohl ziemlich zu spät gekommen!“, bedankte sich Mone.
„Kein Prob! Wir müssen ja eh auch zu den Studios!“, lächelte Bill sie an. Mann! Irgendwie wollte ich nicht dass er sie anlächelte. Irgendwie störte mich das gewaltig! Nein! Das durfte mich nicht stören! Konnte doch mir egal sein! Das war völlig ohne Bedeutung!
Ich drehte meinen Kopf nach vorne.
„Bist du heute wieder bei uns dabei?“, fragte mich Gustav von der Seite.
„Jap!“, grinste ich ihn an.
„Cool! Find ich urst!“, lächelte er.
„Naja… mein Auftritt gestern war ja nicht gerade ne Glanzleistung!“
„Ach was!! Der hat mal en bisschen Leben in diese öde Sendung gebracht!“, lachte er.
Ich streckte ihm nur die Zunge raus. Er war echt lieb! Richtig sympathisch!
Ich unterhielt mich weiterhin mit ihm und auch mit Tom und wir fuhren in Richtung Viva Studios.

Kapitel 19

Genau pünktlich kamen wir schließlich dort an. Wir stiegen aus dem Wagen und gemeinsam mit Tokio Hotel trotteten wir durch den langen Gang. Ich scherzte die ganze Zeit mit Gustav. Er war wirklich total lieb! Man konnte richtig gut mit ihm lachen und das mochte ich an einer Person!
Wir öffneten die Tür und es spielte sich die selbe Prozedur wie jeden Morgen ab. Bloß dass dieses eine mal noch Tokio Hotel bei uns waren. Wir bahnten uns einen Weg durch die durcheinander rennende Meute und betraten dann den Raum von Helen.
Als sie uns hereinkommen sah lächelte sie höflich.
„Na das war heute ja mal auf den letzten Drücker!“, grinste sie.
Ich und Mone lächelten verschämt zurück.
„Ja, tut uns Leid! Wir haben den Zug verpasst…“, erklärte ich.
„Kein Problem!“, lächelte sie lieb.
„Also… Mone, du kommst einfach mit mir und du Lea kannst ja mit den Jungs mit gehen!“, fuhr sie fort.
Ich warf Mone einen beneidenden Blick zu, lächelte jedoch dabei. Hatte die ein Glück!!! Metallica! Wow!
„Viel spaß!“, verabschiedete ich sie.
„Du auch! Nachher kannst du ja auch hin!“, munterte sie mich ein wenig auf.
Ja! Nachher würde ich dort auch hingehn! Auf jeden Fall! Eine solche Möglichkeit hatte man ja nicht allzu oft. Von daher musste ich diese jetzt auch nutzen.
Helen verschwand mit Mone im Schlepptau.
„Wo geht sie heut hin?“, fragte mich Gustav.
„Zu nem Featuring mit Metallica!“
„Im Ernst?? Boahh wie geil!“, rief er begeistert. Ich grinste.
„Magst du die auch so doll wie ich?“
„Ohh ja! Die sin einfach total genial!!“ Mein Grinsen wurde immer größer.
„Ich geh nachher noch in deren Kabine, willste mitkommen?“, fragte ich ihn.
„echt?? Ja klar! Natürlich komm ich mit! Wow wie geil!!“, freute er sich. Ich musste lachen. Er wurde mir wirklich immer sympathischer.
Ich drehte mich zu den andren.
„Will sonst noch jemand mit?“, fragte ich in die Runde.
Tom schüttelte den Kopf und auch sonst meldete sich keiner zu Wort. Dann redete plötzlich Bill drauf los:
„ja, warum nicht…ich komm auch mit!“, lächelte er mich lieb an.
Verdammt! Dieses doofe Lächeln brachte mich immer wieder aus der Fassung. Hallo?! Es war nur ein Lächeln! Wieso brachte es mich immer so durcheinander?! Zugegeben, es war ein sehr schönes, doch es gab viele Typen mit einem schönen Lächeln. Jake hatte auch eins, und man hatte ja gesehen wie er war! Ich durfte nicht noch einmal auf so eins reinfallen!
Langsam grinste ich zurück.
„OK… sollen wir dann mal gehen?“, hetzte ich.
Zustimmenden Gemurmel konnte ich den Jungs entnehmen und Gustav lief voraus durch die Tür. Wir liefen durch ein paar weitere Gänge und Türen und kamen dann irgendwann in einem relativ kleinen Raum an.
Es war nicht sonderlich spannend. Heute hatte ich keine tolle Aufgabe, ich saß einfach nur da und beobachte alles.
Ein einhalb Stunden später waren sie dann endlich fertig. Bill kam lächelnd auf mich zu.
„na? Noch nicht eingeschlafen?“
„Ne, aber fast!“, grinste ich. Er lachte.
„Kann ich verstehen.“
„Naja… ich freu mich jetzt erst mal total auf Metallica.“
„ja, ich mich auch!“, lächelte er.
Wir unterhielten uns noch ziemlich lange. Mann Lea! Was tat ich da?! Ich fand den Typ zum Anbeisen und das war gar nicht gut! Ich meine, jetzt mal abgesehen davon dass er ein Junge war, er war auch ein Star und vorallen Dingen ungreifbar für sie. Sie war ja schließlich keine Heidi Klum! Nicht annähernd! Und deshalb hatte sie keine Chance bei ihm! Er sah hamma mäßig aus und war total begehrt! Also schnell vergessen!
Gerade lächelte er mich wieder mit seinem umwerfenden Mund an und ich schmolz mal wieder förmlich dahin! Mann Lea!!! Konnte es sein dass ich grad dabei war mich zu verlieben?!?! Nein- das durfte und konnte nicht sein! Nicht in ihn! Nicht in Bill!
Nach einer Weile gingen wir zusammen zu Gustav und zu dritt machten wir uns auf den Weg! Wir liefen mal wieder durch die endlos langen Gänge und mein Herz schlug immer höher!
Dann standen wir vor einer Tür auf der 2 Worte prangten: Kabine Metallica!!!!!

Kapitel 20

Langsam drückte Gustav die Klinke runter und die Tür fiel auf. Metallica, die gerade in ein Gespräch vertieft gewesen waren schauten auf. Ohh mein Gott! Da waren gerade echt Metallica!!! Wie geil war das denn bitte?!
Ich brachte natürlich einen einzigen Ton heraus und so stand ich nur da und starrte Metallica an. Die beiden Jungs grinsten und dann erbarmte sich Gustav endlich die Stille zu unterbrechen.
„Hey! What’s up?“, fragte ganz locker und ich bewunderte ihn dafür dass er überhaupt einen Ton heraus gebracht hat.
„not much, an you?“, grüßte Rob, der Bassist zurück.
Nun taute auch ich en wenig auf. Ich erklärte ihnen dass ich hier Praktikantin wäre und fragte sie ob es klar ginge wenn wir hier mit ihnen kurz erzählen könnten.
Rob grinste:
„ Sure it’s ok! What kind of question!”
Ich lächelte zurück:
„Thanks a lot! It’s quite exciting for me, you know?“
Wir setzten uns zu ihnen und unterhielten uns angeregt mit Metallica! Sie waren wirklich total nett! Überhaupt nicht abgehoben oder sonst irgendwas! Ich war richtig überrascht! Positiv natürlich.
Nach ca. einer halben Stunde mussten sie dann allerdings auch wieder gehen.
„Unfortunately we have to go now! It was nice to meet you!”, erklärte uns Rob.
“Yes! It was really nice to meet you!”, grinste dann auch Gustav.
Wir verabschiedeten uns von den Jungs und ich bekam das Grinsen einfach nicht von meinem Gesicht.
Als wir draußen im Gang standen grinste ich einfach weiter in die Leere. Plötzlich wurde ich in die Seite gekufft.
„Hey, noch da?“, grinste Bill mich frech an.
Ich streckte ihm die Zunge raus, grinste allerdings zurück.
„Mann, die waren doch mal soooo genial, oder?“, schwärmte ich.
„Ja, die warn wirklich cool!“, stimmte Bill mir zu.
Auf dem Weg zu den anderen schwärmten wir weiter über Metallica. Es war wirklich toll mit den Jungs und ich fühlte mich einfach nur total wohl.
Als wir zu den andren ins Zimmer kamen sah ich schon Mone auf mich zu blitzen. Sie fiel mir um den Hals.
„Die sind total toll, oder?“, grinste sie mich an. Überrascht starrte ich zurück. Wie bitte?? Seid wann war Mone denn so begeistert von Metallica?? Also das war mir wirklich ein Rätsel.
„Ja schon, aba?“, begann ich doch weiterreden konnte ich nicht denn sofort fiel mir Mone ein weiteres Mal um den Hals. Was war denn mit der los?? Also irgendwas stimmte da nicht, das merkte ich!
„Mone? Kommst du mal mit mir aufs Klo? Ich muss mal…“, murmelte ich, damit wir alleine waren.
Sie nickte.
„Ok, also, wir sind dann mal kurz weg!“, wandte ich mich dann an die Jungs. Zustimmendes gemurmel.
So zerrte ich Mone mit mir aus dem Zimmer in Richtung Toiletten. Was war bloß mit ihr los? Diese gespielt und überdrehte Fröhlichkeit passte rein gar nicht zu ihr! Nein, so war sie nicht! Irgendetwas musste geschehen sein.
Endlich im Klo angekommen ließ ich ihr Handgelenk los und schaute ihr in die Augen. Sie sah mich betreten an, hatte allerdings immer noch ein Grinsen auf dem Gesicht.
„SO. Und jetzt sagst du mir was mit dir los ist!“; forderte ich sie auf.
„Nichts! Was soll denn schon sein? Mir geht’s nur sehr gut!“, log sie mich an. Sie konnte wirklich gar nicht lügen!
„Ach erzähl mir nichts! Ich kenn dich gut genug Mone!“
Sie seufzte.
„Was willst du denn von mir? Ich hab endlich was begriffen! So wie du! Ohne Jungs ist alles besser!“, erklärte sie und ihre Stimme wurde immer leiser. Außerdem sah ich etwas in ihrem Auge aufblitzen.
„Was ist passiert? Etwas mit Paul?“, fragte ich vorsichtig nach.
„Ach, ist nicht so schlimm. Er hat bloß eben per sms mit mir schluss gemacht! Aber keine Angst ich mein, es ist doch nur ein doofer Junge!“, schluchzte sie und das glitzern in ihren Augen wurde immer schlimmer.
„Wie bitte?! Er hat was?? Nein! Das glaub ich nicht! Dieses verdammte Arschloch!!“, schrie ich. Was bildete sich der denn bitte ein eine wie Mone abzuservieren?! So ein Arschloch! Wie hatten wir uns bloß so in den Jungs getäuscht?!
„Ach quatsch! Ohne ihn geht’s mir bestimmt besser! Er ist kein arschloch! Ich hab irgendwas falsch gemacht! Er ist kein arschloch! Ich liebe ihn doch!“, seuftze sie und nun begann sie heftigst zu weinen. Ich nahm sie sofort in den Arm.
„Nein Mone! Red dir so was nicht ein! Du hast rein gar nichts falsch gemacht! ER ist ein Arschloch! Er ist ein Junge und alle jungen sind Arschlöcher!“, redete ich auf sie ein.
„Jake auch, stimmt!“, murmelte sie. „aber nicht alle!“
„Doch, alle! Ach ist doch egal! JEdenfalls sind Jake und Paul Arschlöcher!“
Sie heulte nun hemmungslos.
„Was soll ich bloß ohne ihn machen? Ich liebe ihn doch!“, schluchzte sie. Sie tat mir so leid! Ich wusste wie sich sich fühlte.

Kapitel 21

„Ich weiß dass du ihn liebst! Ich versteh wirklich nicht wieso er das tut!“, wunderte ich mich und hielt Mone noch fester im Arm.
„Ach, ihm und Jake ist doch einfach nur der Erfolg übern Kopf gewachsen! Und dabei wollten sie genau das nicht! Aber ich kann nicht ohne Paul, Lea! Ich kann einfach nicht ohne ihn!!!“, rief sie verzweifelt.
Ich hatte das Gefühlt dass sie gleich zusammenbrechen würde, so wie ihre momentane Verfassung war. Sie zitterte und war bleich. Außerdem hörte sie nicht auf zu weinen. Etwas sehr ungewöhnliches für Mone, da man sie normalerweise nie weinen sah! Hier konnte ich mit ihr nicht bleiben, das war mir klar!
„Mone, wartest du mal kurz hier? Ich geh zu helen und sag ihr dass es dir schlecht geht! Dann holen wir uns ein Taxi und fahrn zum Hotel, ok?“, fragte ich sie.
Sie nickte vorsichtig.
„kannst du noch meinen Rucksack aus der Garderobe von Tokio Hotel holen?“, schluchzte sie.
„Ja natürlich!“, und mit diesen Worten verließ ich den Saal. Ich beeilte mich, da ich nicht wusste wie lange man Mone in diesem Zustand alleine lassen konnte.
Helen willigte natürlich sofort ein dass wir gehen konnten. Sie war einfach zu lieb! Und ich fühlte mich sogar irgendwie schlecht dass ich ihr nicht ganz die Wahrheit erzählte. Obwohl, im weitesten Sinne war es ja die Wahrheit gewesen!
Dann rannte ich noch schnell zu den Jungs. Als ich die Tür öffnete schauten sie alle vier überrascht auf.
„Lea! Wasn los?“, fragte Tom als er mein ziemlich verstörtes Gesicht sah.
„Nichts, Mone geht es nicht so gut, wir gehen nach Hause.“, log ich schon wieder.
„Mhh… was hat sie denn?“, mischte sich dann auch Gustav ein.
Ich zögerte. Sollte ich es ihnen erzählen? Ich war mir nicht sicher. Einerseits rechnete ich nicht damit dass sie irgendwas doofes machen würden, andererseits… sie waren eben Jungen!
Nach kurzem hin und her entschied ich mich dazu ihnen die Wahrheit zu sagen.
„Paul hat mit ihr Schluss gemacht!“, erklärte ich schnell und ihre Gesichtausdrücke waren entsetzt.
„Im ernst jetzt?“, fragte Tom überrascht.
Ich nickte.
„Sag mal, was sin denn das für Arschlöcher in dieser Band?!“, regte sich Bill dann auf. Ich grinste. Stimmt! Es waren schon ziemliche Arschlöcher in dieser band. Bis auf Björn, der war ein Schatz!
„ja, is ziemlich scheiße!“, fuhr ich fort. „ Wir gehen dann mal ins Hotel! Bis denne!“
„Warte mal! Gibst du uns eure Adresse? Dann schauen wir später mal vorbei.“, murmelte Bill noch.
Ich nickte und gab ihnen unsere Adresse. Schließlich verabschiedete ich mich endgültig von ihnen und hetzte dann wieder zu Mone.
Sie stand an der selben Stelle wie vorher und schaute ins Leere. Ihre Augen waren voll mit Trauer und Schmerz! Dieses Schwein! Wieso?! Was war das bitte für eine Welt?! Einfach nur total ungerecht!
Ich nahm sie sofort wieder in den Arm.
„Hey süße! Komm, lass uns gehen!“
Sie nickte langsam, schluchzte noch einmal und setzte sich dann mit mir an ihrer Seite in Bewegung.
Wir liefen die Gänge entlang und standen kurze Zeit später vor der Tür der Studios. Ich suchte nach meinem Handy und rufte uns ein Taxi. Mone sagte die ganze Zeit kein einziges Wort. Sie stand nur da und schaute ins Leere. Mehr nicht. Selbst weinen tat sie nicht mehr.
Als das Taxi schließlich kam stieg ich schnell ein und zerrte Mone mit mir.
Ich sagte ihm die Adresse unseres Hotels und schon setzte sich das Auto in Bewegung.

Kapitel 22

Wir waren schon seid 2 Stunden wieder da und Mone lag einfach ohne irgendwelche Bewegungen auf dem Bett. Sie sagte nichts, sie bewegte sich nicht und sie weinte nicht. Nichts! Sie lag einfach da. Ich hatte ruhige depri musik eingelegt. Diese hatte auch ich gehört als Jake mit mir schluss gemacht hatte.
Ich saß auf einen Stuhl neben ihr und streichelte ihre Hand. Mann die Arme! Ich wusste wie sich fühlte. Nur zu gut!
Plötzlich klopfte es an der Tür. Wer war denn das jetzt?? Langsam legte ich Mones Hand weg und ging zur Tür. Ich drückte die Klinke nach unten und öffnete sie.
Vor mir standen 4 personen. Jawohl! Bill, Tom, Gustav und Georg! Wow! Ich war wirklich überrascht dass sie wirklich vorbei kamen! Hätte ich nicht erwartet gehabt!
„na du? Wie geht’s Mone?“, begrüßte mich Tom mit seinem typischen Grinsen. Ich lächelte zurück.
„Hey! Naja… nicht so gut!“
„Können wir rein?“, fragte Bill dann. Ich grinste. Ups! Ich stand die ganze Zeit in der Tür.
„ja klar!“, grinste ich und ging einen Schritt zur Seite.
Der Reihe nach traten sie ein.
„Wartet mal, ich frag sie erst mal obs ok ist dass ihr reinkommt…“, murmelte ich und verschwand sofort darauf im Schlafzimmer.
Mone lag immer noch gleich da.
„Süße? Die jungs von Tokio Hotel sind da, ist es ok wenn sie hier reinkommen?“, fragte ich vorsichtig.
Sie nickte nur zaghaft. Es ging ihr wirklich richtig schlecht! Sie war gar nicht mehr sie selbst!
Ich öffnete die Tür und winkte den Jungs dass sie reinkamen.
Tom ging sofort auf sie zu.
„Hey Mone! Boah ey, des is ja mal so en Arschloch!“, fing er an zu fluchen. Mone lag weiter einfach da und starrte an die Decke. Keine Reaktion! Man, langsam machte ich mir richtig Sorgen.
Die andren schienen wohl zu bemerken wie schlecht es ihr ging, denn eine drückende Stille trat ein.
Niemand sagte etwas, niemand wagte es sich zu bewegen. Alle Augen waren auf Mone, die steif im bett lag, gerichtet.
Dann, ganz plötzlich bewegte sie sich und saß schließlich in ihrem Bett.
„Leute! Mir geht’s gut keine Angst! Ich bin ihn jetzt los! Ist doch besser als wenn ich ewig mit so einem Arschloch zusammen gewesen wär!“, sagte sie mit zittriger Stimme und versuchte Tom ein lächeln zu schenken. Dies allerdings misslang ziemlich!
Immer noch sagte keiner etwas. Was denn auch? Jeder wusste wie stark sie log!
Sie seufzte und fuhr schließlich fort:
„Jetzt kommt schon! Wie lange wollt ihr hier denn noch schweigen? Erzählt irgendetwas, ist mir egal!“
ich seufzte. Ok! Jetzt musste ich irgendwie vom Thema ablenken.
„Wie lange bleibt ihr denn eigentlich noch hier?“, fragte ich die Jungs.
„Nur noch eineinhalb Tage!“, antwortete mir Georg.
„Ohh, schade!“, murmelte ich.
„Ja, aber morgen bist du ja wieder beim Dreh dabei, oder?“, wollte Tom wissen.
Ich nickte grinsend!
„Natürlich! Sowas lass ich mir ja wohl nicht entgehen!“
„sehr gut!“, grinste Bill zurück. „ wir sind morgen übrigens nicht in den Studios. Ich glaube wir holen dich morgen früh hier ab oder so, ich kann dich ja später noch mal anrufen, wenn du mir deine Nummer gibst!“
Mein Herz machte aus irgendeinem Grund einen Hüpfer! Mann Lea! Nicht Verlieben! Nicht Verlieben! Das war ganz schlecht, denn mehr und mehr bemerkte ich dass ich mich immer stärker in ihn verliebte. Das konnte doch nicht sein! Ich wollte mich nicht mehr verlieben und tat es trotzdem! Was ergab das denn bitte für einen Sinn?!
„Ja klar!“, freute ich mich und so tauschten wir Handynummern. Die andren beobachteten alles grinsend. Wieso denn eigentlich grinsend? Was war denn so toll daran?? Ach, egal!
Wir unterhielten uns noch ziemlich lange und Mone redete teilweise sogar mit. Ihre stimme war zwar immer noch zittrig und schwach, doch schon sehr viel besser als am Anfang. Ich hatte das gefühl die Jungs taten ihr gut.
Nach mehr als einer Stunde gingen sie dann auch wieder. Wir verabschiedeten uns mit einer Umarmung von ihnen. Als ich Bill umarmte begann es plötzlich ganz doll in meinem Bauch zu kribbeln! Ok! Nun musste ich es zugeben! Ich war mal wieder hoffnungslos verliebt! Mist!

Kapitel 23

Später rief mich Bill noch mal an und erklärte mir dass Murat, der sie auch begleiten würde, mich um 8 Uhr morgens abfahrbereit an der Lobby erwarten würde. Bill! Ich hatte mich in ihn verliebt, so viel stand fest! Na super! Was machte ich auch immer für sachen?! Bei Bill hatte ich doch eh keine Chance! Mann! Das war ungerecht!
Ich dachte an seine wunderschönen Augen und an seinen Mund! Der war so schön! Wie gerne würde ich seine Lippen auf meinen spüren! Stopp!! Das durfte nicht sein! Ich durfte nicht weiter schwärmen! Er würde nie das selbe empfinden! Nie! Niemals! Nicht für jemanden wie mich!
Ich dachte noch eine Weile nach und fiel dann mit Mone in einen ruhigen und tiefen Schlaf!
Kliiirrrrr!!!!! Mein Wecker! Verdammt!!! Es war doch noch viel zu früh am Morgen um aufzustehen! Das konnten die mir doch nicht antun!
Mürrisch drehte ich mich auf die andre Seite und öffnete ganz allmählich die Augen. Ich blinzelte in die Sonne, die ihre Strahlen durch das fenster warf. Ich liebte die Sommersonne!
Ich zog meine Decke beiseite und stand auf. Erst jetzt bemerkte ich dass Mone gar nicht mehr im Bett lag. Nanu? Wo war die denn?
Ich tapselte in Richtung Bad, als mir eine wache Mone entgegen sprang. Sie war in ein Handtuch gewickelt, kam also anscheinend gerade aus der Dusche.
„Morgen!“, rief sie fröhlich. Wieso war sie so fröhlich?!
Skeptisch betrachtete ich sie.
„keine Angst! Mit mir ist alles wieder ok! Paul ist nicht eine einzige Träne wert!“, erklärte sie mir.
Ich murmelte „genau“, und verschwand im Bad. Für irgendwelche weiterführenden Gespräche war es mir definitiv noch zu früh!
Ich sprang unter die Dusche. Durch meine Morgenmuffelei musste ich mich ein wenig beeilen. Dann schlüpfte ich in eine weiße ¾ Hose und ein braunes T-shirt und föhnte die Haare. Ich schminkte mich und verabschiedete mich schließlich von Mone.
Als ich durch die Lobby nach draußen ging war noch kein Auto da. Na toll! Dann hätte ich mich ja auch nicht so beeilen müssen! Ich war doch noch soooo müde!!!
Nach weiteren 10 Minuten des gelangweilten Wartens, rauschte schließlich ein schwarzer BMW an. WOW! Nicht schlecht das Teil! Es war wirklich ziemlich edel.
Durch das Glas konnte ich Murat schon erkennen. Er grinste mich lieb an. Als er anhielt öffnete ich die Tür zum Beifahrer sitz, doch dieser war voll gestellt mit Sachen.
„Sorry, aber ich hatte sonst keinen Platz! Kannst du vielleicht grad auf die Rückbank?“, fragte er. Ich nickte.
„Ja, klar!“ dann hopste ich nach hinten und schmiss mich auf die große Rückbank. Hier machte ich es mir ganz bequem, so dass mir schon bald die Augen zufielen. Ich bekam sofort nichts mehr mit und hüpfte ins Land der Träume.
Durch ein lautes Klopfen wurde ich geweckt. Bumm! Bumm! Bumm! Mann?! Wer war das denn?? Ich war müde und wollte nicht aufwachen! Ich wollte schlafen!
Mürrisch versuchte ich mich zu bewegen, doch das ging nicht sonderlich gut! Mein Nacken war steif und an sonsten war ich auch am ganzen Körper verkrampft! Wo lag ich denn hier?! Das war ja mal heftigst unbequem!!!
Ganz langsam öffnete ich die Augen. Ich lag in einem Auto! Na nu!
Oh mist! Jetzt fiel mir alles wieder ein! Ich war ja mit Murat zu diesem Termin mit Tokio Hotel gefahren! Und auf der Rückbank, der unbequemen Rückbank(!!!), bin ich eingeschlafen! Mist! Ich musste doch arbeiten! Was tat ich denn hier?!
Ich blickte nach vorne und stieß einen lauten schrei aus als ich zum Fenster schaute. Da standen Tom und Bill und grinsten mich schräg an. Mann! Hatte ich mich erschreckt! Was wollten die denn hier?!
Ok! Doofe Frage! Das war ja hier alles nur wegen ihnen.
Das Auto schien zu stehen und Murat war auf jeden Fall nicht mehr hier drin!
Ich blickte wieder zu Tom und Bill, die immer noch frech grinsten. Langsam rappelte ich mich auf und schwang mich auf den Vordersitz. Ich wollte die Tür öffnen, doch nichts tat sich! Das war jetzt ein Scherz, oder?! Das war jetzt nicht ihr ernst!!!!
Ich war hier eingesperrt! Na super! Und jetzt?!
Tom begann laut los zu lachen!
Hallo?! Was sollte ich denn tun?! Ich war hier drin eingesperrt! Mann, das war mal wieder sooooo typisch für mich!!!
Ich schaute die beiden hilfesuchend an. Bill begann nun auch zu lachen und machte dann mit seiner Hand komische kreisförmige Bewegungen. Was sollte das denn darstellen?
Er schien meinen verwirrten Blick zu bemerken, verdrehte grinsend die Augen und zeigte dann auf die Glasscheibe.
Jetzt verstand ich. Ich grinste und kurbelte dann die Fensterscheibe runter. Sofort hörte ich das schallende Gelächter von Tom.
„Hey! Das is nicht lustig!“, grinste ich ihn an und versuchte einen bösen Blick aufzusetzen.
„ohhh doch!“, lachte der nur und Bill stimmte mit ein. Na super!
Allerdings konnte auch ich mir ein Grinsen nicht mehr verkneifen!
„Mensch jetzt hört mal auf so doof zu lachen und überlegt euch wie ich hier rauskomm!“, brummte ich schließlich.

Kapitel 24

Toms grinsen wurde noch größer und ich ahnte schlimmes. Dann schaute er zu Bill. Dieser nickte und blickte dann wieder zu mir. Mann war das alles so kompliziert^^.
„ich schätze mal du musst durchs Fenster klettern. Oder hast du ne bessere idee?“, grinste er.
Bitte was?? Durch Fenster klettern?? Och ne, oder?
Ich musste lachen. Das konnte ja mal wieder witzig werden!
„Och neee!“, jammerte ich da schon.
„Ohh doch!“, grinste Tom.
Bill lachte.
„Na komm schon!“, ermunterte er mich.
Da musste ich jetzt wohl durch!
Ich seufzte und lehnte mich dann ein wenig zurück. Mit dem Kopf zuerst oder mit den Beinen? Mit den Beinen wäre wohl besser.
Also stieg ich mit dem einen bein durchs Fenster.
„toll. Und jetzt?“, wandte ich mich ratlos an die Jungs, da ich nicht weiter wusste. Diese brachen natürlich mal wieder sofort in schallendes Gelächter aus.
„Keine Ahnung. Du musst da jetzt wohl irgendwie noch das zweite Bein durchkriegen“, erklärte Tom.
„Danke! Das hat mir jetzt echt geholfen!“, neckte ich ihn sarkastisch.
Super! Auf die beiden konnte ich wohl nicht zählen. Also ging ich wieder ein Stück zurück und quetschte mein zweites Bein dazu. Das musste wirklich irre doof ausgesehen haben, wie ich da so halb draußen halb im Auto steckte. Langsam rutsche ich weiter und tastete mit meinen Beinen nach dem Boden. Der allerdings war nicht zu finden. Wo war der verdammt noch mal?!
Wahrscheinlich war ich noch zu weit oben. Ich ging also weiter nach unten und weiter und weiter. Doch der Boden war nicht da!
Irgendwann konnte ich mich nicht mehr halten und mit einem lauten Schrei knallte ich auf den Asphalt. Na toll! Da war er jetzt!
Bill und Tom kringelten sich vor lachen auf dem Boden während ich mir nur meinen Po rieb.
Irgendwann schien Bill etwas sagen zu wollen, doch er zeigte nur mit dem Finger auf mich und stöhnte irgendwas unverständliches. Ich grinste. Er versuchte es noch mal, doch durch das Lachen war es wieder nicht zu verstehen! Dann schüttelte er den Kopf und lachte weiter.
Nun hielt auch mich nichts mehr und ich prustete ebenfalls los!
Mann war das mal wieder eine doofe Situation.
Nach ein paar weiteren Minuten beruhigten wir uns alle so langsam wieder und schauten dann auf das Auto.
„Und wie schließen wir die Scheibe jetzt wieder?“, fragte ich unschlüssig.
„Wie wärs wenn wir einfach Murat holen?“, grinste Tom frech.
„Wie??? Der is hier?“, staunte ich.
Tom nickte nur frech und auch auf bills gesicht prangte ein freches grinsen.
„Na toll!!!! Und wieso um alles in der Welt bin ich dann bitte aus dem Fenster geklettert??“, fragte ich und setzte einen beleidigten Blick auf.
Nun lachten die beiden laut los.
„Du wolltest das doch!“, lachte Tom.
„Ja, aber nur weil ich dachte das Murat nicht da wäre!“, stöhnte ich genervt. Doch als ich in die zwei lachenden Gesichter von Bill und Tom schaute konnte auch ich mir ein grinsen nicht verkneifen.
Irgendwie wars ja auch echt lustig!
„Ich geh dann man Murat holen!“, sagte Tom nach einiger Zeit. Und schon war er verschwunden. Nun stand ich hier mit Bill! Allein! Nur wir zwei!
Irgendwie trat eine merkwürdige Stille ein. Los Lea! Sag etwas! Doch ich wusste nicht was ich sagen sollte.
Schließlich nahm Bill mir diese Entscheidung ab.
„Schade dass wir morgen schon wieder gehen! Ich mag dich echt gern!“, lächelte er mich an.
Hatte er gerade gesagt dass er mich gern hatte?? Mich? Ganz plötzlich machte mein Herz einen Hüpfer! Yuhu!!! Er mochte mich!
„Ja, ich mag dich auch!“, grinste ich schließlich ein wenig schüchterner.
„Gibst du mir vielleicht deine Handynummer? Dann können wir in Kontakt bleiben!“, fragte er und seine Stimme war nicht mehr ganz so selbstsicher wie zuvor.
Er wollte wirklich meine Handynummer? Wow! Das war ja wie in einem Traum! Das- das war einfach nur unglaublich! Vielleicht mochte er mich ja doch ein wenig mehr. Ach quatsch! Ich durfte gar nicht erst anfangen so etwas zu denken! Niemals! Das wird nie passieren! Er findet mich nur nett, nicht mehr und nicht weniger!
„Ja klar!“, beantwortete ich seine Frage und schon war er dabei meine Nummer zu speichern.
Ich starrte ihn dabei die ganze zeit an. Er war wirklich etwas ganz besonderes! Diese Augen! Sie strahlten etwas aus, was ich noch nie zuvor gesehen hatte! Etwas ganz besondres!
Ich bemerkte gar nicht dass er meine Nummer bereits eingespeichert hatte und somit aufblickte, genau in meine Augen!
Peng! Da brennten unsere Blicke schon wieder aufeinander! Es war als würde er in mich hinein schauen können! Als wüsste er alles was gerade in mir vorging!
Diese Vorstellung erschreckte mich und schnell wandt ich meinen Blick von ihm ab. Er durfte nicht wissen was ich gerade fühlte! Das wäre viel zu peinlich! Wahrscheinlich würde er darüber nur lachen, oder er würde schnell abhauen!
„danke!“, murmelte er und ich hob meinen Blick wieder. Mann! Diese Augen schienen mich zu verfolgen! Es war einerseits wunderschön in sie zu schauen, andererseits war es grauenhaft das Gefühl zu haben er könne aus meinen Augen lesen wie aus einem kitschigen buch! So kam ich mir vor! Ich war momentan einfach nur blind, naiv und kitschig! Mehr nicht!
Die situation spitze sich immer mehr zu und ich wusste schon fast nicht mehr was ich denken sollte, als wir schritte hörte.
Schnell drehten wir uns um und schauten in die Gesichter von Murat und Tom, die geradewegs auf uns zu liefen.

Kapitel 25

Murat fand die ganze Geschichte scheinbar noch lustiger als die Jungs denn er lag wirklich auf dem Boden vor lachen. Ich konnte nicht anders als mitzulachen! Das war mal so ein lustiges Bild. Auch Tom und Bill waren belustigt und so brauchten wir fast eine halbe Stunde um ans Set zurück zu kehren.
Sie drehten noch gute 2 Stunden und es war wirklich nicht sehr interessant! Ich fragte mich andauernd wer das Zeugs denn bitte anschauen würde?
Nach diesen 2 Stunden war es dann allerdings endlich zu Ende und wir konnten gehen! Ich wurde von den Jungs noch auf ein Eis eingeladen! Es war heute wirklich sehr heiß und so war mein Himbeereis ein absoluter Genuss. Gustav fand es wohl ziemlich lustig wie sehr ich mein Eis genoss und machte andauernd witze darüber! Es war wirklich total lustig und wir waren die ganze Zeit nur am lachen.
Irgendwann war dann allerdings auch dieser Spaß wieder vorbei und wir mussten uns verabschieden.
„Wir kommen morgen noch mal im Studio vorbei bevor wir fahren.“, begann Tom.
„Wir sehn uns also auf jeden Fall noch mal!“, grinste dann Bill.
„Das is gut!“, lächelte ich, umarmte alle 4 und stieg dann in Murats Auto.
Es war wirklich ein total toller tag gewesen mit den Jungs! Sie waren so lustig! Hätte ich früher nie gedacht!
Mone war anscheinend nicht da und so setzte ich mich auf den Balkon und hörte musik.
Bill! Ich dachte die ganze Zeit an ihn! Wieso hatte er mich so verzaubert? Es war wirklich wie verhext, dabei wollte ich das alles doch gar nicht! Ich wollte nicht noch einmal verletzt werden! Nicht noch einmal dieses Schmerz spüren müssen! Und das würde ich bei ihm wieder! Das war klar! Es könnte gar nicht anders gehen! Entweder ich würde ihm nachtrauen, da ich ihn eh nie haben könnte, oder er würde mich verletzen! Es würde so oder so weh tun! Aber ich hatte mich wirklich richtig heftig in ihn verliebt! Ich hatte das Gefühl, dass uns irgendetwas verband! Irgendetwas! Ich wusste nicht was es war, doch ich würde so gerne an seiner Seite sein! Nein! Das durfte ich nicht!
Schnell holte ich mein „Tagebuch“ aus meinem Rucksack, griff nach einem Kulli und setzte mich zurück auf den Balkon.
Ich setzte an und schrieb einfach drauf los:

Er ist ein mensch nicht von dieser Welt,
Einer, der einem den tag erhellt,
schön und atemraubend kam er daher,
meine Vernunft macht es mir schwer,
mein Herz will ihn fassen,
doch mein Verstand ihn hassen,
die Gefühle kämpfen in meinem Magen,
am liebsten würde ich ihn verjagen,
denn bei jedem Blick in seine Augen,
wird es mir von neuem den Atem rauben,
auch zu wissen dass mein Herz verliert,
und der Verstand in mir regiert,
lässt mich realistisch denken,
und mich nicht von meinem Herzen lenken,
ich liebe ihn mehr als mein Leben,
doch mir ist die Chance nicht gegeben,
mit ihm glücklich zusammen zu sein,
denn in seine Welt pass ich nicht rein!

Tränen flossen mittlerweile in Strömen über meine Wangen! Verdammt! Wieso hatte ich mich mal wieder unglücklich verliebt?! Wir hätten keine Chance! Nie! Wie sollte ich ihm morgen nochmals unter die Augen treten? Ich würde doch bestimmt sofort anfangen zu heulen! Ok! Ich hatte mich wirklich richtig doll verliebt! Ich war doch soo doof!
Nach einer halben Stunde kam dann schließlich auch Mone.
Ihre laune schien sich gebessert zu haben, doch sie bemerkte sofort dass es mir nicht sonderlich gut ging!
Nach langem gequängel erklärte ich mich bereit ihr alles zu erzählen. Auf der einen Seite tat es gut mit jemandem darüber zu reden, auf der andren allerdings schmerzte es. Wieso musste ich mich gerade in IHN verlieben?! Es gäbe doch sowieso niemals eine Chance für uns!
„Och süße!“, begann Mone während wir uns beide heulend in den Armen lagen. „ wieso müssen immer wir uns in solche Typen verknallen? Jungs sind doch einfach scheiße!“
Ich grinste.
„Stimmt! Mit ihnen wird alles schwer!“
„Genau! Wir sollten einfach lesbisch werden!“, grinste sie mich an.
Ich lachte und gab ihr schließlich ein Bussi.
Wir schauten uns an und schüttelten schließlich den Kopf.
„neee! Lieber doch nicht!“, lachte ich!
Wir lachten noch bis tief in die Nacht und schliefen schließlich gegen 1 Uhr morgens ein.

Kapitel 26

Mal wieder standen wir in Helens Zimmer. Sie grinste uns freundlich an und sofort dachte ich wieder daran wie hübsch sie doch war.
„Also, wollt ihr heute mal zusammen arbeiten?“, fragte sie uns.
„jaaaa!“, riefen wir fröhlich und wie aus einem Munde.
Sie grinste uns an.
„Gut! Dann geht ihr jetzt zusammen zum letzten Dreh mit Tokio Hotel! Morgen gibt’s dann mal etwas andres. Da könnt ihr dann mal bei den Tontechnikern reinschnuppern!“, erklärte sie uns.
Wir nickten und begaben uns schließlich auf den Weg zum Drehort.
Bill! Ihm müsste ich nun wieder unter die Augen treten! Einfach nichts anmerken lassen! So sein wie immer! Einfach viel reden! Das war meine Strategie.
Wir öffneten die große Tür und ein lautes „Morgen“ kam uns entgegen. Wir grinsten.
„Guten Morgen“, grüßten wir die Jungs, die auf einem Sofa saßen zurück.
„Na? Gut geschlafen?“, fragte Gustav.
„Joa, ganz gut!“, antwortete ihm Mone.
Wir setzten uns auf ein weiteres kleineres sofa neben sie.
„tja, das is also unser letzter tag hier!“, murmelte Bill dann irgendwann. Er schaute mir dabei ganz tief in die Augen und etwas in meinem Bauch explodierte! Ja, der letzte Tag! Das letzte mal in diese Augen schauen!
„ja, leider…“, murmelte ich.
Bill lächelte mich an. Noch bevor ich zurückgrinsen konnte wurden wir gerufen.
„Lea! Mone! Kommt ihr hierher? Wir beginnen jetzt mit dem Dreh!“, rief uns irgendso eine Tusse zu sich.
Wir standen auf und gingen zu ihr und schon begann der Dreh. Es war wie immer nicht sonderlich interessant. Ich war irgendwie erstaunt wie viel Tom und Bill doch reden konnten! Ich meinte, ich war ja schon extrem, aber die zwei! Wow!
Nach eineinhalb Stunden war dann schon alles im Kasten und die Jungs begannen sich von allen zu verabschieden. So! Jetzt müsste ich auch tschüss sagen! Und dann würde ich ihm nie wieder in seine Augen sehn können!
Gustav und Georg kamen auf mich und Mone zu.
„War ne schöne Zeit! Viel spaß noch hier!“, grinste Georg uns an und beide umarmten sie uns.
Dann kamen irgendwann Tom und Bill.
„Also dann….“, begann Tom und nahm mich in den Arm und dann Mone.
Nun stand ich vor Bill.
„Kommst du mal mit?“, fragte er mich und nahm meine Hand. Ein kribbeln durchfuhr mich. Was würde das denn jetzt werden?
Vorsichtig nickte ich und schon wurde ich hinter ihm hergezogen. Raus aus dem Raum und ab ins nächste Zimmer. Hier waren wir ganz alleine.
Er drehte sich zu mir und schaute mir direkt in die Augen. Wow! Er war wirklich nicht von dieser Welt!
„Es war echt schön mit dir hier!“, lächelte er mich an.
ich schmolz förmlich dahin, erinnerte mich aber wieder an das was ich mir vorgenommen hatte. Viel reden!
„Ja! Das war echt toll! Hat richtig viel Spaß gemacht! Echt! Schade dass ihr schon gehen müsst, aber irgendwann ist wohl jeder spaß vorbei. Leider! Das ist doch irgendwie ein doofer spruch, oder? Ich mein voll pessimistisch! Wer hat denn bitte so einen Spruch erfunden?! Der muss doch völlig einen an der Waffel gehabt haben!“, begann ich auch schon totale Scheiße zu reden!
Während ich das alles runter brasselte breitete sich ein großes grinsen auf seinem Gesicht aus.
Ich redete weiter. Ich redete und redete. Er schaute mir tief in die Augen doch ich redete weiter.
„Ich mein, so ein Spruch is voll doof! Der muss doch echt ei-„, weiter kam ich nicht. Bill kam ganz plötzlich näher und küsste mich. Er tat was?? Ich zog die Augenbrauen hoch, da ich darauf gar nicht gefasst war. Aber moment mal! Er küsste mich gerade!!! Mir wurde gerade klar was da geschah!!! Er empfand etwas für mich!!! Für mich!!!
Ich erwiderte den Kuss und versank förmlich darin! WOW! Es war wunderschön! Einfach traumhaft! Wie konnte das gehen? Er küsste mich! MICH! Das war einfach unglaublich!
Langsam liesen wir voneinander ab. Er öffnete die Augen und schaute mich vorsichtig an. Ich grinste.
„WOW!“, mehr brachte ich nicht heraus. Nun breitete sich auch auf seinem Gesicht ein grinsen aus.

Kapitel 27

„Wow im positiven Sinne?“, grinste er.
„Postitiv?? Ich….ich…“, stammelte ich während nach den richtigen Worten suchte.
„Wieso?“, brachte ich dann nur hervor.
„Wieso? Was wieso?“, zog er die Augenbrauen hoch.
„Wieso ich?“, half ich ihm auf die Sprünge.
„Na weil du einfach das süßeste Mädchen bist das ich je kennengelernt hab und ich mich in dich verliebt habe…“, flüsterte er schon fast.
Wow! Mein Herz machte einen großen Hüpfer. Er war soooo süß!
Ich schaute ihm noch mal ganz tief in die Augen bevor ich ihn dann ein weiteres Mal küsste. Es war wohl der schönste Moment in meinem ganzen Leben. Lange standen wir so da und küssten uns und erst eine ganze Weile später ließen wir von einander ab.
Ich lächelte ihn verliebt an.
„Bist du dir sicher? Ich mein ich bin nicht unbedingt hübsch oder etwas zum Vorzeigen…“, fragte ich ihn dann ängstlich.
„Du bist wunderschön!“, lächelte er mich nur an und küsste mich noch einmal kurz auf den Mund.
„Wir müssen jetzt allerdings gehen.“, meinte er dann und etwas trauriges lag in seiner Stimme.
„Jap… wir sollten am besten mal wieder zu den anderen gehen!“, stimmte ich zu.
Ich wollte schon losgehen, als er meine Hand nahm und mich noch einmal ganz lieb anlächelte. WOW! Er schämte sich also anscheinend nicht für mich! Ich war so glücklich.
Hand in Hand verließen wir den Saal und kehrten zu den anderen zurück. Als diese uns sahen wanderten ihre Blicke erst einmal auf unsere Hände. Ich grinste vom einem bis zum anderen Ohr.
Dann rief Mone:
„Ohhh wie süüüß!!!“
Ich lachte und schaute zu Bill. Unsere Blicke trafen sich und das Kribbeln im Bauch würde noch stärker als es sowieso schon war. Mann, war ich happy!!!
Dann meldete sich Tom zu Wort:
„Na dann kann ich euch wohl nur beglückwünschen, was?“, grinste er.
Die Stimmung war echt super und ich war das erste Mal seit langem wieder richtig glücklich.
Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und ein noch recht junger Mann kam herein geflitzt.
„Jungs! Kommt ihr endlich? Wir müssen jetzt!“, knurrte er.
„jaja… wir kommen ja schon…“, brummte Gustav zurück. Dann kam er auf mich zu.
„Also, dann mach ich mal den Anfang! Ciao! War echt witzig mit dir! Man hört ja bestimmt von einander, ne?“, sagte er und grinste dabei zu Bill.
„ja! Ganz bestimmt!“; lächelte ich und umarmte ihn.
Dann verabschiedete ich mich von Georg und schließlich auch von Tom!
Auch Mone sagte den Jungs auf wieder sehn und so blieb nur noch Bill übrig.
Ich drehte mich zu ihm und schaute ihm tief in die Augen.
„So, jetzt ist es wohl mal wieder vorbei…“, murmelte ich traurig und senkte meinen Kopf zum Boden. Na toll! Da passierte mir schon mal so etwas tolles und ich kann es nicht einmal richtig genießen!!!
Bill nahm mein Kinn und hob es nach oben. Ich schaute ihm direkt in seine wunderschönen braunen Augen. Sie waren so klar! So rein!
„Wir sehn uns sobald es geht wieder!“, lächelte er und küsste mich. Es war wie immer: unbeschreiblich!
Wir vergaßen ganz die Zeit und wurden durch ein Räuspern wieder von unserer Wolke geholt. Och mann! Jetzt musste ich ihn wohl wirklich gehen lassen! Aber wieso beschwerte ich mich?! Das war doch wirklich schon genug! Es war das wovon ich geträumt hatte! Er war in mich verliebt, genauso wie ich in ihn. Was wollte ich denn bitteschön noch? Man konnte ja auch nicht alles haben!
„tschüü!!! Bis bald!“, grinste ich ihn an und auch er zwang sich ein Lächeln auf.
„Ja, bis bald!“, wiederholte er meine Worte und gab mir noch einen Kuss auf die Stirn. Dann drehte er sich zu Mone, umarmte sie zum Abschied und lächelte mich schließlich ein letztes mal an, bevor er dann ganz zur Tür hinaus verschwand.
Verträumt blieb ich im Raum zurück. Man! Das war jetzt eigentlich gar nicht zu glauben!

Kapitel 28

„Ohhh! Bist du süß!!“, rief mich plötzlich Mone aus meinen Gedanken. Erschrocken zuckte ich zusammen und drehte dann meinen Kopf zu meiner Freundin.
„Wie? Was hast du gesagt??“, stammelte ich.
Sie grinste mich an.
„Du bist ziemlich heftig verliebt, oder?“, grinste sie dann.
Ohh… das hatte sie gemeint. War ich verliebt? Ich dachte an Bill und mein Grinsen wurde noch größer als es sowieso schon war. Ja! Ich war verliebt! Und wie!
Langsam nickte ich und Mone stieß einen hohen Schrei aus:
„Boahhh wie süß! Ihr passt auch echt ganz ganz toll zusammen! Ach wie goldig!“, redete sie wie ein Wasserfall.
Ich musste nur lachen. Sie war echt lieb und ich war so froh dass ich sie hatte. Sie und Björn. Björn! Er wusste ja noch gar nichts davon! Sofort schnappte ich mir mein Handy und wählte seine Nummer. Tuut…tuut….tuu-
„Ja?“, meldete er sich. Mein Herz schlug höher. Wie würde er darauf reagieren?
„Hey Björn! Ich bins Lea!“, erklärte ich ihm.
„Hi Süße!!! Na? Was verschafft mir die Ehre deines Anrufs?“, scherzte er.
Jetzt musste ich es ihm irgendwie erzählen. Wie fing ich wohl am besten an?
„Also… es gibt da so Neuigkeiten in meinem verkorksten Leben…“, scherzte ich.
Björn lachte.
„Und die wären?“, fragte er.
„na ja… also… du erinnerst dich doch noch an den Sänger von Tokio Hotel, oder?“, begann ich.
„jaaaa! Und? Was ist mit dem?“
„Also… mhh… wie soll ich sagen...also wir sind zusammen.“, machte ich es dann kurz. Ich kniff die Augen zusammen und wartete auf seine Reaktion. Doch nichts tat sich. Ich hörte rein gar nichts mehr aus dem Hörer.
„Björn? Noch da?“, fragte ich verwundert.
„mhhhmmm…“, kam es vom andren Ende zurück.
Was war denn mit dem los? Mhhm? War das alles was er dazu zu sagen hatte?!
„Und? Hast du nicht ein bisschen mehr zu sagen als nur mhhm??“, fragte ich ihn sofort.
„ja…. Glückwunsch sagt man da wohl, was?“, brummte er und jagte mir schon beinahe Angst ein.
„Ähhm… ja, danke!“, murmelte ich zurück. Was war denn bloß mit ihm los? So kannte ich ihn doch überhaupt nicht. Irgendetwas stimmte nicht. Doch was?
„Ich muss dann auflegen! Man hört bald wieder von sich!“, sagte er plötzlich und bevor ich etwas erwidern konnte hatte er schon aufgelegt.
Verwirrt starrte ich den Hörer an. Was war das denn jetzt für ein Ende gewesen? Was sollte das?! Freute er sich etwa nicht für mich!? Was um alles in der Welt war denn bloß mit ihm los?! Verdammt!!! Wieso konnte nicht einfach mal alles in meinem Leben gut laufen?! Immer musste etwas schief gehen! Nie konnte einfach mal alles stimmen!!! Was sollte das?! Wollte mich jemand da oben ärgern oder wieso um alles in der Welt musste das so sein?!
Ich starrte immer noch das Handy an.
„Was is los?“, fragte mich Mone. Ich schaute sie an und begann ihr dann alles zu erzählen. Sie lauschte gespannt und verzog oft ungläubig die Augenbrauen.
„Was geht denn mit dem?!“, fragte sie schließlich als ich geendet hatte.
„keine Ahnung! Ich will doch bloß dass einfach mal alles gut ist in meinem Leben! Ein einziges Mal! Wieso geht das nicht?!“, jammerte ich und schaute Mone mit großen Augen an.
„Ach komm schon. Er beruhigt sich bestimmt wieder. Vielleicht hatte er auch einfach nur einen scheiß Tag…“, versuchte Mone mich zu trösten und nahm mich in den Arm.
„ja, aber er ist mein allerbester Freund! Ich will doch nur dass er sich für mich freut!“
„ich weiß!“, flüsterte sie und streichelte mir über den Kopf. Ein glück dass ich sie hatte!
„Und jetzt denk am besten an Bill!“, grinste sie dann und auch mir huschte ein Grinsen übers Gesicht.
Jaja… Bill! Irgendwie konnte ich es ja immer noch nicht so recht glauben! Aber ich war glücklich!

Kapitel 29

Die nächsten eineinhalb Wochen vergingen schnell und schon mussten wir wieder nach Hause. Wir verabschiedeten uns von Helen und allen anderen und sie übergaben uns je eine riesengroße DinA2 karte auf der uns alle etwas drauf geschrieben hatten. Es war wirklich total süß von ihnen gewesen! Mit Bill hatte ich täglich telefoniert und er begann mir immer mehr zu bedeuten. Auch die anderen Jungs schloss ich immer mehr ins Herz. Es war besonders witzig wenn sie alle zusammen am Telefon waren und dann total durcheinander riefen. Da kam ich nicht mehr aus dem lachen raus.
Mittlerweile saßen wir im Zug und hatten beide mal wieder unsere Mp3player im Ohr, als etwas an meinem Bein vibrierte. Erst einige Augenblicke später kam ich darauf dass es mein Handy war, das in meinem Rucksack lag. Schnell kramte ich darin rum und sah den Namen Bill auf dem Display. Sofort hatte ich wieder mein Dauergrinsen im Gesicht.
„Hey schatz!“, begrüßte ich ihn.
„Hey Süße! Na?“, grüßte er zurück.
„Joa, wir sitzen gerade im Zug nach Hause…“, erklärte ich ihm.
„ohh, wie lange habt ihr den noch vor euch?“, fragte er mitleidig.
„Noch 3 Stunden!“, jammerte ich.
„ohh du arme!“, lachte er und fuhr dann fort.
„na ja, ich wollt dich eigentlich was fragen! Also dich und Mone!“
„ja? Was denn?“ er machte mich ziemlich neugierig.
„aaaalso… ihr habt doch bald Herbstferien, ne?“, begann er.
„jaaaa und weiter?“, grinste ich. Mann! Der sollte es nicht so spannend machen!
„gut, ich und die andren 3 wollten fragen ob du und natürlich auch Mone nicht lust hast ein paar Tage zu uns zu kommen?“, fragte er. War das gerade sein Ernst gewesen? Ich sollte zu ihm kommen! Ihn wieder sehn!
„jaaaaaa!!!!! Wie geil! Ja! Ja! Ja! Natürlich ja!“, schrie ich ins Telefon.
Bill lachte.
„Was geht denn hier ab?!“, hörte ich eine andere Stimme. Tom.
„hast du ihr grad nen Heiratsantrag gemacht oder wieso ruft sie die ganze Zeit ja? Oder habt ihr Telefonsex? Sorry wollte nicht stören!“
ich musste lachen. Man! Das war ja mal wieder typisch Tom!!
Auch Bill lachte, dann stöhnte er und rief:
„ja Lea ja! Gibs mir!“
Nun hielt mich nichts mehr! Ich lachte laut los und kugelte mich schon auf dem Sitz. Auch aus dem Hörer konnte man nur Lachen entnehmen.
„Mensch Tom! Das warn Scherz!“, lachte Bill dann und ich konnte mir gerade sehr gut Toms Gesicht vorstellen.
„ich hab sie grad gefragt wegen den Herbstferien!“, erklärte er dann.
„Achsooo!“, hörte ich Tom im Hintergrund brummen.
„Kommt Mone auch mit?“, fragte er dann.
„Ich weiß es noch nicht. Die hört grad Musik und es sieht so aus als wäre sie eingeschlafen… ich frag sie sofort wenn sie wach ist! Aber ich denk schon dass sie kommt!“, erklärte ich.
„Cool!“, kam von Tom. Cool! Anscheinend fand er Mone ja ganz nett…
„Du, sorry Süße aber wir müssen dann wieder los… Interview..“, murmelte mein Schatz.
„ja ok! Viel Spaß!“, scherzte ich und grinste übers ganze Gesicht.
„Wir sehn uns dann ja bald, ne?“, verabschiedete er sich.
„jaaa! Auf jeden fall! Tschüss Tom! Ciao Bill! Ich lieb dich!“
„ich dich auch!“, sagte Bill und Tom rief aus dem Hintergrund:
„ja ich dich auch!“
Ich lachte und verabschiedete mich dann endgültig von den beiden.
Eine Stunde später wachte Mone auf und fragte sie sofort. Sie war auf der Stelle dabei und ich freute mich noch mehr auf die Herbstferien!
Dann würde ich endlich wieder seine Augen sehen! Und seine Lippen spüren! Wow!
Nur noch 4 Wochen!
Und mit diesem Gedanken schlief ich dann auch ein.

Kapitel 30

4 Wochen! Hörte sich ja eigentlich ziemlich wenig an, doch es war eine ewig lange Zeit! Wie konnten sich 4 Wochen nur so extrem ziehen?! Wie ein schlechtes Kaugummi!
Ich zählte die Tage bis ich zu ihnen konnte, doch sie verstrichen leider extrem langsam! Ich hatte das Gefühl sie würden nie enden.
Mit björn hatte ich nur noch wenig kontakt. Er war immer ziemlich abweisend zu mir und langsam hatte ich die Schnauze voll! Ich lies mir doch nicht von ihm die Laune verderben! Nein! Garantiert nicht!
Mit Bill war alles super! Er war einfach super süß und ich verliebte mich immer mehr in ihn! Ich konnte es kaum erwarten ihn endlich wieder zu sehen!
Nun war es endlich soweit! Ich und Mone standen mal wieder am Bahnhof, diesmal auch pünktlich, und warteten auf unseren Zug. Wir waren beide total hippelig, da wir uns einfach total auf die vier freuten! Wir hüpften also in den Zug und schmissen uns auf einen Viererplatz.
„Boah, ich freu mich schon soooo!“, rief Mone. Ich grinste.
„Ohhh ja!!! Ich mich auch!“ Wir lachten, wieso auch immer.
Die ganze Zeit erzählten wir irgendeinen Stuss und vertrieben uns so die Zeit. Mann! War ich aufgeregt! Ich würde ihn endlich wieder sehen! Wir hatten ja noch gar nicht viel Zeit miteinander gehabt und so freute ich mich noch mehr! Bill! Ich und Bill!!! Wahhhhhh!!!!!
Das grinsen verschwand nicht mehr sondern begleitete mich die ganzen 5 Stunden im Zug.
Dann waren wir endlich da! Endlich! Ich hätte wohl auch nicht mehr länger warten können! Endlich!!! Mehr konnte ich nicht denken.
„Bitte aussteigen!“, dröhnte uns eine Frauenstimme entgegen. Ich grinste Mone an und auch sie lächelte übers ganze Gesicht.
„na dann!“, begann ich.
„Wollen wir mal!“, vollendete Mone meinen Satz.
Wir lachten und standen schließlich auf. Beide packten wir unsere Rucksäcke und liefen den Gang entlang aus dem Zug. Mone hüpfte sofort die Stufen hinunter, doch ich blieb erst noch kurz oben stehen, lies meinen Blick über den Bahnhof schweifen und atmete tief ein.
„Na, worauf wartest du denn?“, riss mich Mone aus meinen Gedanken.
Ich grinste sie an und hüpfte zu ihr nach unten.
„jaja, bin ja schon da!“, lachte ich und hakte mich bei ihr ein.
„Und wie finden wir die Jungs?“, überlegte Mone, als wir uns beide ratlos auf dem Bahnsteig umschauten.
„Wart mal… ich ruf an!“, teilte ich ihr dann mit.
Schnell zog ich mein Handy und wählte Bills Nummer.
„halli hallo Süße! Na?“, meldete er sich dann auch gleich!
„Huhuuuuu!“, grüßte ich ich zurück.
„Also wir stehn jetzt auf dem Bahnsteig… und wo seid ihr?“
„Auch auf dem Bahnsteig!“
„Ach, und wo genau?“, grinste ich.
„Guck mal nach rechts…“, sagte er und ich tat was er mir sagte. Ich schaute nach rechts. Allerdings konnte ich nichts interessantes oder auffälliges erkennen.
„Ohh…’tschulding… von dir aus rechts!“, korrigierte er sich selbst.
Ich grinste und drehte meinen Kopf dann in die andre Richtung. Wieder erkannte ich nichts auffälliges.
„Sag mal willst du mich jetzt verarschen oder wie?“, lachte ich ins Handy.
„Nö!“, hörte ich jemanden von hinten in mein Ohr flüstern. Ruckartig fuhr ich herum und schaute wer vor mir stand. Mit dem was ich sah hatte ich allerdings nicht gerechnet. Dort stand ein Typ. Er hatte eine Wollcappy auf und eine Überdimensionale Sonnenbrille. Seine Klamotten waren heruntergekommen und dreckig. Ehrlich gesagt sah er aus wie ein Penner.
Ich musste bei seinem Anblick laut loslachen.
„Das is jetzt nicht dein Ernst, oder?“, prustete ich. Der heruntergekommene Typ vor mir grinste breit.
„na hör mal! Jetzt zieh ich mich schon so an, dann ich dich abholen kann und du lachst mich nur aus!“, beschwerte er sich und streckte mir die Zunge raus.
„’tschuldigung, aber!“, murmelte ich und betrachtete seine Kleidung.
Nun musste auch er lachen.
„Obwohl….“, überlegte ich, „ wenn ich noch mal so drüber nachdenke ist das eigentlich ziemlich sexy!“
Er sah mich geschockt an.
„Du verlangst aber nicht dass ich jetzt immer so rumlaufe, oder?“, fragte er panisch. Ich fing sofort wieder an zu lachen.
„Nene! Keine Angst, aber normal gefällst du mir dann doch besser!“, grinste ich ihn an.
„Gut so…“, murmelte Bill, zog mich zu ihm hin und küsste mich. Wow!!! Endlich konnte ich ihn wieder küssen! Und es war wunderschön.
Langsam liesen wir voneinander ab und grinsten uns an. Dann hörten wir wie sich Mone hinter uns räusperte.
„Ohh sorry…!“, murmelte ich und drehte mich zu ihr um.
„Kein Problem!“, grinste die nur.
Bill ging auf sie zu und breitete seine Arme aus.
„Hey du!“, begrüßte er sie.
„Halli hallo! Schön dich zu sehen!“, erwiderte Mone und umarmte ihn. Dann kam Bill wieder zu mir und nahm meinen Koffer. Die andre Hand gab er mir. Irgendwie tat mir Mone leid. Immer musste sie ihren Koffer selbst tragen!
Zusammen trotteten wir dann aus dem Bahnhofsgebäude und ich fühlte mich endlich wieder super wohl!

Kapitel 31

Wir näherten uns einem blauen Audi und Bill steuerte dieses Auto genau an. Als wir näher kamen sah ich eine Frau hinterm Steuer sitzen, die auch in unsere Richtung schaute.
Am Auto angekommen blieb Bill stehn und öffnete den Kofferraum. Dann lud er unser Gepäck hinein und schloss ihn wieder. Wie ein Gentleman öffnete er uns die Tür. Mone stieg zuerst ein, während ich noch kurz stehen blieb uns Bill angrinste.
„Ohhh ein Penner mit Manieren!“, neckte ich ihn.
Bill grinste zurück und sagte schließlich.
„Wart bloß ab bis wir zu Hause sind….“. Während er das sagte versuchte er einen finsteren Blick aufzulegen. Allerdings grinste er durchgehend und so sah das Endergebnis eher wie eine Grimasse aus. Ich lachte.
„Uhhh… jetzt hab ich aber Angst!“, und dann stieg ich ein.
Bill beugte sich zu mir herunter und flüsterte
„Solltest du auch!“. Dabei grinste er richtig frech was total süß aussah. Er stellte sich wieder und schloss dann die Tür. Schließlich stieg er selbst ein und setzte sich auf den Beifahrersitz.
„Also ihr 2 seid dann wohl Lea und Mone?“, sprach uns die Frau, die auf dem Fahrersitz saß.
„Ich bin Simone, Bills und Toms Mum. Schön euch endlich kennen zu lernen! Ich hab schon viel von euch gehört!“, fuhr sie fort.
Sie grinste uns über den Rückspiegel an.
„Ich hoffe nur gutes!“, grinste Mone.
„Ausschließlich!“, lächelte uns Simone an.
Dann setzte sich das Auto in Bewegung und wir fuhren los. Die ganze Fahrt über unterhielten wir uns mit Simone. Sie war wirklich total nett. Allerdings war mir Bill ein wenig zu leise, für seine Verhältnisse. Irgendwann, Mone und Simone waren gerade in ein gespräch vertieft, lehnte ich mich nach vorne zu ihm und flüsterte in sein Ohr.
„Was is denn los? Du bist doch sonst nicht so still?“, fragte ich ihn. Er drehte seinen Kopf zu mir und grinste mich frech an.
„Ich plan nur meine Rache an dir…“.
Sofort musste auch ich wieder grinsen.
„Du willst das doch nicht wirklich machen, oder?“, bat ich ihn mit Dackelblick, doch er schüttelte den Blick.
„Vergiss es, das bringt nichts!“, lachte er.
Nun zog ich einen Schmollmund.
„Pööö… dann versuch es doch, du….du….“, suchte ich nach dem richtigen Wort.
„Du was?“, fragte Bill und zog seine Augenbrauen nach oben.
„Du Nuss!“, beschloss ich dann.
Bills Grinsen wurde noch größer als es sowieso schon war.
„Nuss?“, lachte er.
„Ja, du Nuss!!!“, grinste ich ihn an.
„Selber, du Nudel!“, rief er dann recht laut.
Simone und Mone schauten beide zu uns.
„Nuss!“, lachte ich.
Bill lachte mit und rief dann wieder:
„Nudel!“
„Nuss!“
„nudel!“, so ging das dann noch einige Zeit hin und her. Letzen endes lagen wir mit einem Lachkrampf auf unseren Sitzen. Simone schüttelte nur grinsend den Kopf und Mone lachte mit.
„So! Wir sind da!“, ertönte plötzlich wieder Simones Stimme. Wir hielten vor einem totaaaal schönen Haus. Hier wohnten die beiden Jungs also.
Allesamt stiegen wir aus und Bill, mein süßer Penner, ging sofort zum Kofferwagen und öffnete ihn. Wir holten unser Gepäck und schon wieder nahm Bill meine Hand. Es durchfuhr mich immer ein Schauer wenn er das tat. Es war einfach so wunderschön in seiner Nähe zu sein! Mit ihm war ich einfach nur glücklich!
Wir liefen zur Tür und Simone schloss diese auf. Nacheinander trudelten wir ins Haus. Es war innen wirklich genauso schön wie von außen! Hier lebte es sich bestimmt gut!
„Stellt die Koffer gerade da ab!“, sagte Simone und deutete auf einen freien Platz. Wir stellten das Gepäck ab und zogen unsere Jacken und Schuhe aus.
„Wir gehen erstmal zu Tom!“, rief Bill seiner Mutter zu und zog uns auch schon sofort hinter sich her die Treppe hoch. Dort lief er auf eine bestimmte Tür zu und klopfte.
„jo?“, drang heraus. Ja, das war eindeutig Toms Stimme.
Bill wollte gerade sprechen, da ergriff ich das Wort.
„Hier steht ein armer Bettler, der nicht mal etwas richtiges zum anziehen hat, könntest du ihm nicht irgendetwas geben?“, rief ich durch die Tür.
„Hey!“, rief Bill und knuffte mich in die Seite. „na warte… du weißt ja, Rache!!!“, grinste er frech.
Ich lachte nur.
„Jaja…“, murmelte ich und da wurde auch schon die Tür aufgerissen.



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